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  • Silent Hill 3 im Gamezone-Test

    Wer sich mal so richtig Gruseln möchte, kommt um dieses Horror- spektakel einfach nicht herum.

    Herzlich willkommen in der Hölle!

    Heather Morris ist eigentlich ein ganz normales Mädchen und befindet sich gerade auf einem kleinen Einkaufsbummel als plötzlich die seltsamsten Dinge um sie herum geschehen. Grässliche Monster, wie sie nur in den übelsten Alpträumen vorkommen können, wandern auf einmal durch die menschenleeren Gänge des Einkaufszentrums. Irgendwie haben diese Ereignisse alle etwas mit ihr selbst zu tun und sie weis ganz genau, dass es eine dunkle Stelle in ihrer Vergangenheit gibt. Im Laufe ihrer packenden Reise durch den Vorhof zur Hölle wird sie sich langsam erinnern und ihren eigenen, furchtbaren Geheimnis immer mehr auf die Spur kommen...

    Spielerisch begleitet man Heather auf ihrem Horrortrip durch das Einkaufszentrum und weitere gruselige Orte wie z.B. die U-Bahn, Baustellen, Bürohäuser, oder dunkle Abwasserkanäle. Die Entwickler haben diesmal bewusst auf mehr Abwechslung bei den Örtlichkeiten geachtet und genau dann, wenn man einen Ort ausgiebig erkundet hat, wird man meist an den nächsten gelenkt. Eine Karte ist zu fast allen Umgebungen verfügbar, wird aber auch dringend benötigt um sich im Dschungel aus Gängen und Türen zurechtzufinden. Wichtige Dinge und Rätsel werden automatisch darauf eingezeichnet, somit bleibt man eigentlich nie für längere Zeit im Spiel hängen. Völlig unbewaffnet ist man natürlich nicht, vom simplen Taschenmesser bis hin zur dicken Maschinenpistole ist alles vertreten und wird auch dringend benötigt um der Höllenbrut Einhalt zu gebieten. Die Verwaltung der mitgeführten Gegenstände und Waffen funktioniert in einem übersichtlichen aber nicht gerade schönen Menübildschirm, hier hätte man einiges besser machen, denn alleine die verwendete Schriftart ist schon mehr als hässlich. Dies stört das Spielerlebnis eigentlich nicht, aber bei solch einem ansonsten so schön gestaltetem Spiel fällt dieses kleine Manko besonders stark auf. Bevor man das Spiel zum ersten mal startet, kann man sich für drei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen entscheiden, getrennt nach Action- und Rätselstufe. So ist es ganz einfach möglich das Spiel auf seinen persönlichen Geschmack einzustellen.

    Gesteuert wird in einer altbekannten Horrorspiele-Tastenbelegung, mittels L2-Taste ist es jederzeit möglich die automatische Kamera wieder hinter der Spielfigur zu zentrieren. Dies ist leider sehr oft nötig, denn nicht selten kommt die automatische Ansicht etwas ungünstig daher und muss nachjustiert werden. Dies ist nun mal der Nachteil, wenn man sich in einer 3D-Umgebung bewegt, Resident Evil hat solche Probleme dank statischer Perspektiven nicht. Dennoch bleibt die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig in vor allem im Kampf hat man das Gefühl nicht die volle Kontrolle über die eigenen Aktionen zu haben. Hier hätte man auf jeden Fall ein paar Dinge besser lösen können - der Spielspaß leidet aber glücklicherweise nur kaum darunter.

    Silent Hill war schon immer eine Serie, die es geschafft hat den Spieler auf ganz andere Weise zu schocken als es normale Horrorspiele versuchen. Die Dunkelheit selbst und die wirren Phantasien darüber, was sich wohl alles darin verbergen könnte, sind hier der große Angstmacher. Auch bietet jede Geschichte der Serie viel Stoff für Diskussionen, denn jeder Spieler wird sich seinen eigenen Reim auf das Erlebte machen. Es geht hier eben nicht darum massenweise Zombies in einem Horrorhaus zu erlegen, sondern vielmehr um die dunklen Fantasien in uns selbst und die Vision einer Hölle wie sie wirklich sein könnte.

    Besonders die Grafik hat im dritten Teil um einiges zugelegt. Wie schon in den Vorgängern bewegt man sich auch hier durch eine komplett in 3D dargestellte Welt, diesmal sind aber besonders die Gesichter und Animationen der Hauptfiguren um einiges besser geworden und bieten fast schon kinoreife Details in Mimik und Texturierung. Aber nicht nur die menschlichen Akteure sind mehr als gelungen, auch die Monster auf die man im Laufe des Spiels trifft sind wahre Kunstwerke. Die Charakterdesigner bei Konami sollten auf jeden Fall einen Preis für "grässlichste und krankeste Kreaturen aller Zeiten" bekommen, denn das was hier aus den dunklen Ecken gekrochen kommt, ist wirklich mehr als schockierend und verursacht mit Sicherheit bei einigen Spielern böse Alpträume. Auch die Umgebung, besonders die der "alternativen Welt" welche man des öfteren im Spiel besucht, ist ein kleines Kunstwerk und kommt mit blutgetränkten Toiletten, gepfählten Leichen und rostigen Metallfluren daher - so und nicht anders dürfte es wohl in der Hölle selbst aussehen. Sehr eindrucksvoll ist auch das Licht- und Schattenspiel, welches wir selbst durch unsere kleine Taschenlampe verursachen. Lange wird man sich nach diesem Teil noch an den "Schaufensterpuppenraum" erinnern, solch gruselige Schattenwürfe wie hier hat man selten gesehen.

    Aber Silent Hill wäre nicht Silent Hill, wenn es nicht nur durch Grafik, sondern auch durch eine sensationelle Sounduntermalung glänzen würde. Auch diesmal wird der Spieler auf seiner Reise durch die Dunkelheit von den furchtbarsten Geräuschen begleitet die man sich nur vorstellen kann. Wo anfangs noch Totenstille herrschte, durchdringt aus heiterem Himmel ein metallenes Schaben und Klopfen die Dunkelheit, so als ob vor uns etwas unvorstellbar böses auf uns warten würde. Zudem gibt es auch diesmal wieder eine gelungene musikalische Untermalung aus der Feder von Akira Yamaoka, welcher mit dem erstklassigen Titelsong "You are not here" sicherlich auch außerhalb der Spielebranche erfolg haben dürfte. Die Soundkulisse alleine lässt den Spieler bereits vor Angst zittern, gepaart mit der grausam-schönen Optik und der düsteren Story des Spiels ergibt sich eine unverwechselbare Horror-Atmosphäre wie man sie sonst nur beim Lesen eines guten Horrorromans erlebt. Kinofilme sind uns soweit nämlich keine bekannt, die solche düsteren Horrorvisionen in derart bildhafter Weise dargestellt hätten.

    Silent Hill 3 (PS2)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    10/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    geniales Charakterdesign
    fesselnde Sounduntermalung
    tiefgängige Story
    packende Horroratmosphäre
    packende Zwischensequenzen in Echtzeit
    kleine Probleme mit der Steuerung
    unschönes Menüsystem
  • Silent Hill 3
    Silent Hill 3
    Developer
    Konami
    Release
    22.05.2003

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989289
Silent Hill 3
Silent Hill 3 im Gamezone-Test
Wer sich mal so richtig Gruseln möchte, kommt um dieses Horror- spektakel einfach nicht herum.
http://www.gamezone.de/Silent-Hill-3-Spiel-33023/Tests/Silent-Hill-3-im-Gamezone-Test-989289/
23.05.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/1_silenthill2_maria.jpg
tests