Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Shining Force: Auferstehung des Schwarzen Drachen im Gamezone-Test

    Ein wichtiges Stück Softwaregeschichte

    Vor knapp 11 Jahren fiel mit "Shining in the Darkness" auf dem Megadrive der Startschuss für eine der beliebtesten Rollenspiel-Serien dieser Zeit. Ganz besonders der Nachfolger "Shining Force" krempelte damals das Genre als einer der ersten Titel dieser Machart kräftig um und begeisterte durch die gelungene Symbiose aus Rollenspiel und rundenbasiertem Strategiespiel, welche viele Spieler nächtelang an den Bildschirm fesselte. Nachdem die beliebte Serie nun schon seit vielen Jahren im Dornröschenschlaf versunken ist, freut es umso mehr, dass es nun mit "Shining Force - Die Auferstehung des schwarzen Drachen" ein runderneuertes Remake für den GBA zu kaufen gibt.

    Die Story des Spiels ist zwar klischeebehaftet, aber da es ja ein Remake ist, drücken wir in dieser Hinsicht gerne ein Auge zu: Ihr übernehmt die Rolle des geheimnisvollen Helden, welcher wieder einmal überhaupt nichts von seinem bevorstehenden Schicksal weiß. Dafür kann er aber ausnahmsweise mal nichts, er leidet nämlich seit seiner Ankunft im Königreich Guardiana unter einer ziemlich lästigen Amnesie. Doch schon im ersten der insgesamt acht spielbaren Kapitel werdet ihr in die spannende Geschichte eingeführt. So geschieht es, dass König Ramladu das Friedliche Königreich Guardiana einfach überfällt und dabei keinerlei Rücksicht und Gnade kennt. Schnell erfahrt ihr, dass hinter dem ganzen Spuk der trickreiche Zauberer Darksol steckt, welcher die Sinne des Königs vernebelt hat und dessen Macht nun für seine finsteren Zwecke missbraucht. Ja, anscheinend gehörte wohl auch schon vor 11 Jahren "Der Herr der Ringe" zur Standardlektüre der Spieledesigner. Aber sei's drum: Auch wenn die Story einem irgendwie verdächtig bekannt vorkommt, so bleibt selbige doch ungemein spannend und wird zudem auch noch mit wunderschönen Zwischensequenzen und ausführlichen Dialogen vorangetrieben.

    Wie es sich für ein rundenbasiertes Strategie-Rollenspiel gehört, findet auch hier das Geschehen entweder in der für Rollenspiele typischen Stadt- und Weltansicht statt oder in der für Strategiespiele typischen Kampfansicht. Während ihr in Städten teils recht lang geratene Gespräche führen und die üblichen Einkäufe von Waffen und Rüstungsgegenständen erledigen dürft, spielt sich hier auch ein Großteil der gebotenen Story ab, ferner finden sich in den verwinkelten Gassen und Häusern der Städte allerlei gut versteckte Schatzkisten mit nützlichen Waffen und Gegenständen. Die eigentliche Action läuft selbstverständlich in der Kampfansicht ab, welche absolut dem gängigen Standard für Runden-Strategiespiele entspricht: Nachdem ihr in den Städten von diversen NPC's zum nächsten Kampfgebiet gelotst worden seid, steht ihr schon bald zwischen Häusern oder auf weiter Flur ein paar Gegnern gegenüber. Hier wird selbstverständlich rundenweise gezogen, wobei sich jeder der maximal 12 teilnehmenden Kämpfer unterschiedlich weit in einem Zug bewegen darf. Da ihr im Laufe des Spiels auf bis zu 30 verschiedene Charaktere trefft, welche sich alle eurer Shining Force anschließen, habt ihr eine facettenreiche Auswahl an verschiedensten Kämpfern, Zauberern, Bogenschützen und Heilern zu eurer Verfügung. Zur richtigen Strategie zählt natürlich, die passende Gruppenzusammenstellung für den nächsten Kampf parat zu haben, denn die Monster, auf die man in so einem Kampf trifft, unterscheiden sich stark in ihren Stärken und Schwächen. Kommt man einem dieser Viecher auf dem Spielfeld zu nahe, besteht die Möglichkeit es anzugreifen, womit die Ansicht in eine schmucke Nahaufnahme des Kampfgeschehens wechselt und ihr den Ausgang des Kampfes beobachten dürft. Eingreifen kann man hier allerdings nicht, das ist ja bekanntlich für Runden-Strategiespiele so üblich. Entscheidend über Sieg oder Niederlage sind nämlich das Terrain auf dem ihr euch befindet, euer aktueller Level und natürlich die verwendete Waffe. Je nachdem wie gut vorbereitet ihr in den Kampf geht, umso besser geht das Scharmützel für euch aus, im Idealfall natürlich ohne einen einzigen Kratzer. Allerdings gehören auch unvorhergesehene Gegenangriffe und Critical Hits zum Kampfgeschehen, wodurch die Spannung bei jedem einzelnen Kampf erhalten bleibt. Sollte dennoch mal eine der Figuren zu viel abbekommen haben, können die hoffentlich vorhandenen Heiler ihrem Namen alle Ehre machen oder mitgenommenen Heilkräuter eingesetzt werden. Wenn allerdings tatsächlich mal ein Partymitglied den Löffel abgeben sollte, ist für diese Figur nicht gleich Feierabend: Nach dem Kampf kann man verstorbene Helden in einer Kirche wieder beleben lassen. Im Vergleich zu Fire Emblem sorgt dieses Feature für ein wesentlich einfacheres Vorankommen und es bleiben euch auch unnötige Neustarts der Kämpfe weitgehend erspart.

