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  • SSX 3 im Gamezone-Test

    Jetzt kann der Winter kommen! SSX 3 zeigt wo es auf der Piste der Snowboardspiele lang geht.

    Monster-Super-Über-Tricky

    Als wir auf der diesjährigen E3 die Produzenten von SSX3 kennen gelernt haben, ahnten wir schon das ein Spiel von solch coolen Typen wohl auch ziemlich cool werden muss. Diese Vorahnung hat sich glücklicherweise auf ganzer Line bestätigt, denn SSX 3 bietet die wohl lässigste und gelungenste Snowboardaction auf dem Markt. EA und sein Team von EA Big haben sich selbst übertroffen und setzen mit diesem Über-Titel neue Maßstäbe im Genre.

    Doch immer eines nach dem anderen. Was alte SSX Tricky-Veteranen sofort auffallen wird, ist das neue Streckendesign und die innovative Missionsstruktur. Die Entwickler haben tatsächlich ein ganzes Skigebiet in dieses Spiel gepackt, es gibt insgesamt drei Gipfel, welche alle nach und nach freigespielt werden können. Doch die einzelnen Events oder Orte werden nicht in einem langweiligen Menü angewählt, sondern man fährt ganz einfach hin! Der Berg ist sozusagen gleichzeitig die Missionsauswahl und wer Lust hat, fährt einfach ein bisschen in der Gegend herum und lädt dabei bereits seine Adrenalinanzeige auf, bevor er zum Startpunkt des eigentlichen Events gleitet. Dieses Feature wird durch eine intelligente Streaming-Technik möglich und man muss, sobald man einmal auf der Piste ist, keine Ladezeiten mehr in Kauf nehmen. Äußerst eindrucksvoll zeigt sich dies beim letzten Event der Rennmissionen, hier fährt man von der jeweils aktiven Gipfelspitze bis hinunter ins Tal. Dies kann, je nach Gipfel, bis zu einer halben Stunde dauern! Da diese Sondermissionen im Spiel eigentlich nur dreimal vorkommen, braucht Ihr keine Angst zu haben, dass man bei diesem Spiel ständig so lange Abfahrten in Kauf nehmen muss, normale Rennstrecken dauern im Schnitt ca. 3 Minuten. Diese neuartige Freiheit hat man bisher bei einem Spiel dieses Genres noch nicht erlebt, es ist einfach unglaublich realistisch und zugleich motivierend wenn man völlig ungebunden über den Berg gleiten kann. Manche Spieler werden dieses Feature sicherlich dazu nutzen einfach mal ein paar entspannende Runden auf dem Berg zu drehen, ohne dabei jegliche Wettkampfgedanken zu haben. Grund dafür ist natürlich auch das sensationelle Streckendesign, es gibt fast keine Kurve oder Abzweigung die man nicht einfach verlassen könnte um sich darauf in einer alternativen Abfahrt wiederzufinden. Bis man seinen Idealweg einmal gefunden hat, vergeht schon seine Zeit, denn die enorme Vielzahl der Abfahrtsmöglichkeiten lassen viel Raum zum Experimentieren. Noch dazu ist die Umgebung voll interaktiv, mal kommt eine Lawine ins Rutschen oder wir können frisch umgefallene Bäume für geschickte Abkürzungen nutzen. Besonders bei den eigentlichen Wettkämpfen macht sich das Streckendesign bezahlt, wer sich gut auskennt, kann so manche willkommene Abkürzung in den verschneiten Hängen entdecken.

