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  • Shadowgrounds im Gamezone-Test

    Dieses Spiel unterscheidet sich in einem Punkt massiv von der Standardkost: Es wird aus der Vogelperspektive gespielt.

    Ego-Shooter gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Jeder wird als etwas ganz besonderes beworben, aber im Grunde sind sie doch irgendwie alle ziemlich ähnlich. Man spielt aus der Sicht des Helden, erkundet ein Szenario und ballert alles weg, was bei drei nicht auf dem Baum ist. "Shadowgrounds" folgt größtenteils ebenfalls diesem eingefahrenen Spielprinzip, unterscheidet sich in einem Punkt aber massiv von der Standardkost: Es wird aus der Vogelperspektive gespielt. Ob dieser mutige Schritt in eine etwas unübliche Richtung ein Fehler war oder eine gute Entscheidung darstellt, haben wir für euch herausgefunden.

    Shadowgrounds Shadowgrounds Shooter die im Weltraum spielen haben in den seltensten Fällen eine hochkomplexe oder gar tiefgründige Story. Auch "Shadowgrounds" wird seinem Genre in dieser Hinsicht absolut gerecht und bedient die Klischees voll und ganz. Es geht nämlich darum, dass die Menschheit wieder einmal von Aliens heimgesucht wird und jemand gebraucht wird, der die fiesen Ekelpakete in ihre Schranken weist und vernichtet. In diesem Falle seid ihr das, in der Rolle von Wesley Tyler, der als Mechaniker auf dem Jupitermond Ganymed arbeitet. Beim Inspizieren eines Kraftwerks fehlt vom Personal jede Spur. Als Wesley schließlich die zerfetzten Leichen zu Gesicht bekommt, macht er auch gleich Bekanntschaft mit der Brut des Bösen. Die außerirdischen Wesen sind alles andere als verhandlungswillig und greifen mit ihren scharfen Krallen und gefräßigen Mäulern jeden an, der ihnen zu nahe kommt...

    Doom aus der Vogelperspektive?

    Shadowgrounds Shadowgrounds Dem Standard gemäß finden Shooter eigentlich fast nur noch aus der Ego-Perspektive statt. Der Spieler sieht das, was seine Figur sieht. Doch es gibt immer wieder Entwickler die aus der Reihe tanzen und ihr eigenes Ding durchziehen. So geschehen bei "Shadowgrounds": Hier wird nicht auf die übliche Ego-Ansicht zurückgegriffen sondern aus einer isometrischen Perspektive von schräg oben gespielt. Ihr seht also die ganze Zeit auf euer Männchen und steuert dieses durch die verschiedenen Spielabschnitte. Dadurch kommt ein ganz eigenes Flair auf, das ein wenig an vergangene Zeiten erinnert. Dieser unübliche Perspektivenwechsel beeinflusst das Gameplay natürlich sehr stark, ist aber auch leider das Einzige, was an Außergewöhnlichkeit auffällt. Es scheint als sei man von "Doom 3" inspiriert worden, denn der Held ist mit Taschenlampe unterwegs und muss sich damit erst den Weg durch die Dunkelheit erhellen, um überhaupt etwas sehen zu können. Praktischerweise schreckt euer Licht auch kleinere Gegner ab, tötet sie jedoch nicht. Damit es spannend bleibt, kann eure Funzel nicht nonstop in Betrieb genommen werden. Wenn ihr sie zu lange am Stück angelassen habt, muss sie sich erst wieder erholen und kann für kurze Zeit kein Licht mehr spenden. Besonders in dunklen Gängen, die von blutrünstigen Aliens nur so überfüllt sind, ist es äußerst unpraktisch, wenn man sich auf die Taschenlampe verlässt. Es ist daher sehr wichtig sich zu überlegen wann man sie am besten einsetzt und wann sie doch lieber aus bleiben sollte. Doch nicht nur dieses Feature erinnert an den beliebten Genre-Kollegen aus dem Hause id Software: Auch die fiesen Monster könnten direkt daraus entsprungen sein. Insgesamt erzeugt dies eine ähnlich bedrückende Atmosphäre. Trotz der Perspektive, die etwas Abstand vom Geschehen hält, ist es gelungen nervenaufreibende Schockeffekte einzubauen: Ganz plötzlich scheppert es hinter euch und ein paar hässliche Krabbelviecher stürmen in Windeseile auf euch zu. Solche Situationen können jederzeit und überall auftreten, denn ihr kommt dauernd an Rohren oder Gittern vorbei, in denen eventuell eine Kreatur lauern könnte. Genau das lässt den Spieler keine Sekunde verschnaufen und erzeugt eine ständig andauernde Spannung.

    Pimp my gun

    Shadowgrounds Shadowgrounds Im Laufe seines Abenteuers findet Wesley immer wieder neue Waffen. Während er anfangs noch mit einer mäßig effektiven Pistole durch die Gänge streift, stehen ihm später beispielsweise eine Shotgun, verschiedenste Maschinengewehre, Flammenwerfer und weitere nette Spielzeuge zur Verfügung. Damit unser Held noch mehr Spaß bei der Alienjagd hat, lassen sich sämtliche Waffen auch noch aufrüsten. Immer wieder hinterlassen besiegte Kreaturen einen Upgrade-Punkt fallen. Diese stellen in gewisser Weise das Zahlungsmittel zum Aufbessern der Waffeneigenschaften dar. Ihr könnt zwar von Anfang an gleich das beste und durchschlagendste Upgrade auswählen, doch bezahlbar ist es zunächst nicht. Je nach Modell und Art der Modifizierung müsst ihr natürlich auch unterschiedlich viele Punkte dafür hinblättern. Damit das Magazin der Pistole mehr Schuss fasst, braucht ihr noch nicht sonderlich tief in die Taschen zu greifen, aber für eine zusätzliche Betäubungsfunktion oder kräftigere und schnellere Feuerraten geht schon der ein oder andere Punkt drauf. Ein sehr motivierendes System, das etwas Abwechslung in die sonst eher schnöde Ballerei bringt und ein gewisses Maß an Strategie von euch abverlangt.

