Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten im Gamezone-Test

    Sherlock Holmes begibt sich in diesem Adventure auf die Spuren von H.P. Lovecrafts Mythos.

    Die Figur des englischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes wurde schon häufiger in Software-Form für diverse Computersysteme und auch manchmal gerne auf Konsolen verwendet. Natürlich ist auch klar, dass man den Meister der Deduktion fast immer im Genre der Adventures, seltener auch bei den Action-Adventures wiederfinden kann.

    Ein kleiner Ausflug in die Software-Historie des Sherlock Holmes

    Gut zu Vögeln? Sie schon, er nicht! Gut zu Vögeln? Sie schon, er nicht! Bereits 1984 wurde der von Sir Arthur Conan Doyle erdachte Pfeifenraucher von der Firma Melbourne House als Textadventure herausgebracht. 1985 legte Bantam Software nach mit mit dem Text-/Grafik-Adventure "Sherlock Holmes: Another Bow". "221b Baker Street" von Intellicreations aus dem Jahr 1986 hatte eher den Charakter eines Action-Adventures. Noch im gleichen Jahr erschien von den Entwicklern "Elliott Creek" ein weiteres Text-Adventure mit dem Titel "Sherlock Holmes: The Vatican Cameos", allerdings nur für Apple II und MS-DOS PCs, was man wohl mit Fug und Recht als Seltenheit einstufen dürfte, bevor im Jahr 1987 der wohl prominenteste "Sherlock-Ableger" der Achtziger Jahre erschien, das Adventure "Sherlock Holmes: The Riddle of the Crown Jewels" von der legendären Text-Adventure-Schmiede Infocom. Danach wurde es einige Jahre still um den Vorzeige-Kombinierer, bevor von 1991-1993 die Firma ICOM Simulations ihre dreiteilige Serie "Sherlock Holmes: Consulting Detective" veröffentlichte, die vor allem für DOS-PCs und auch (zumindest Teil 1 und 2) für Konsolen zu haben war, nämlich für das Mega-CD und die PC-Engine. Zwei weitere Episoden wurden von Mythos Software mit den Titeln "The Lost files of Sherlock Holmes: The Case of the serrated scalpel" und "The Case of the Rose Tattoo" veröffentlicht, sie erschienen 1992 respektive 1996, sogar das 3DO wurde mit dem ersten Teil versorgt.

    Der aktuelle Sherlock Holmes

    Nach einer weiteren längeren Pause übernahmen ab 2002 die Entwickler "Frogwares Game Development Studios" das Ruder und bescheren uns nun nach Teil 1, "Sherlock Holmes: Das Geheimnis der Mumie" sowie der viel beachteten zweiten Episode "Sherlock Holmes: Das Geheimnis des silbernen Ohrrings" aus dem Jahr 2004 den dritten Ableger unter ihrer Regie mit dem Namen "Sherlock Holmes 3: Die Spur der Erwachten".

    Die Geschichte

    Welcome to 'The Big Easy' Welcome to "The Big Easy" Zu Beginn des Spiels langweilt sich unser englischer Meisterdetektiv noch unsäglich, da derzeit keine Herausforderung an seinen Intellekt in Sicht zu sein scheint. Während sein Freund und Weggefährte Dr. Watson sich auf den Weg zu einem Patienten macht, nutzt Holmes die Abwesenheit, um vor dem Haus beim Zeitungsjungen ein paar Informationen einzuholen und außerdem in der Buchhandlung Barnes ein wenig Lektüre zu beschaffen. Auf dem Rückweg wird er von Dr. Watson herbeigerufen, dem bei seinem Patienten etwas Interessantes widerfahren ist. Offensichtlich ist einer der Bediensteten verschwunden, wie der anwesende Sergeant recht voreilig bemerkt. Dies schein auf merkwürdige Art und Weise zu den Ereignissen zu passen,die auch in der Zeitung zu lesen waren, wo allerdings von dem Verschwinden einer anderen Person berichtet wurde. Eine kurze Untersuchung der Behausung des Bediensteten durch die Profi-Spürnase ergibt dann auch prompt, dass hier wohl eher ein Entführungsfall vorliegt, dem man ein wenig gewissenhafter auf den Grund gehen sollte. Es zahlt sich eben aus, wenn man Hinweise genau beachtet und selbst den kleinsten Begebenheiten Beachtung schenkt.

