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  • Silent Hill 4: The Room - Apartment 302 wartet! - Leser-Test von Fabian1992

    Silent Hill 4: The Room - Apartment 302 wartet! - Leser-Test von Fabian1992 "Silent Hill" geht mit The Room in die vierte Runde der extrem beängstigenden, harten und faszinierenden Horrorspiel-Reihe. Aber kann der vierte Teil mit seinen guten Vorgängern mithalten und den Spieler wieder erschrecken, gruseln und beeindrucken zu gleich. Nach diesem Testbereicht werdet ihr es wissen.

    Story:
    Könnt ihr euch vorstellen, welches Dilemma ein stinknormales Apartment darstellen kann, wenn sowohl die Eingangstür, die Fenster und auch alle anderen denkbaren Ausgänge absolut versiegelt sind? Henry Townshend kann sich dies sehr gut vorstellen, denn als er vor fünf Tagen aus einem schrecklichen Albtraum erwachte, fand er seine Eingangstür mit zahllosen Ketten verriegelt vor. Und auch die Fenster waren einfach nicht mehr zu öffnen. Hinzu kommt, dass der Fernseher ebenso wenig funktioniert wie das Telefon und egal wie laut er schreit oder gegen die Tür hämmert, keiner scheint ihn zu hören. Er weiß sich nicht zu helfen und ist vollkommen verzweifelt. Dann aber, am fünften Tage, als er wieder von diesem merkwürdigen Traum erwacht, findet er in seinem Badezimmer ein mysteriöses Loch in der Wand. Wer hat das getan und ist das vielleicht ein Ausweg???

