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  • Sega GT Online im Gamezone-Test

    Sega hat leider weder die Xbox Live Features noch den Sinn eines Autorennens ver- standen.

    Sega GT Online zum abgewöhnen

    Im letzten Sommer erreichte uns Sega GT 2002, welches bekanntlich der Nachfolger des Dreamcast-Racers ist, der damals tatsächlich als Gran Turismo-Killer angekündigt wurde. Wie wir heute wissen, lies das Endprodukt dann doch einige Wünsche offen, so dass es der Titel nie aus dem Schatten des übermächtigen Konkurrenten schaffte.

    Mit dem aktuellsten Ableger der Serie, Sega GT Online nun wurde das Game erstmals Xbox Live Online fähig, bietet uns aber im Offline-Mode praktisch das selbe Spiel wie schon in Sega GT 2002 steckte, lediglich um einige Wagen und Spielmodi erweitert. Wer also bereits im Besitz von Sega GT 2002 ist und nicht vor hat online zu spielen, kann sich das Game sparen, da ihm kaum Neues geboten wird. Nach wie vor existiert der "Chronicle-Mode", in dem man sich mit Klassikern aus den 70ern seine Sporen verdienen kann, ebenso die "offiziellen Rennen" und die "Wettkampfrennen" mit ihren diversen Herausforderungen, die "Time-Attack" und ein neu hinzugekommener "Gathering Mode", so wie die altbekannte Werkstatt mit der Möglichkeit neue oder gebrauchte Ersatz- und Tuningteile einzubauen.