    Im Rahmen der weiteren Recherchen findet man dann auch heraus, dass mehrere Menschen entführt wurden und offensichtlich eine Organisation mit finsteren Zielen dahinter steckt, aufgrund der sichergestellten Spuren ist davon auszugehen, dass es sich um eine Sekte handelt, die ein höheres Wesen heraufbeschwören will. Und die damit einhergehende Entführung diverser Personen deutet dann natürlich eher auf Opferrituale hin. Da ist die Edel-Spürnase einer gefährlichen Angelegenheit auf die Schliche gekommen.

    Man achte auf jedes Detail

    Und ewig lockt das Weib Und ewig lockt das Weib Nochmal zurück zu den Spuren. Der Meisterdetektiv fackelt nicht lange und begibt sich schnurstracks an die Auswertung seiner Entdeckungen. Besonderes Augenmerk hat man also in diesem Adventure auf die Untersuchung von Kleinigkeiten gelegt und schafft es auch, diese recht realistisch darzustellen. So ist Holmes generell mit Lupe und Maßband ausgestattet, um Hinweise vor Ort schon mal eingehender zu untersuchen und ggf. auch Messungen durchführen zu können. So wird beispielsweise ein Stoff-Fetzen genauer unter die Lupe genommen oder ein Schuhabdruck im Garten, der dann auch flugs ausgemessen wird. Doch damit nicht genug, denn diese Hinweise alleine sind noch nicht aussagekräftig genug. Manche Spuren werden in der Baker Street nochmals eingehend am Analysetisch untersucht, wo der Meisterdetektiv Zugriff auf ein Mikroskop hat, unter dem er mit Skalpell und Pinzette hantieren kann, um anschließend ggf. noch den Bunsenbrenner anzuwerfen, um die Stoffe auch wirklich ganz sauber zu identifizieren. Hier kann er dann mit diversen Flüssigkeiten hantieren (Wasser, Lösungsmittel, Säure und Alkohol).
    Also quasi der Urvater der "Chemical Brothers". :)

    Let us move

    Einer wahren Spürnase entgeht kein Detail Einer wahren Spürnase entgeht kein Detail Während des Spielefortschritts gibt es etliche Ortschaften zu besuchen, wobei die Steuerung des Charakters sich entweder komplett über die Maus oder auch über das Keyboard vollziehen lässt. Man steuert ihn über die Tastatur nach der bekannten WASD-Methode. Über diese Tastaturkommandos werden die vier Himmelsrichtungen angewählt, in die der jeweilige Charakter zu steuern ist. Drehungen werden über die Maus bewerkstelligt. Die Steuerung dieses Adventures ähnelt also eher der eines Ego-Shooters, man betrachtet das Geschehen direkt durch die Augen des zu steuernden Charakters. Man bekommt bei der Fortbewegung das "Alter Ego" nicht zu sehen, wie es bei typischen ActionAdventures der Fall ist. Objekte, mit denen eine Interaktion möglich ist oder die man näher betrachten kann bzw. sollte, werden durch ein separates Symbol angezeigt. Aufnehmbare Objekte bzw. Gegenstände, mit denen Interaktion möglich ist, werden durch ein "Hand"-Symbol angezeigt, das "Auge" versinnbildlicht, wie könnte es ander sein, einen Gegenstand oder eine Spur, die einen genaueren Blick verdient hat. Das Symbol mit den "Zahnrädern" verrät, dass eine Kombination mit einem anderen Objekt notwendig ist. Also gängige Symbolik für Adventurefans, die findet man fast 1:1 auch bei anderen Genrevertretern. Gespräche mit anderen Charakteren des Adventures geschehen entweder über Mausklick oder durch Betätigen der Spacetaste.

    Stauraum und Aufzeichnungen

    Wie altgediente Adventurehasen es kennen, ist das Inventar eines Spielers normalerweise über den Tastatur-Shortcut "I" anwählbar, so ist es auch hier, mehr Tastaturkürzel braucht man eigentlich nicht, denn auch der Druck auf die rechte Maustaste verschafft Abhilfe und den Zutritt zum Inventar. Der Rahmen des Inventars ist recht schick als Reisetasche aufgemacht. Die einzelnen Gegenstände sind in der aufgeklappten Tasche separat anwählbar und auch miteinander kombinierbar.

