Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Shadow Ops: Red Mercury im Gamezone-Test

    Mit Shadow Ops kredenzt uns der Entwickler eine der schlechtesten PAL-Anpassungen auf Microsofts Konsole.

    Guerillas im Nebel

    Stell dir eine Atombombe vor, so groß wie eine Faust und in den Händen der falschen Leute. Das ist die Ausgangssituation in die Frank Hayden, unser Hauptdarsteller, geworfen wird um seine Waffen sprechen zu lassen. Dabei wird uns ein Gameplay geboten wie wir es schon aus vielen ähnlichen Military-Shootern her kennen mit einem absolut linearem Levelaufbau und der Möglichkeit sich auch zu Zweit per Coop-Play ins Spiel zu stürzen. In insgesamt 25 Singleplayer-Missionen kämpfen wir uns durch den feuchten Dschungel, verschneite Landschaften und sogar mitten in Paris kommen wir zum Zug. Dabei geht es immer darum die bösen Terroristen auszuschalten und ab und zu eine Bombe zu platzieren. Was einem aber schon zu Beginn auffällt, ist das extrem lineare Leveldesign, welches einem sogar im Dschungel immer nur einen Weg offen lässt den man beschreiten kann, so dass man irgendwann den Eindruck hat sich das ganze Spiel über durch ein Tunnel zu bewegen. Auf der anderen Seite bleibt man so auch nie irgendwo stecken, selbst wenn der Befehl lautet sich eine alternative Route zu suchen ist immer klar wo es weiter geht, da man nur dem Marker am oberen Bildschirmrand folgen muss. Das passt gut zu dem allgemein sehr arcadelastigem Gameplay, welches kaum Einarbeitungszeit benötigt und sich in praktisch allen Dingen an den quasi Standard hält.

    Der alternativ angebotene Coop-Mode gestattet uns leider nicht die Singleplayer-Kampagne zu Zweit zu bestreiten, stattdessen bekommt man zehn alternative und unzusammenhängende Karten geboten die man zu Zweit unsicher machen kann. Da in diesem Mode auch die gescripteten Szenen fehlen, stellt er sich in der Praxis als recht langweilig heraus. Etwas gelungener sind da schon die regulären Multiplayer-Modes, die uns mit so innovativen Spielmodi wie dem Deathmatch, dem Team-Deathmatch, einem Capture the Flag und(!) einer VIP-Eskorte überraschen. Da die ersten drei Spielmodi schon mehr als ausgelutscht sind und inzwischen wirklich jedem Videospieler bekannt sein dürften, erläutere ich nur die VIP-Eskorte. Bei ihr geht es darum, einen nur mit einer Pistole bewaffneten Spieler (dem VIP) vom einen Ende der Karte zum anderen Ende zu eskortieren, welches er natürlich lebend erreichen muss, während das andere Team versucht dies zu verhindern. Da man die wenigen gebotenen Karten bald durch hat verliert auch dieser Spielmodi schnell an Reiz. Alle gebotenen Multiplayer-Games kann man per XBL mit maximal acht Spielern austragen, ebenso ist das lokale verlinken mehrerer Konsolen möglich. Per Splitscreen ist man pro Gerät auf vier Spieler begrenzt.

    In der Regel bewegen wir uns mit drei Waffen im Gepäck durch das Spiel, einer Pistole, einem Scharfschützengewehr und einer Maschinenpistole. Bei manchen Einsätzen variiert diese Bestückung auch etwas und wir bekommen eine Pumpgun oder eine Panzerfaust spendiert. Der Einzige Grund aber auf eine der schwächeren Waffen zurückzugreifen ist nur der allgemeine Munitionsmangel im Spiel, der es einem kaum erlaubt Feinde unters Dauerfeuer zu nehmen. Das ist aber in der Praxis auch kaum nötig, da sich die computergesteuerten Kameraden nicht unbedingt intelligent verhalten und auch einen sehr begrenzten Sehradius zu besitzen scheinen. Denn egal ob wir vor ihren Augen einen Kameraden ausschalten oder direkt im Busch zu ihren Füßen sitzen, sie bemerken uns nur selten und wenn, dann schießen sie auch gerne daneben. Ihre wahre Stärke erreichen sie erst im Verbund mit anderen, wenn sie uns alle verfügbare Munition entgegenschicken und das aus allen Himmelsrichtungen gleichzeitig.

