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  • Seven Kingdoms: Komplexes Strategiespiel - Leser-Test von wobber

    Seven Kingdoms: Komplexes Strategiespiel - Leser-Test von wobber Seven Kingdoms versetzt den Spieler in eine Zeit, in der sieben Völker mit Hilfe ihrer Götter um die Vorherrschaft ringen. Diese Völker sind die Griechen, Chinesen, Japaner, Perser, Mayas, Normannen und zu guter Letzt noch die Wikinger. Jedes Volk hat ein Überwesen, der unter bestimmten Voraussetzungen in Kämpfe eingreifen kann. Dabei hängt es von der Art des Überwesens ab, ob dies in einer eher offensiven oder defensiven Form geschieht. Neben diesen vom Spieler anwählbaren und spielbaren Völkern treiben noch die Dämonen Morghouls ihr Unwesen. Diese Morghouls wohnen in Höhlen und haben die verschiedensten Erscheinungsformen, aber alle haben gemeinsam, dass es sehr harte und schwere Gegner sind und man erst eine starke Armee beisammen haben sollte, um sich keine blutige Nase zu holen. Dafür wird man bei einem Sieg über ein Morghoulvolk auch mit Gold belohnt. Außerdem beherbergen die Morghouls manchmal sogenannte „Schriftrollen der Macht“, die benötigt werden, um die Überwesen zu beschwören.

