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Schlag den Raab (Wii)

Release:
10.09.2010
Genre:
Sonstiges
Publisher:
Namco Bandai
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Schlag den Raab: Schlag die Mittelmäßigkeit -- Lesertest von Corlagon

13.08.2012 10:05 Uhr
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Neu
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Schlag den Raab ist eine der erfolgreichsten deutschen Gameshows der Gegenwart. Inwieweit die erste Wii-Adaption ebenfalls etwas taugt oder das Vorurteil "Lizenzschrott" erfüllt, habe ich getestet.

Schlag den Raab: Schlag die Mittelmäßigkeit -- Lesertest von Corlagon [Quelle: Siehe Bildergalerie] Schlag den Raab wurde 1997 vom kontroversen Musiker Moses Pelham erfunden, der dafür eine Geldstrafe und einen Radioboykott bekam. Doch Stefan Raab kann ja bekanntlich alles zu Geld machen, und so kehrte die Idee 2006 in Form einer minispielbasierten Samstagabendshow zurück, in der der Kandidat nun im Erfolgsfall eine halbe Million Euro plus Jackpot kassierte, und die dann auch ein großer Erfolg wurde. 2010 folgte dann die erste Videospieladaption, entwickelt von Spielkind (wenn ich mich nicht irre – kann mich nicht erinnern, schon mal so viele Logos beim Start gesehen zu haben) für Wii und Windows. Dabei handelte es sich zwar nicht um das allererste Raab-Videospiel, aber diesmal wurde tatsächlich ein Verkaufsschlager daraus. Fragt sich nur, wie viele Käufer es hinterher bereuten, den Vollpreis für den Lizenztitel bezahlt zu haben – im Folgenden befasse ich mich mit der Wii-Version.

Wo liegt was? Wo liegt was? [Quelle: Siehe Bildergalerie] Zum Spielen benötigt Ihr lediglich eine einfache Fernbedienung, Analog-Sticks o. ä. werden nicht verwendet. Wie in der Realität ist natürlich auch in der Versoftung Stefan Raab persönlich Euer Gegner, selbst spielbar ist er nur in bestimmten Fällen. Reguläre Spielfiguren gibt es fünf Stück, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit. Es ist nicht möglich, seinen Mii zu verwenden oder auch nur seinen eigenen Namen einzugeben – das dürfte daran liegen, daß es einen hörbaren Moderator gibt, der die Namen zugunsten der Atmosphäre auch tatsächlich aussprechen soll, eine Enttäuschung ist es aber trotzdem. Überhaupt nicht erklären kann ich mir, daß beim Unterbrechen und Fortsetzen einer Partie zwar der Spielstand wiederhergestellt wird, man jedoch mit einer ganz bestimmten Figur weitermachen muß. Für den Computergegner sind zunächst zwei Schwierigkeitsstufen wählbar.
Wie in der Realität gewinnt Ihr auch in der Versoftung Geld, mit dem sich dann noch einige Features im weiteren Sinne dazukaufen lassen, nämlich drei weitere Spielfiguren und eine zusätzliche (und dann die höchste) Schwierigkeitsstufe.

Nun denkt man bei Minispielsammlungen gerade auf einer Nintendo-Plattform natürlich zuerst an die Mario-Party-Serie, und im Vergleich zu dieser scheint Schlag den Raab einen ziemlich geringen Umfang zu besitzen: Bei Mario schwankt die Anzahl der Minispiele um die 75, hier haben wir gerade einmal 21; diese dauern zwar teilweise deutlich länger, aber es mangelt auf Dauer an Abwechslung. Sie unterteilen sich in elf "Quizspiele" und zehn "Actionspiele", wobei diese Bezeichnungen aber nicht wörtlich zu nehmen sind. Anders als in der Realität sind in den Quizspielen aus technischen Gründen natürlich keine allzu freien Antworten möglich; die entsprechenden geben notgedrungen vier mögliche Antworten vor, die aber auch erst angezeigt werden, wenn man seinen Buzzer bereits betätigt hat. Ein paar Beispiele:
Eindrücke: Wonach hinterher gefragt wird, wißt Ihr nicht. Eindrücke: Wonach hinterher gefragt wird, wißt Ihr nicht. [Quelle: Siehe Bildergalerie] • Blamieren oder Kassieren: Dieses klassische, ursprünglich aus TV total stammende Quiz darf natürlich nicht fehlen. Irgendeine Frage wird gestellt, wer zuerst buzzert, darf antworten und sich einen Punkt verdienen. Ist die Antwort falsch, bekommt der Gegner den Punkt, und wer zuerst sieben Punkte hat, gewinnt.
• Schätzen: Hier wird nach Dingen wie der Fläche eines Landes oder der Anzahl Schulen in einer Region gefragt. Wer näher an der korrekten Zahl liegt, bekommt einen Punkt, und wer fünf hat, gewinnt. Die Spieler antworten nacheinander, und obwohl der jeweils zweite eigentlich nur noch "mehr" oder "weniger" sagen bräuchte, muß er sich trotzdem ebenfalls die Mühe machen, eine komplette Zahl einzugeben.
• Mehr oder weniger: Es gilt, zwei Gruppen von Objekten (etwa Türme, Tiere oder Autobahnen) zu zählen, und dann eine Frage zu beantworten, welches Objekt in der entsprechenden Anzahl höher, schwerer, länger oder so ist. Beide Spieler tippen gleichzeitig und verdeckt (die zwei möglichen Antworten liegen direkt auf Knöpfen); wer sich viermal geirrt hat, verliert.
• Minigolf: Schlagt ein paar Bälle möglichst nahe an die Mitte einer Zielscheibe heran, um entsprechend viele Punkte zu erzielen. Wie bei Wii Sports könnt Ihr beliebig oft ins Leere schlagen, um Eure Stärke einzuschätzen, bevor Ihr mit B die Kugel hinzunehmt – allerdings muß die Taste auch im richtigen Moment losgelassen werden, was die Sache erschwert. Hindernisse oder so sind nicht vorhanden, stattdessen werden wir von den Entwicklern gezwungen, uns vor jedem Schlag manuell auszurichten.
• Würfeln: Aus irgendeinem Grund fallen auch Glücksspiele unter Action. Wer als erster 50 Augen erwürfelt hat, gewinnt. Theoretisch dürft Ihr so oft hintereinander würfeln wie Ihr wollt, aber bei einer Sechs gehen alle in dieser Runde erzielten Punkte wieder verloren.
Auf Wunsch könnt Ihr die Minispiele erst einmal üben, bevor "richtig" gespielt wird. Leider ist die KI nicht sonderlich gelungen. Bei einigen "Quizspielen" gibt der Computergegner reichlich unrealistische Antworten (was für Euch Vor- oder Nachteil sein kann, überwiegend aber letzteres), und zumindest einmal war er (auf der mittleren Stufe) bei einem Actionspiel so schlecht, daß es sich offensichtlich um einen Bug handelte.

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13.08.2012 10:05 Uhr
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