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  • Samurai Warriors 2 im Gamezone-Test

    Fernöstliche Geschichte trifft auf westliche Neuzeit und dabei haben die Schöpfer viele gute Ansätze einfach total vergeigt.

    Im Sommer 2004 entschloss sich KOEI das erste Mal anstelle eines erneuten Dynasty Warriors Ablegers ein neues Pferdchen ins Rennen zu schicken. Und so wechselte man kurzerhand die Schauplätze, bei dem man das altertümliche China gegen das vorzeitliche Japan eintauschte und man setzte dem Ganzen einen Dämonenherrscher namens Nobunaga obendrauf. Dazu erschuf man geschwind verschiedene Samurai Helden, welche dem dunklen Fürsten den Garaus machen sollten. Wahlweise allein oder im Coop-Modus konnte man sich den vielen missionsbasierten Level stellen und dabei hieß es bestimmte Schlüsselgebiete einzunehmen oder aber einen gegnerischen General am Rückzug zu hindern. Hunderte von Missionen und 15 Charakter mit jeweils unterschiedlichen Story-Verlauf bildeten die Rahmenbedingungen des ersten Ausflugs in die Welt der Samurais. Und nun, fast 2,5 Jahre später legt KOEI mit dem zweiten Teil nach und ihr werdet erneut aufs japanische Schlachtfeld geführt und müsst die Ehre der Samurai verteidigen.

    Banal altertümliche Geschichte

    Samurai Warriors 2 Samurai Warriors 2 Auch wenn euch das Spiel einen sogenannten Story-Modus verspricht, erwartet besser nicht zu viel davon. Vielmehr bekommt ihr wieder einen Rahmen serviert (der am Ende auch nicht wirklich wichtig ist), in dem sich das fröhliche Gemetzel um Ruhm und Ehre der Samurai abspielt. Der Dämonenfürst darf ebenfalls nicht fehlen und so geht es erneut um letztlich zwei elementare Dinge: Ruhm, Ehre und natürlich euer glorreicher Sieg. Dabei mag man euch anhand immer wieder aufploppender Dialogfelder Glauben machen, dass die jeweils gewählten und damit kämpfenden Figuren einiges zu erzählen haben. Dabei erscheint jeder Charakter in sich abgeschlossen und präsentiert euch sein eigenes Päckchen, welches er zu tragen hat. Natürlich hängen die Einzelschicksale irgendwie zusammen, wobei das für den eigentlichen Spielverlauf nur wenig Relevanz hat. Am Ende einfach nur schmückendes Beiwerk und dezent unterhaltend.

    Vorwärts, schlag' sie in die Flucht

    V Samurai Warriors 2 Samurai Warriors 2 iel reizvoller hingegen sind die ausgedehnten und groß angelegten Schlachten, in die ihr euch nach einem recht fest gelegten Schema stürzen dürft. Dabei müsst ihr verschiedene Territorien auf der Karte einnehmen, gegen die einfallenden gegnerischen Truppe verteidigen und final einen Zwischen- bzw. Endboss bezwingen wahlweise auch erst eine Festung einnehmen und dann den Obermufti platt machen. Wirkt es anfänglich so, dass ihr es mit einem purem Button-Smasher zu tun habt wird sich dieser Eindruck leider nicht gravierend verändern, auch wenn das Spiel euch Glauben machen will, dass sich das jeweils zur Verfügung stehende Repertoire der einzelnen Krieger mit erfüllter Mission erweitert. Unterm Strich erweitern sich auch die Möglichkeiten, auch wenn sich am generellen Handling wenig ändert. So gibt es dennoch die beinahe schon obligatorischen Erfahrungspunkte, die sich System generiert auf verschiedene einzelne Elemente der Figur aufteilen. Nicht nur die eigentliche Erfahrung und damit Stärke des Kämpfers wird dabei berücksichtigt, auch Eigenschaften wie Schnelligkeit, Abwehr oder das sogenannte Musou. Dahinter verbirgt sich eine Angriffsmöglichkeit, welche unter bestimmten Bedingungen erfolgen kann. Dazu gehört u.a. eine gefüllte Musou-Leiste und der Ausbau verschiedener Elemente bzw. Zustände (z.B. Feuer oder Blitz). Damit sowohl die eigentlichen Angriffe als auch die Musou- bzw. Spezialattacken angewendet werden können, sollte man ein klein wenig taktisch auf dem Schlachtfeld vorgehen. So ist die Wahl der Waffe ebenso ausschlaggebend wie die Tatsache, dass ihr im Kampf darauf achtet, dass ihr möglichst schnell und effizient euren Level steigert. Überdies versucht ihr noch viele Kampfkombos zu erzielen und schon steht dem schnellen Aufstieg nichts mehr im Wege.

