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  • Scratches - Directors Cut im Gamezone-Test

    Ginge es allein nach Story und Atmosphäre, würde dieses Horror-Adventure Höchstwertungen ohne Ende einheimsen.

    Mit ihrem Erstlingwerk "Scratches" erzielten die argentinischen Entwickler aus dem Hause Nucleosys Anfang letzten Jahres aus dem Stand einen Achtungserfolg. PC Powerplay lobte das spannende Mystery-Psycho-Adventure und vergab sogar einen "Award für Atmosphäre". Dennoch fielen die Reaktionen auf den Titel unterschiedlich aus. Bemängelt wurden vor allem handwerkliche Macken, ein unausgewogenes Rätseldesign und das plötzliche Ende der Story, das viele Fragen unbeantwortet ließ. Etwa 21 Monate nach Erstveröffentlichung ist jetzt auch bei uns mit der Director's Cut eine überarbeitete und erweiterte Version des alten Scratches erhältlich.

    Spukhaus-Villa

    Scratches - Directors Cut Scratches - Directors Cut Auch Schriftstellern fällt das Schreiben nicht immer leicht. Vor allem dann nicht, wenn sie einem hohen Erwartungsdruck ausgesetzt sind. Michael Arthate weiß um die Problematik. Sein erster Roman "Vanishing Town" war ein großer Erfolg und brachte ihm viel Geld ein. Sogar soviel, dass er sich davon ein viktorianisches Herrenhaus am Rande von Rothbury, einer ländlich gelegenen Kleinstadt im Norden Englands, kaufen konnte. Sein Freund, der Immobilienmakler Jerry Carter, hat ihm das Anwesen von Blackwood Manor vermittelt. Hier in aller Abgeschiedenheit und weit weg vom hektischen Großstadttreiben hofft Arthate, seine gegenwärtige Schreibkrise zu überwinden, um seinen neuesten Gruselroman endlich fertig stellen zu können, dem Fans und Kritiker schon mit Spannung entgegenfiebern.

    Scratches - Directors Cut Scratches - Directors Cut Es kommt, wie es kommen muss: Mit dem Haus stimmt was nicht. Dort spukt's. Kein Wunder, umgibt Blackwood Manor doch eine düstere Vergangenheit. In den 60er Jahren ereigneten sich dort zwei mysteriöse Todesfälle. Der frühere Besitzer, der exzentrische Bauingenieur James T. Blackwood, ermordete hier einst seine Frau. So munkelt man. Denn überführt wurde der Tatverdächtige nie. Noch bevor es zur Verurteilung kam, starb Mr. Blackwood. Allerdings erlag auch er keines natürlichen Todes: Er beging Selbstmord. Danach ging das Anwesen an den Familienarzt der Blackwoods, einen gewissen Dr. Milton, welcher jedoch eines Tages spurlos verschwand. Verschwinden möchte am liebsten auch Michael Arthate gleich wieder, denn in der altertümlichen Villa funktioniert so ziemlich nichts. Die Sicherungen sind defekt, zudem liegt die Wasserversorgung lahm. Der Schriftsteller beschließt daher, diesen ungemütlichen Ort umgehend zu verlassen. Dummerweise springt sein Wagen nicht mehr an. Und aufgrund der hereinbrechenden Abenddämmerung und der Entfernung zur Stadt ist ein Verlassen Blackwood Manors praktisch nicht möglich. Arthate sitzt also fest. Allein. In einem Haus mit grauenhafter Geschichte, irgendwo inmitten eines abgelegenen Waldgebietes.

    Auf den Spuren der Vergangenheit

    Scratches - Directors Cut Scratches - Directors Cut Der Erfolgsautor beschließt, aus der Not eine Tugend zu machen, das Geheimnis der Villa zu lüften und jene Tragödie zu ergründen, die sich hier einst vor Jahrzehnten zugetragen. Das viktorianische Herrenhaus ist großräumig angelegt und verfügt über einen Heizungskeller, ein Erdgeschoss, zwei Obergeschosse und einen Dachboden. Zum Blackwood'schen Anwesen gehören ferner eine kleine Kapelle, ein Gewächshaus, in welchem der Hobbygärtner James Blackwood einen Großteil seiner Freizeit verbrachte, ein dicht bewachsener Garten, eine kleine Garage und - etwas abseits gelegen - ein dunkles Gemäuer mit Bleiglasfenstern: die Familiengruft. Ungefähr bis zum Ende der ersten Spielhälfte beschränken sich Michaels Nachforschungen auf die Villa. Die anderen Gebäude werden erst danach interessant.