    Rätsel und Gegner - beides nicht ganz optimal!

    Shadowgrounds Shadowgrounds Leider bietet auch "Shadowgrounds" eine nicht sehr zufrieden stellende Auswahl und Fülle unterschiedlicher Rätsel an. Die Komplexität der geistigen Anforderungen hat bereits ihr Limit erreicht, wenn es darum geht Schalter umzulegen - sehr viel komplizierter wird es nämlich nicht. Meist wird von hier nach dort gerannt, ein Schalter betätigt, der eine Tür öffnet und durch diese kommt man dann in neue Abschnitte. Irgendwelche Puzzles, Denkaufgaben oder logische Schlussfolgerungen werden leider vergeblich gesucht. Für einen Shooter ist das zwar nicht ungewöhnlich, aber ein höherer Anspruch hätte in diesem Bereich dennoch nicht geschadet. Selbiges gilt für die KI der Gegner. Diese rennen euch einfach wild vor den Füßen herum, bis ihr sie schließlich beseitigt habt. Sich verstecken oder Geschossen ausweichen gehört daher auch nicht zu ihrem Fertigkeiten-Repertoire, welches ohnehin sehr mager ausgefallen ist. Qualitative Mängel werden hier aber ansatzweise durch quantitative Vorteile ersetzt. Die Aliens laufen euch zwar tollpatschig vor der Knarre auf und ab, dafür treten sie teilweise aber gleich in ganzen Gruppen auf. Das kann den Spieler schon mal ordentlich in Bedrängnis bringen und zu Hektik führen.

    Licht und Schatten im Rausche der Musik

    Shadowgrounds Shadowgrounds Durch den Einsatz der Taschenlampe arbeitet "Shadowgrounds" sehr viel mit Licht- und Schatteneffekten, denn je nachdem, wie ihr ein Objekt beleuchtet, wirft es einen realistischen Schatten in die entsprechende Richtung. Auch die Hintergründe wissen mit vielen Details und teilweise zerstörbaren Gegenständen wie Fässern oder Kisten zu begeistern. Das positive Gesamtbild wird allerdings durch einige Kleinigkeiten getrübt: Die Animationen wirken unrealistisch, da sie nicht wie aus einem Guss, sondern eher hölzern sind. Auch den Charaktermodellen hätte eine kleine Überarbeitung nicht schlecht getan. Diese sind wenig detailliert und werden dem eigentlichen Niveau der Grafik nicht ganz gerecht. In Sachen Sound hat man dafür (fast) alles richtig gemacht. Die Geräusche der Waffen klingen nachvollziehbar und wirken echt und die musikalische Untermalung steuert ihren Teil dazu bei, der drückenden Atmosphäre den letzten Schliff zu geben. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es aber leider auch hier, denn die deutsche Sprachausgabe ist nur durchschnittlich und könnte besser sein.

    Der Koop-Modus

    Shadowgrounds Shadowgrounds Der Koop-Modus bietet die Möglichkeit sich drei Freunde zu schnappen und gemeinsam mit ihnen durch die monsterverseuchten Gebiete zu streifen um diese von Aliens zu säubern. Mehr als vier Leute können aber leider nicht auf die Jagd gehen, denn leider gibt es keine Netzwerkunterstützung. So muss man gemeinsam an einem Rechner spielen und zusätzliche GamePads anschließen. Obwohl das sehr gut funktioniert, ist das Fehlen der Netzwerkunterstützung schon ein wenig zu bedauern. Wer nicht per GamePad spielt, der greift auf die klassische Tastatur/Maus Steuerung zurück. Mittels Tastatur wird die Figur bewegt und die Maus ist für die Blickrichtung zuständig. Aufgrund der ungewöhnlichen Perspektive könnt ihr jedoch nicht wie bei einem Ego-Shooter nach oben oder unten schauen, sondern nur die Richtung ändern, in die ihr gerade laufen möchtet.

    Shadowgrounds (PC)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Interessante Perspektivenwahl
    nettes Waffen-Upgrade-Feature
    sehr gute Sounduntermalung
    Grafik überzeugt durch Licht- und Schattenspiel
    KI der Gegner könnte höher sein
    keine richtigen Rätsel
    Charaktermodelle wenig detailliert
    Sprachausgabe durchschnittlich
    Koop-Modus bietet keine Netzwerkunterstützung
  • Shadowgrounds
    Shadowgrounds
    Publisher
    dtp
    Developer
    Frozenbyte
    Release
    21.10.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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990590
Shadowgrounds
Shadowgrounds im Gamezone-Test
Dieses Spiel unterscheidet sich in einem Punkt massiv von der Standardkost: Es wird aus der Vogelperspektive gespielt.
http://www.gamezone.de/Shadowgrounds-Spiel-32507/Tests/Shadowgrounds-im-Gamezone-Test-990590/
16.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/shadowgrounds_2.jpg
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