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Sentinel: Verborgene Existenzen (PC)

Release:
31.01.2005
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Dreamcatcher
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Sentinel: Verborgene Existenzen im Gamezone-Test

10.02.2005 17:00 Uhr
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Neu
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Im Stil eines Schizm lösen wir in Sentinel das Geheimnis der 35ten Grabkammer der gefürchteten Tastaner.

Ohne große Umschweife und ohne uns zu erklären wie es zu dieser seltsamen Situation kam, befinden wir uns gleich zu Beginn des Abenteuers auch schon mitten im Schlamassel. In Person von Ben nämlich, einem jungen Mann der schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, erleben wir gerade noch wie ein böser Schurke unsere Schwester kidnappt. Um sie wiederzubekommen gilt es das Geheimnis des 35. Grabes der Tastaner zu lüften.

Sechs unglaubliche Welten

Das 35. Grab Das 35. Grab [Quelle: ] Unsere Aufgabe in dem Adventure besteht nun darin die sechs künstlichen Welten zu bereisen welche die Wächterin des Grabes für uns bereithält. Noch wissen wir nicht, warum uns die Wächterin so wohlgesonnen ist, und ob es sich dabei um einen Menschen oder doch nur ein Programm handelt. Sie ist es, die uns Welt für Welt präsentiert auf das wir den dort verborgenen Diamanten finden, bis wir alle zusammenhaben und das letzte Grab öffnen können.

Tregett Tregett [Quelle: ] Die gebotenen Welten könnten unterschiedlicher kaum mehr sein, auch wenn sie sich allesamt etwas am bekannten Stil der Schizm-Adventures orientieren. Doch keine Angst, anders als in Myst beispielsweise können wir uns in Sentinel völlig frei bewegen und auch unseren Blick in jede Richtung schweifen lassen. Dies ist bei den mitunter recht knackigen Rätseln auch dringend notwendig, denn das Spiel setzt viel auf die Beobachtungsgabe des Spielers, der sich am besten jedes Detail notiert und jeden Schalter ausprobiert.

Die gebotene Geschichte führt uns durch heiße Lavawelten, in luftige Höhen und auf verschneite Felsen die im Orbit ihre Kreise ziehen. Doch auch eine Unterwasserwelt wird uns geboten, ebenso wie ein tausendjähriges Grab, welches als Zentrallevel fungiert, von dem aus wir die anderen sechs Welten erreichen.

Rätsel und Steuerung

Typisches Schalterrätsel Typisches Schalterrätsel [Quelle: ] Die Steuerung könnte einfacher kaum mehr sein, benötigen wir neben der Maus eigentlich nur noch die ESC-Taste um während des Spiels ins Hauptmenü zu kommen. Alle anderen Aktionen werden mit der Maus ausgelöst. Dafür verwendete man den bekannt aktiven Kursor, der sich bei einer Interaktionsmöglichkeit verändert und uns so verrät, dass es hier etwas zu tun gibt. Der Hinweis ist aber meist nicht nötig, da alle benutzbaren Objekte ganz klar auch als solche erkennbar sind. Stehen wir beispielsweise vor einer Schalttafel und klicken darauf, zoomt die Kamera zu den Schaltern und wir können sie bedienen. An manchen Stellen ist es auch möglich diverse Schalter direkt zu benutzen, ohne erst in die "Aktionsansicht" zu wechseln.

Die Wächterin Tamara Die Wächterin Tamara [Quelle: ] Dreh und Angelpunkt von Sentinel sind neben der spannend erzählten Geschichte, welche uns Kapitel für Kapitel eröffnet was es mit der Wächterin und ihrem Volk auf sich hat, die gebotenen Rätsel. Praktisch in jedem Kapitel bauen sie aufeinander auf, so dass man sich Anfangs leicht überfordert vorkommt. Allerdings sind die Rätsel selbst oft nicht so schwierig wie sie anfangs wirken und hat man erst einmal den Anfang gemacht geht es recht gut weiter. Dies liegt zum einen an dem sanft steigendem Schwierigkeitsgrad, der uns erst zum Schluss einige auf dem Zufallsgenerator basierende Rätsel bietet, sowie der mit der Zeit geläufigen Mechanik hinter den Aufgabenstellungen. Denn spätestens zur Hälfte des Spiels beginnt man zu bemerken, dass sich die Rätselstellungen recht gleichen. Das macht sie zwar nicht leichter, hilft uns aber den Anfang der Kapitel zu bestehen, welcher immer am schwierigsten ist. Dies liegt aber nur daran, dass man neu betretene Orte erst einmal gründlich absuchen sollte um sich einen Überblick zu verschaffen. Denn oft bekommen wir schon Dinge geboten die wir erst später brauchen. Ist aber das erste Rätsel gelöst ergibt sich das weitere Vorgehen von alleine.

Um auch keine wichtigen Dinge oder Orte zu übersehen, werden uns zusätzlich recht praktische Hilfspfeile eingeblendet. Diese zeigen immer auf Orte oder Objekte die noch darauf warten besucht bzw. benutzt zu werden. So kann es nicht passieren, dass man die Orientierung verliert oder gar in die falsche Richtung läuft.

