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  • Shrek: Extra Large - Richtig shreklich - Leser-Test von elisaelisa

    Shrek: Extra Large - Richtig shreklich - Leser-Test von elisaelisa Eigentlich konnte man immer schon die Stirn in Falten legen und mit großer Skepsis an ein Videospiel herangehen, wenn die Basis ein erfolgreicher Kinofilm ist. Meistens oder zumindest sehr oft wird auf eine dreiste und wirklich billige Art und Weise durch das Herausbringen einer lieblosen und regelmäßig fehlerhaften Umsetzung der Versuch gestartet, schnell die Kasse klingeln zu lassen. Und leider ist es wahrscheinlich so, dass dies auch sehr oft gelingt, denn ansonsten würden ja nicht andauernd neue Projekte in dieser Richtung gestartet. Doch ganz darf man die Hoffnung nicht aufgeben, gibt es doch ab und zu einen Lichtblick. Auf einen solchen hoffte ich bei "Shrek: Extra Large", möchte aber gleich zu Beginn gar nicht um den heißen Brei herumreden: es ist ein schlechtes Hüpfspiel, ohne wenn und aber. Genervt gab ich das Spiel am nächsten Tag wieder in der Videothek ab. Merkwürdig ist es, dass weder die Zielgruppe, nämlich die ganz Jungen, noch die erfahreneren Videospieler auch nur ein bisschen auf ihre Kosten kommen können. Schon nach wenigen Minuten ist sonnenklar, dass hier der Wurm drinsteckt. Und das ist eigentlich noch höflich ausgedrückt, bedenkt man, dass mir auf Anhieb nichts einfällt, was man als etwas Positives herausstreichen könnte.

    Worum geht es in "Shrek: Extra Large" eigentlich?

    Der in den Kinofilmen doch sehr skurrile aber auch sympathische Oger Shrek zeigt sich wieder einmal von seiner Schokoladenseite. Oder besser gesagt hilft er aus, um Prinzessin Fiona zu retten. Es erwartet uns eine abenteuerliche Reise durch märchenhafte Gegenden, in denen wir nach und nach immer mutiger werden und auch an Stärke gewinnen. So treffen wir unter anderem Hänsel und Gretel, die uns zum Knusperhäuschen im Zauberwald führen oder helfen einem kleinen Märchenprinzen aus der Patsche und suchen das Schloss des blauen Drachens auf. Knapp fünfzig Missionen erwarten uns in diesem Actionadventure, was aber auch viel von einem Hüpfspiel hat, welches außerdem viele ungewöhnliche Charaktere beinhaltet, auf die wir während unserer Reise treffen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig in den Hüpfpassagen, die es sehr zahlreich in den Märchenlandschaften gibt. Von der Basis her ja alles schon und gut, deutlich ist auf jeden Fall, dass dieses Spiel für die kleinen Videospieler gedacht ist. Was ja so an sich auch völlig okay ist.

    Wie sieht "Shrek: Extra Large" aus und wie hört es sich an?

    Hier sind wir beim ersten dicken Minuspunkt gelandet, der für einen gehörigen Dämpfer in Sachen Spielfreude sorgen dürfte. Das, was uns dieses Abenteuerspiel aus dem Jahr 2003 bietet, ist fast schon eine Beleidigung für den Gamecube. Oder besser gesagt nicht nur fast. Zunächst einmal macht die sehr eckige Landschaftsoptik nicht wirklich viel Lust auf mehr und auch die Charaktere an sich sind derart grob gezeichnet und weisen keinerlei bemerkenswerte Animationen auf, dass es noch nicht einmal auf dem Nintendo 64 besonders erwähnenswert gewesen wäre. Alles wirkt sehr eckig. Doch nicht nur, dass die gesamte, wenn auch natürlich typisch knallbunte, Grafik so wirkt, als stamme sie von einem Spiel Mitte bis maximal Ende der 90er Jahre, sie ruckelt auch noch ganz deutlich. Und das gar nicht einmal so selten, so dass man sich fragen muss, wie dass denn angesichts der minimalen Hardwarebelastung für den Gamecube überhaupt möglich sein kann. Eine extrem schlampige Programmierung muss die Wurzel allen Übels sein. Oder wahrscheinlich auch totales Desinteresse bzw. Lieblosigkeit des Entwicklerteams aus dem Hause TDK, das sich eigentlich für diese missratene Präsentation in Grund und Boden schämen müsste. Das Einzige, was noch ganz ordentlich aussieht, sind die knatschgrünen Wiesen oder das tiefblaue Wasser, es geht hier eben schön bunt zu, aber ansonsten sehen die Texturen überall erschreckend detailarm und verschwommen aus.
    Was die Musik betrifft, so kann ich mich noch am Wenigsten über die passenden, aber stets sich doch sehr zurückhaltenden Melodien beschweren, das Gedudel ist nicht schlecht, sondern Mittelmaß. Schlimm ist aber die deutsche Sprachausgabe, die oft unpassend oder grundlos überzogen rüberkommt, in diesem Punkt stimmt es überhaupt nicht. Selten oder vielleicht noch gar nicht, habe ich derart gelangweilte Synchronsprecher gehört, die anscheinend ebenso wenig Lust auf diesen Job hatten, wie die Entwickler dieses schwachen Hüpfspiels überhaupt. Eine peinliche Sache für jeden, der hier mitgewirkt hat, denn es ist phasenweise so daneben, was emotionslos vor sich hin gebrabbelt wird, dass es fast schon wieder lustig ist. Aber nur fast, ich konnte jedenfalls nicht schmunzeln, dafür wirkt die gesamte Szenerie viel zu grotesk und leblos.

  • Shrek: Extra Large
    Shrek: Extra Large
    Publisher
    TDK Mediactive
    Developer
    TDK Mediactive
    Release
    27.02.2003

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Shrek: Extra Large
Shrek: Extra Large - Richtig shreklich - Leser-Test von elisaelisa
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12.05.2008
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