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  • Shadow of Rome im Gamezone-Test

    Das Attentat auf Julius Cäsar in spielbarer Form. Nicht nur blutige Gladiatorenkämpfe erwarten euch hier.

    Et tu, Brute?

    Nachdem die monumentalen Sandalenfilme seit ein paar Jahren ihr ganz großes Comeback auf der Leinwand feiern, ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein weiteres Spiel diese antike Thematik aufgreift und euch mit spektakulären Gladiatorenkämpfen und Wagenrennen sowie spannungsvoll inszenierter Geschichte in spielbarer Form versorgt. Capcoms preisgekröntes Onimusha-Team unter der Leitung von Keiji Inafune wagt sich mit Shadow of Rome gleich an das ganz große Ereignis des alten Roms: Das Attentat auf Kaiser Julius Cäsar.

    Shadow of Rome Shadow of Rome Spätestens seit Shakespeares gleichnamigem Theaterstück gilt der Mord an Julius Cäsar als das weitläufigste Synonym für Verrat und Verschwörung auf höchster politischer Ebene. Capcom hat sich für die in Shadow of Rome erzählte Geschichte sehr fleißig an bekannten Namen, Ereignissen und Orten der Römerzeit bedient, bleibt aber aus dramaturgischen Gründen nur wenig bei den historisch akkuraten Hintergründen. Trotzdem ist die Story des Spiels äußerst spannend und glänzt mit vielen einprägsamen und gut ausgearbeiteten Charakteren. Ihr schlüpft dabei gleich in die Haut zweier Protagonisten, nämlich den muskulösen Gladiator Agrippa und den smarten Römer Oktavian. Beide sind vom Attentat auf Cäsar schockiert, aber noch viel mehr vom vermeintlichen Täter: Agrippas Vater Vipsanius. Natürlich steckt ein Anderer dahinter und nur mit vereinten Kräften können sie Vipsanius vor dem sicheren Tod retten. Der einst loyale Soldat Agrippa wird deshalb kurzerhand zum Gladiator in den römischen Arenen und Caesars Neffe Oktavian versucht mit Hilfe der Spionagekunst die Drahtzieher in den Reihen des römischen Senats zu entlarven.

    Zwei Spiele in einem

    Shadow of Rome Shadow of Rome So ungleich wie die beiden Helden Agrippa und Oktavian präsentiert sich auch das eigentliche Gameplay von Shadow of Rome: Je nach aktuell gespieltem Charakter kommt ihr dabei entweder in den Genuss eines ziemlich blutigen Gladiatorengemetzels samt ausgeklügeltem Kampfsystem oder müsst euch als antiker Sam Fisher in Sandalen beweisen. Beide Spielvarianten passen nicht unbedingt gut unter einen Hut, haben aber dennoch ihre ganz besonderen Reize. Fangen wir deshalb gleich mit Agrippas actionbetonter Spielvariante an: Da sich der kampferprobte Ex-Zenturio bestens mit den Waffen der damaligen Zeit auskennt, entschließt er sich für die Laufbahn eines Gladiators. Dieser Schritt ist nicht nur leichtsinnig und lebensgefährlich, er verliert damit auch all seine Rechte als römischer Bürger. Doch nur als Gladiator kann er seinen Vater retten, denn der soll im Kolosseum für sein angebliches Verbrechen beim Abschlusskampf der blutigen Spiele öffentlich hingerichtet werden. Zusammen mit Gladiatorenlehrer Sextus und dessen schöner Schwester Claudia bereist Agrippa die Arenen des römischen Reiches, um schließlich als berühmter Kämpfer in Roms Kolosseum auftreten zu können. In Agrippas Rolle erlebt ihr das Spiel fast schon wie ein Beat'em'Up, da ihr euch von Runde zu Runde bis zum jeweiligen Endgegner der aktuellen Arena kämpfen müsst. Dabei kommt ein ziemlich trickreiches Kampfsystem zum Einsatz, welches in Kombination mit den zahlreich herumliegenden Waffen und einer Taste zum Anvisieren der Gegner zahlreiche Möglichkeiten bietet. Je nach Waffe könnt ihr Gegner aus der Ferne bearbeiten oder auch rücklings mit einem Dolch sofort erledigen. Die meiste Zeit werdet ihr aber die anderen Gladiatoren mit einem Schwert, Morgenstern oder Krummsäbel beackern müssen, selbstverständlich sind verschiedene Schlagkombinationen, Ausweichmanöver und Power-Schläge möglich.

