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  • SOCOM II: U.S. Navy Seals im Gamezone-Test

    Socom II hat den Squad-Thron mittels überragender AI und gelungenster Steuerung erfolgreich verteidigt.

    Eindringen und räumen!

    Als vor gar nicht allzu langer Zeit Socom für die Playstation2 erschien, auch im Bundle mit einem Headset zu erstehen, mauserte es sich zweifelsfrei zum Nummer Eins Grund mit Sony's Konsole online zu gehen. Da war es natürlich klar, dass wir mit einem Nachfolger rechnen können. Ob sich dieser weiter gemausert hat oder nur ein billiger Abklatsch seiner selbst ist, könnt ihr in diesem Review lesen.

    Bevor ich mich ins Multiplayer-Abenteuer stürzte nahm ich mir den Sinleplayer-Part vor, in der Erwartung ihn nicht mehr anzutesten wenn ich erst einmal online war. Doch überraschte mich die Einzelspieler-Kampagne schon vom ersten Einsatz an, denn die Missionen gaben sich sehr ausgeglichen, ausführlich und vor allem relativ schwer. Denn für einen Augenblick die Geduld zu verlieren und schneller vorzupreschen als es empfohlen wurde, bedeutet auf der Stelle den virtuellen Tod. Die computergesteuerten Gegner sind nämlich nicht ohne und verzeihen keine Fehler. Umso angenehmer, dass auch die eigenen Teamkameraden der Lanze Alpha und Bravo nicht dumm sind, sondern ganz im Gegenteil eine AI an den Tag legen wie man sie sich in jedem Squad-Shooter wünschen würde. Mitunter ist es schon etwas peinlich, wenn die eigenen Kameraden ein vernünftigeres Verhalten präsentieren als man selbst. Generell muss man sagen, dass es eine wahre Freude ist mit so gut geschulten Computerkameraden auf die Jagd zu gehen, denen man auch mal eine kompliziertere Aufgabe übertragen kann ohne gleich Angst um ihr Leben haben zu müssen. Geben wir ihnen z.B. den Befehl zu einem bestimmten Ort vorzurücken und diesen zu sichern, dann machen sie genau das und nichts anderes. Sie pirschen sich in Deckung bis zu besagtem Ort vor, wobei sie das Gelände oder Gebäude hervorragend absichern und erst vorrücken wenn dies gefahrlos möglich ist. Auch kann man sich 100% auf sie verlassen wenn man sich den Rücken freihalten muss. Da die Computergegner aber - wie bereits erwähnt - ebenfalls nicht von der dummen Sorte sind, ist dies auch bitter nötig und bringt die erwartete taktische Komponente mit ins Spiel, die aus Socom II das macht was es ist, einen der besten Squad-Shooter auf der PS2 überhaupt. Denn gerade an den Kleinigkeiten erkennt man die Mühe die sich die Entwickler gegeben haben. So dienen beispielsweise die Sterbeanimationen nicht dazu dem Spieler das Ableben eines Feindes zu visualisieren, ganz im Gegenteil müssen wir immer damit rechnen, dass sich besagter Tropf noch einmal aufbäumt und eine Salve in unbestimmte Richtung loslässt. Darum nähert man sich dem Feind erst wenn sich dieser wirklich nicht mehr rührt, bzw. sorgt schon im Vorfeld dafür, dass dem so ist. Denn es gibt nichts ärgerliches als auf den letzten Metern noch einen Kopfschuss einzufangen und die Mission neu beginnen zu müssen.

    Mit seinen Teil zum guten Spieleindruck trägt die sehr gelungene und im Vergleich mit dem Vorgänger noch einmal verbesserte Steuerung bei. Sie orientiert sich zwar nach wie vor an dem bekannten Standard für derartige Games, die Action- und Schultertasten aber sind dermaßen ideal belegt, dass man sich fragen muss wie man die wenigen Tasten noch besser benutzen könnte. Lediglich die Befehle an die Kameraden bedienen sich noch dreifach verschachtelter Untermenüs, auf die man aber verzichten kann wenn man das USB-Headset zur Befehlseingabe benutzt. Ansonsten liegen alle benötigten Funktionen nur einen Tastendruck entfernt oder wurden vorbildlich in bereits vorhandene Features eingebunden. So können wir mit dem Digikreuz nicht nur jederzeit zwischen der 1st und 3rd-Person Sicht wechseln, auch alle weiteren Sichten wie der Restlichtverstärker oder das Zielfernrohr liegen auf dem Digikreuz und werden je nach gewählter Ausstattung durchgeschaltet. Sehr positiv fällt einem dabei der eingebrachte Realismus auf, der uns beim Blick in eine Explosion wirklich für Sekunden absolut blind werden lässt oder das Auge des Spielers erst an die Dunkelheit gewöhnen muss. Schalten wir des Nachts z.B. vom Nachtsichtgerät wieder auf die normale Sicht um, erscheint erst alles viel zu dunkel und wir können beobachten wie sich die Augen an die Finsternis gewöhnen und wir langsam wieder besser sehen können. Dieses System hat man auch beim Sound angewendet, der uns ein gemeines Pfeifen entgegenschickt wenn wir unsere Trommelfelle überlastet haben.

