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  • Saints Row (dt.) im Gamezone-Test

    In Stilwater brennt die Luft und du wirst bereits sehnlichst erwartet. Worauf wartest du noch: Geh endlich aufräumen.

    Immer wieder haben sogenannte Gangsta-Spielchen versucht den Spielemarkt zu erobern. Und immer wieder scheiterten Versuche a la "50 Cent Bulletproof" & Co. (um bei jüngeren Beispielen zu bleiben), dass sie entweder zu cool waren oder schlicht gegen den großen Platzhirschen des Genres - GTA - verloren haben. Dennoch geben die Entwickler nicht auf und versuchen weiter am Thron des Genrekönigs zu wackeln. So nun auch THQ, die mit Saints Row zwar auf ähnlichen Pfaden wandeln, der ganzen Geschichte dennoch ein eigenes Gesicht verpasst haben. Und so schreiben wir das Jahr 2006 und befinden uns in einer Stadt namens Stilwater. Gangs haben das Sagen und bestimmen untereinander, welche Gruppe in welchem Gebiet die Hoheitsrechte inne hat. Bisher hat man sich immer irgendwie respektiert und die jeweiligen Territorien nicht streitig gemacht. Bekanntlich gibt es aber immer ein erstes Mal und so werden die vorherrschenden Regel gebrochen und der Kampf entbrennt aufs Neue. Doch dieses Mal musst du mitmischen und dafür sorgen, dass die Stadt ein neues Oberhaupt bekommt. Und kein geringerer als du sollst der neue Fürst aller Regionen werden.

    Stern, 5-Uhr Schatten, erste Klopperei

    Saints Row (dt.) Saints Row (dt.) Bevor du dich nach Stilwater aufmachen kannst, solltest du dir erst einmal Gedanken machen, wie du künftig auftreten magst. D.h. in einem recht unfangreichen Charakter-Editor stellst du dein ganz eigenes virtuelles Ego zusammen. Es gibt fast keinen Körperbereich, den du nicht nach deinen Wünschen formen kannst. Dabei spielt es dann auch keine Rolle ob du ganz dichte oder eher total dünne Augenbrauen mit weitem oder sehr engem Abstand haben magst. Auch die Augen und ihre Form, dazu Nase und Mund, die sich ebenfalls vielfältig zeigen und deren Auswahlmöglichkeiten fast einem Musterkatalog in einer Schönheitsklinik gleichen, lassen sich ganz nach persönlichen Vorlieben gestalten. Natürlich gehören dazu ebenfalls die Haare, der Körperbau und natürlich auch die grundlegende Frage des Typs sowie der Haut- und Haarfarbe: Schlicht alles lässt sich individuell nach deinem Gusto erstellen. Somit dürfte jede Figur ein absolutes Unikat sein; Und so kommt dann am Ende vielleicht auch bei dir ein afroamerikanischer Asiate mit Stern (Bezeichnung für eine Frisur) und 5-Uhr Schatten (benennt einen Barttyp) mit muskulösem Oberkörper heraus.

    Aber egal wie dein neues virtuelles Ich dann auch ausschauen wird, so oder so landest du bei den 3rd Street Saints - zwar mehr zufällig, aber es wird für die nächsten ca. 25-30 Stunden dein Zuhause werden. Weil du ja von Grund auf gerne mal deine Nase in anderer Leute Angelegenheit steckst, wenn auch in diesem Situation eher rein zufällig, gerätst du ein wenig in Schwierigkeiten: Ehe du dich versiehst, bist du zwischen die Fronten eines Bandenübergriffs gelandet, an dessen Ende du augenscheinlich ganz sicher mit dem Leben bezahlen musst. Du weißt einfach zu viel und hast zu viel gesehen.
    Julius, Anführer der Saints und gerade auf Rekrutierungsrunde für die Saints, rettet dir glücklicherweise deinen Hintern, weil er für dich zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Unverblümt macht er dir ein Angebot. Klar nimmst du an, was allerdings auch bedeutet, dass dich der gute erst einmal auf die Probe stellt. Das heißt für dich erst einmal zu beweisen, dass du es wert bist. Schlägerei sei dank zeigst du den Lumpis der Gang aber ganz schnell, dass mit dir nicht gut Kirschen essen ist. Nach ein paar gezielten Nasenbrüchen und ggf. der einen oder anderen eingesteckten Retourkutsche bist du dann mit an Bord. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung heißt es für dich erst mal Waffe kaufen und dann kann's auch schon fast los gehen.