    Scratches - Directors Cut Scratches - Directors Cut Mehrere Tage verbringt Arthate auf dem unheimlichen Anwesen. Tagsüber durchsucht er die Räumlichkeiten, sammelt Objekte ein, stößt auf Dokumente, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Fotos längst vergangener Tage. Nachts kann er kein Auge zudrücken. Dumpfe Hammerschläge durchbrechen die Stille in der Dunkelheit, er vernimmt Kratzgeräusche am Kamin und es sind Schreie (?) aus dem Kellerbereich zu hören. Und was hat es mit den afrikanischen Totenmasken auf sich, die in einem Nebenzimmer bedrohlich von den Wänden herab auf den neuen Hausbesitzer starren? Oder mit Eva Mariani, dem früheren Dienstmädchen der Familie Blackwood, die, wie aus einem der Schriftstücke hervorgeht, ihrem damaligen Arbeitgeber äußerst misstrauisch gegenüberstand und James Blackwood später im Rahmen der Untersuchungen sogar des Mordes an seiner Frau beschuldigte?

    Haarsträubend: Atmosphäre und Rätseldesign

    Scratches - Directors Cut Scratches - Directors Cut Die Story ist etwas verworren, aber spannend erzählt. Die Stärke von "Scratches" basiert auf eben dieser Hintergrundgeschichte in Kombination mit dem gespenstischen Schauplatz. Obwohl - abgesehen von kleineren Schockeffekten, die wir natürlich nicht verraten - eigentlich kaum etwas passiert und der Hauptcharakter Arthate nicht sterben kann, fühlt sich der Spieler zu keiner Zeit wohl in seiner Haut. Der Nervenkitzel hält sich mit konstanter Hartnäckigkeit und ist allgegenwärtig. Die Standuhr tickt furchteinflößend in der Diele, der Wind faucht um das Haus und die stilvolle Hintergrundmusik - eine Mischung aus Klavierspiel und Geigenklängen - verstärkt beim Spieler den Eindruck, völlig auf sich allein gestellt zu sein. Dazu bei trägt ferner der Umstand, dass wir Michael Arthate "Myst"-mäßig aus der Ego-Perspektive von Bild zu Bild klicken, wobei er sich mit einem 360°-Blick bei Bedarf frei umzusehen vermag.

    Scratches - Directors Cut Scratches - Directors Cut Die Rätsel an sich sind nicht sonderlich schwer. Natürlich gibt es wieder den obligatorischen Safe hinter dem Wandbild, das Aufladen einer Autobatterie mittels mechanischem Antrieb oder den heruntergefallenen Schlüssel hinter einer abgesperrten Tür, an welchen wir mit Hilfe einer Zeitung durch den untersten Türspalt gelangen. Etwas kniffliger ist da schon der eigentliche Spielablauf. Tatsächlich weiß man nur in den seltensten Fällen, was Arthate wo, wann und in welcher Reihenfolge eigentlich zu tun hat. Eine klassische Hilfefunktion - mittlerweile fast schon Standard bei allen Point&Click-Adventures neueren Datums - entfällt leider ebenso wie entsprechende Hinweise von Dritten. Im Flurbereich steht zwar ein Telefon, welches gleichzeitig die einzige Verbindung zur Außenwelt ermöglicht, und mit dem sich Kontakt zum Makler-Freund Jerry oder Arthates Sekretärin Barbara aufnehmen lässt. Aber die Betreffenden sind nicht ständig erreichbar und auch nicht immer nützlich. So erhalten wir beispielsweise von Jerry den "Tipp", in der Villa nach Birnen für die Beleuchtung zu suchen, nur um dann nach zeitintensivem Rumkramen in Schränken und Schubladen feststellen zu müssen, dass es im ganzen Haus überhaupt keine gibt. Auch an anderen Abschnitten des Spiels führt dies immer wieder zu Irritationen, überlangen Laufwegen und dazu, dass man mitunter ziemlich orientierungslos durch das Blackwood Manor streift. Frust bleibt da nicht aus.

  • Scratches - Directors Cut
    Scratches - Directors Cut
    Publisher
    rondomedia GmbH
    Release
    04.10.2007

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Scratches - Directors Cut
Scratches - Directors Cut im Gamezone-Test
Ginge es allein nach Story und Atmosphäre, würde dieses Horror-Adventure Höchstwertungen ohne Ende einheimsen.
http://www.gamezone.de/Scratches-Directors-Cut-Spiel-31996/Tests/Scratches-Directors-Cut-im-Gamezone-Test-991508/
23.10.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/10/chpl-1.jpg
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