    Veni, vidi vici: Gelungenes Gemetzel

    Shadow of Rome Shadow of Rome Richtig spaßig und vor allem blutig wird das Spektakel aber erst durch das römische Publikum: Ja nachdem wie gut ihr kämpft, erhöht sich die Anzeige für die Laune der Zuschauer. Sobald diese im oberen Bereich angekommen ist, könnt ihr euch mit einer Tastenkombination von der Menge feiern lassen. Nicht selten landen dadurch ein paar heilende Gegenstände in der Arena, aber auch mächtige Waffen, welche sonst nicht zu bekommen sind. Spätestens ab diesem Punkt fließt jede Menge Blut, schließlich lassen sich mit diesen besonders dicken Waffen gleich mehrere Körperteile eurer Feinde absäbeln, außerdem brechen beim Einsatz mannshoher Morgensterne nicht nur Helme und Schilde. Jede Kampfbewegung hat eine treffende Bezeichnung (z.B. Saftige Tomate) und beschert bei richtigem Einsatz wiederum jede Menge Publikumspunkte. Da sich alle Waffen sehr schnell abnutzen und bereits nach ein paar Schlägen zu Bruch gehen können, müsst ihr die blutrünstige Menge jederzeit gut im Griff haben, um so möglichst schnell an weitere Klingen zu kommen. Natürlich finden sich auch in den Arenen hilfreiche Gegenstände, zudem können auch gegnerische Waffen gewaltsam übernommen werden.

    Shadow of Rome Shadow of Rome Das Schöne an den actionreichen und ziemlich knackigen Schlachten ist ganz klar die Abwechslung: Keine der Runden ist gleich und ihr werdet vor immer wieder neue Aufgaben gestellt. So kommt es im Laufe des Spiels auch zu teambasierten Schlachten im Stil von "Capture the Flag", klassischen Kämpfen gegen Löwen und Tiger, dem Fernkampf mit Pfeil und Bogen und sogar zum Einsatz eines Katapults. Die Abwechslung geht sogar so weit, dass ihr auch einen Auftritt im Circus Maximus haben werdet und ganz im Stil von "Ben Hur" an den legendären Wagenrennen teilnehmen dürft. Hier ist die Steuerung wieder völlig anders, dank hilfreicher Einblendungen habt ihr aber auch den Kampf auf dem Wagen sofort erlernt. Gekrönt wird Agrippas actionbetonte Seite des Spiels mit knackigen Endgegnerkämpfen, welche selbstverständlich nur mit einer ausgefeilten Taktik zu schaffen sind.

    Spionage-Einheitsbrei im alten Rom

    Shadow of Rome Shadow of Rome Ganz anders sieht es da mit Oktavians Aufgabe aus: Der drahtige Jüngling muss sich in Roms Straßen nach den wahren Mördern Cäsars erkundigen und zu diesem Zweck so manches Gespräch belauschen und sich mittels verschiedener Verkleidungen den Zutritt zu wichtigen Regierungsgebäuden verschaffen. Obwohl sich Oktavian keinerlei nützlicher High-Tech-Gadgets bedienen kann, kommt auch er als Schattenschleicher im Stil von Solid Snake und Sam Fisher ganz gut voran. Gewalt ist hier nur in den seltensten Fällen möglich und wenn dann eher in Form eines Überraschungsangriffes mit Hilfe von Tonkrügen oder Seilen. Die recht simpel aufgebauten Schleichpassagen bestehen in den meisten Fällen aus einfachen Aufgaben wie dem Beobachten der Laufwege von Wachen und einem dementsprechend angepassten Ausweichmanöver. Etwas witziger wird das Ganze dann schon, sobald ihr euch mit fremden Kleidern schmückt und in der Verkleidung eines Soldaten oder Senatsmitglieds an den Wachen vorbeikommen müsst. Dies ist nämlich nicht immer ganz einfach, manche werden misstrauisch und fragen nach. In solchen Momenten kommt das spannungserzeugende Pulsieren des Joypads ganz gut rüber und ihr müsst schnell aus einer Reihe verschiedener Antworten die richtige herauspicken.