    Doch bevor Ihr noch mehr über irgendwelche Wettkämpfe lest, wollen wir selbige erst mal schön beschreiben: Es gibt also insgesamt drei verschiedene Abschnitte in Form von Gipfeln auf dem Berg und um zum nächsthöheren Gipfel aufsteigen zu können, benötigt man ein komplett abgeschlossenes Gipfelziel. Diese Gipfelziele sind in die Kategorien Rennen, Freestyle, Erkundung und Einnahmen aufgeteilt. Was beim Rennen los ist, sollte klar sein, es geht über verschiedene Strecken gegen andere Boarder mit rasanter Geschwindigkeit in Richtung Ziellinie. Beim Freestyle geht es selbstverständlich nicht um die Zeit, sondern um die erfahrenen Punkte, und um kräftig Punkte zu kassieren gibt es verschiedene Events: Beim Slopestyle fährt man eine der Rennstrecken, muss aber gleichzeitig möglichst viele Punkte machen, beim Big Air findet man sich auf sehr kurzen Abschnitten wieder, welche mit besonders langen Sprüngen und vielen Kickern aufwarten können. Richtig zur Sache geht es allerdings erst in der Super Pipe: Hierbei kommen die wildesten Tricks zustande und man schafft durch die riesigen Halfpipes mit Leichtigkeit sehr heftige Super-Über-Tricks. Bei den letzten beiden Gipfelzielen, Erkundung und Einnahmen, geht es darum möglichst viele versteckte Big-Herausforderungen kreuz und quer auf dem Gipfel zu meistern, oder eben besonders viel Geld durch verschiedene Renn- oder Freestyleevents einzunehmen.

    Die äußerst wichtigen Tricks spielen natürlich immer noch eine zentrale Rolle, denn entweder bekommt man dafür einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil, oder die oftmals wichtigen Punkte. Die Steuerung ist hierbei wie immer absolut genial gelungen, bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit zeigt man die wildesten Manöver. Wie auch im Vorgänger gibt es hier die berühmten Über-Tricks, welche bei voll aufgeladener Adrenalinanzeige möglich werden. Wer das Ganze auf die Spitze treiben will, kann durch mehrere Über-Tricks die Super-Über-Tricks freischalten und kassiert dafür enorme Punktzahlen. Da man die Tricks bei der Ausführung kombinieren oder verändern kann, gibt es eine große Vielzahl verschiedenster Variationen. Doch damit nicht genug: Neue und noch spektakulärere Über und Super-Übertricks können jederzeit gegen Bargeld eingekauft werden. In diesem Zusammenhang sollten wir auch die tolle Replayfunktion des Spiels erwähnen, sie ermöglicht nicht nur Zeitlupe und freies Drehen und Zoomen, sondern kann auch besonders tolle Abfahrten für die Nachwelt abspeichern.

    Die Steuerung ist auf dem Gamecube leider völlig daneben geraten, deshalb auch der Punktabzug bei dieser Version. Die Tasten sind für dieses Spiel auf dem Standard-Controller ohnehin schon relativ schlecht angeordnet, aber warum hat man die "Zurücksetzen-Taste" auf Y gelegt?! Durch diese dämliche Entscheidung der Entwickler passiert es alle Nase lang, dass man aus versehen seinen Fahrer zurücksetzt und damit wertvolle Zeit verliert. Lediglich mit der Profi-Steuerung, welche im Optionsmenü aktiviert werden kann, wird das Spiel auf dem Cube-Pad überhaupt erst richtig spielbar. Interessant ist in Bezug auf die generelle Steuerung auch das neue Recover-Feature: Sollte mal ein kleiner oder größerer Unfall passieren, kann man sich durch schnelles Drücken einer Taste wieder auf die Beine bringen und verliert dadurch kaum Zeit und Punkte. Ebenfalls neu sind die Boardpresses, welche mit dem rechten Analogstick eingeleitet werden. Somit sind also auch endlich Nose- und Tailpresses möglich, welche sich besonders gut zum Kombinieren von Tricks eignen.

    Ihr seht also, es gibt genügend zu tun und das war sogar noch lange nicht alles was bei SSX 3 möglich ist: Wie bereits bei den Vorgängern, spielen auch hier die eigentlichen Boarder eine wichtige Rolle. Jeder Charakter ist zu Beginn der Karriere ein völlig unbeschriebenes Blatt was seine Fähigkeiten angeht. Erst durch das Verdienen von Geld können neue Attributspunkte gekauft werden, welche wiederum unsere speziellen Fähigkeiten wie Tricks, Beschleunigung, Tempo usw. beeinflussen. Dies ist im Vergleich zum Vorgänger neu, motiviert aber wesentlich besser. Für die ganz besonders geldigen Sportler gibt es zudem im örtlichen Shop eine Vielzahl verschiedenster Ausrüstungsgegenstände, diese reichen vom simplen Handschuh bis hin zu völlig neuen Köpfen oder futuristischen Snowboard-Alternativen.