    Samurai Warriors 2 Samurai Warriors 2 Damit euch auf dem Schlachtfeld die Puste nicht ausgeht und auch euer persönliches (Erfahrungs)Punktekonto etwas von der Dauerprügelei hat, findet ihr immer wieder allgemeine als auch Gold- und EXP-Gegenstände zum Einsammeln. Darunter verstehen sich Heil-Items genauso wie kurzzeitige Angriffsverstärker und natürlich auch Gold in unterschiedlichen Gewichtungen. Speziell Letzteres lässt eure Erfahrungswerte (EXP) entsprechend wachsen und sorgt, neben den anderen bereits beschriebenen Möglichkeiten, dafür, dass euer gewählter Charakter recht schnell an Fertigkeiten gewinnt. Und so wie eure spielbare Figur wächst und gedeiht, so legt auch euer Begleitschutz zu. Bei jedem Spiel, dass ihr beginnt - unabhängig vom Charakter - bekommt ihr bzw. eure Figur einen Beschützer spendiert. Dieser hält euch so weit es geht den Rücken frei und unterstützt euch aktiv im Kampf. Wer euch unterstützen soll, liegt am Ende bei euch. Es stehen verschiedene Figuren mit unterschiedlichen Fertigkeiten zur Wahl, so dass ihr bestimmten könnt, ob euch ein Nah- oder Fernkämpfer zur Seite stellen soll. Und immer ein Auge auf den Kollegen haben, denn nach Möglichkeit sollte euer Bodyguard nicht sterben.

    Gleiches besitzt auch seine Gültigkeit, solltet ihr mit einem Kumpel zusammen in die Schlacht ziehen. So könnt ihr gemeinsam den Story-Modus mittels vertikal geteiltem Bildschirm absolvieren. Begonnen wird an unterschiedlichen Orten des jeweiligen Level und ihr könnt dann entscheiden, ob ihr gemeinsam die Schurken besiegen wollt oder ob ihr z.B. das Feld von zwei Seiten her aufräumen möchtet. Einziger Unterschied ist, dass Spieler eins, sozusagen der Hauptspieler, einen Beschützer hat, Spieler zwei indes nicht. Entscheidet man sich allerdings gemeinsam die Schlacht zu bewerkstelligen, wird der entsprechende Bodyguard für beide Spieler zur Verfügung stehen.

    Großes, weites und sehr ödes Land

    Samurai Warriors 2 Samurai Warriors 2 Die Wege zum Sieg führen euch in die freie Wildbahn. So treibt es euch quer über Felder, Wiesen, Hügel, Wälder und auch mal in Festungen - wahlweise aus Stein und/oder Holz errichtet. Zwischendrin tummeln sich immer mal wieder Truhen, Fässer, Kisten & Co., die zumindest die Eigenschaft vorzuweisen haben zu Bruch zu gehen, wenn sie mal zwischen euch und eurem Widersacher stehen. Für euch soll sich das dann wenigstens auszahlen, ist doch meistens ein brauchbares Goodie drin versteckt. Deutlich erkennbar an einem leichten Aufblitzen und das jeweilige nützliche Ausrüstungsstück strahlt farbig: Rüstung z.B. grün, Lebensenergie in Form von Marshmellow-Stäbchen, Kuchenstücken oder dampfenden Braten weiß, Schätze golden, usw.. Zeigen sich die einzusammelnden Gegenstände noch einladend, fragt man sich hinsichtlich der virtuellen Mutter Natur, was da schief gelaufen ist. Eine grünlich-braune Suppe mit vielen matschigen Texturen wird euch als Feld-Wald-Wiesen Landschaft verkauft. Farbliche Akzente oder gar Abhebungen aufgrund ausgefallener Levelstruktur sucht ihr vergeblich. Vielmehr ist die eher trüb und brühig anmutende Umgebung quasi Standardwerk und zeigt sich so gut wie in jedem Level gleich. Wenig Abwechslung bieten auch die Festungen bzw. Rückzugspunkte, die sich zwar noch farblich leicht abheben, immer in kräftigem Braun und Grau gehalten, aber sie vermögen es nicht mehr den diesigen Eindruck des Gesamtbildes aufzuheben. Richtig schlimm wird das optische Ambiente nämlich dann, wenn man es als Gesamtes sieht. Pop Ups sind noch das kleinste aller zu bestaunenden Grafikfehlleistungen. Viel schlimmer noch als diese plötzlich auftauchenden Umgebungsfetzen ist das z.T. überaus heftige Flimmer, garniert mit Grafikblitzern. Kein schöner Anblick - vor allem nicht für Freunde der gehobenen, ausgefeilten und glatt gebügelten Optiken. Außerdem werden auch Liebhaber des Details wenig bis gar nichts zu bestaunen bekommen. Die Landschaft ist einfach karg, karg und nochmals karg.