    Wie in allen Shining-Spielen ist auch in diesem das intuitiv bedienbare Interface die Grundlage der Spielsteuerung. Alle Funktionen sind auf viergeteilten Icons am unteren Bildschirmrand abgelegt worden, alleine schon durch die schön gezeichneten Bildchen kommt man hervorragend zurrecht, sogar Einsteiger werden keinerlei Probleme mit der Bedienung dieses Spiels haben. Lediglich ein schmuckes Tutorial haben wir vermisst, in dieser Hinsicht ist man dem Original treu geblieben und setzt voll und ganz auf ein Studium des Handbuchs. Trotzdem ist das Spiel voll und ganz für Einsteiger zu empfehlen, der Schwierigkeitsgrad wurde im Vergleich zum Original etwas ausgewogener ausgelegt und man muss sich erst gegen Ende des Spiels wirklich anstrengen um nicht zu sterben.

    In Sachen Grafik hat man das Spiel einer ordentlichen Frischzellenkur unterzogen und nahezu jeden Pixel dem heutigen Standard angepasst. Veteranen des Originals werden ihr geliebtes Shining Force nicht wieder erkennen, allerdings im positiven Sinne. Dennoch hätte man in der Kampfansicht noch etwas mehr aus dem GBA rausholen können, für ein rundenbasiertes Strategiespiel reicht das Gebotene jedoch völlig aus. Die Musik wurde vollständig vom Original übernommen, neben einigen unverwechselbaren und hervorragenden Stücken finden sich auch zweitklassige Klänge im Repertoire des Spiels, allerdings wird keines der Lieder wirklich unangenehm nervig.

    Shining Force: Auferstehung des Schwarzen Drachen (GBA)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hervorragendes und fesselndes Gameplay
    überarbeitete Grafik
    komplexes aber dennoch gut spielbares Kampfsystem
    ein echtes Stück Softwaregeschichte
    Nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit
    stellenweise etwas langatmig
    durchschnittliche Übersetzung
  • Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Superman Returns Release: Superman Returns Electronic Arts , DC Studios (UK)
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989868
Shining Force: Auferstehung des Schwarzen Drachen
Shining Force: Auferstehung des Schwarzen Drachen im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Shining-Force-Auferstehung-des-Schwarzen-Drachen-Classic-32759/Tests/Shining-Force-Auferstehung-des-Schwarzen-Drachen-im-Gamezone-Test-989868/
05.05.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/shiningforce_26.jpg
tests