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  • Shadow of the Colossus im Gamezone-Test

    Die ICO-Macher haben es nicht verlernt, auch dieser Titel ist wieder ein kleines digitales Kunstwerk geworden.

    Können Videospiele eine Art Kunst darstellen? Und wenn ja, woran erkennt man diese? Ist es der Eindruck den das Spiel beim Spieler hinterlässt, oder ist es die Inszenierung der virtuellen Welt die es zum Kunstwerk erhebt? Oder liegt es schlicht im Auge des Betrachters ob ein Videospiel ein Kunstwerk sein kann oder nicht? Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig und es zählt viel mehr was im Kopf des Spielers hängen bleibt.

    Der Tempel

    Der Tempel Der Tempel In Shadow of the Colossus schlüpfen wir in die Rolle des jungen Mannes Wanda, der auf seinem Pferd Agro auf dem Weg zu einem seltsamen aber mächtigen Tempel ist. Auf seinem Schoß ruht der leblose Körper eines jungen Mädchens, und Ziel von Wanda ist es ihr ihre Seele zurückzugeben. Deswegen bringt er sie in den Tempel und legt sie auf den Steinpodest. Doch sind die Götter nicht so einfach zu beeindrucken, bevor sie ihm die Seele des Mädchens zurückgeben, muss er erst die sechzehn Kolosse in diesem weitläufigem Land bezwingen. Erst wenn er dies geschafft hat, werden ihm die Götter die Seele des Mädchens zurückgeben.

    Fantasievolle Landschaften Fantasievolle Landschaften Damit ist das Ziel des Spiels auch schon erklärt, nämlich die Kolosse zu finden und herauszufordern. Das Gameplay aber setzt sich aus zwei Dingen zusammen, nämlich das Suchen der einzelnen Kolosse, und der anschließende Kampf, der mit nichts vergleichbar ist was es bis dato in dieser Richtung gab. Denn die Kolosse, bei denen man nie sicher weiß ob sie leben oder doch nur aus Stein sind, verdienen ihren Namen zurecht und sind wirklich gigantisch groß. Und unser Wanda ist ziemlich klein, gerade mal mit einem Schwert und einem Bogen bewaffnet, und seine einzige Chance die Kolosse zu besiegen besteht darin auf ihnen herumzuklettern und die wunden Punkte zu suchen. Haben wir diese gefunden, stechen wir mit dem Schwert so oft darauf ein, bis der Punkt verschwindet und wir den jeweils nächsten aufsuchen müssen. Je nach Koloss besitzen sie zwei und mehr solcher Stellen. Die Herausforderung bei den Kämpfen besteht nun zum einen darin die wunden Punkte zu finden, und zum anderen dorthin zu gelangen. Finden können wir die Punkte indem wir unser Schwert benutzen, welches den Lichtschein immer in die Richtung der wunden Punkte lenkt, was aber nicht besonders genau ist, oder wir finden sie während wir auf den Riesen herumklettern, denn in ihrer Nähe beginnen sie zu leuchten.

    Die Kolosse

    Das Schwert offenbart die wunden Punkte Das Schwert offenbart die wunden Punkte Natürlich lassen sich die Kolosse unsere Annäherungsversuche nicht einfach so gefallen, sie rütteln und schütteln sich, auf das unser Wanda alle Kräfte aufbringen muss um nicht herabzufallen. Denn wie bereits erwähnt, ist Wanda nicht unbedingt der Stärkste weswegen er sich nur eine bestimmte Zeit festhalten kann bis ihn die Kräfte verlassen. Darum muss man auch auf einem Riesen immer wieder Punkte suchen wo man sich kurz ausruhen kann, ohne sich festhalten zu müssen. Im Laufe des Spiels legen die Kolosse auch so manchen Trick an den Tag, wie unüberwindbare Stellen auf ihren Körpern die erst beseitig werden müssen. Denn jede Koloss stellt tatsächlich eine einzigartige Herausforderung dar, was die Kämpfe mit ihnen so spannend aber mitunter auch recht langwierig macht. So ist es oft schon die erste Aufgabe herauszufinden wie man den Koloss besteigen kann. Da gibt es welche die wollen erst am Bein verwundet werden, woraufhin sie kurz einknicken und wir auf sie springen können, aber auch fliegende und tauchende Kolosse gibt es, die von Wanda wirklich alles abverlangen. Doch muss man ganz deutlich sagen, dass sich die Kolosse nie aggressiv verhalten, ganz im Gegenteil wirken sie eher schlaftrunken und unwillig, so als wollten sie überhaupt nicht kämpfen. Natürlich verrate ich euch an dieser Stelle nicht was es damit auf sich hat, das dürft ihr selbst in Erfahrung bringen.

