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Shin Megami Tensei: Lucifer's Call (PS2)

Release:
30.06.2005
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft
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Shin Megami Tensei: Lucifer's Call im Gamezone-Test

08.07.2005 17:36 Uhr
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Neu
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Zum ersten Mal findet ein Teil des japanischen Kult-Rollenspiels seinen Weg nach Europa.

Ubisoft macht's möglich: Zum ersten Mal findet ein Teil der in Japan überaus beliebten Rollenspiel-Serie seinen Weg zu uns. Shin Megami Tensei: Lucifer's Call, welches außerhalb Europas mit dem Untertitel "Nocturne" verkauft wird, ist ein japanisches Rollenspiel der ganz besonderen Art. Dank hervorragender Lokalisierung und knackigem Schwierigkeitsgrad werden nun auch europäische RPG-Profis schnell von diesem Spiel begeistert sein.

Shin Megami Tensei: Lucifer's Call Shin Megami Tensei: Lucifer's Call [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Konzeption hat stattgefunden - unsere Welt hat aufgehört zu existieren. Das gute alte Tokio besteht nur noch aus einer skurrilen Sphärenwelt, in deren Mitte eine mächtige Energiequelle namens Kagutsuchi schwebt. Eine Handvoll Menschen haben den apokalyptischen Sprung in die Dämonenwelt überlebt und irren nun völlig verwirrt durch die mit blutrünstigen Monsterwesen bevölkerten Straßen des kugelförmigen Neo-Tokios. Euch kommt dabei natürlich eine ganz besondere Rolle zu, denn eure selbst benannte Spielfigur wird kurz nach dem Ende der Welt von einer mysteriösen Figur selbst zu einem Halbdämon gemacht. Mithilfe so genannter "Magatamas" könnt ihr die Mächte der Dämonen lernen und euch damit auf die lange Reise zu den Herren dieser unwirklichen Zwischenwelt machen.

Shin Megami Tensei: Lucifer's Call Shin Megami Tensei: Lucifer's Call [Quelle: Siehe Bildergalerie] Ihr habt's wohl schon gemerkt: In diesem Rollenspiel ticken die Uhren etwas anders und die Geschichte vermeidet alle genretypischen Klischees und abgenutzten Elemente mit Bravour. So abgedreht wie die Story, sind auch die Charaktere auf die ihr treffen werdet und selbst wer mit den skurrilen Figuren der japanischen Mythenwelt gut vertraut ist, wird in diesem abgedrehten Endzeit-Szenario so manche Überraschung erleben. Auch wenn wohl nicht jeder Spieler damit etwas anfangen kann, so zeichnet die unverbrauchte Mischung aus Endzeitstimmung und Dämonenwelt das Spiel auch wieder aus, schließlich geht es hier endlich mal nicht um Zwerge, Laserschwerter oder kichernde Schulmädchen.

Tiefgängige Dämonenhatz im Zwischenreich

Shin Megami Tensei: Lucifer's Call Shin Megami Tensei: Lucifer's Call [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wie viele andere Rollenspiele auch, teilt sich auch Lucifer's Call in verschiedene Spielphasen auf: Auf der Oberwelt bewegt ihr eure Gruppe von einem wichtigen Handlungsort zum nächsten, wo ihr dann in dreidimensional dargestellten Gangsystemen und Räumen jede Menge Zufallskämpfe bestreiten müsst. Zwischendurch gilt es diverse Händler und Speicherpunkte anzusteuern und natürlich reichlich Text während der Gespräche mit den Bewohnern der Sphärenwelt zu lesen. Da die Dungeons bereits nach kurzer Zeit sehr komplex werden können und jede Sackgasse durch die vielen Zufallskämpfe zu einer tödlichen Falle werden kann, ist man der integrierten und komfortablen Kartenfunktion sehr schnell dankbar. Wichtige Orte werden darauf automatisch vermerkt, genau wie alle Speicherpunkte und Händler. Die Speicherpunkte dienen außerdem noch als Fernreise-System, denn von jedem dieser relativ fair gesetzten Orte dürft ihr bereits entdeckte Speicherpunkte nochmals ohne den Umweg über die Weltkarte ansteuern. Obwohl alle NPCs hilfreiche Tipps zum weiteren Spielverlauf geben und der Ablauf ohnehin vergleichsweise linear ausgefallen ist, wird man aufgrund der knackigen Dungeons trotzdem im Lauf der über 50-stündigen Spielzeit gerne auf eine Komplettlösung zurückgreifen wollen.

Shin Megami Tensei: Lucifer's Call Shin Megami Tensei: Lucifer's Call [Quelle: Siehe Bildergalerie] Dies alles entspricht größtenteils dem Genrestandard, doch bereits bei der Zusammenstellung eurer maximal vierköpfigen Kämpfertruppe geht das Spiel ganz andere Wege. Neue Partymitglieder werden nämlich während der zahllosen Kämpfe rekrutiert - ganz nach dem erfolgreichen Pokémon-Vorbild, können auch hier neue Mitstreiter aus den Reihen der Gegner abgeworben werden. Hierzu spricht man die Feinde im Kampfverlauf einfach an und muss in einigen Fällen noch etwas Überzeugungsarbeit in Form von Geld- oder Sachgeschenken leisten. Ist der ehemalige Bösewicht schließlich überzeugt, könnt ihr diesen jederzeit als Gruppenmitglied beschwören oder auch wieder in den dämonischen Schlaf schicken. Gesammelte Dämonen dürfen später sogar an speziellen Orten in schön inszenierten Ritualen miteinander verschmolzen werden, um somit noch stärkere und einzigartige Geschöpfe zu kreieren. Da insgesamt über 100 verschiedene Dämonen das Spiel bevölkern, sind die dadurch entstehenden Gruppen-Möglichkeiten nahezu unbegrenzt und laden zu Experimenten ein.

Feuer, Eis und Blitz: Aufleveln wie die Profis

Shin Megami Tensei: Lucifer's Call Shin Megami Tensei: Lucifer's Call [Quelle: Siehe Bildergalerie] Natürlich steigen eure Recken durch das fleißige Sammeln von Erfahrungspunkten auch im Level auf und erlernen mit der Zeit völlig automatisch neue Zauberspruche und Talente, außerdem verwandeln sich einige Dämonen in höheren Levelregionen zu noch stärkeren Super-Kämpfern. Aber auch der selbst benannte Hauptcharakter hat tiefgängige Entwicklungsmöglichkeiten auf Lager: So kann sich der frischgebackene Halbdämon durch den Kauf und das Ausrüsten von so genannten "Magatamas" neue Talente beschaffen und somit auch verschiedene Boni auf seine Charakterwerte wie "Stärke" oder "Vitalität" bekommen. Je nach ausgerüstetem Magatama verfügt ihr auch über elementare Stärken und Schwächen im Kampf, diese sind in Lucifer's Call nämlich von entscheidender Bedeutung - mehr dazu auf der nächsten Seite.

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Moderation
08.07.2005 17:36 Uhr
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