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  • Sid Meier's Railroads im Gamezone-Test

    Ein einfach zu bedienendes Interface und ein auch für Anfänger zu beherrschendes System zeichnen diesen Titel aus.

    Wir schreiben das Jahr 1990, als Sid Meier zusammen mit Bruce C. Shelley das Spiel Railroad Tycoon für MS-DOS Systeme und 1991 für den Amiga und Atari ST herausbrachte. Schon damals verhalf Sid Meiers Designstrategie, eine pfiffige Spielidee mit einem leicht bedienbaren Benutzerinterface zu verbinden, auch diesem Titel zum Top-Hit. Da Railroad Tycoon II und 3 keine Produkte aus der Feder von Sid Meier waren, liefert uns Firaxis mit Sid Meier's Railroads den ersten wirklichen Railroad Tycoon Nachfolger - mal sehen ob Sid Meier die vollmundigen Versprechung aus der Werbung erfüllen kann:

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Der Spieler schlüpft in die Rolle eines aufstrebenden Eisenbahnunternehmers und darf seine Karriere in einer von 15 mitgelieferten Karten starten. Im Einzelspielermodus gilt es dabei bis zu einem bestimmten Jahr verschiedene Aufgaben zu erfüllen, wobei aber grundsätzlich immer bis zum Ende der voreingestellten Zeitspanne gespielt wird. Schafft man es nicht alle Aufgaben zu erfüllen, ist das kein Beinbruch, da dies nicht zu Erfüllung der Szenarien notwendig ist, sondern nur zusätzliche Bonuspunkte in der Endabrechnung gibt. Übersteht man das Spiel, ohne von der Konkurrenz aufgekauft zu werden, wird man in der aus dem Vorgänger oder aus Civilization bekannten Manier mit einem Rang entsprechend der Endpunktezahl ausgezeichnet.

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Insgesamt stehen vier Schwierigkeitsgrade zur Verfügung, vom Investor bis zum Tycoon. Der Unterschied besteht hierbei in der Höhe des Startkapitals, der Kaufpreise für den Schienenbau und Lokomotivbau, sowie der Höhe der Erlöse für transportierte Güter. Im Tycoon-Modus kann man davon ausgehen, dass die Kosten doppelt so hoch sind und die Erlöse halb so hoch wie im Investor-Modus. Zusätzlich zum Schwierigkeitsgrad lässt sich auch die Anzahl von bis zu drei Computergegnern einstellen, sowie ein so genannter "Streckenschwierigkeitsgrad". Letzterer bestimmt, wie das Programm die Züge steuert, die um den gleichen Streckenabschnitt zwischen mehreren Signalen konkurrieren. Im Hinblick auf den Realitätsgrad ergibt sich aus dieser Einstellung kein Sinn, denn entweder ist ein Streckenabschnitt besetzt, oder nicht - mehr als ein Zug passt eben nicht auf einen eingleisigen Streckenabschnitt.

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Abschließend gibt es noch die Möglichkeit, die vorgegebenen Szenarien durch zufällige Verteilung der Städte und Industrien zu variieren oder man überlässt sogar die Gestaltung der Landschaft dem Zufallsgenerator. Dies mag zwar ein nettes Feature sein, kann aber nicht über die Tatsache hinwegtrösten, dass der auf den Webseiten beworbene Karten- und Szenarioeditor leider nicht in der Endversion mitgeliefert wird. Diese beiden Tools sind aber bei einem Spiel dieser Art heute Standard und das Fehlen kombiniert mit der Tatsache, dass die mitgelieferten Karten relativ klein sind, begrenzt den Langzeit-Spielspaß dann doch sehr. Für Eisenbahnfans gibt es dann noch den so genannten "Zugfahrplanmodus", allgemein besser bekannt als "Sandbox Modus", der es erlaubt seinen Bautrieb ohne Rücksicht auf die Finanzen und jeweils verfügbaren Lokomotiven nach Lust und Laune auszuleben. Schade ist hierbei allerdings, dass man grundsätzlich alleine auf der Karte ist. Computergegner lassen sich hier nicht einschalten, was die Sache nach einiger Zeit dann doch fad werden lässt - wer will schon über einen Sandkasten regieren, wenn keiner da ist, den man beherrschen kann?

