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  • Sandra: Grünes Giftzwergenfräulein - Leser-Test von sinfortuna

    Sandra: Grünes Giftzwergenfräulein - Leser-Test von sinfortuna Ich würde jede Wette eingehen, dass nur eine absolute Minderheit jemals etwas von "Sandra" für das gute alte Super Nintendo Entertainment System gehört hat. Dies dürfte in erster Linie daran liegen, dass dieses 16-Bit-Modul niemals in Europa und meines Wissens auch nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika erschienen ist, einzig und allein in Japan beglückte es mehr oder weniger die dortige SNES-Fangemeinde. Darüber hinaus muss ich zugeben, dass es sich bei diesem Jump and Run keinesfalls um einen Meilenstein handelt, auch als überdurchschnittlich gut würde ich diesen Titel ganz sicher nicht bezeichnen. Vielmehr haben wir es allenfalls mit einem grundsoliden Hüpfabenteuer zu tun, welches schon damals nur mit Hängen und Würgen den seinerzeitigen Ansprüchen an ein SNES-Game genügen konnte. Heute ist es somit selbstverständlich nur noch für Sammler so richtig interessant, da es sich im vorliegenden Fall bei dem vom Hersteller Namcot im Jahr 1992 Hüfspiel tatsächlich um eine Rarität handelt.

    Immerhin muss ich ebenso zugeben, dass "Sandra" dann doch deutlich besser ist, als es auf den ersten Blick zu befürchten war. In den ersten Minuten hatte ich nämlich das ungute Gefühl, dass es sich um reinrassigen Trash, also lupenreinen Videospiel-Müll handeln würde, doch dann ging es tatsächlich in spieltechnischer Hinsicht merklich bergauf. Ganz dahingeschludert ist es also nicht, dieses SNES-Hüpfspiel, in dessen Mittelpunkt ein kleiner grüner (Gift-)Zwerg steht, den wir vor einer steinzeitlichen Kulisse durch das Abenteuer navigieren. Wie so üblich wird unsere kleine sympathische Heldin von zahlreichen Bösewichten angegriffen, wobei schnell ersichtlich wird, dass hier nicht rohe Gewalt, sondern vielmehr ein niedliches Design im Vordergrund stehen soll, so dass wir uns unter anderem feindlichen Angriffen lila Kaugummis erwehren müssen, wie auch immer diese den Weg in die Steinzeit gefunden haben konnten. Da unsere kleine Sandra über einen Dreizack verfügt, setzt sie sich regelmäßig sehr energisch zur Wehr und spießt unter anderem (hoffentlich) gekonnt auch grimmige Höhlenmenschen auf.

    Falls Ihr Euch fragt, wieso unsere grüne Heldin überhaupt in den Kampf gegen die Steinzeitbewohner zieht, so sei kurz erwähnt, dass ihre kleine Tochter entführt wurde und zwar von einem fiesen Obermotz, dem wir traditionsgemäß am Ende des Hüpfabenteuers in einem ultimativen Showdown gegenüberstehen. Dieses eklige Subjekt hält dreisterweise unseren kleinen Schatz sogar unter dem Arm, was natürlich überhaupt nicht sein darf. Zudem sind wir als engagierte Umweltschützerin unterwegs, welche s überhaupt nicht leiden kann, wenn es nicht so grünt, wie es eigentlich sein soll, nicht zuletzt deswegen verfügt unsere niedliche Heldin über einen entsprechend grünen Teint. Die Steuerung unserer Figur ist dabei zwar nicht sonderlich kompliziert ausgefallen, was uns generell einen sehr schnellen Einstieg in die Materie erlaubt, dafür aber auf Dauer zu abwechslungsarm und im Grunde auch zu anspruchslos ist. Einzig und allein die Tatsache, dass Sandra dann besonders hoch springt, wenn wir die entsprechende Taste auf unserem Joypad länger gedrückt halten und im Falle des Übertreibens eine unsanfte Landung erfolgt, sorgt vorübergehend für etwas Abwechslung. Etwas meckern muss ich in diesem Punkt jedoch schon, denn bei den Sprungpassagen haut die Kollisionsabfrage nicht immer hundertprozentig hin, was zwischendurch schon zu ärgerlichen Momenten führen kann, die dann aber doch eher harmlosen Gegner diesen Vorteil mangels vorhandener Intelligenz jedoch nicht richtig ausnutzen können. Den blutigen Anfänger mag dieses doch sehr simple Gameplay noch erfreuen, den fortgeschrittenen Zocker jedoch eher abstoßen oder zumindest nach einer gewissen Zeit für ordentlich Langeweile sorgen. Besonders umfangreich ist dieses Abenteuer aber wiederum auch nicht ausgefallen, was angesichts des damaligen Preises von umgerechnet locker über 100 DM sicherlich wenig erfreulich war, heute sieht dies natürlich ganz anders aus, vorausgesetzt, dass Ihr diese Rarität überhaupt irgendwo noch erblicken könnt. Im Übrigen ist die Perspektive (fast schon natürlich) in unspektakulärem 2D daher, was seinerzeit aber noch gang und gäbe war und zudem für den nötigen Überblick sorgt, ohne größere Übersichtsprobleme sorgt der Bildschirmausschnitt jedenfalls horizontal von rechts nach links, während wir von Level zu Level rennen, hüpfen und schlagen.

  • Sandra
    Sandra
    Publisher
    Namco Bandai
    Release
    1992
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1003218
Sandra
Sandra: Grünes Giftzwergenfräulein - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Sandra-Classic-31526/Lesertests/Sandra-Gruenes-Giftzwergenfraeulein-Leser-Test-von-sinfortuna-1003218/
24.11.2005
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