    Das Land

    Mal sonnig hell, mal neblig duster Mal sonnig hell, mal neblig duster Wenn wir uns gerade nicht in einem Kampf mit den Kolossen befinden, sind wir auf der Suche nach ihnen. Denn alle 16 Kolosse sind kreuz und quer über das gigantische Land verteilt. Um sie zu finden benutzen wir unser magisches Schwert, das wir ins Licht der Sonne halten und welches seinen Lichtschein nun in Richtung des nächsten Kolosses wirft. Somit ist schon mal die Richtung klar in der sich der nächste Riese befinden muss, gefunden aber haben wir ihn dadurch noch lange nicht. Denn das Land ist so irrsinnig groß und voller Schluchten, Täler und Berge, dass man selbst mit Hilfe des Schwertes die Kolosse richtig suchen muss. Gerne läuft man an der einzig möglichen Abzweigung vorbei oder befindet sich auf der falschen Seite einer Schlucht. Oder der Koloss befindet sich auf einem Berg und wir müssen erst den Weg hinauf finden. Ungeduldige Spielernaturen können diese Spielabschnitte durchaus als langweilig empfinden, denn oft und gerne bewegt man sich über ausgedehnte Landstriche, kommt gerade mal an ein paar Büschen und Felsen vorbei und wenn man Glück hat kreuzt auch mal ein Gecko seinen Weg. Ansonsten passiert nichts während wir auf der Suche nach den Kolossen sind. Doch wenn wir die Spielumgebung auf uns wirken lassen, nicht im vollen Galopp über das Gelände preschen und den Blick über das gebotene schweifen lassen, dann offenbart sich plötzlich, wie unglaublich gelungen und liebevoll gestaltet die Umwelt ist. Eben bewegten wir uns noch im grellen Sonnenlicht durch eine ausgetrocknete Wüste, um Augenblicke später in einem tiefen und modrigen Tal durch wabernden Nebel zu reiten. Denn besonders das Lichtspiel der verschiedenen Örtlichkeiten ist mehr als gelungen und sorgt für den herrlichen Einruck den das Spiel hinterlässt. Und ich kann euch versprechen, dass auch ihr eine Gänsehaut bekommt wenn ihr Wanda das erste mal im schwarzen Wasser tauchen lasst, so unheimlich und bedrohlich wirken solche Szenen.

    Das Pferd

    Das Licht weist uns den Weg Das Licht weist uns den Weg Um das große Land auch in vernünftiger Zeit bereisen zu können steht uns unser treuer Begleiter Agro zur Seite, ein schwarzes und stolzes Ross wie man es sich nur wünschen kann. Was Agro nun so lebensecht wirken lässt, sind nicht nur seine Animationen, denn er beherrscht den Trab ebenso wie den Galopp etc., sondern ist auch seine Steuerung. Anders als in anderen Spielen mit Pferden steuern wir Agro nämlich nicht wie ein Auto bei dem wir Gasgeben, Bremsen und Lenken können, sondern tatsächlich wie ein richtiges Pferd mit eigenem Willen. So müssen wir ihm mit der X-Taste die Sporen geben, je schneller und öfter wir dies machen desto schneller wird Agro, und gebremst wird er indem wir die Zügel mit dem linken Analogstick ziehen. Wollen wir Agro zur Höchstleistung anspornen, können wir uns zusätzlich hinlegen und ganz klein machen, woraufhin Agro so richtig loslegt und wir fast in seiner Mähne verschwinden. Besonders spektakulär wird es aber erst, wenn wir uns auf das Pferd stellen, denn auch das ist möglich. Gelenkt wird er natürlich ebenfalls mit den Zügeln, wofür wir den Analogstick nach links oder rechts drücken. Und weil Agro ein Pferd und kein Auto ist, strengt ihn schnelles Laufen auch an, was ihn laut schnaufen und auch mal widerwillig sein lässt. Dafür müssen wir keine Angst haben irgendwelche Abgründe hinabzufallen, Agro ist schlau genug vorher stehen zu bleiben oder sich abzuwenden.

    Shadow of the Colossus (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einmaliger Spieleindruck
    herrlich gestaltetes Gelände
    Agro verhält sich wie ein richtiges Pferd
    jeder Koloss eine neue Herausforderung
    PopUps in der Landschaft
    widerwillige Kamera
    ungünstiges Zielsystem
    nicht immer stabile Framerate
    etwas matschige und flimmernde Texturen
  • Shadow of the Colossus
    Shadow of the Colossus
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    15.02.2006
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990625
Shadow of the Colossus
Shadow of the Colossus im Gamezone-Test
Die ICO-Macher haben es nicht verlernt, auch dieser Titel ist wieder ein kleines digitales Kunstwerk geworden.
http://www.gamezone.de/Shadow-of-the-Colossus-Spiel-44146/Tests/Shadow-of-the-Colossus-im-Gamezone-Test-990625/
01.02.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/01/TV2006013011270600.jpg
tests