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Hat man sich nun sein Szenario konfiguriert, kann es auch schon losgehen. Gestartet wird immer in einer bestimmten Stadt, eine freie Auswahl - wie früher - ist nicht mehr möglich. Von hier aus muss man nun versuchen so viele Städte und Industrien anzuschließen, wie man nur kann. Insgesamt verfügt das Spiel über 31 verschiedene Industriezweige, den Passagier- und Posttransport nicht mitgerechnet, von denen in der Regel nur ca. 20 pro Szenario zur Verfügung stehen, da einige nur in bestimmten geographischen Regionen auftauchen. Neu ist hierbei, dass End- und Zwischenprodukte unterschieden werden. Die Auslieferung von Endprodukten an die Konsumenten bringt deutlich mehr Erlöse, was den Spieler dazu anhält, nach Möglichkeit immer jede Produktionskette komplett abzudecken. Ergänzt wird dies durch die Möglichkeit, bestehende Fabriken zu ersteigern oder sogar neue Industrien anzusiedeln, welche, sobald im Eigentum des Spielers befindlich und beliefert, ebenfalls Erlöse abwerfen und so dem Spieler zusätzliches Einkommen bescheren.

    Einsteigerfreundliche Steuerung und übersichtliches Gameplay

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Gebaut werden die Gleisanlagen einfach per Mausklick - der Computer übernimmt den Rest und erstellt zwischen Anfangs- und Endpunkt eine Strecke und informiert über die Baukosten, Steigung und maximal erzielbare Höchstgeschwindigkeit auf dem Streckenabschnitt. Tunnels, Brücken und Signale werden vom Spiel selbständig platziert und da zeigt sich ganz deutlich schon ein erster großer Nachteil dieser Automatik: Die Parabelfunktion, die zur Berechnung der anzulegenden Strecke verwendet wird, lässt sich vom Benutzer nicht beeinflussen, weshalb die Streckenführungen irgendwie alle gleich aussehen, sofern man sich nicht die Mühe macht, eine Strecke in vielen kleinen Einzelteilen zusammenzubauen. Die Signale stellen das nächste Problem dar: Es ist leider nicht immer ganz einfach, einen Abzweig an ein schon bestehendes Signal anzuschließen. Dies führt oft zu einer Vielzahl an unnötigen Signalen, die später bei viel Zugbetrieb durchaus zu Routingproblemen bei den Zügen führen kann. Weiterhin kann man die Signale leider nicht auf Einrichtungsbetrieb umstellen, um ein Gleis immer nur in einer Fahrtrichtung betreiben zu können - auch das kann später durchaus zu Problemen führen.

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Hat man nun seine erste Strecke errichtet, muss man die Industrie oder die Stadt mit einem Bahnhof anschließen. Hier wurde, wie auch beim Rest der 3D-Landschaft, mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Bindet man eine Industrie an sein Streckennetz an, so wird dort nicht ein Bahnhof errichtet, sondern eine passende Beladungsstation aufgestellt, welche alle aufwändig animiert sind. Alle Bahnhöfe können bis zu drei Gleise aufnehmen und können im Falle einer Station innerhalb einer Stadt um zwei Stufen zum Bahnhof bzw. Endbahnhof ausgebaut werden. Die Ausbaustufen bestimmen die Höhe der Erlöse im Passagier- und Postbereich und erlauben ein schnelleres Ent- und Beladen der Züge. Leider sind damit die aus Railroad Tycoon bekannten Bahnhofserweiterungen entfallen, was für den Einsteiger eine Erleichterung bedeutet, für den echten Tycoon aber eine schmerzhafte Reduzierung seiner Optionen bedeutet.