    Am meisten interessierten uns natürlich die neu hinzugekommenen Online-Features, von denen wir uns einiges versprachen. Befindet sich auf der Xbox, oder der optional eingesteckten Memcard, bereits ein aktivierter Live-Account, steht uns die Option "Online-Mode" zur Verfügung. Dahinter verstecken sich genau fünf Möglichkeiten an den Online-Rennen teilzunehmen. Die einfachste und schnellste ist natürlich das Quickmatch, welches wir aus anderen Live-Games her schon zur Genüge kennen. Demnach erwartet man, dass man mit diesem Punkt schnell in ein Rennen kommt. Tut man auch, theoretisch. Denn in der Praxis erscheint vorher ein Bildschirm der eigentlich die Informationen zu dem Match enthalten soll, welches wir betreten möchten. Leider nur scheint diese Funktion nicht so richtig zu funktionieren, denn es ist schon ein ganz besonderes Geduldsspiel per Quickmatch einem Rennen beizutreten, wenn man locker zehn bis zwanzig Anläufe braucht, bis endlich ein Game gefunden wird. Also wenden wir uns dem allbekannten Optimatch zu, der Suche nach einem Spiel welches unseren Vorstellungen entspricht. Doch auch dieses unterscheidet sich von den üblichen Optimatches wie man sie aus anderen Rennspielen kennt. Denn die Bedingungen die wir festlegen können schließen sich teilweise gegenseitig aus und sind etwas widersinnig angeordnet. So stehen uns eigentlich nur zwei Optionen zur Auswahl, nämlich der "Spielergrad" der gewünschten Mitfahrer, sowie das "Session Emblem", welches praktisch alle Bedingungen enthält. Dahinter verbergen sich nämlich so intelligente Modi wie "Car Type", "Game Mode" oder "Courses". Das bedeutet also, dass wir uns z.B. für den "Car Type" 4WD entscheiden können, dann aber nicht mehr wählen dürfen welche Kurse wir bevorzugen. Umgekehrt schließt die Kursauswahl die Wahl der Autotypen aus. Das gleiche gilt auch wenn wir uns z.B. für eine einzige Automarke interessieren, das Spiel lässt uns dann keine weiteren Bedingungen mehr für die Optimatch-Suche angeben. Das ist natürlich nicht mehr sehr Opti für ein Optimatch, wo ein Mechassault schon im Quickmatch mehr Optionen anbietet. Davon abgesehen erhält man, wenn alles klappt, eine Liste mit offenen Spielen, denen man beitreten kann. Denkt man zumindest, ist aber nicht so. Den im Vergleich mit PGR2 sind die Lobbys technisch nur unzureichend umgesetzt und werden automatisch aufgelöst sobald das Rennen gestartet wurde. In der Praxis sehen wir also eine Liste mit offenen Spielen, von denen mehr als die Hälfte mit der Zielfahne markiert sind. Dies bedeutet, dass besagtes Game bereits gestartet ist und wir nicht mehr beitreten können. Weshalb sie trotzdem in der Liste angezeigt und auch ausgewählt werden können entzieht sich unserem Verständnis. Wir müssen uns also selbst darum kümmern nicht das falsche Spiel starten zu wollen. Wenden wir uns also der dritten Möglichkeit zu ein Online-Rennen auszutragen, indem wir einfach selbst ein Spiel für maximal sechs Spieler anlegen. Bei diesem Feature kann man kaum etwas falsch machen, haben wir uns gedacht. Leider belehrte uns auch schon die erste Option eines Besseren: Man muss sich nämlich entscheiden ob man ein öffentliches oder ein privates Spiel starten möchte, denn nur in einem privaten Spiel ist es möglich Freunde einzuladen. Weit und breit keine Spur von der Funktion einige Plätze für Freunde zu reservieren oder der Möglichkeit in einem öffentlichem Spiel eine Einladung zu verschicken. Sodann stellen wir die maximale Spieleranzahl ein (höchstens 6) sowie das bereits erwähnte "Session Emblem". Denn die genauen Bedingungen, also auf welcher Strecke jetzt gefahren wird und wie viele Runden man dreht, kann man erst einstellen wenn sich mindestens ein weiterer Spieler in die Lobby verirrt hat. Damit ist auch das Geheimnis gelüftet, weshalb man bei der Optimatch-Suche keine vernünftigen Angaben machen kann, weil sie der Host ebenfalls noch nicht angeben konnte, so lange er sich noch alleine in seiner Lobby befindet. Erst wenn sich mindestens zwei Spieler in der Lobby gefunden haben kann der Host die Strecke und die Rundenzahl festlegen. Bei allem Verständnis, aber so eine bescheuerte Unterstützung der Xbox Live-Features ist uns noch in keinem Game begegnet. Noch viel bescheuerter aber, für ein Rennspiel sogar absolut unverzeihlich, ist der Umstand, dass die Online-Rennen abgebrochen werden sobald der erste Fahrer über die Ziellinie rauscht. Also selbst wenn sich das restliche Fahrerfeld noch auf der letzten halben Runde befindet, gilt genau die Position die man in diesem Augenblick inne hatte, selbst wenn die Chance bestand, dass man noch einen oder mehrere Plätze gutmachen hätte können. Hallo Sega! Habt ihr überhaupt den Sinn eines Autorennens verstanden? Offensichtlich genauso wenig wie die Xbox Live-Features.

    Neben den eben beschriebenen Online-Modi hat Sega dem Racer auch noch zwei Besondere spendiert, nämlich das "Battle for 12" sowie die "Competition". Der Name "Battle for 12" verrät schon, dass es sich hierbei um ein Rennen mit satten zwölf statt der ansonsten gebotenen sechs Teilnehmern handelt. Diese Option lässt uns nur zwei Wahlmöglichkeiten, nämlich nach einem "Battle for 12" zu suchen oder selbst eins zu erstellen. Wenn wir selbst eins erstellen, können wir lediglich festlegen ob wir alle Spieler zulassen oder nur solche die einen bestimmten Rang erreicht haben. Auch in diesem Mode gilt, das man sich die Strecke etc. erst auswählen kann wenn mindestens zwei Spieler in der Lobby sind. Leider gelang es uns während der gesamten Testphase nicht einmal zwölf Spieler ins Rennen zu bekommen. Wobei wir nicht wissen, ob das noch an den Bugs im Xbox Live Netzwerk liegt oder am Spiel selbst.