    Shadow of Rome Shadow of Rome Wird man dennoch einmal entdeckt, hat man kaum noch eine Überlebenschance, muss aber nach dem Bildschirmtod lediglich ein paar Meter zurückversetzt mit einem neuen Anlauf starten. Diese Fairness ist aber auch bitter nötig, da sich manche Abschnitte nur nach dem unschönen und auf Dauer nervenden "Trial-and-Error-Prinzip" schaffen lassen. Neben der Schleicharbeit müsst ihr hin und wieder auch Gespräche mit den Bürgern Roms führen, um im Stil von klassischen Adventures an neue Hinweise zu kommen. Das Ganze wirkt aber eher etwas aufgesetzt und generell wirken die Schleichabschnitte mit dem blonden Jüngling eher wie interaktive Zwischensequenzen um die Hintergrundstory voranzutreiben. Dies gelingt auch recht gut, nur aus spielerischer Sicht darf man sich nicht viel Anspruch erwarten. Gleiches gilt für die feindliche KI, welche während eurer Infiltrations- und Lauschangriffe nur allzu berechenbar ist. Wir waren auf jeden Fall immer recht froh, wenn das eher träge Geschleiche ein Ende hatte und wir endlich wieder mit Schwert und Schild in die tobenden Arenen Roms mit Muskelberg Agrippa einziehen durften.

    Shadow of Rome Shadow of Rome Wer sich übrigens richtig ins Zeug legt, darf mit gesammelten Münzen auch neue Einrichtungsgegenstände für Oktavians römische Wohnung erstehen, zudem wartet eine ganze Menge freispielbarer Extras im dazugehörigen Menü auf euch. Die Gladiatoren unter euch freuen sich außerdem über separat im Hauptmenü anwählbare Kämpfe und dazugehörige Statistikwerte. Dies bringt auch nach der ordentlichen 13 bis 16-stündigen Spielzeit noch Motivation mit sich und ist wieder einmal der japanischen Detailverliebtheit von Capcoms Designern zu verdanken.

    Technisch einwandfrei

    Shadow of Rome Shadow of Rome Die technische Seite des Spiels kann auf jeden Fall überzeugen, ganz besonders die Darstellung der Charaktere hat uns begeistert: Diese sind nämlich mit einem geschickt programmierten Weichzeichner an ihren Rändern umgeben, was sie vor absichtlich unscharf dargestellten Hintergründen sehr realistisch wirken lässt. Natürlich sind alle Animationen und Texturen aus dem Hause Capcom erwartungsgemäß butterweich und sehr liebevoll ausgearbeitet. Auch die Kameraeinstellungen und die damit verbundenen Zwischensequenzen sind fast schon filmreif inszeniert, auch wenn so manche Emotion auf den Gesichtern der Protagonisten ein bisschen übertrieben wirkt. Hintergrundmusik und Sprachausgabe sind ebenfalls gelungen, dank der filmreifen Klänge fühlt man sich schnell ins alte Rom versetzt und hat dank der talentierten Sprecher auch schnell das passende Kinogefühl vor dem Fernseher. Alle gesprochenen Sätze sind übrigens im englischen Original belassen worden, deutsche Untertitel werden aber eingeblendet und auch die Menutexte und Missionsbeschreibungen wurden brav übersetzt. Capcom steht mittlerweile für ordentliche PAL-Anpassungen, was sich in Form eines optionalen 60Hz Modus und einer Bildschirmjustierung äußert. Allerdings ist uns bei Shadow of Rome die umständliche Konfiguration hierzu bitter aufgestoßen, man muss nämlich alle Einstellungen bei jedem Spielstart erneut vornehmen. Außerdem ist der 50Hz-Modus nur als Notlösung spielbar, da das Spiel in diesem Modus dermaßen unangenehm ruckelt, dass man sich spätestens nach ein paar Stunden damit sofort einen 60Hz-Fernseher anschaffen wird.

    Shadow of Rome (PS2)

    Singleplayer
    7,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    trickreiches und tiefgängiges Kampfsystem
    sehr viele Waffen
    tolles Publikums-Feature
    viel Abwechslung dank verschiedener Arenen und Kampfregeln
    viele freispielbare Bonusfeatures
    gutes Charakterdesign
    saubere technische Umsetzung
    optionaler 60Hz-Modus
    Schleicheinlagen bieten zu wenig Anspruch
    Trial-and-Error-Prinzip nervt auf Dauer
    Schleich-KI zu einfach gestrickt
    50Hz-Modus kaum spielbar
  • Shadow of Rome
    Shadow of Rome
    Release
    04.02.2005

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Shadow of Rome
Shadow of Rome im Gamezone-Test
Das Attentat auf Julius Cäsar in spielbarer Form. Nicht nur blutige Gladiatorenkämpfe erwarten euch hier.
http://www.gamezone.de/Shadow-of-Rome-Spiel-32528/Tests/Shadow-of-Rome-im-Gamezone-Test-990148/
01.02.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/01/TV2005012613455700.jpg
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