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  • Shinobi im Gamezone-Test

    Die letzten Jahre konnten sich Retrofreaks nicht über fehlenden Nachschub freuen. Praktisch jedes erfolgreiche 8 oder 16 Bit Game bekam einen Next-Gen Ableger spendiert, meist in einer 3D Umgebung aber mit demselben Gameplay versehen wie das "alte Original". Ebenso erging es "Shinobi", welches sich bereits seit dem Mastersystem auf den Konsolen der Videospieler tummelt. Diese neueste Fassung einer Ninja Heldengeschichte spielt sich komplett in 3D ab, wobei man gleich vorgreifen darf, dass die Möglichkeiten einer 3D Umgebung voll ausgenutzt werden, was der Kamera ziemlich zu schaffen macht. Unser Hauptdarsteller Hotsuma nämlich ist ein Ninja der ganz besonders gelenkigen und schnellen Sorte. So kann er nicht nur unglaublich schnell seinen Standort wechseln, wozu er eine Stealth-Technik benutzt, die ihn für Augenblicke unsichtbar macht, er ist auch in der Lage an Wänden entlang zu laufen, ähnlich dem Spiderman aus dem Marvel-Universum. Bewaffnet ist er mit einem ebenso martialisch wie großem Schwert, welches ihn in Verbindung mit dem wehenden Schaal fast aussehen lässt wie Gut aus "Sword of Berserk". Auch sein Kampfstiel weist gewisse Ähnlichkeiten auf, wird doch das Schwert praktisch gleich geführt. Das bedeutet, dass ein einziger Druck auf die Schlagtaste einem Schwung mit dem Eisen entspricht, zwei Tastendrücke hingegen lassen das Schwert hin und her schwingen und drei schließlich sorgen für einen relativ lang dauernden aber umso wirkungsvolleren Dreifachschlag von links, rechts und oben. Um dem Spiel den entsprechenden Touch zu geben, frieren geschlagene Gegner für einen Moment ein, um dann an den Schnittstellen regelrecht auseinander zu platzen. Dieser Prozess wir mitunter von einer eigenen Aktionkamera wiederholt, welche die armen Würmer noch einen Augenblick in ihrem eingefrorenem Zustand zeigt, um daraufhin die fachmännische Zerlegung zu präsentieren. Die zerplatzenden Körper sehen dabei nicht unbedingt echt aus, zumindest nicht Echt genug um Ekel zwecks der Körperinneransichten aufkommen zu lassen, woran auch das exzessiv eingesetzte Pixelblut nichts ändert. Des weiteren ist Hotsuma mit einer Handvoll Wurfsterne ausgestattet, die zwar gut geeignet sind sich einen Gegner auf Entfernung zu halten, im Nahkampf aber definitiv zu wenig Power besitzen um gezielt eingesetzt werden zu können. So bleibt das Schwert die stärkste und wichtigste Waffe unseres Ninja.

    Die gelieferte Story dürfte nur Freunde dieser asiatischen Kultur begeistern, allen Anderen wird sie zurecht etwas abgedreht und sehr fiktiv vorkommen. Im Shinobi Universum dreht sich nämlich alles um irgendwelche übermächtigen Zauberer die sich ganze Städte unterjochen nur um ihren Egotrip auszuleben. In ebendiesem Stil sind auch die Zwischensequenzen gehalten, welche das Auge nicht nur mit wunderschönen Kostümen und Waffen belohnen, sondern auch mit vielen fernöstlichen Flötentönen und Streichern geschmückt sind, die für das richtige Feeling sorgen.

    Das Gameplay lebt im Grunde nur von den blutigen Kämpfen, den starken Endgegnern und der vermittelten Story, die genau genommen nicht viel Abwechslung bietet. Ganz im Gegenteil beginnt man schon bald das innewohnende System der Level zu erkennen, welches immer dafür sorgt, dass man sich zuerst ein Stück durch die schwächeren Gegner kämpft, dann eine kleine Jump'n Run Einlage erhält um schließlich gegen den Endboss anzutreten. Dabei wird der Spielfluss allerdings immer wieder von unerklärlich schweren, fast schon unfairen Stellen, gebremst. Würde man nicht wissen, dass es danach wieder wesentlich leichter weitergeht, sind dieses exakt die Stellen an denen man freiwillig das Handtuch wirft. Umgekehrt aber freut man sich umso mehr wenn man entsprechende Stellen gemeistert hat. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass die Levels nicht so richtig ausgereift sind.

    Das Gleiche trifft auf die Grafik zu, die eigentlich nicht schlecht gelungen ist und das asiatische Flair sehr gut wiedergibt, allerdings sicher nicht das maximal Mögliche einer PS2 darstellt. So können die Animationen der Spieler wirklich begeistern, allen voran der lange Schal unseres Hauptdarstellers Hotsuma, der im nicht vorhanden Wind weht als wäre er dick wie Kloßbrühe. Im Gegensatz dazu sehen so manche Gegner recht mager aus, wie die fletschenden Hunde die einen quadratischen Bauch zu besitzen scheinen oder die Ninja-Anwärter, welche seltsamerweise immer an derselben Stelle durchgetrennt werden, egal wo sie unser Schwert erwischte.
    Das größte Manko aber ist die Kameraführung, welche man nicht als automatisch bezeichnen kann, denn sie hält sich einfach immer genau hinter unserem Helden. Da dies nicht immer optimal ist, lässt sie sich natürlich frei drehen und schwenken, was in der Praxis aber nicht ganz so einfach ist wie gedacht, denn die Steuerung reagiert darauf sehr empfindlich. Da passiert es schon gerne Mal, dass man die Kamera viel zu weit dreht, was im Eifer des Gefechtes tödlich sein kann.

    Dafür versucht die Soundkulisse wieder wett zu machen was die Grafik nicht ganz schafft. Besonders die Anhänger asiatischer Kampffilme werden begeistert sein, zwecks der vielen asiatischen Streich- und Blasinstrumente sowie der typischen Inszenierung aufeinandertreffender Kampfmaschinen, die schon lange keinen Bezug mehr zur realen Existenz haben. So wird das Ohr mit aberwitzigen Kampfgeräuschen und Waffengeklirre beschallt wie es nur in solch ein Thema passt, gepaart mit dem Grunzen offensichtlicher Ausgeburten der Hölle und dem Singsang betender und verfluchender Superzauberer.

    Shinobi (PS2)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schön eingefangenes asiatisches Flair
    Angenehm lange Story
    Teilweise fast unfair schwere Stellen
    mitunter lustlos designte Level
  • Shinobi
    Shinobi
    Publisher
    Sega
    Release
    20.01.2003

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989124
Shinobi
Shinobi im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Shinobi-Spiel-32795/Tests/Shinobi-im-Gamezone-Test-989124/
10.02.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/05/shino04.jpg
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