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  • Secret of Mana: Nothing but a damn epic! - Leser-Test von Rimbaud

    Ein schwarzer Bildschirm. Ein sinistres Dröhnen. Stille. Eine melancholische Melodie. Drei junge Gestalten tauchen aus der Dunkelheit. Sie stehen auf einer Wurzel. Vor ihnen der gewaltige Stamm eines moosbewachsenen Baums. Seine Äste müssen bis in den Himmel reichen. Langschnäblige Vögel ziehen vorüber und schildern ein idyllische Paradies. Doch der Schein trügt. Etwas Furchtbares muss geschehen sein... ... ...

    1993 - Anno domini. Sonys Playstation steht in den Startlöchern, um in weiterer Folge einen ungeahnten Triumphzug anzutreten. Nintendos Nemesis erkennt den Zeitgeist, setzt auf CDs und beraubt die Konsole ihrer Kindlichkeit. Square spingt auf den Zug auf und bricht mit Nintendo. Eine der letzten gemeinsamen Arbeiten ist "Secret of Mana", ein kolossaler Abschied der Cartdrige-Ära. Hätte sich Square nicht vier Jahre später selbst ihre eigenes Denkmal geschaffen, bräuchte man heute nicht über das beste Rollenspiel der Neunziger Jahre zu diskutieren.

    Die Story von "Secret of Mana" lässt sich in wenigen Sätzen erklären, ist simpel gestrickt und gewinnt keinen Innvovationspreis. Nicht auszudenken, wenn Square die narrative Raffinesse eines FFVII in das Spiel gepackt hätten. Sei es drum. Die Geschichte beginnt flott, wird durch einige Schlüsselszenen vorangetrieben und punktet mit einer guten Portion "Tristes". Doch wehe dem, der ein Kunstwerk nach seiner Geschichte definiert! Denn es ist es etwas anderes, dass Secret of Mana zu jeder Sekunde und in jedem winzigsten Pixel offenherzig zur Schau stellt. Atmosphäre.

    Das beginnt bereits bei der großen umweltschonenden Karton-Verpackung inklusive des obligatorischen Spieleberaters. Das macht auch heute noch einiges her im Regal und stiehlt den modernen Plastikschubern locker die Show. Das poetisch entrückte Covermotiv erinnert an Landschaftsmaler wie Ruisdael, wenngleich die kräftigen Farben eine gewisse Moderne nicht verleugnen. Diese Ambivalenz zieht sich auch durch das Spiel. Närrische Flapsigkeiten treffen unversehens auf düstere Traumwelten. Liebliche Melodien schlagen plötzlich in surreale Klanggebilde um. Dieses Wechselbad der Gefühle wird einerseits von den grandiosen Grafiken bestimmt, die von Wäldern, über Wüsten bis hin zu Winterlandschaften alles abdecken. Andrerseits - und in diesem Punkt braucht sich das Spiel nicht hinter FFVII zu verstecken - ist es die wunderbare Musik, die bis heute nichts an ihrer Eindringlichkeit verloren hat. Es kommt nicht oft vor, dass man bei einer Melodie sofort an eine Sezne im Spiel denkt. Wenn ich aber ein paar Töne des Mana-Soundtracks höre, weiß ich haargenau welche Stelle ich gerade durchwandre, welche Feinde dort zu finden sind und welchen Zauber ich dort stundenlang auf Hochglang gebracht habe.

    Das Herzstück der Spiels ist das Aufleveln. Wie üblich in Rollenspielen bedienen sich die Helden verschiedener Waffen, Rüstungen und Zaubersprüche, die sie im Verlauf des Spiels erhalten, um so nach und nach gefährlichere Monster zu besiegen. Switcht man ins Menü, gefriert das Spiel und man kann sich in aller Ruhe nach dem passendem Zauberspruch umsehen, was gerade bei den bockschweren Bosskämpfen gegen Ende hin unerlässlich ist. Waffen und Zauber lassen sich durch Erfahrungspunkte aufbessern. Ein so einfaches wie süchtigmachendes Prinzip. Beim Schmied lässt man sich die Dreschflegel erneuern. Hier erkennt man die Liebe zum Detail. Die Waffen ändern sich nicht etwa nur durch ihren Angriffswert, sondern sind grafisch komplett überarbeitet. Die sieben Waffen durchwandern neun Levels, wobei etwa die Peitsche von der einfachen Rute zum Schleimflegel und vor der Schorfpeitsche schließlich zum Drachenflegel mutiert.

    Je mehr man kämpft, desto stärker wird man. Möglichkeiten bieten sich reichlich, denn an manchen Stellen im Spiel lädt der Bildschirm neu wenn man ein neues Areal betritt. So kann man einfach zurückzukehren und die Monster erneut zu verkloppen. Es macht unheimlich viel Spaß, denselben Werwolf zum hundertsten Mal niederzumachen, um schließlich dem ersehnten Soundfile zu lauschen, dass einem sagt: "Bumerang erreicht Stufe 5". Auch die Lebenskraft der drei Helden erhöht sich mit erlegten Kreaturen. Und das ist wichtig, denn mit zunehmender Spieldauer werden die Endbosse stärker und ihre Angriffswellen gewaltiger. Ohne dem richtigen Zauber bzw. den entsprechend vorbereiteten Helden beißt man schneller ins Gras, als man "Lufti" sagen kann.

    Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die deutsche Übersetzung punktet mit ihrem ganz eigenen Charme. So singt etwa ein Soldat in den Ruinen "Katzeklo" vor sich hin, während die Protagonisten um keinen frechen Spruch verlegen sind. Auf die Frage nach der Vergesslichkeit der Koboldin, kommt der lapidare Spruch: "Kopf? Meinst du damit etwa die große Beule auf deinem Hals?"

    Secret of Mana bietet eine gewaltige Spielwelt. Im weiteren Verlauf erkundet man mit einem Drachen die Kontinente, besucht den Weihnachtsmann und muss das Rätsel des Vier-Jahreszeitenwalds lösen. Man findet den Schrumpfhammer und entdeckt den Zauber des Zapplergürtels. Und schließlich soll es irgendwo das berühmte Rubindiadem geben... ... ... Aber das ist eine andere Geschichte

    Negative Aspekte:
    Manchmal dumme Mitstreiter-KI, irgendwann zu Ende...

    Positive Aspekte:
    Grandioser Drei-Spielermodus, Musik ist unerreicht, Grafiken unglaublich schön, niedliche Schlafsequenzen, Atmosphäre!!!!!

    Infos zur Spielzeit:
    Rimbaud hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Secret of Mana

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Rimbaud
    9.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Secret of Mana
    Secret of Mana
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Square Enix
    Release
    24.04.1993

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1010653
Secret of Mana
Secret of Mana: Nothing but a damn epic! - Leser-Test von Rimbaud
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12.03.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/08/image.jpg
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