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Zur Inbetriebnahme unserer soeben errichteten Strecke stehen im Spiel 40 verschiedene liebevoll detaillierte Lokomotiven zur Verfügung, die je nach Region und Epoche erworben werden können. 40 Lokomotiven mag auf den ersten Blick viel erscheinen - pro Region sind es dann aber nur noch meistens 11 Lokomotiven - sehr dürftig. Dieser Mangel an Traktionsmaterial wird noch deutlicher, wenn man die Option nach Ende der Punktevergabe noch 100 Jahre weiterzuspielen, wahrnimmt - 100 Jahre ohne weitere technische Entwicklungen - wohl nicht sehr abwechslungsreich. Weiterhin problematisch sind die zum Teil sehr gut, zum Teil aber auch sehr schlecht recherchierten historischen Fakten zu den Fahrzeugen. So fahren einige Lokomotiven viel schneller als das Vorbild, andere wiederum langsamer, mal hat man Regelspur- und manchmal wiederum Schmalspurfahrzeuge ausgewählt. Besonders konfus ist die Auswahl an modernen Lokomotiven, welche insbesondere in der Region Europa manchmal nur wenig repräsentativ sind und den TGV Sud-Est als einziges modernes Triebfahrzeug enthält, sofern man das von einem Fahrzeug mit Baujahr ab 1978 noch behaupten kann.

    Ein wenig über diesen Mangel tröstet einem der so genannte "Loco Builder" hinweg, der es dem Spieler erlaubt, seine Lokomotiven mit einem anderen Logo zu versehen bzw. entweder alle oder nur ausgewählte Fahrzeuge in einer anderen Farbe zu lackieren. Die Möglichkeit das gesamte Fahrzeug mit einem neuen Skin zu versehen ist ebenfalls vorgesehen, es werden aber keine Beispiele mitgeliefert, so dass man sich hier selber durch Experimente mit Dateien im DDS (DirectDraw Surface) Format vortasten muss.

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Während man nun also dabei ist sein Streckennetz aufzubauen um die Szenarioziele zu erfüllen, bietet sich dem Spieler immer wieder die Gelegenheit für neue patentierte Erfindungen auf 10 Jahre begrenzte exklusive Nutzungsrechte zu erwerben. Analog zum Kauf bestehender Industrien läuft dies in der Form einer Auktion ab, in der die Computergegner fleißig mitbieten. Diese Erfindungen, wie Besandungsanlagen, Pullmans Palastwagon oder Birkenshaws Schienen helfen dabei Wartungs- oder Baukosten zu senken oder lassen die Züge in Kurven oder Steigungen schneller fahren.

    Sid Meier's Railroads Sid Meier's Railroads Hat man alles richtig gemacht und der Kontostand fängt sich langsam an von den Ausgaben der ersten Investitionen zu erholen, kann man beobachten, wie die Städte durch die Belieferung mit Passagieren, Post und Konsumgütern anfangen zu wachsen. Mit zunehmender Größe steigt nicht nur das Angebot an Fahrgästen, auch werden von den Städten dann andere Konsumgüter nachgefragt. Dieses Wachstumsprinzip ist auch bei den Industrien umgesetzt, denn je mehr Güter man abholt bzw. zur Weiterverarbeitung abliefert, desto größer wird das Angebot bzw. die Verarbeitungsgeschwindigkeit des jeweiligen Standorts.

  • Sid Meier's Railroads
    Sid Meier's Railroads
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Firaxis Games
    Release
    27.10.2006

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

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Sid Meier's Railroads
Sid Meier's Railroads im Gamezone-Test
Ein einfach zu bedienendes Interface und ein auch für Anfänger zu beherrschendes System zeichnen diesen Titel aus.
http://www.gamezone.de/Sid-Meiers-Railroads-Spiel-32950/Tests/Sid-Meiers-Railroads-im-Gamezone-Test-990981/
03.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/SMRailroads_0000.JPG
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