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  • Shadows of the Damned: Allein gegen einhundertundein Dämon! - Leser-Test von Celon

    Er nennt sich selber Garcia "Fucking" Hotspur. Das sagt doch schon alles. Gefürchtet bei Dämonen von der Straße, geliebt von seiner Herzallerliebsten Paula, hat Garcia es nicht leicht. Gerade erst einen miesen Dämon auf der Straße matschiggeschossen, da kommt der Herr der Dämonen Fleming um die Ecke und entführt die Liebste. Ein lässiger teuflischer Auftritt später, landet Hotspur zusammen mit seinem Allzweckgefährten Johnson, ein vor Jahren verstoßener Bewohner der Unterwelt, in der Hölle - oder das was danach aussehen soll. In einem leicht viktorianisch angesäuselten Milieu setzt ihr jetzt alles daran Paula zu befreien. Der Weg ist allerdings mit lebenden Toten gepflastert, die allerdings noch "toter" gemacht werden. In altbekannter Third-Person-Adventure-Shootermanie bombt ihr euch einen Weg durch die Unterwelt. So weit nichts neues im Westen, aber das ist nur der erste Blick. Schnell wird klar, das der Humor echt was für harte Gamer ist. Die Harten kommen in Garten, bzw. in Flemings verheißungsvolles Schloss. Denn dort scheint der Herr der Unterwelt (der übrigens auch wie bei den Lebenden gewählt wird) das liebliche Fräulein gefangen zu halten.
    Aus welchen wirren Gedanken die Idee zu dem Spiel stammt, steht auf einem anderen Blatt und bleiben wohl auch Shinji Mikamis und Goichi Sudas Geheimnis. Der berühmte Suda51 und der Macher hinter der Resident Evil-Reihe, haben sich hier zu einer fruchtigen Symbiose zusammengetan. Der Humor des Spieles, wie gesagt derb, und der erstaunliche Abwechslungsreichtum des Spieles haben überrascht. Manchesmal könnte man auf die Idee kommen, das ganze Spiel hat ein wenig unter dem einfallsreichen Gags gelitten - denn der Rest (der oft nicht weniger gut ist) tritt etwas in den Hintergrund. So läuft ihr herum und füttert böse Dämonen, dessen Strategie sich eurer zu entledigen, nicht mit Ruhm bekleckert, aber erstaunlich abwechslungsreich ist, mit blauen Bohnen. Ein zentrales Element im Spiel stellt der Wechsel zur sich ausbreitenden Dunkelheit dar. In viele Bösskämpfe wird dies zum zentralen Thema. Das alltägliche Geschäft wird unterbrochen von "Fahrstuhlfahrten" und Verfolgungsjagden. Alles nicht der Abwechslungsreichtum eines "Disaster: Day of Crisis", aber mehr als ein "GTA" (ja sind mir wieder alle böse ;) aber denkt mal drüber nach!). Ein Vergleich ist natürlich weit hergeholt.
    Optisch in diesem limitierten viktorianischen Umfeld, kann der Titel dennoch erstaunlich überzeugen, auch wenn die Gestaltung der Umgebung, vor allem zu beginn, nicht viel bietet. Die grafischen Auswüchse dabei zeugen aber von einem ausreichenden Know-How. Mit zunehmender Spieldauer kommt man glücklicherweise aus der Stadt sozusagen auf Land. Und weil's auf dem Land hoch her geht, werden die Waffen mit zunehmender Bossdezimierung weiter upgegraded, mit durchaus interessanten und absurden Modifikationen, die aber dennoch in sich schlüssig und gut in das Gameplay integriert werden. Daumen hoch, wo bekommt man schon mal ein Maschinengewehr mit Zahnmunition an die Hand. Das erinnert leicht an einen David Cronenberg-Film (jene die ihn gesehen haben, wissen was ich meine). Genau so blutig und ekelig kann das Spiel fast sein, aber auch nur fast. Das ganze wird allerdings sanft von Humor und den Anspielungen und Erklärungen im Spiel aufgefangen. Die englische Synchronisation trägt dazu erheblich bei. Ein harter arschiger Garcia, ein britischem dialektisch begabter Züngler wie Johnson und ein cooler Dämonenfürst, allesamt passend anzuhören. Nach den letzten nicht sonderlich guten Spielen von Suda51, kann dieses VIP-Experiment fast vollends überzeugen. Garniert wird das ganze mit einem stimmigen Soundtrack von Altmeister Akira Yamaoka und der Regie des wohl leider noch unbekannten Massimo Guarini -hoffen wir, dass das nicht so bleibt. Im Fazit kann man nur sagen, dass ein leichter Feinschliff noch gut getan hätte, aber im Grunde so schon ein erstaunlich spaßiges Spiel bei rausgekommen ist - und das aus dem doch ach so gamerisch toten Japan. Bitte mehr von diesesm kurzweiligen Spaßmachern!

    Negative Aspekte:
    Hintergundstory hätte leicht ausgearbeiteter sein können, manchmal etwas lange Ladezeiten, nicht immer...

    Positive Aspekte:
    ... aber immer öfters erstaunlich Abwechslungsreiches Gameplay, super derber Humor, super Synchronisation

    Infos zur Spielzeit:
    Celon hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Shadows of the Damned

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Celon
    7.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Shadows of the Damned
    Shadows of the Damned
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Grasshopper Manufacture Inc
    Release
    23.06.2011

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1010949
Shadows of the Damned
Shadows of the Damned: Allein gegen einhundertundein Dämon! - Leser-Test von Celon
http://www.gamezone.de/Shadows-of-the-Damned-Spiel-32551/Lesertests/Shadows-of-the-Damned-Allein-gegen-einhundertundein-Daemon-Leser-Test-von-Celon-1010949/
29.11.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/05/Shadows_of_the_Damned__3_.jpg
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