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  • Saints Row (dt.): spaßiger Bandenkrieg - Leser-Test von X-Warrior

    Saints Row ist ein Actionspiel, welches sich in bester GTA-Manier präsentiert. Es steht Euch eine ganze Stadt offen, welche nach und nach erkundet und erobert werden möchte. Da sich dieses Ziel allerdings nicht im Alleingang umsetzen lässt, schließt sich Eure, frei erstellbare, Spielfigur zu Spielbeginn den "Saints" an. Diese ist eine von mehreren verfeindeten Straßengangs, die in der fiktiven Stadt "Still Water" um die Vorherrschaft kämpfen.

    Bevor Ihr jedoch in die Gang aufgenommen werdet, steht allerdings eine Bewährungsprobe in Form eines Faustkampfes an. Habt Ihr diesen bestritten, seid Ihr anerkanntes Mitglied der Saints und macht Euch nun daran die anderen Gangs aus der Stadt zu verjagen und das Territorium der Saints zu vergrößern.

    Neben den feindlichen Gangmitgliedern machen Euch aber auch die vielen Polizisten das Leben schwer, die in den Straßen von Still Water auf Patrouille sind und nur darauf warten, dass Ihr eine Gesetzesübertretung begeht. Wie im offensichtlichen Vorbild, der GTA-Serie, habt Ihr zu Beginn keinen eigenen fahrbaren Untersatz, sondern müsst Euch diesen zu erst einmal klauen. Allerdings lassen sich mehrere erbeutete Fahrzeuge in Eurer Garage abstellen und für eine spätere Verwendung aufbewahren.

    Die Hauptaufträge der Saints sind recht abwechslungsreich gestaltet. Einmal gilt es ein Drogenlabor der Konkurrenz auszuheben und ein anderes Mal wollen bestimmte Mitglieder der feindlichen Gangs ausgeschaltet werden um das Territorium der Saints zu markieren und den anderen Gangs klar zu machen, dass es eine neue Gruppierung im Kampf um die Vorherrschaft in Still Water gibt.

    Zusätzlich zu der regulären Aufgabenstellung gesellen sich aber noch die sogenannten "Aktivitäten" oder "Festungen".
    Die Aktivitäten können hierbei ein illegales Straßenrennen, Drogenhandel - bei dem man von A nach B fährt, um die heiße Ware an den Mann zu bringen und sich parallel dazu Schusswechsel mit der Polizei und feindlichen Gangmitgliedern liefern muss - oder das umherfahren einer Dame aus dem horizontalen Gewerbe beinhalten. Auch diese Nebenmissionen spielen sich jeweils recht unterschiedlich und lockern die eigentlichen Hauptaufträge gekonnt auf.
    Bei den sogenannten Festungen handelt es sich eher um ein Standardprozedere: Ein gewisses Gebäude muss hier von feindlichen Gangmitgliedern gesäubert werden. Ist dies geschehen, erhält man neben einem neuem Speicherpunkt auch das umliegende Stadtgebiet. Durch erfolgreich beendete Aufträge oder das Abschließen einer der Nebenaufgaben steigt Eure "Respekt"-Anzeige. Ist diese hoch genug, lassen sich Mitglieder der Saints von der Straße aufgabeln und mit auf Eure nächste Mission nehmen. Zwar lassen sich den rekrutierbaren Gangmitgliedern keine Befehle erteilen, aber die zusätzliche Feuerkraft, die diese mitbringen, ist in den späteren Missionen gut zu gebrauchen.

    Allerdings sind auch die anderen Gangs diesbezüglich nicht untätig und greifen von Zeit zu Zeit einen Eurer Stadtteile an. Passiert das, gilt es so schnell wie möglich in den betroffenen Stadtteil reisen um den Verlust dieses Territoriums zu verhindern. In der Regel ist das aufgrund des sehr komfortablen GPS-Systems weiter kein Problem. Einfach auf der Übersichtskarte das gewünschte Ziel markiert und schon wird kürzeste Weg zum Ziel angezeigt. Solltet Ihr dennoch zu spät kommen und den Kampf um ein Stadtgebiet verlieren geht dieses wieder an die konkurrierende Gang über. Ist das geschehen muss das entsprechende Gebiet natürlich erneut erobert werden.