    Umso positiver tut sich dafür die "Competition" hervor, die ausnahmsweise eine richtig gute Idee beinhaltet. Hinter den Competitions verstecken sich nämlich richtige Online-Herausforderungen die für einen bestimmten Zeitraum zur Auswahl stehen und bei denen man - bei entsprechender Leistung natürlich - wertvolle Autos und Tuningteile freischalten kann, an die man sonst nicht herankommt. Damit stellt dieser Online-Mode definitiv den spaßigsten Part von Sega GT Online dar dar, auch wenn man beim erfolgreichen Absolvieren dieser erst wieder warten muss bis die Betreiber eine neue Herausforderung online gestellt haben.

    Grafisch hat sich im Vergleich mit Sega GT 2002 überhaupt nichts getan. Nach wie vor krankt das Spiel an dem niedrigen Geschwindigkeitseindruck, dem seltsamen Fahrtwind, der wirkt als würde man permanent durch gläserne Ringe fahren, sowie dem heftigen Kantenflimmern, welches nicht nur an den Autos selbst auftritt, sondern das gesamte Bild schmückt.

    Auch Soundtechnisch ist alles beim Alten geblieben, obwohl sich alle Motoren recht unterschiedlich anhören, wirkt doch jeder Einzelne eher wie ein japanischer Hochleistungsföhn als wie eine Verbrennungsmaschine. Da die Umwelt selbst praktisch lautlos ist und nur ab und zu die Reifen der Autos quietschen, hören wir neben dem Motorensounds nur noch die schon sehr durchschnittliche Fahrstuhlmusik. Sega sei dank, kann man auch auf die auf der Festplatte gespeicherten Soundtracks zugreifen.

    Ebenfalls nichts geändert hat sich an der Steuerung, die nach wie vor etwas schwabbelig wirkt und in Verbindung mit dem niedrigen Geschwindigkeitseindruck nicht in der Lage ist für richtiges Rennfeeling zu sorgen. Zu allem Überfluss sind die beiden Verfolgerkameras so niedrig positioniert, dass man sie kaum zum Spielen benutzen kann. Man wird also meist die Stoßstangenkamera benutzen müssen, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Noch viel ungünstiger aber ist der Umstand, dass man sich das Pad nur in begrenztem Rahmen an die eigenen Wünsche anpassen kann, und dass man die Funktionen "Bremsen" und "Rückwarts" auf zwei Tasten aufgesplittet hat. Da man weder das digitale Steuerkreuz noch den rechten Analogstick belegen kann, ist man gezwungen alle Funktionen auf die sechs Aktions- und zwei Schultertasten zu legen. Man kann also weder mit dem rechten Analogstick beschleunigen, noch kann man sich die Gangschaltung auf das Digikreuz legen. Da Bremse und Rückwärts zwei getrennte Tasten sind, ist es auch nicht möglich sich die gleiche Tastenbelegung wie in PGR2 zu konfigurieren, da einem dazu schlicht eine Taste fehlt.

    Sega GT Online (XB)

    Singleplayer
    6,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungener Competition-Mode
    bei dem man Online div
    Autos und Parts freischalten kann
    Durch die Bank mangelhaft umgesetzte Xbox Live-Features
    Freunde können nur in ein privates Spiel eingeladen werden
    wenn der erste Fahrer durchs Ziel rauscht wird das Rennen abgebrochen
    bereits gestarteten Rennen kann man nicht mehr beitreten
    die Lobby wird aufgelöst sobald das Rennen gestartet wird
    Schadenssystem besteht lediglich aus einem Balken
    nicht vernünftig belegbare Steuerung
    der Offline-Part entspricht fast komplett dem aus Sega GT 2002
  • Sega GT Online
    Sega GT Online
    Publisher
    Sega
    Developer
    Sega
    Release
    03.02.2004

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Cars Release: Cars THQ , Rainbow Studios
    Cover Packshot von Flat Out 2 Release: Flat Out 2 Eidos , Bugbear Entertainment
    Cover Packshot von World Racing Release: World Racing Synetic
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Sega GT Online
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Sega hat leider weder die Xbox Live Features noch den Sinn eines Autorennens ver- standen.
http://www.gamezone.de/Sega-GT-Online-Spiel-32192/Tests/Sega-GT-Online-im-Gamezone-Test-989685/
03.02.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/02/TV2004020317482200.jpg
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