    Ein Blick ins Inventar Ein Blick ins Inventar Aber darüber hinaus kann man auch über Reiter am unteren Bildschirmrand eine Übersicht über interessante Informationen aus dem Spiel jederzeit wieder abrufen. Während des Spiels erfährt man etliche Informationen, die vom Spiel auch fein säuberlich aufgezeichnet und protokolliert werden, so dass der Spieler quasi jederzeit diese Infos nachlesen kann. Diese Infos finden sich entweder in der Rubrik "Notizen", "Dokumente" oder "Dialoge", auch eine Karte ist per Maus anwählbar. Sehr komfortabel und übersichtlich gestaltet. Welche Informationsart gerade gespeichert wurde, wird stets durch eine kurze Einblendung am oberen Bildschirmrand angedeutet.

    Na, gut aufgepasst?

    Die Karte verzeichnet markante Orte Die Karte verzeichnet markante Orte Tja, es reicht nicht einfach, dieses Adventure zu konsumieren und sich von einer Handlung zur nächsten und zur folgenden Zwischensequenz entlang zu hangeln. Zwischendurch wird der Grips des Spielers auf die Probe gestellt, da wird dann knallhart abgefragt, was man denn aus den vorliegenden Aufzeichnungen gelernt hat und an welcher Stelle es weitergehen muss. Hier muss man wirklich wie ein Schüler an der Tafel eine bestimmte Antwort eingeben. Das ist kein Kopierschutz, keine Handbuchabfrage, nein. Man wird im Adventure selber gefragt, welchen Ort man aufgrund der vorliegenden Beweise aufsuchen sollte bzw. wohin einen die vorliegenden Beweise logischerweise führen müssten. Da stellt sich dann die Frage: Stimmen Deine eigenen Überlegungen mit denen des Meisterdetektives überein? Die Aufzeichnungen geben oftmals wichtige Hinweise, insofern darf man der Protokollfunktion des Spiels recht dankbar sein.

    Zur verfluchten Meerjungfrau Zur verfluchten Meerjungfrau Manche Abfragen sind reine Makulatur, manche haben es aber durchaus in sich und sind nicht so leicht zu beantworten, da muss man sich schon mal anstrengen. Einziges Manko ist hier, dass man bestimmte Lösungsworte eingeben muss, wobei man keine Anhaltspunkte erhält, wie weit man von der Lösung weg ist. Entweder man trifft eines der gesuchten Lösungsworte (oder eben nur das einzig wahre), oder man kann im Spiel nicht weiter machen. Ein bisschen zu streng, hier hätte man nach mehreren Fehleingaben einen dezenten Hinweis streuen sollen. Nichts ist fieser, als bei einem Adventure an bestimmten Stellen einen bösen Hänger zuhaben. Irgendwie muss es doch geschmeidig weitergehen.

    Die Karte

    Auch als Schloßknacker darf man sich betätigen Auch als Schloßknacker darf man sich betätigen Nun, die Karte hat keinen sonderlich hohen Detailgrad, wie das bei Silent Hill beispielsweise der Fall ist, wo man Neuerungen mit Kommentaren darauf wiederfinden kann. Sie dient vor allem der schnelleren Navigation im Spiel. Hat man einen "signifikanten" Ort aufgesucht, so wird dieser in der Übersichtskarte mit einem extra anwählbaren Punkt markiert, den man direkt ansteuern kann. Sofern der Meisterdetektiv nichts mehr am derzeitigen Ort zu untersuchen hat, kann er durch "Bedienung" der Karte einen anderen Ort aufsuchen. Ausgenommen davon sind getriggerte Zwischensequenzen, die ihn automatisch an einen neuen Bestimmungsort bringen.

  • Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten
    Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    Frogster Interactive
    Release
    22.02.2008

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991094
Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten
Sherlock Holmes: Die Spur der Erwachten im Gamezone-Test
Sherlock Holmes begibt sich in diesem Adventure auf die Spuren von H.P. Lovecrafts Mythos.
http://www.gamezone.de/Sherlock-Holmes-Die-Spur-der-Erwachten-Spiel-32708/Tests/Sherlock-Holmes-Die-Spur-der-Erwachten-im-Gamezone-Test-991094/
13.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/Voliere.JPG
tests