    Die benötigte Ausrüstung wie Waffen und Essen bzw. Trinken, welches dazu dient Eure Lebensenergie wieder aufzufüllen, lässt sich in verschiedenen Läden finden und kaufen. Ebenfalls könnt Ihr Euch in einigen Geschäften mit Kleidungsstücken Eurer Wahl ausstatten.
    Allerding lassen sich in den Läden von Still Water nicht nur Einkäufe tätigen, sondern man kann alternativ auch einen Überfall auf diese verüben. Dazu ist es nicht nötig, wie bei den anderen Nebenaufgaben, diese erst aufzurufen. Vielmehr lassen sich diese Überfalle "einfach so" ausführen, indem Ihr einfach Eure Waffe auf den entsprechenden Ladenbesitzer richtet. Dieser wird sich dann langsam aber sicher von Euch zum Safe des Ladens "begleiten" lassen um Euch das Geld dann auszuhändigen. Allerdings kann es auch passieren, dass sich der Ladenbesitzer zur Wehr setzt und den Alarm auslöst, oder einer seiner Kunden flieht und alarmiert die Polizei. Solltet Ihr einmal von der Polizei gesucht werden, ist dies weiter nicht schlimm, denn wie schon in der GTA Reihe gibt es auch in Saints Row eine Möglichkeit die Gesetzeshüter im Handumdrehen los zu werden. Nur anstatt einer Lackiererei, ist es hier ein sogenannter Beichtstuhl, der Euch für eine finanzielle Gegenleistung den Fahndungslevel herabsetzt.

    Die Steuerung Eurer Spielfigur, welcher Ihr immer von hintern über die Schulter schaut, funktioniert dabei einwandfrei. Egal, ob Ihr Euch nun in einem Schusswechsel befindet oder gerade eine Spritztour mit einem Eurer Autos macht, jede Aktion lässt sich problemlos beherrschen und die Steuerung ist bereits nach kürzester Zeit in Fleisch und Blut übergegangen. Eine kleine Besonderheit ist hier allerdings das Zielsystem, welches komplett ohne eine automatische Zielerfassung auskommt. Das mag anfangs für den Ein oder Anderen etwas ungewohnt sein, stellt aber ebenfalls nach kurzer Spielzeit kein Problem mehr dar und die Gegner lassen sich mit Leichtigkeit ins Visier fassen, als hätte man nie etwas anderes Getan.

    Grafisch präsentiert sich Saints Row mit schönen Explosionen und Raucheffekten. Allerdings wirken die Wagenmodelle genau wie die Grau in Grau gehaltenen Häuserschluchten der Großstadt sehr plastisch und eintönig. Zwar tummeln sich angenehm viele Fahrzeuge und Passanten auf den Straßen von Still Water, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es fast kontinuierlich zu Pop-Ups kommt. Wolkenkratzer und Bäume tauchen am Horizont quasi aus dem Nichts auf und die Texturen sind stellenweise sehr undetailiert.
    Der Sound hingegen vermittelt eine gute Atmosphäre während des Spielens. So fliegen ordentlich die Fetzen, sollte es zu einem Schusswechsel unter den verfeindeten Gangs oder der Polizei kommen. Passanten laufen schreiend davon und rufen während dessen nach der Polizei.

    Auch kann sich der Soundtrack hören lassen, mit dem Euch die virtuellen Radiostationen während des Autofahrens beschallen. Zwar hat dieser keine wirklich (oder zumindest mir) bekannten Künstler zu bieten, deckt aber mit Hip Hop, Rock, Techno und Klassik so ziemlich alles ab was man sich als virtueller Gangster wünschen kann.

    Alles in allem ist Saints Row ein wirklich gelungener GTA-Klon, der sich nicht wirklich hinter seinem offensichtlichen Vorbild verstecken muss. Auch wenn die Grafik, den ansonsten sehr guten, Gesamteindruck etwas trübt, lässt sich mit diesem Titel so manch muntere Stunde in Still Water verbringen.

    Negative Aspekte:
    verwaschene Texturen ; des öfteren Grau in Grau ; Pop-Ups

    Positive Aspekte:
    viele Haupt- & Nebenmissionen ; exzellente Steuerung

    Infos zur Spielzeit:
    X-Warrior hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Saints Row (dt.)

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: X-Warrior
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Saints Row (dt.)
    Saints Row (dt.)
    Publisher
    THQ
    Developer
    Relic Entertainment
    Release
    01.09.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Saints Row (dt.): spaßiger Bandenkrieg - Leser-Test von X-Warrior
http://www.gamezone.de/Saints-Row-dt-Spiel-31332/Lesertests/Saints-Row-dt-spassiger-Bandenkrieg-Leser-Test-von-X-Warrior-1010430/
27.10.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/10/XBox_Zone_1106_360_Saints_Row_04.jpg
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