Das einzigartige Setting und die echten drei Dimensionen machen SH zu einem Shooter mit besonderen Möglichkeiten.
Völlig schwerelos, völlig losgelöst, schweben wir durchs Weltall. Das Sturmgewehr schussbereit im Anschlag, vom tödlichen Vakuum des Raums sind wir nur durch einen dünnen Raumanzug getrennt. Vorsichtig gleiten wir in der Deckung entlang den Trümmern einer zerstörten Raumstation entlang und arbeiten uns langsam auf die gegnerische Basis zu. Hier im Raum gibt es kein oben und kein unten, dank völliger Schwerelosigkeit und eines Rocketpacks auf dem Rücken können wir uns völlig frei in jede mögliche Richtung drehen und bewegen.
Shattered Horizon
Die ersten Minuten befällt uns dabei beinahe eine Art Schwindel auf Grund dieser ungewohnten völligen Bewegungsfreiheit, dann aber lernen wir langsam die Abwesenheit der Schwerkraft für unseren taktischen Vorteil zu nutzen. Die atemberaubende Kulisse der Mission lenkt uns immer wieder kurz von unserem eigentlichen Kampfauftrag ab - wir bewundern das Panaroma des blauen Planeten Erde unter uns, der sich langsam um die eigene Achse dreht, eingerahmt von Millionen von blitzenden Sternen zu allen Seiten. Metallene Trümmer der ehemaligen Shuttle-Basis reflektieren das kalt scheinende Licht der Sonne, die so merkwürdig weit entfernt scheint in dieser ungewohnten Perspektive.
Shattered Horizon
Ein Handzeichen unseres Squad Leaders ruft uns zurück in die Gegenwart unserer Kampfmission. Vor uns tut sich ein breiter Schacht in den Trümmern der Raumstation auf, der uns direkt zur gegnerischen Basis führen soll. Zwei unserer Kameraden schalten die Magnetspulen in ihren Raumstiefeln ein und befestigen sich damit an der Oberfläche des Tunneleingangs, um dem Squad aus dieser Position Feuerschutz geben zu können. Wir übrigen Teammitglieder stürzen uns daraufhin kopfüber in den Schacht und auf die ersten gegnerischen Soldaten zu, die uns nur zu schnell bemerkt haben - dumpf grollen die Feuerstöße des Raumkampfs durch unsere Helm-Headsets, ein Teamkamerad fliegt ein halsbrecherisches Ausweichmanöver, die Schlacht um die gegnerische Basis hat begonnen.
Shattered Horizon
Shattered Horizon ist das erste Spiel der eigentlich für ihre Benchmarkprogramme bekannten Softwareschmiede Futuremark, das nun neben seiner schon längeren Verfügbarkeit in Steam auch den Weg als DVD-Pack in die heimischen Händlerregale gefunden hat. Wie es sich für ein Studio gehört, das sein Geld mit Messprogrammen für High-End-Hardware verdient, ist die Engine von Shattered Horizon grafisch sehr leistungsstark und aufwendig, aber auch sehr prozessorhungrig ausgefallen. Es bietet von vornherein nur Unterstützung für Microsofts DirectX-10 Grafikkarten, also kommen nur Spieler mit den Betriebssystemen Windows Vista und Windows 7 zum Zug. Anwender des noch relativ weit verbreiteten Windows XP schauen mit dem Ofenrohr ins Weltall. Steam findet übrigens auch beim installieren des Retail-Packs Anwendung.
Shattered Horizon
Shattered Horizon ist ein reiner Multiplayer-Shooter, es gibt keinerlei Spielinhalte für Einzelspieler. Was Shattered Horizon dabei einzigartig macht, ist das Gameplay in echten drei Dimensionen bei absoluter Schwerelosigkeit. Zu den von jedem Egoshooter bekannten Steuerungsmöglichkeiten kommt das flinke auf- und abschweben mittels Jetpack, das blitzschnelle drehen um die eigene Achse und sogar die Möglichkeit, sich an im All schwebenden Objekten mit den Stiefeln anzuklinken. Die möglichen Spielmodi wie Capture the Flag oder Deathmatch sind nicht weltbewegend originell, aber die ungewohnte, umfassende Bewegungsfreiheit sorgt für etliche neue Taktik- und Strategiemöglichkeiten, die das Gameplay frisch und unverbraucht erscheinen lassen.