    Samurai Warriors 2 Samurai Warriors 2 Erschreckend zeigen sich auch die eigenen sowie gegnerischen Armeen, bestehend aus 4-10 Mitgliedern bis hoch zu 30 - 50 Mitgliedern. Wobei das dann schon eine richtig hohe Anzahl an Figuren ist, die sich auf dem Bildschirm tummeln. Die Bewegungsmuster aller Beteiligten, mit Ausnahme der eigenen Figur und des Beschützers, erscheinen leider sehr steif und vor allem furchtbar stereotyp. So marschieren bzw. rennen die Kandidaten sprichwörtlich im absoluten Gleichschritt, kippen beim Verpassen einer vollen Breitseite synchron aus den Latschen und stehen auch ebenfalls wieder so auf - immer hübsch gleichmäßig. Unterm Strich ein Armutszeugnis, da Genrekollegen nicht nur einmal bewiesen haben, dass große Massen an Soldaten auch individuell auftreten können. Wenigstens überzeugt der jeweils gewählte Held, der mit einem einfachen aber zumindest fließenden Animationskostüm daher kommt und dessen Bewegungen im Schlachten-Synchron-Verein herrlich frisch und vielseitig daher kommen. Auch die Pferde, die man gelegentlich von gegnerischen Generälen abstauben kann, wissen in dem eher trüben Gesamtmatsch ansatzweise zu überzeugen - optisch als auch in ihren Bewegungen. Und glücklicherweise erweist sich auch unser Bodyguard bewegungsfreudiger und vor allem verfügen diese Kumpel auch noch über nett anzusehende Effekte, welche beim Einsatz ihrer Waffen in Kombination mit Spezialattacken zum Vorschein kommen. Wobei das generell für die aktiven Kämpfer gilt, die allesamt mit recht farbenfrohen bzw. relativ effektvollen Attacken glänzen.

    Fremdsprache und schnelle Beats

    Samurai Warriors 2 Samurai Warriors 2 Atmosphäre ist bekanntlich ein durchaus wichtiges Stichwort, vor allem dann wenn ich selbige genießen will. Atmosphäre kann durch viele einzelne Segmente als auch 2-3 gravierende Gegebenheiten entstehen. Die guten Samuraikrieger haben leider weder das eine noch das andere. Generell ärgerlich - zumindest für die Kandidaten, die kein oder nur wenig Englisch können - dass eine deutsche Tonspur bzw. deutsche Texte nicht vorhanden sind. Zwar hilft hier das deutschsprachige Handbuch ein wenig aus, hinsichtlich relevanter Erklärungen wie Waffen kaufen, Figurenaufbau, usw., aber sämtliche Unterhaltungen in Wort und Schrift erfolgen in englischer Sprache. Das kann auch gerne mal zu Missverständnissen führen, vor allem bei der Missionsbeschreibung. Gestaltet sich selbige in den meisten Fällen als recht einleuchtend, gibt es dennoch Passagen, die eben ein wenig mehr als nur das pure Niedermetzeln bzw. Erobern vom Spieler verlangen. Richtiggehend unverständlich wird die ganze Geschichte dann noch, wenn euch eure Verbündeten die Nachricht zukommen lassen, dass sie leider gefallen sind und ihr nicht immer einwandfrei wisst, warum das eigentlich geschehen ist. Wobei das nicht nur an der englischen Sprache liegt - vielmehr die nicht einwandfreie Formulierung trägt ein klein wenig die Schuld daran. Hieran sollte angehende Samuraihelden allerdings nicht verzweifeln. Im Zuge des Spiels offenbaren sich diese kleinen Tücken final als durchaus zugänglich und lassen sich damit wesentlich leichter handhaben.

  • Samurai Warriors 2
    Samurai Warriors 2
    Publisher
    THQ
    Developer
    Koei Co. Ltd.
    Release
    09.2006
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Samurai Warriors 2
Samurai Warriors 2 im Gamezone-Test
Fernöstliche Geschichte trifft auf westliche Neuzeit und dabei haben die Schöpfer viele gute Ansätze einfach total vergeigt.
http://www.gamezone.de/Samurai-Warriors-2-Spiel-31498/Tests/Samurai-Warriors-2-im-Gamezone-Test-990931/
10.10.2006
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