    Auf den ersten Blick sieht Seven Kingdoms aus wie ein Echtzeitstrategiespiel. Doch schon bald wird deutlich, dass es weit mehr ist. Nachdem man die Spielparameter eingestellt und sich für ein Volk entschieden hat, beginnt alles mit einem Dorf nebst dazugehöriger Festung. Statt jetzt wie aus anderen RTS-Titeln gewohnt mit dem Aufbau der Armee zu beginnen, gilt es bei Seven Kingdoms erstmal für eine starke Wirtschaft, der Grundlage einer jeden großen Nation, zu sorgen. Dazu muß einer von drei vorkommenden Rohstoffen (Eisen, Kupfer und Ton) in Minen gefördert werden. Dieser Rohstoff wird dann in einer Fabriken zu Endprodukten verarbeitet. Auf einem Marktplatz werden die Güter dann sowohl an das eigene Volk als auch an andere Königreiche verkauft. Beim Bau dieser Gebäude ist darauf zu achten, dass sie in Verbindung zueinander und auch dem Dorf stehen, damit zum einen der Transport der Güter und zum anderen die Beschaffung von Arbeitskräften kein Problem darstellt. Hört es sich bis jetzt nicht weiter wild an, wird es schon langsam etwas anspruchsvoller, da ein Arbeiter wie eine kämpfende Einheit Erfahrung sammeln kann. Die kann zum einen durch die Arbeit selber passieren, oder aber auch durch eine Ausbildung noch innerhalb des Dorfes. Die Dorfausbildung kostet zwar einige Goldstücke, aber dafür geht der Arbeiter nicht mit Null Erfahrung ans Werk, was seine Arbeitsleistung deutlich verbessert. Sind die ersten Produkte fertig, landen sie schließlich auf dem Marktplatz, wo neben den Endprodukten auch Produktionsüberschüsse aus den Minen an andere Königreiche verkauft werden können.
    Um Handel mit anderen Königreichen treiben zu können, müssen erstmal diplomatische Beziehungen aufgebaut werden und schließlich ein Handelsabkommen geschlossen werden. Durch Karawanen werden dann die Güter ausgetauscht. Somit sollte eine solide wirtschaftliche Basis geschaffen sein, die mit Wachsen des Königreiches aber genauso mitwachsen sollte.
    Genauso wie Arbeiter für die Produktionsstätten benötigt werden, braucht die Forschung Wissenschaftler um neue Technologien zu finden. Ebenso wird ein Forschungsturm benötigt, der wie die Produktionsstätten in Verbindung mit dem Dorf stehen muß.
    Da ein Königreich auch eine Armee hat, sind Soldaten nötig. Diese Soldaten werden ebenfalls wie Arbeiter aus dem Dorf abgezogen und in der naheliegenden Festung vom König ausgebildet. Nun wird man feststellen, dass neben der Wirtschaft, der Diplomatie und dem Militär noch eine weitere Komponente ins Spiel kommt, nämlich die Loyalität des eigenen Volkes. Die hat durch den Abzug der acht Rekruten (eine Festung fast maximal acht Soldaten) ein wenig gelitten. Sinkt sie zu stark ab werden die Leute unzufrieden und verlassen das Dorf. Schlimmstenfalls wird es in einem Aufstand enden. Da das Dorf aber unter dem Einfluß der Festung mit dem König darin steht, wird sich die Loyalität nach und nach wieder zu Gunsten des Herrschers ändern. Mit einer Armee aus acht Soldaten ist aber auf lange Sicht kein Blumentopf zu gewinnen und daher wird es nötig zum einen neue Dörfer zu finden oder zu gründen und somit sein Reich weiter auszudehnen, neue Märkte zu erschließen und auch neue Soldaten rekrutieren zu können. Da sich der König alleine aber nicht um die Ausbildung der Soldaten kümmern kann, ist es möglich erfahrene Soldaten zu Generälen zu befördern. Generäle bilden aber nicht nur aus, sondern heben in Kämpfen auch die Kampfkraft der Untergebenen und können durch ihre Anwesenheit in einer Festung positiven Einfluß auf ein Dorf nehmen, also kurzgefaßt nehmen sie eine Art Vertreterrolle für den König ein.
    Wie bereits angedeutet gibt es nun verschiedene Wege sein Reich auszudehnen: dem Gründen neuer Dörfer und durch die Einflußnahme auf Dörfer durch Festungen. Beide Wege führen zum Ziel, wobei gerade die zweite Variante aber sehr viel komplexer ist, als sie sich jetzt im ersten Moment anhört. Da es verschieden Völker gibt, sind auch die am Anfang noch neutralen Dörfer einem Volk zugeordnet. Am erfolgreichsten bei der Einflußnahme ist man, wenn man in der Festung einen General vom selben Volk wie im Dorf hat, was ja durchaus Sinn macht. Aber woher nimmt man als Wikingerkönig einen japanischen General, wenn man noch keinen fremden Völker in sein Reich geholt hat? Dafür gibt es nun Gasthäuser, die man sich in der Nähe der eigenen Dörfer bauen kann. In diesen Gasthäusern landen die Leute, die in ihren Heimatdörfern unzufrieden waren und warten darauf angeheuert zu werden. Dazu gehören aber nicht nur Soldaten sondern auch Arbeiter und Forscher. Diese Leute können eine Bereicherung darstellen, da sie teilweise schon über einen hohen Erfahrungsschatz verfügen, aber stellen auch eine Gefahr da, denn es kann sich bei diesen Fremden auch um Spione handeln, die ihrem ursprünglichen König immer noch treu ergeben sind. Selber verfügt man aber auch über Spione und diese Spione sind weit gefährlicher als es den Anschein hat. Unterhält man zu einem Volk gute diplomatische Beziehungen, die über einen Handelsvertrag hinaus in einem Bündnis liegen, kann man als hinterlistiger Spieler den Bündnispartner mit Spionen unterwandern und beispielsweise einige Generäle hinüberschicken, die sich dann im Falle eines Bündnisbruches und Kriegsfalles zu erkennen geben und für eine Schwächung, des gegnerischen Militärs sorgen, da teilweise auch die Untergebenen des „Generals“ gleich mit die Seiten wechseln. Außerdem kann ein Spion auch in gegnerische Dörfer geschickt werden, um dort für Unruhe und eine Revolte zu sorgen. Um aber gegnerischen nicht ganz schutzlos ausgeliefert zu sein, ist es möglich die eigenen Spione auch in den eigenen Gebäuden und Dörfern zu haben. Sie versuchen dann gegnerische Spione zu enttarnen. Netter Nebeneffekt: Arbeitet ein Spion in einem Forschungsturm als Forscher getarnt, lernt er auch diesen Beruf. Hat er viel Erfahrung und wird in ein gegnerisches Gasthaus gesteckt, bestehen natürlich höhere Chancen, dass dieser Spion eingesetzt wird, als wenn er wenig Erfahrung hat.
    Für einen weiteren Schutz vor Spionen dient das eigene Mißtrauen des Spielers. Man wird über die Ankunft von fremden Leuten informiert. Als König steht es dem Spieler frei den Fremden willkommen zu heißen und als Bereicherung in die eigenen Reihen aufzunehmen oder aber den vermeintlichen Spion hinzurichten.
    Um alles noch ein wenig komplexer und umfangreicher zu machen, gibt es noch die sieben den einzelnen Völkern zugeordneten Überwesen. Um sie zu beschwören sind die entsprechenden „Kapitole der Macht“ zu bauen. Um diese zu bauen sind zwei Dinge notwendig: eine Schriftrolle der Macht und einen König, General oder Bauspezialisten. Dabei müssen die Nationalität des Königs, Generals oder Bauspezialisten und der Schriftrolle gleich sein. Möchte der Spieler also das Maya-Überwesen beschwören, braucht er neben der Maya-Schriftrolle auch einen mayanischen König, General oder Bauspezialisten um erstmal das Maya-Kapitol zu errichten. In diesem Kapitol müssen dann auch acht Priester nebst Anführer (König oder General) die Beschwörung vornehmen. Selbstverständlich müssen die Priester auch die entsprechende Nationalität haben.

  • Seven Kingdoms
    Seven Kingdoms
    Publisher
    iEntertainment
    Developer
    Enlight Software Ltd. (HK)
    Release
    30.11.1997
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Seven Kingdoms
Seven Kingdoms: Komplexes Strategiespiel - Leser-Test von wobber
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20.10.2001
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