Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Samurai Warriors 2: Nobunaga awaits - Leser-Test von sinfortuna

    Man muss schon aufpassen, dass man die Actionserien "Dynasty Warriors" und "Samurai Warriors" nicht durcheinander schmeißt, primär ist zu beachten, dass bei ersterer Reihe die Handlung im alten ehrwürdigen China spielt und bei letzterer im kaiserlichen Japan. Über die Samurai Warriors-Reihe möchte ich nun auch ein paar Worte verlieren, um genau zu sein über "Samurai Warriors 2" für die Playstation 2. Der böse Obermotz ist der grausame Fürst Nobunaga... gut möglich, dass Ihr früher öfters einmal über jenen Namen gestoßen seid, Videospielabenteuer mit oder besser gegen ihn gibt es reichlich. Doch ich möchte nicht abschweifen, jedenfalls gilt es genau diese dämonische Ausgeburt der Hölle (oder so ähnlich), in seine Schranken zu weisen und daher bedarf es gleich mehrerer tapferer und hochtalentierter Samurai, um dies möglich zu machen. Eine gute Nachricht gleich an dieser Stelle vorweg: wir dürfen diese schwere Aufgabe - der Schwierigkeitsgrad ist tatsächlich nicht zu verachten - alleine oder auch im Koop-Modus angehen. Letzteres hebt den Langzeitspielspaß beträchtlich, versteht sich.

    Ein dickes Plus ist die gebotene Vielfalt an Missionen und Akteuren, die an den mittelalterlichen Schlachten teilnehmen können: über einhundert Missionen und über ein Dutzend Hauptcharaktere mit eigenem Handlungsstrang erwarten uns hier. Zugeben muss ich aber auch, dass der sogenannte Story-Modus seinen Namen auch in diesem zweiten Teil nicht unbedingt verdient hat: es ist eher eine 08/15-Pseudogeschichte, die nie so richtig fesseln kann und eher kosmetisches Beiwerk darstellt, als dass sie einen wesentlichen Bestandteil dieser Schlachtplatte bilden könnte. Wieder einmal steht die Ehre der todesmutigen Samurai dem gierigen Verlangen nach uneingeschränkter Macht des Fürsten Nobunaga gegenüber. Es klingt etwas undankbar womöglich, aber eigentlich hätte man sich den Großteil der (teils langen) Dialoge und die verschiedenen Charaktere samt ihrer eigenen Geschichte sparen können, denn richtig große Auswirkungen auf die Haupthandlung geschweige denn unterschiedliche Entwicklungen verbunden mit einer individuellen Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit hat das alles nicht.

    Der Schwerpunkt liegt hier eben mehr als eindeutig an den - salopp ausgedrückt - "Massenkeilereien", eben das Actionspektakel auf den Schlachtfeldern. Unser Ziel ist es fortwährend, uns ein Gebiet nach dem anderen einzuverleiben, unser Herrschaftsgebiet durch entsprechende Siege auszubreiten, Zwischen- und Endgegner in die Knie zu zwingen und manchmal auch eine Festung einzunehmen. Im Kampf an sich dominiert dann leider vom Anfang bis zum Ende das simple Tastengehämmer, ganz gleich was Euch suggeriert werden möchte: es bleibt dabei, Buttonsmashing ist Trumpf, alles andere drumherum eben nur Makulatur. Was nicht gerade für ein anspruchsvolles Gameplay spricht, sehr richtig, zumal es an abwechslungsreichen Spielelementen eher mangelt. Daran können auch die zwischendurch gerne zur Kenntnis genommenen Erfahrungspunkte nichts ändern, mit denen wir gerne unsere Figur aufwerten beziehungsweise ihre Attribute aufbessern und Spezialattacken perfektionieren. Richtig Würze kommt nur ins Spiel, wenn man zusammen in die Schlacht zieht, wobei man sogar entscheiden darf, ob man den Feind flankieren möchte oder Seite an Seite an der Front dem Feind die Stirn bieten will.

