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  • Scorpion: Disfigured im Gamezone-Test

    Spieltechnisch und atmosphärisch stark an Doom 3 angelehnt, bereichern die Ukrainer das Genre um einen weiteren Horror-Shooter.

    Wenn man in sehr frühen Pressemeldungen lesen konnte, dass ein neues Softwarehaus Namens B-COOL aus der Ukraine an einem Cyber-Punk Ego-Shooter arbeitet und dass einige dieser Leute von B-COOL auch an dem ausgezeichneten Ego-Shooter mit Rollenspielelementen S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl mitgewirkt hatten, entwickelte man schon eine gewisse Vorfreude. Zumal in diesen Pressemeldungen nicht gerade mit Superlativen gegeizt wurde. Da war die Rede von RPG-Elementen, Shader 3.0, HDR-Lightning, eine K.I. die es in sich hat, eine dunkle und packende Story und das alles serviert mit einer State-of-the-Art-Grafik, dargestellt von einer eigens für Scorpion: Disfigured entwickelten 3D-Engine.

    Der Spar-Stalker

    Scorpion: Disfigured Scorpion: Disfigured Nun ja, der Großteil der vollmundig in Marketingsprech angekündigten Eigenschaften finden sich auch in Scorpion: Disfigured. Nur mit der Umsetzung hat es wohl ein wenig gehapert. Das soll nicht heißen dass es sich um ein schlechtes Spiel handelt. Es sollte nur von Anfang an klar sein, dass S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl in einer ganz anderen Liga spielt. Scorpion: Disfigured ist ein schnörkelloser 3D-Ego-Shooter mit einigen sehr guten und einigen sehr schlechten Eigenschaften. Es handelt sich aber nicht um einen Nachfolger oder direkten Konkurrenten von S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl und es hat auch nicht wirklich diese Klasse. Wer weiß schon welche Aufgaben diese ehemaligen Mitarbeiter bei GSC Game World - dem Entwicklungsstudio von S.T.A.L.K.E.R. - wahrgenommen hatten? Vielleicht waren sie fürs Kaffee kochen oder Brötchenschmieren zuständig? Nichts genaues weiß man leider nicht.

    Wie auch immer. Ob ihr euch das Erstlingswerk des aus Kiew stammenden Softwarehauses B-COOL zulegen solltet oder nicht, könnt ihr in den nachfolgende Abschnitten nachlesen...

    Die Spielrealität - Der Tiefgang

    Wohl weil es sich bei den Entwicklern von Scropion: Disfigured um ein osteuropäisches Entwicklungsstudio handelt, ist der "Schießplatz" des brandneuen Ego-Shooters im wilden Osten von Europa angesiedelt. Genauer im stark zerstörten Bosnien der Zukunft, so um das Jahr 2048 herum. Die ehemalige bosnische Hauptstadt ist eine von vielen rechtsfreien und von einem lokalen Kriegsfürsten beherrschte Stadt, die ihre besten Tage schon gesehen haben dürfte.

    Scorpion: Disfigured Scorpion: Disfigured Von solchen Inseln des Terrors aus beherrschen verschiedene Clans und religiöse Gruppierungen den mittleren Osten und weite Teile Südosteuropas. Speziell in Sarajewo herrscht ein Mann Namens Shamil - sich selbst ganz bescheiden als "Pharao" bezeichnend - der sich auch als Führer des weltweit operierenden Biochemie- und Pharmakonzerns Zinyth Enterprises betätigt. Die noch funktionierenden Staaten der Welt, darunter die USA, hegen schon seit längerer Zeit den Verdacht, dass Shamil auch illegale Geschäftsfelder im internationalen Waffenhandel bestellt und damit für das anhaltende Chaos in den von Bürgerkriegen und Terror gebeutelten Ländern verantwortlich ist.

    Hier kommen wir nun ins Spiel. Wir sind mal wieder ein Ami der die Welt retten darf. Warum das nicht mal jemand mit anderer Nationalität darf, wird wohl für immer ein Geheimnis der Marketingstrategen bleiben? Jedenfalls sind wir Scorpion, so unser Deckname im Spiel. Den richtigen Namen bekommen wir niemals mitgeteilt. Wahrscheinlich weil es ein ganz langweiliger, häufig vergebener amerikanischer Name ist, wie Bill, Bob oder Barack.