    Leider hat man bei der PAL-Anpassung ziemlich geschludert und das komplette Game schlicht auf 50 Hertz angepasst ohne einen 60 Hertz Mode zu integrieren. Bei der Anpassung haben die Videos ziemlich gelitten, die grässlich Pumpen und zu allem Überfluss irgendwo ihren ganzen Kontrast verloren haben. Was übrig blieb ist eine blasse Ruckelorgie die einem die abgrundtief schlechten Charaktere in ihrer Polygonarmut kaum mehr erkennen lässt. Leider ruckelt auch die InGame-Engine nicht schlecht, die durchaus in der Lage ist uns mitunter schöne Umwelten zu zeigen. Das nützt einem aber nicht viel, wenn man von mehreren Gegnern angegriffen wird und das gesamte Geschehen so heftig zu ruckeln anfängt, dass man kaum mehr vernünftig Ziel aufnehmen kann. Was aber gar nicht so schlimm ist, denn es genügt ungefähr in die angepeilte Richtung zu schießen, schon fallen die Feinde um wie Schießbudenfiguren. In der Hinsicht gibt sich Shadow Ops: Red Mercury also recht spielerfreundlich, was zum Bumerang wird wenn man ein Multiplayer-Game zockt. Denn mit genau Zielen ist es nicht weit her in dem Spiel, und wenn sich der Gegner noch so sehr über seinen Abschuss freut, man selbst beginnt an der Physik zu zweifeln, wenn man zum wiederholtem Male stirbt ohne auch nur zu wissen woher der Schuss kam. Darüber nachzudenken gibt einem das Spiel auch viel Zeit, den die Ladezeiten gehören mit zu den längsten die man einem Konsolenspieler zumuten kann. Richtig unverständlich ist eigentlich nur, weshalb ein eben geladener Level zum Neustart komplett neu geladen werden muss und weshalb die Rückkehr ins Hauptmenü noch einmal über 20 Sekunden benötigt.

    Die gebotene Grafik schwank recht stark und bietet uns neben den schon sehr einfach ausgefallenen Charakteren mal einen recht dicht bewaldeten Dschungel, durch dessen Bewuchs sich die Sonnenstrahlen ihren Weg zum Boden bahnen, mal verschneite Berge im Sturm, meist aber braune und halbzerstörte Siedlungen die sich allesamt sehr ähneln. Umso erstaunlicher, dass man sich offensichtlich bei der Soundkulisse umso mehr Mühe gegeben hat. Denn auch wenn es das Spiel nicht immer schafft, versucht es doch permanent uns ins Geschehen zu involvieren, indem unsere virtuellen Kameraden mit uns sprechen, die gescripteten Ereignisse von uns verlangen oft die Stellung zu wechseln und die Soundkulisse uns wirklich meinen lässt, dass wir uns in einem Kriegsgebiet befinden. Denn die THX zertifizierte Soundkulisse verdient wirklich ein Lob und fiel qualitativ wesentlich besser aus als der Rest des Games. Doch auch die Freude daran wird uns in der PAL-Version etwas vergällt, wenn es immer wieder zu Soundaussetzern kommt. Diese dauern zwar immer nur einen Sekundenbruchteil und tauchen auf verschiedenen Konsolen verschieden stark auf, lästig sind sie trotzdem. Da sie in der NTSC-Version anscheinend nicht vorhanden sind, handelt es sich wahrscheinlich um Synchronisationsprobleme durch die PAL-Anpassung. Womit wir wieder bei der schludrigen PAL-Version wären, die ruckelt und zuckelt, dass es wahrlich keine Freude mehr ist.

    Der Umfang von Shadow Ops: Red Mercury erscheint einem Anfangs mit 25 gebotenen Missionen noch recht groß, das gibt sich aber wenn man die erste "Mission" bereits nach zwei Häuserblöcken beendet hat, wofür man keine fünf Minuten benötigte. Zwar gibt es durchaus auch längere und etwas anspruchsvollere Einsätze, mit etwas Anstrengung aber hat man das Game an einem Tag durchgespielt.

    Shadow Ops: Red Mercury (XB)

    Singleplayer
    6,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene Soundkulisse
    Kontrastarme und ruckelnde Videos
    einbrechende Framerate
    kein 60 Hertz Mode
    Tonaussetzer
    lange Ladezeiten
    langweiliges Gameplay
    angestaubte MP-Modes
  • Shadow Ops: Red Mercury
    Shadow Ops: Red Mercury
    Publisher
    Atari
    Developer
    Zombie Studios
    Release
    15.06.2004
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1019627
Shadow Ops: Red Mercury
Shadow Ops: Red Mercury im Gamezone-Test
Mit Shadow Ops kredenzt uns der Entwickler eine der schlechtesten PAL-Anpassungen auf Microsofts Konsole.
http://www.gamezone.de/Shadow-Ops-Red-Mercury-Spiel-15772/Tests/Shadow-Ops-Red-Mercury-im-Gamezone-Test-1019627/
29.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/TV2004062818310300.jpg
tests