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  • Shrek der Dritte: Schrecklich schlechter Lizenzschund - Leser-Test von deescalator

    Shrek der Dritte: Schrecklich schlechter Lizenzschund - Leser-Test von deescalator Man kann einfach nicht oft genug davor warnen: liebe Kinder, liebe Eltern, erscheint ein Videospielableger zu einem bekannten Kinofilm und sind besonders die ganz jungen Videospieler die Zielgruppe, dann handelt es sich meistens um Mist. Oft ist eine Umsetzung nicht den Bruchteil ihres Verkaufspreises wert, im Fall von "Shrek der Dritte" sogar nicht einen einzigen Euro. Schlichtweg eine Schande ist es, was hier fabriziert wurde, eine Entschuldigung gibt es nicht: der X-Box 360 Titel ist durch und durch inakzeptabel. Dieses Spiel ist ein totaler Reinfall oder moderner gesagt, absoluter "Trash".

    Die Story ist schnell beschrieben: der fiese Prince Charming bedroht mit seinen zahlreichen Gefolgsleuten das heimatliche Reich von Oger Shrek. Die Geschichte wird von Beginn an aber derart langweilig in Szene gesetzt, dass man sich verwundert die Augen reibt. Ich hatte erwartet, dasss wenigstens die Handlung eine nette Lizenz-Fasssade bildet und damit spielerische Defizite verdecken will, aber nichts da, auch hier war offensichtlich nciht genug Zeit, so zu tun, als wollte man sich beim Darlegen der Story etwas anstrengen. Das ist erstaunlich und zugleich sehr erschreckend. Selbst die Hauptzielgruppe, die Kinder, werden dies nicht anders sehen, kommt der Humor nicht einmal im Ansatz gut an. In der Hoffnung, dass dies nur ein vereinzelter grober Lapsus war, ging es weiter.

    Leider vergeht schon nach sehr kurzer Zeit auch der letzte Hoffnungsschimmer, da der Spielverlauf sehr schnell offenlegt, dass es mit Abwechslung und schon gar nicht mit Anspruch nicht sonderlich weit her ist. Katastrophal ist es, was sich hier abspielt! Extrem simpel gestrickte Beat em Up Einlagen mit ein bisschen Jump and Run Elementen, die durchweg langweilen. Noch schlimmer: die enzelnen Charaktere unterscheiden sich so gut wie gar nicht in ihrer Handhabung, so dass es seltsamerweise total egal ist, ob wir gerade zum Beispiel Shrek, Fiona oder den gestiefelten Kater spielen. Bis auf kleine Winzigkeiten tut sich da gar nichts, insofern man den Wechsel der Figuren auch gleich weglassen konnte.

    Anspruchslos auch die Auseinandersetzungen, treffen wir auf Feinde. Wild auf eine einzige Taste gebollert, bis der Arzt kommt beziehungsweise bis der Gegner sich ergibt, das war es auch schon. Grosse Gegenwehr erfolgt von den Gegnern eigentlich nicht, die Intelligenz der vom CPU gesteuerten feindlichen Figuren strebt offensichtlich gen Null. Wie peinlich. Dass die Kollisionsabfrage dann auch noch sehr ungenau ist, merke wir zwar auch sehr deutlich, ist ironischerweise aber auch schon egal, da wir sowieso nie gefordert werden und gelangweilt auf das warten, was jetzt so tut, als wollte es sich uns in den Weg stellen. Selbst Auseinandersetzungen mit den grossen Brocken und am Ende gegen den fiesen Prinz sind eher ein schlechter Witz, dermassen unterfordert zu sein, hatte ich nicht erwartet.

    Ist der Spielverlauf schon nichts, dann stimmt es bei einem Lizenzspiel aber wahrscheinlich bei der Aufmachung, denn diese soll ja schliesslich blenden, oder? Nein! Selbst hier wurde Mist gemacht. Die deutsche Sprachausgabe zum Beispiel entsetzt durch emotionslos wirkende Darstellung, humorvoll wirkt hier so gut wie gar nichts. Keiner hatte so richtig Lust, wie es scheint. Die eingebauten Witze sind eher peinlich und wirken fehl am Platze. Genau so ein Reinfall die Grafik: das soll NextGen-Optik sein? Eher ein schlechter Witz. Das Leveldesign der 20 Level ist arm an detaillierten Texturen, erschreckt durch schwach gezeichneten Hintergrund und die Polygonfiguren sehen hier bei der 360 Version nicht besser aus als auf dem Nintendo Wii, noch Fragen? Nur vor einem HD tauglichen Fernseher erkennt man, dass doch noch etwas mehr geht als vor dem normalen Bildschirm, aber auch das ist noch nicht einmal durchschnittlich, gemessen an dem Anspruch, den wir mittlerweile an ein Next-Gen-Spiel und seine Grafik stellen. Auch die Animationen sehen ziemlich variantenarm oder sagen wir es doch offen ziemlich steif aus und als ob das alles nicht schon schrecklich genug ist, versagt oftmals auch die Kamera ihren Dienst. Sie folgt uns manchmal einfach nicht, obwohl wir um die Ecke gelaufen sind. Hilfe! Wollte ich dieses Spiel als eines auf dem Niveau von Playstation 2 oder Gamecube bezeichnen, ist das eine Beleidigung in Richtung der alten Systeme. Nein, auch im Hinblick auf die schwache Aufmachung kann nur blankes Entsetzen herrschen.

  • Shrek der Dritte
    Shrek der Dritte
    Developer
    7-Studios
    Release
    21.06.2007

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Shrek der Dritte
Shrek der Dritte: Schrecklich schlechter Lizenzschund - Leser-Test von deescalator
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20.08.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/07/OXM_shrek3_01.jpg
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