    Bei all den netten Features aber darf man nicht unerwähnt lassen, dass die gebotene Grafik zwar nicht schlecht aussieht, trotzdem sicher nicht das darstellt was auf einer PS2 möglich wäre. Besonders die nie ganz stabile Framerate macht einem an mancher Stelle das Zielen schwer, besonders wenn es darum geht möglichst schnell zu reagieren. Gerade in den Innenräumen wo man sich oft von Mauerkante zu Mauerkante schleichen muss, fällt die einbrechende Framerate negativ auf. Dafür hat man sich bei der Gestaltung der einzelnen Level umso mehr Mühe gegeben, von denen kein einziger einen unausgegorenen Eindruck hinterlässt. Ganz im Gegenteil sind die Wände der Häuser mit offensichtlich aktuellen Postern geschmückt und die Architektur der Gebäude wurde dem Original täuschend echt nachempfunden. Freilich liegt der Hauptaugenmerk der einzelnen Level auf ihrem taktischen Anspruch, den sie klaglos erfüllen. Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass der ohnehin schon relativ hohe Schwierigkeitsgrad noch einmal gepuscht wird, da man in den Missionen selbst nicht speichern kann. Erst nach erfolgreichem absolvieren dieser darf man seinen Spielfortschritt sichern. Dies beinhaltet natürlich ein mehrmaliges wiederholen der einzelnen Missionen, die allesamt nicht zu den kürzesten zählen. So wird die Netto-Spielzeit der zwölf gebotenen Singleplayer-Missionen natürlich ein ganz schönes Stück in die Höhe gepuscht, die ansonsten kaum mehr als 10 Stunden betragen würde. Allerdings sind uns 12 ausgereifte Missionen lieber als 20 hingeschluderte.
    An dieser Stelle sei das hervorragende Briefing erwähnt, welches einem auf Wunsch viele Hintergrundinformationen und Karten anbietet, die man vor dem Einsatz gründlich studieren kann. Gleichzeitig aber erlaubt es uns das Interface auch dieses einfach wegzudrücken, wenn wir die Informationen bereits kennen und keine Zeit verschwenden wollen. So hat ein Briefing auszusehen, das einem auf Wunsch alles bietet was man braucht aber ebenso schnell einfach weggedrückt werden kann.

    Die Soundkulisse kommt einen als Socom-Spieler sofort bekannt vor, sind es doch dieselben Streicher die uns auf unseren Missionen begleiten. Wie auch schon im Vorgänger blendet sich die Musik während der Feuergefechte mit dramatischen Tönen ein und zieht sich während der Schleichphasen komplett zurück, so dass wir genau hören können wie viel Lärm wir und unsere Mannen verursachen. Denn nach wie vor spielt der Untergrund auf dem wir uns bewegen eine wichtige Rolle. So knirscht der Schnee nicht wenig auf dem wir uns bewegen, der Kies knistert und im Gebüsch kann man zwar schlecht gesehen werden, raschelt aber umso mehr mit den verräterischen Ästen.
    Schön, dass man sich bei der deutschen Synchronisation so viel Mühe gegeben hat, und bis auf einige russische Wachleute wirken die gebotenen Stimmen sehr engagiert und ins Spiel involviert.
    Benutzt man das Headset, egal ob in der SP oder MP-Kampagne, hört man das eigene Team nur noch über dieses und kommuniziert damit auch mit ihnen. Das erzeugt ein herrlich authentisches Spielgefühl auf das man schon nach kurzer Spielzeit nicht mehr verzichten möchte.

    Die Singelplayer-Missionen spielen sich in den vier Örtlichkeiten Albanien, Brazilien, Algerien und Russland ab, wobei man jedem Land drei Missionen zugestanden hat. Diese erzählen immer die Geschichte vom ersten Einsatz bis zur Zerschlagung der kriminellen Ringe.

    Der Multiplayer-Part bietet uns exakt 22 Karten für bis zu 16 Spieler gleichzeitig, wovon nur zwölf wirklich neu sind, die restlichen zehn kennen wir bereits aus Socom und wurden nur leicht modifiziert. Sie beinhalten nun fest montierte Geschütze und ähnliche Spielereien. Neu hinzugekommen sind die beiden Spielmodi "Breach" und "Escort". Dabei bietet uns "Breach" zwei Varianten an. In der ersten geht es darum das von einem Team beschützte Hauptquartier, welches mit Geschützen und diversen Verteidigungseinrichtungen ausgestattet ist, in die Luft zu sprengen. In der zweiten Variante besitzen beide Teams ein Hauptquartier und die Bombe befindet sich in der Mitte des Spielfeldes. Wer sie sich zuerst schnappt und damit das Lager der Gegner in die Luft jagt hat den Punkt gewonnen. Im zweiten neuen Spielmode "Escort" geht es, wie der Name schon vermuten lässt, darum, einen einzelnen Zivilisten oder mehrere davon durch ein Kriegsgebiet zu eskortieren. Klar, dass die Fluchtpunkte besonders gut gesichert sind und die ganze Aufmerksamkeit des Teams verlangen. Ansonsten finden wir auch alle Modi aus dem Vorgänger wieder in Socom II, so dass man auch von den Spielvarianten her nicht am Multiplayer-Part nörgeln kann.

    SOCOM II: U.S. Navy Seals (PS2)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragende Steuerung
    schlaue Teamkameraden und Feinde
    fordernde SP-Kampagne
    22 online Maps
    gut funktionierende Spracherkennung
    gelungene deutsche Synchronisation
    Die Hälfte des MP-Parts wurde aus Socom übernommen
    an manchen Stellen ist die SP-Kampagne fast schon frustrierend schwer
    Speichern erst bei Missionsende möglich
    kein 60 Hertz-Mode
    kein 16:9 Support
  • SOCOM II: U.S. Navy Seals
    SOCOM II: U.S. Navy Seals
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Zipper Interactive
    Release
    16.01.2004

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http://www.gamezone.de/SOCOM-II-US-Navy-Seals-Spiel-33663/Tests/SOCOM-II-US-Navy-Seals-im-Gamezone-Test-989744/
15.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/85_01.jpg
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