    Die Grafikengine von SSX wurde für diesen Teil komplett neu geschrieben und sieht einfach umwerfend aus. Die weitläufigen Areale kommen in einer absolut flüssigen Framerate daher und durch viele Partikeleffekte kommt Leben in den Schnee. In diesem Spiel glitzert, spritzt und spiegelt der Schnee - ganz so wie es eben sein muss. Obwohl die schmucken Bergketten im Hintergrund nur einfache Bitmaps sind, wirken selbige, zusammen mit den tollen Sonneneffekten, enorm realistisch und manches mal kann man die traumhafte Eiswelt von SSX 3 fast schon riechen. Die Animationen der Boarder sind ebenfalls sehr gut gelungen, die eingebaute Replayfunktion zeigt dies nur allzu deutlich. Was die bunten Farben anbelangt, so hat man etwas mehr auf Realismus geachtet, auch wenn die Welt von SSX immer noch sehr wenig mit der Realität gemeinsam hat. Dennoch entsteht ein ganz eigener Flair, der nicht zuletzt auch durch die fabelhafte Musik zustande kommt. Für jeden Geschmack ist etwas geboten, jeder wird hier seine Favoriten finden und kann diese auch noch auf einer eigenen Playlist zusammenstellen. Größen wie Fisherspooner, Felix da Housecat oder Fatboy Slim haben sogar eigene Widmungen auf dem Tracks für dieses Spiel hinterlassen. Die Musik läuft nämlich nicht nur einfach so im Hintergrund ab, sie wird von einem äußerst echt wirkenden DJ und einem virtuellem Radiosender namens "Radio Big" präsentiert, welcher auch noch so manchen Tipp zum Gameplay auf Lager hat. Wer keine Lust auf das Gelaber hat, kann den guten Mann auch einfach abschalten.

    Beim Thema Technik ist uns leider aufgefallen, dass die PAL-Version des Spiels ein paar unschöne Ruckler aufweist, welche bei der US-Version nicht vorhanden sind. Alten PAL-Spielern wird diese leicht ruckelnde Framerate kaum auffallen, hat man aber einmal den Unterschied gesehen, möchte man die PAL-Version nicht mehr anfassen. Schade drum, die Lokalisierung ist nämlich ansonsten gut gelungen, nur in technischer Hinsicht hat man wohl etwas geschludert und den 60Hz Modus vergessen.

    Das Spiel hat natürlich auch einen Mehrspielermodus zu bieten, die PS2-Version verfügt zudem über einen exklusiven Onlinemodus. Wir hatten leider keine Zeit mehr beide Modi anzutesten, die außerordentlich gute Spielbarkeit, Steuerung und Grafik wird aber auch hierbei für Begeisterung sorgen. Schade nur, dass man keine Xbox Live Unterstützung integriert hat, dies liegt an exklusiven Online-Verträgen mit Sony - ein leidiges Thema, über das wir uns an dieser Stelle nicht weiter auslassen wollen.

    SSX 3 (GC)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    geniales Streckendesign
    sehr lange Spielzeit
    sehr schöne Grafik
    sehr guter Soundtrack
    enorm umfangreiche Trick-Möglichkeiten
    gelungenes Freiheitsgefühl
    sehr viele Boni und Extras zum freispielen
    Steuerung auf dem Cube nur im Profimodus brauchbar
    unschönes PAL-Ruckeln
    kein 60Hz Mode
  • SSX 3
    SSX 3
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    24.10.2003

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989536
SSX 3
SSX 3 im Gamezone-Test
Jetzt kann der Winter kommen! SSX 3 zeigt wo es auf der Piste der Snowboardspiele lang geht.
http://www.gamezone.de/SSX-3-Classic-34558/Tests/SSX-3-im-Gamezone-Test-989536/
30.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/02/ss.jpg
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