    Ab und an haben wir auch das Glück, Goldmünzen, Waffen und neue Kräfte auf dem Schlachtfeld vorzufinden, die wir regelmäßig hohen Offizieren des Feindes abluchsen können. Jede Heldenfigur bestreitet bis zu fünf Missionen, wobei wir im Regelfall auf einen Leibwächter zurückgreifen können, der uns (hoffentlich) den Rücken freihält. Als Bonbon zu den normalen Standardattacken gibt es die Musou-Angriffe, mit denen wir mittels Magie verheerende Verluste beim Feind herbeiführen möchten. Sind wir ausnahmsweise einmal nicht in einer Schlacht auf freiem Feld, sondern in einer Festung, ist die Vorgehensweise aufgrund des beengten Platzes etwas anders, was letztlich aber am hektischen Buttonsmashen nicht viel ändert. Freizuschalten gibt es Charaktere und Aufträge, die wir auf Wunsch außerhalb der eigentlichen Kampagne in einer Art freiem Modus, auch via Splitscreen oder im Survival Modus zur Anwendung kommen lassen können. Gleiches gilt für das Brettspiel "Sugoroku", welches eine Art japanisches Monopoly zu sein scheint. Wirklich ganz nett, keine Frage, aber letztlich juckte es mich persönlich aber wenig. Die Kampagne in "Samurai Warriors" muss es bringen und wenn ich ehrlich bin, ist es bis auf die Möglichkeit des Koop-Modus ziemlich belanglos, was sich dort so abspielt. Schließlich war es soweit, dass ich dieses Actionspiel nach etwa 15 Spielstunden zurückgab: ich war froh, es nicht voreilig gekauft zu haben, dafür wird uns hier einfach zu wenig Innovatives oder sonstwie Sehenswertes geboten.

    Denn auch die Präsentation ist eher zweckmäßig als atemberaubend. Speziell beim Splitscreen-Modus fühlte ich mich in Sachen Grafik um Jahre zurückgeworfen. Ansonsten erwartet uns ein durchschnittliches Niveau, was die optische Aufmachung angeht, wobei einzig und allein die Spezialattacken sich wohltuend aus der Masse an Durchschnittlichkeit hervorheben. Die Boden- wie auch Hintergrundtexturen wirken grob, die Figurenmodelle halbwegs ansehnlich, aber auch nicht sonderlich sehenswert modelliert. Von einem Actiontitel, der wie "Samurai Warriors 2" von der Geschichte her schon wenig zu bieten hat und auch in Sachen Gameplay ziemlich stupide abläuft, erwarte ich dann zumindest von der Grafik und der Soundkulisse her richtig Gutes. Und daher ist mir das Gebotene einfach zu wenig. So nett es auch ist, die vielen Figuren in der Schlacht in Aktion zu sehen, so sehr ich es auch begrüße, dass wir jetzt auch einmal "rein" können in Gebäude oder besser gesagt Festungen, so sehr habe ich doch innovative Elemente oder zumindest eine opulente Grafik erwartet... naja, zumindest erhofft hatte ich mir eine solche. Wurde aber nichts draus. "Samurai Warriors" ist kein schlechtes Spiel, aber wirklich schon damals eigentlich und erst recht heute nur noch für den ausgesprochenen Fan einer solchen fernöstlichen Schlachtplatte etwas.

    Negative Aspekte:
    Anspruchslos, im Kern dann doch sehr linearer Ablauf, nur durchschnittlich präsentiert

    Positive Aspekte:
    Action auf dem Schlachtfeld satt, jetzt auch in Festungen, Koop-Modus vorhanden

    Infos zur Spielzeit:
    sinfortuna hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Samurai Warriors 2

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: sinfortuna
    6.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    5.8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Samurai Warriors 2
    Samurai Warriors 2
    Publisher
    Koei Co. Ltd.
    Developer
    Koei Co. Ltd.
    Release
    20.09.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 03/2017 PC Games Hardware 04/2017 PC Games MMore 04/2017 play³ 04/2017 Games Aktuell 04/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 04/2017 WideScreen 04/2017 SpieleFilmeTechnik 03/2017
    PC Games 03/2017 PCGH Magazin 04/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1011017
Samurai Warriors 2
Samurai Warriors 2: Nobunaga awaits - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Samurai-Warriors-2-Spiel-31498/Lesertests/Samurai-Warriors-2-Nobunaga-awaits-Leser-Test-von-sinfortuna-1011017/
27.12.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/10/TV2006101010585100.jpg
lesertests