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  • Seven Samurai 20XX im Gamezone-Test

    "Noch ein Lizenz-Spiel?" darf man sich derzeit angesichts der zahlreichen mehr oder minder brauchbaren Film-Verwurstungen der letzten Monate zu Recht fragen. Doch in diesem Falle muss man zumindest dem Kino-Streifen, auf welchem "Seven Samurai 20XX" basiert, mit einer gewissen Ehrfurcht gegenübertreten.

    Das neue Kapitel einer (Film-)Legende

    Seven Samurai 20XX im Gamezone-Test Anno 1954 schuf der japanische Produzent und Regisseur Akira Samurai ein Fernost-Epos, welches bis heute ein Logenplatz in der Geschichte des internationalen Films innehat. In beeindruckenden (Schwarzweiß-)Bildern wurde damals die Geschichte eines abgelegenen Dorfes in Japan erzählt, deren hilflose Bewohner regelmäßig von einer wütenden Banditenmeute überfallen und gedemütigt wurden. Eine Gruppe von sieben Samurai-Kriegern stellte sich zum Schutze der Dorfbevölkerung schließlich den Angreifern entgegen, mit dem Ziel, die Bedrohung ein für allemal auszulöschen. Sammys "Seven Samurai 20XX" nun verlagert die im Film geschilderten Ereignisse in das 21.Jahrhundert: Dieses Mal ist nicht ein kleines, ländliches Bauerndorf im Zielvisier des Feindes, sondern eine gewaltige Megacity irgendwo im Japan der Zukunft: In dieser futuristischen Version des Landes haben Maschinen ein eigenes Bewusstsein erlangt: Die Humanoiden bedrohen die riesige Stadt, welche außerhalb der Festungsmauern von einer weiten Ödnis umgeben ist. Erneut könnte nur eine Gruppe von exakt sieben Samurai-Kriegern der Lage Herr werden. Protagonist der Neuinterpretation des klassischen Films ist der junge, herrenlose Samurai Natoe, welcher im Verlauf des Spiels eine bunt zusammen gewürfelte Kriegern um sich scharen wird, um zum vernichtenden Schlag gegen die Humanoiden auszuholen.

    Bewaffnet mit zwei Katana-Schwertern ist es nun am Spieler, sich in der Rolle des Natoe durch die übermächtig scheinenden Gegnermassen zu schnetzeln; gespielt wird dabei aus der Genre-typischen Third-Person-Perspektive. Das Spielgeschehen erinnert dabei stark an Titel wie der populären "Dynasty Warriors"-Reihe, allerdings abzüglich jeglicher Taktik- und RPG-Anteile. Dementsprechend simpel präsentiert sich auch die Spielstruktur von "Seven Samurai 20XX": In jedem der insgesamt zehn Kapitel gilt es jeweils immer, einen Levelbereich von sämtlichen Gegnern zu säubern, um auf diese Weise die Barriere zum nächsten Levelabschnitt zu öffnen. Nur sehr selten bricht das ansonsten extrem lineare Leveldesign auf: So muss beispielsweise an einer Stelle in der großen, zu diesem Zwecke ausnahmsweise frei begehbaren Stadt ein Kontaktmann gefunden werden. Zur Vermeidung der eigenen Niederlage hinterlassen Gegner von Zeit zu Zeit Muntermacher, mit welchen die Lebensenergie regeneriert werden kann. Nur allzu oft lockern Bosskämpfe gegen die über dreißig im Spiel auftauchenden Bösewichter den ansonst etwas eintönigen Spielablauf auf. Sollte Katoe dann doch einmal ins Gras beißen, darf man sich über die erfreulich fair positionierten Rücksetzpunkte freuen - Frust ist somit kein Thema.