    Scorpion: Disfigured Scorpion: Disfigured Wir sind also Scorpion und wir sind disfigured. Hey! Moment mal. Eventuell etwas unrasiert und die 6 Flaschen Bier von gestern Abend lassen sich auch noch irgendwie beim Abzählen der Augenringe nachweisen, doch disfigured geht entschieden zu weit. OK, die anderen Typen im Spiel sind tatsächlich etwas blass und zerschnipselt, vielleicht sind die ja mit "entstellt" gemeint? Lassen wir das erst mal so im Raum stehen und gucken einfach mal, ob wir nicht was anderes finden worüber wir uns eventuell etwas effektiver aufregen können.

    Scorpion: Disfigured Scorpion: Disfigured Wie auch immer. Jedenfalls berichtete eine aus Sarajewo geflüchtete Wissenschaflerin von greulichen Taten bei der Forschung innerhalb des Industriekomplexes des Zinyth-Konzerns. Menschenversuche, Virusentwicklung, Kampfanzugentwicklung und um noch eins draufzusetzen, Kaugummi mit Spinatgeschmack. Das kann natürlich kein echter Amerikaner tatenlos zulassen, weshalb wir von einer geheimen Geheimorganisation heimlich beauftragt wurden eine geheime Mission in Sarajewo durchzuführen. Kurz: tritt allen in den Arsch und sieh cool dabei aus.

    Wie das nun im Einzelnen heimlich umgesetzt wurde, steht weiter unten...

    Das erste Mal

    Scorpion: Disfigured Scorpion: Disfigured Wir kamen, wir sahen und wir standen in der Kloake. Jedenfalls am Anfang des ersten Levels. Wir verschaffen uns ganz standesgemäß Zugang zum Industriekomplex über ein außerhalb liegendes Abflussrohr. Von Feinden ist noch weit und breit nichts zu sehen. Das erlaubt einem glücklicherweise die Steuerung etwas näher kennen zu lernen und ein wenig mit der Umgebung zu interagieren. So vom Setting her könnte man durchaus meinen, man hat es hier mit einem Half-Life 2 Level zu tun. Doch im Laufe des Spiels wird einem sehr schnell bewusst, dass Scorpion: Disfigured wohl eher mit Doom 3 zu vergleichen ist. Tatsächlich handelt es sich hierbei mehr oder weniger um einen Horror-Shooter.

    Scorpion: Disfigured Scorpion: Disfigured Von Anfang an verfügt man über eine potente Wumme mit 55 Schuss Munition. Ohne diese würde man nicht einmal die erste kleine Aufgabe im Spiel lösen können. Man hat nämlich gleich zu Anfang das Schloß der Gitterabsperrung zu zerschießen um den Tunneleingang zum Abflusssystem betreten zu können. Abschlagen oder öffnen lässt es sich nicht. Nachdem man dann so eine Weile durch das menschenleere Tunnelsystem geschlichen ist, wird einem klar das man im Spiel nicht allenthalben auf dutzende von Gegnern, sei es Monster oder Soldaten, treffen wird. Scorpion: Disfigured setzt wie Doom 3 auf eine recht lang gezogene Spannung vor dem Unbekannten und sehr dunklen Gängen mit schlechter Beleuchtung. Zwar gab es auch in Doom 3 Momente mit Horden von Gegnern, doch die gibt es streckenweise auch in diesem Spiel.

    Unser Charakter bewegt sich auffällig gleichförmig durch die Spielebene, keine wankende Perspektive durch menschliche Ausgleichsschritte, wir bewegen und wie auf Schienen. Das mag eventuell ein paar Spieler stören die diese Art der Fortbewegung nicht für besonders realistisch halten, doch Scorpion: Disfigured ist ganz sicher nicht dazu angetreten den Realismus-Pokal zu gewinnen. Alte Shooter-Veteranen werden hier ein wenig an das alte Spielgefühl der ersten Shootergeneration aus verdammten Zeiten erinnert.

  • Scorpion: Disfigured
    Scorpion: Disfigured
    Developer
    B-Cool Interactive
    Release
    26.03.2009

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Scorpion: Disfigured
Scorpion: Disfigured im Gamezone-Test
Spieltechnisch und atmosphärisch stark an Doom 3 angelehnt, bereichern die Ukrainer das Genre um einen weiteren Horror-Shooter.
http://www.gamezone.de/Scorpion-Disfigured-Spiel-31941/Tests/Scorpion-Disfigured-im-Gamezone-Test-992210/
11.05.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/05/Scorpion_Disfigured_Screenshot_22.jpg
tests