    Mini-Einsätze

    Dank der bis dahin stattgefundenen Sequenzen als auch der Dialoge sollte das Grundziel von Saints Row klar sein: Die Gangs und ihr erneut erwachter Drang sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen müsst ihr ausnutzen. Nicht nur, dass ihr verschiedene Aufträge für bzw. auch mal gegen die Gans ausführt, sie müssen auch über kurz oder lang über den Jordan geschickt werden, so dass du dir Stilwater komplett Untertan machen und beherrschen kannst. Bis es aber so weit ist, liegt allerdings ein recht umfangreicher Weg vor dir.

    Saints Row (dt.) Saints Row (dt.) Nachdem du dir deine Waffe beschafft hast - versuchs- und ausnahmsweise mal - auf recht ehrliche Art, sprich kaufen (und zur Vermeidung von Schwierigkeiten solltest du auch dabei bleiben), darfst du zunächst ein paar Mitglieder einer verfeindeten Gang, die mal ganz frech in das Saints Viertel eingefallen sind, um die Ecke bringen. Und wie es sich für eine Gang gehört, musst du das auch nicht allen machen - ein Saints Mitglied (welches du dir vorher selbst aussuchen konntest) wird dich begleiten und dir passende Unterstützung servieren. Gewöhne dich aber besser nicht daran, denn der gewählte Bursche steht dir immer nur sporadisch und eher selten zur Verfügung.
    Sind die Jungs ausgeschaltet, hast du freie Missionswahl und kannst dir deinen neuen Mini-Einsätzchen vorknöpfen. Darunter verstehen sich Aufgaben, die über das gesamte Stadtgebiet verstreut sind und mittels verschiedener Symbole dargestellt werden. Anfänglich meistens mit Fragezeichen versehen, kann dir vom Versicherungsbetrug über das sogenannte Abgreifen bis hin zum Eskortieren oder aber einen gekonnten Drogenschmuggel sowie verschiedene Diebstähle (Autos klauen) alles begegnen. Je nachdem welche Aufgabe es dann wird, darfst du dann mal - meist mit Zeitlimit versehen - eine bestimmte Anzahl Autos klauen oder aber dich gekonnt auf die Straße werfen, vorzugsweise in Kombination mit Autos und Zeugen, um so eine vorgegebene Summe aufs Konto zu verbuchen. In Fachkreisen ist dies dann als Versicherungsbetrug hinlänglich bekannt.