    Das Kampfsystem wird bestimmt von Licht und Schatten: In weiten Teilen des Spiels überwiegt oft der Hang zum stupiden Button-Gedresche, während jedoch die dramaturgische Umsetzung der Martialarts-Gefechte durchaus zu gefallen weiß. Wie in Sonys Vorzeigewerk "The Mark Of Kri" wird man ständig von mehreren Gegnern umringt, welche sich innerhalb einer einzigen Combo-Abfolge direkt nacheinander bzw. abwechselnd attackieren lassen. Da man mitunter von mehr als zehn Kontrahenten gleichzeitig bedrängt wird, lassen sich so die einzelnen Schwertattacken untereinander zu kunstvollen Kombinationen verknüpfen. Da es an permanenten Gegnernachschub beileibe nicht mangelt, sind auf diese Weise Combos mit bis zu 150 Schlägen am Stück keine Seltenheit. Dazu gesellen sich noch die so genannten "reinen" Attacken, welche sich nur in bestimmten Momenten bewerkstelligen lassen und mit welchen ein Standardgegner mit einem Schlag vernichtet werden kann. Ein entscheidender Faktor während des Kämpfens ist zudem die Block-Funktion, welche bei "Seven Samurai 20XX" wesentlich konsequenter integriert wurde als in diversen Genre-Kollegen: Gezieltes Blocken erweist sich gerade in den zahlreichen Boss-Fights als notwendiges Mittel zum Sieg. Dabei sollte man jedoch jederzeit die Block-Leiste im Auge behalten - Abwehren kann man nämlich nur solange, wie es letztere zulässt - danach ist man den Angriffen des Gegners schutzlos ausgeliefert. Durch Combos wird die Block-Energie wieder hergestellt, ebenso wie die "Nitoh Ryu"-Kraft, welche den zeitlich begrenzten Einsatz von zwei Schwertern gleichzeitig erlaubt. Trotz solcher lobenswerten Ansätze bleibt das Gameplay während der Kämpfe zu simpel und oberflächlich, um ernsthafte Schwertkampf-Fans hinter dem Ofen hervorzulocken. Wer darüber hinaus hofft, dass es möglicherweise eine Vielzahl von verschiedenen Waffen zu ergattern gibt, wird leider teilweise enttäuscht sein; erst nach dem erstmaligen Durchspielen können neben einem härteren Schwierigkeitsgrad einige Zusatzwaffen freigeschaltet werden.

    "Seven Samuari 20XX" ist zwar rein spielerisch ein schnörkelloses Actionspiel, jedoch in diesem Fall mit einem ungewöhnlich vorherrschenden Fokus auf die spannend gestrickte Story. So wird das Dauergemetzel in hoher Frequenz von ausladend langen Zwischensequenzen mit englischer Sprachausgabe unterbrochen, um die verschachtelte Geschichte voranzutreiben. Bemerkenswert ist dabei das hochklassige Charakterdesign der vielen Nebencharaktere und Oberschurken, für welches sich der angesehene Konzept-Künstler Moebius verantwortlich zeichnet. Auch die detailliert ausgearbeitete Spielwelt versprüht mit Fortgang des Spiels eine ganz eigene Faszination. Leider wird die grafische Präsentation dem künstlerischen Aspekt der Thematik nicht ganz gerecht: Teils arg detailarme Umgebungstexturen, qualitativ schwankende Cutscenes sowie ein recht penetrantes Flimmern. Dazu kommen abschnittsabhängig massive Slowdowns während der Kämpfe, welche die Abstinenz eines 60Hz-Modus zu einer höchst ärgerlichen Tatsache lassen werden. Musikalisch ist hingegen alles im grünen Bereich: Der Soundtrack ist recht passend und unterstreicht sehr gut die unbehagliche Endzeit-Atmosphäre. Auch die ordentliche Sprachausgabe gibt wenig Grund zum meckern.

    Seven Samurai 20XX (PS2)

    Singleplayer
    6,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr einsteigerfreundlich
    ansprechend präsentierte Kämpfe
    unterhaltsame und glaubwürdig erzählte Story
    hervorragendes Charakterdesign
    Sehr oberflächliches Kampfsystem
    geringe Netto-Spielzeit (ca. 4 Stunden)
    grafische Probleme wie Kantenflimmern und Ruckeleinlagen
    häufige und lange Ladezeiten
    kein 60Hz-Modus
    zahlreiche Übersetzungsfehler
  • Seven Samurai 20XX
    Seven Samurai 20XX
    Publisher
    Sammy Corp. (JP)
    Developer
    Sammy Corp. (JP)
    Release
    27.04.2004

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Seven Samurai 20XX
Seven Samurai 20XX im Gamezone-Test
"Noch ein Lizenz-Spiel?" darf man sich derzeit angesichts der zahlreichen mehr oder minder brauchbaren Film-Verwurstungen der letzten Monate zu Recht fragen. Doch in diesem Falle muss man zumindest dem Kino-Streifen, auf welchem "Seven Samurai 20XX" basiert, mit einer gewissen Ehrfurcht gegenübertreten.
http://www.gamezone.de/Seven-Samurai-20XX-Spiel-32436/Tests/Seven-Samurai-20XX-im-Gamezone-Test-1019620/
04.05.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/TV2004050410443700.jpg
tests