Sphärische Klänge

Eine Riesentröte Eine Riesentröte [Quelle: ] Die musikalische Untermalung bietet uns viele unterschiedliche sphärische Klänge, die von modernen elektronischen Tönen bis hin zu asiatischen Glockengebimmel im Hintergrund reicht. Meist wird die Musik von der natürlichen Umgebung unterstützt, indem man das Wasser rauschen oder den Wind wehen hört. Doch auch viele Rätsel bedienen sich diverser Geräusche, weswegen man immer ein gespitztes Ohr haben sollte. Es existieren sogar ganze Rätsel die sich alleine auf das Ohr des Spielers verlassen.

Eska Eska [Quelle: ] Unterhaltungen werden uns im Spiel nur in den Zwischensequenzen geboten, und dort auch ausschließlich zwischen uns und der Wächterin. Dabei kann man sich über die Sprachqualität der beiden nicht beschweren, die ihre Aufgabe offensichtlich recht ernst genommen haben. Schade, dass die Gespräche nicht immer Lippensynchron ablaufen, auch wenn der zeitliche Versatz nur minimal ist. Dafür ist die Präsentation der Wächterin eine ganz besondere und verrät uns bereits etwas über ihre Herkunft. Sie taucht nämlich nur an ganz bestimmten Stellen auf uns residiert grundsätzlich auf einem Orientteppich, wobei sie immer ein Spielzeug bei sich hat. Der Hintergrund wird in diesen Szenen absichtlich unscharf gezeichnet und der Farbe beraubt, was für den gewünschten Eindruck sorgt. So erschließt sich uns erst mit der Zeit was hinter diesen Auftritten steckt.

Gameplay und Umfang

Sanselard Sanselard [Quelle: ] Die meiste Zeit des Spiels ist man natürlich mit dem lösen der Rätsel beschäftigt. Meist eröffnet uns eine gelöste Aufgabe einen weiteren Bereich im Spiel, oder den Zugang zum nächsten Rätsel. Bis auf die Rätsel im letzten Kapitel sind sie allesamt mit einem scharfen Auge und etwas Kombinationsvermögen zu lösen. Lediglich zum Schluss der Geschichte ist einige Probierarbeit angesagt, bis man das letzte Mal ins 35. Grab zurückkehrt.

Corabanti Corabanti [Quelle: ] Da man nach den ersten gelösten Rätsel relativ flott vorankommt und sich dies erst im letzten Kapitel ändert, wo man noch einmal aufgehalten wird, kann man Sentinel sicher in zehn Stunden durchspielen. Lässt man sich hingegen etwas Zeit und studiert die herrlichen Welten intensiv, zögert man das Ende vielleicht noch um zwei Stunden hinaus, viel länger aber dauert das Abenteuer um Ben und das 35. Grab der Tastaner nicht. Bis dahin aber hat man einiges erlebt und darf schließlich seine entführte Schwester wieder in den Arm schließen.

   
Peter Grubmair
Sentinel - Verborgene Existenzen ist ein gelungenes Adventure im grafischen Stile eines Schizm aber mit ausgewogeneren Rätseln und einer generell angenehmeren Lernkurve. Denn Stück für Stück bauen die gebotenen Rätselmechaniken aufeinander auf, bis wir zum Schluss ein ineinander verschlüsseltes Rätselkonglomerat geboten bekommen das unsere Hirnwindungen so richtig auf die Probe stellt. Doch mit der gesammelten Erfahrung und dem integriertem Hilfesystem sollte uns dies vor kein Problem stellen, welches nicht mit Hinweisen spart ohne uns aber eine Lösung zu nahe zu legen. Die gebotenen Welten hätten kaum noch faszinierender gestaltet werden können, und oft ertappt man sich dabei wie man staunend vor dem Gebotenen steht und den Blick über die Landschaften schweifen lässt die wirken wie lebende Gemälde. Denn überall bewegt sich etwas, Vögel ziehen am Horizont ihre Kreise, Ratten laufen auf dem Boden herum oder der Schnee fällt in dicken Flocken zu Boden. Einzig der Umstand, dass man sich immer völlig alleine in den herrlichen Umwelten bewegt, ist etwas Schade, gehört aber zur Geschichte von Sentinel. Somit können wir das Adventure allen Freunden obskurer Welten und knackiger Denksportaufgaben wärmstens empfehlen, denn das Spiel ist im gesamten sehr gut ausbalanciert und bietet uns ein mitreißendes Abenteuer ohne Ecken und Kanten, welches man so schnell nicht mehr vergessen wird.
   
Sentinel: Verborgene Existenzen (PC)
Singleplayer-Wertung

8 /10
Leserwertung
(0 Votes):
-
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
9/10
8/10
7/10
8/10
gelungen ausbalancierte Rätsel
Sprachausgabe nicht ganz Lippensynchron
herrliche Grafik und Architektur
man ist immer alleine
stimmige Soundkulisse
Redakteur
Moderation
10.02.2005 17:00 Uhr
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