    Saints Row (dt.) Saints Row (dt.) Klingen diese Mini-Missionen recht einfach, sind sie es nicht immer, denn nachvollziehbarer Weise lassen sich z.B. fahrende Eigentümer ihren Wagen nicht gerne unterm Hintern weg klauen und schon gar nicht wenn sie damit unterwegs sind. Um die Versicherung ordentlich zu prellen, heißt es kreativ sein. Der einfache Sturz reicht da bei Weitem nicht aus. Vielmehr solltest du dann versuchen gute Kombinationen zu vollführen, bei denen dann auch möglichst viele Zeugen (Polizisten sind hier sehr willkommen) deinen ach so schlimmen Unfall, vor allem aber deinen "guten Flug" bezeugen, so dass die Versicherung gescheit viel rausrücken muss. Wieder anders sieht es aus, wenn du dich einfach mal als Eskortenfahrer versuchst. Hierbei suchst du dir einfach ein leichtes Mädchen, parkst sie auf dem Rücksitz deines Wagens und suchst in Stilwater sehr berühmte und vor allem verdammt willige Kundschaft. Ist der prominente Jüngling dann eingestiegen, heißt es für dich gut, sicher und vor allem schnell sein. Denn die beiden wilden Hasen auf der Rückbank müssen nicht einfach nur durch die Gegend kutschiert werden, sondern der vermeintliche Prominente darf auf keinen Fall von der gierigen Presse erwischt werden - vor allem nicht bei dem was er tut, die dir nämlich, so bald das Promikind eingestiegen ist, sofort an der Stoßstange hängt.
    Dank passender eingeblendeter Balken im oberen Bildrand wisst ihr genau Bescheid, was auf der Rückbank abgeht. Ist der rote Balken (quasi das Liebesbarometer) bis zum Anschlag gefüllt, fühlt sich der Jüngling befreit und wird wieder aussteigen wollen. Füllt sich hingegen der blaue Balken, gewinnt die Presse die Oberhand und der Bub auf dem Sitz hinter dir hat damit natürlich keinen Bock mehr und will vorzeitig aussteigen. Wenn allerdings so weit alles gut geht, kannst du dann nach erfolgreicher Arbeit deiner Schnalle weitere Kandidaten auflesen und ihren Spaß haben lassen. Bedenke dabei nur, dass auch die Mädels nur begrenzt belastbar sind und gelegentlich auch mal eine Pause brauchen.

    Respekt, oder was?

    Keine Frage, auch in diesem von THQ geschaffenen "Gangsta" Epos dreht sich alles, wie soll es auch anders sein, um Respekt. Nicht nur, dass du dir den von Anfang verdienen musst, so dass du den Sprung in die Saints Gang schaffst. Auch die vielen, vielen kleinen Aufträge und Mini-Missionen dienen dazu, dein Ansehen zu verbessert; Und zwar nicht nur innerhalb deiner eigenen Gang der du nun angehörst. Es ist auch wichtig sich vor der Konkurrenz Respekt zu verschaffen. So entscheiden Erfolg als auch Misserfolg darüber, wie sehr man dich quasi innerhalb und außerhalb der Gruppe respektiert. Speziell außerhalb, sprich bei anderen Gangs, spielt auch dein Bekanntheitsgrad einen Rolle. Zwei unterschiedliche Paar Schuhe, die schlussendlich Hand in Hand gehen und voneinander profitieren. Hast du es geschafft, dir einen gewissen Namen zu machen, den man vor allem auch ein bisschen fürchtet, kannst du dich dran machen, die wahren Aufträge zu versuchen.

    Um aber an die wirklichen "Big Deals" zu kommen, müssen erst einmal - wie beschrieben - die kleinen Aktionen, oftmals in Massen, erledigt werden. Nach einer bestimmten Anzahl, respektive nach Erhalt einer gewissen Respektpunktzahl offenbart sich dann automatisch eine wichtige Mission, die dir verhilft ein weiteres Gebiet in Stilwater (immer gesamt 36 verschiedene Gebiete) einzunehmen. Dabei sind dann solch' netten Sachen wie mit Aisha das Tonstudio in die Luft zu jagen oder aber die Bosse der Los Carnales über die Klinge springen zu lassen. Alternativ wollen auch Drogenlabore ausgehoben werden und gerne versuchen die anderen Banden bereits von dir erobertes Gebiet wieder zurück zu erobern. Dem musst du natürlich Einhalt gebieten und den Jungs ganz klar zeigen, wo der Hammer hängt.

    Saints Row (dt.) Saints Row (dt.) Somit gehst du dann quasi den natürlichen Wechsel zwischen kleinen Aufgaben und Territoriumseroberung. Beides geht Hand in Hand und sorgt dafür, dass man dich Stück für Stück mehr fürchtet bzw. respektiert. Dazu kommt, dass diese ganzen Aktionen auch dein Konto mit toten Präsidenten auf grünem Papier - umgangsprachlich auch Geld genannt - füllt. Die Knete-Eingänge richten sich danach, auf welchem Missionsstand du bist, für welche Gang du welchen Auftrag erledigt hast und welches Territorium du bereits für dich eingenommen hast. Und das du Kohle brauchst, beweisen die vielen, vielen Geschäfte, die du besuchen kannst - bei Tag und Nacht. Bei Tage bist du brav und lässt dein Geld da und kaufst benötigte Dinge (Kleidung, Schmuck, Tattoos & Co.), die auch was für dein Image und damit für den Anstieg deines Respekts tun. Oder aber du klaust dir deine Wunschgarderobe, deinen Lieblingsschmuck bzw. Fusel des nächtens zusammen. Speziell letzterer Umstand wird dann dafür Sorge tragen, dass dich auch die Polizei genauer unter die Lupe nimmt. Im Übrigen sorgen auch überfahrene Passanten oder provozierte Unfälle dafür, dass die Grün-Weißen auf dich aufmerksam werden. Bist du allerdings dann mal wieder eine gewisse Zeit brav, schwindet das Interesse. Alternativ dazu kannst du auch das "Forgive & Forget" ansteuern, wo dir alle deine Missetaten mit einem Schlag verziehen werden. Ist dir das alles nicht "Gangsta" genug, steuerst du einfach einen Schönheitschirurgen an und lässt dir ein neues Gesicht verpassen.

    Da gibt's noch mehr

    Sollten dir die kleinen und großen Missionen noch nicht genug sein, darfst du dich gerne noch mit verschiedenen Extra-Aufgaben auseinandersetzen. Hast du vielleicht eine ausgeprägte Vorliebe für Autos? Dann solltest du dir auf jeden Fall die Mühe machen und dir all die Autos unter den Nagel reißen, die dir gefallen. Einfach den jeweiligen Fahrer stoppen, selbigen raus prügeln oder schießen - ganz wie du willst -, ans Steuer geschwungen und das gute Stück heil in die eigene Garage bringen. Hier sei angemerkt, dass z.B. das heimische Domizil erst einmal erspielt werden muss. Solltest du also am Anfang nicht allzu viel verbocken, wirst du recht schnell deinen Unterschlupf haben, an dem du alles bunkern kannst ,was wichtig ist: Kleidung, Geld, Waffen, usw. und natürlich auch deinen Fuhrpark. Nebenbei bemerkt: 50 verschiedene Fahrzeuge in der Garage lassen auch das Punktekonto des Gamerscores wachsen.

    Ist dir das immer noch zu wenig, darfst du dich gerne auch auf die Suche nach CDs machen. Allerdings ist diese Angelegenheit schon recht tricky, denn die Silberscheiben sind nicht nur über ganz Stilwater verteilt, die Verstecke sind überdies gar nicht mal so leicht zu finden. Da heißt es schon genau sein, damit man die stattliche Anzahl von immerhin 60 Datenträgern auch wirklich alle auf seinem Konto verbuchen kann. Hat man alle gefunden, offenbart sich dem fleißigen Finder ein Geheimnis.

    Im Übrigen lassen sich fast alle Wege in Stilwater dank Karte und einer Art Navigationssystem spielend bewältigen. Suche dir den Ort aus, zu dem du laufen, fahren oder sonst wie kommen willst und aktiviere diesen mit einfachem Tastendruck. Dann blinkt eine passende Spur auf und führt dich gekonnt durch die Straßenzüge Stilwaters. Allerdings funktioniert das nur für die Aufgabenerledigung bzw. die großen Deals. Geheimnisse und andere Feinheiten müsst du dann schon selbst finden.

  • Saints Row (dt.)
    Saints Row (dt.)
    Publisher
    THQ
    Developer
    Relic Entertainment
    Release
    01.09.2006
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Saints Row (dt.)
Saints Row (dt.) im Gamezone-Test
In Stilwater brennt die Luft und du wirst bereits sehnlichst erwartet. Worauf wartest du noch: Geh endlich aufräumen.
http://www.gamezone.de/Saints-Row-dt-Spiel-31332/Tests/Saints-Row-dt-im-Gamezone-Test-990899/
07.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/09/saintsrowmicros28645.jpg
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