    Gleich zu Beginn bekommt ihr zu spüren, was es heißt in einer kleinen Zweizimmerwohnung eingesperrt zu sein. Ihr wacht ohne jede Vorahnung auf...da, plötzlich ein Schrei...euer Puls steigt. Was ist denn hier los? Alles ist voller Blut und Rost. Ihr verlasst das Schlafzimmer und nehmt sofort ein ohrenbetäubendes Rauschen wahr. Auch hier sieht alles einfach schrecklich aus...die Luft ist so schwer...Die Fenster sind verriegelt, die Eingangtür auch...alles so verstörend und was ist das...Gruselig, sieht aus wie ein Gesicht...ein Gesicht, dass aus der Wand hervorzukommen scheint. Im nächsten Moment wird alles so verschwommen, verstörend...Risse in der Wand...dieser dunkle Schleim und was kommt da hervor...oh Gott! Was ist das für eine Kreatur, die mit röchelnden Schreien auf euch zukommt...doch ihr könnt nicht fliehen, denn alles ist zugesperrt...
    Ja, genau dieses entsetzliche Gefühl vermittelt euch "Silent Hill 4" ganz zu Anfang. Von vorne herein begleitet euch das schreckliche Angstgefühl, zumal der vierte Teil in seiner Präsentation dermaßen verstörend, beängstigend und auch blutig ist, dass keine Jugendfreigabe genehmigt wurde. So schrecklich, wie Henrys Wohnung ganz zu Beginn aussieht, bleibt sie aber vorerst nicht. Denn schnell stellt ihr fest, dass ihr euch in dem schrecklichen Albtraum befandet, welcher Henry schon die letzten fünf Tage plagt. Aber auch ohne all das Blut und den Rost ist die Stimmung nicht besonders ermutigend, denn wie bereits erwähnt, seid ihr in der Wohnung eingesperrt. Es besteht nicht die geringste Möglichkeit aus ihr herauszukommen. Bis auf einmal ein lauter Knall vom Badezimmer dröhnt. Bei genauerer Betrachtung stellt ihr fest, dass sich ein Portal geöffnet hat, das Tor zu verstörenden Zwischenwelten. Dieses Loch stellt eine zentrale Erneuerung in "Silent Hill 4" dar. Denn nur durch dieses Loch kommt ihr in die altbekannten Schauerszenarien, wo die Monster, die Mutanten und die Aufgaben warten, die ihr zu erfüllen habt. Aber auch im Apartment müsst ihr die eine oder andere Aufgabe lösen um weiterzukommen. Im Apartment findet ihr außerdem eine weitere Erneuerung, was es in den Vorgängern noch nie zuvor gegeben hatte. Solange ihr euch in Zimmer 302 aufhaltet, spielt ihr in der Ego-Perspektive, in den Zwischenwelten, in denen ihr euch vorwiegend aufhaltet, spielt ihr aber in der gewohnten Schulterperspektive. Außerdem ist das Apartment der einzige Ort, an dem ihr speichern könnt. In den Welten ist euch dies nie möglich. Durch die in den Welten regelmäßig auftauchenden Löcher, könnt ihr aber immer wieder in die Wohnung zurückgelangen und dort abspeichern. Allerdings kommt ihr nicht nur zum Speichern zurück, denn euere Inventar wurde ebenfalls etwas verändert. Dieses hat nun kein Extramenü mehr. Die Gegenstände könnt ihr bei Bedarf zum normalen Bildschirm aufrufen und dort dann auswählen, was ihr wollt. Somit wechselt ihr die Waffen oder Ähnliches, während euch die Gestalten des Spiels angreifen. Das sorgt für noch mehr Angst und Panik. Leider umfasst euer Inventar nur noch zehn Gegenstände und nicht mehr unendlich viele. Somit müsst ihr oftmals in euer Apartment zurückkehren um dort die Gegenstände, die ihr momentan nicht benötigt, in einer großen Kiste zu lagern. Braucht ihr sie dann eines Tages, holt ihr sie wieder mit in die Welten. Dieses neue Verfahren um das Inventar verlangt euch zum einen ein paar Gedanken über die Gegenstände ab, kann aber auf Dauer ziemlich nervig werden. Außerdem hätte das Inventar nicht ganz so klein ausfallen müssen.
    Kommen wir aber noch einmal auf den Horror des Spiels zu sprechen. Im Gegensatz zu all den Innovationen, die nun aufgezählt wurden, ist dieser ebenso altbekannt wie wirkungsvoll geblieben. In den Welten herrscht stetig, egal ob in der U-Bahnwelt oder in der Waldwelt, eine beklemmende und bedrückende Atmosphäre. Gelegentliche Schockmomente lassen euch die Nackenhaare zu Berge stehen und wenn ihr dann noch die schrecklichen Monster zu Gesicht bekommt, kann es schon passieren, dass euch bei den zitternden Händen der Controller herunterfällt. Zudem sind die Gegner in den Genuss eines erfischend neuen Designs gekommen. Während die Monster von Teil 1-3 alle ziemlich eintönig wirkten, findet ihr in Teil 4 völlig kranke Designerideen bei den Mutanten und Geistern wieder. Und auch bei den Gegnern ist eine Erneuerung aufzufinden. Neben den ganz normalen Monstern gibt es nun die so genannten Victims, Opfer zu Deutsch. Dies sind Geister, welche immerzu aus den Wänden heraus kriechen und dann drohend auf Henry zuschweben. Das wirklich neue daran ist, dass diese Geister unbesiegbar sind. Klingt merkwürdig, ist aber eigentlich logisch, denn immerhin kann man einen Geist nicht noch einmal töten. Natürlich gibt es aber auch bei den Geistern eine Gelegenheit, sie loszuwerden, ohne sie dabei zu töten. Innerhalb des Spielablaufes, findet ihr hin und wieder besondere Schwerter. Mit denen seid ihr in der Lage die Geister am Boden fest zu spießen. Dazu müsst ihr sie vorerst ganz normal mit Waffen niederschlagen, bis sie am Boden liegen und kurzeitig außer Gefecht gesetzt sind. Anschließend nehmt ihr ein solches Schwert aus dem Inventar und steckt es in sie hinein. Allerdings gibt es von diesen Schwertern nicht sonderlich viele und habt ihr keines, so bleibt euch nichts weiter, als die Flucht. Solltet ihr einen Geist jedoch auf diese Weise beseitigen, werdet ihr ihn für immer los sein. Nicht zu vergessen wäre da noch die Tatsache, dass allein die Aura eines Geistes Henry schadet. Er bekommt unerträgliche Kopfschmerzen beim Auftauchen eines Geistes, was ihm auf Dauer auch Energie abzieht. Aber auch hier gibt es Hilfen. Mit dem so genannten Heiligenmedaillon seid ihr, bei Verwendung immun gegen die gefährliche Aura der Geister und könnt ohne Beschwerden kämpfen. Aber diese Heiligenmedaillons halten nicht ewig. Irgendwann zerspringen sie und sind kaputt.
    Die anderen Monster und Mutanten könnt ihr, wie gehabt, mit einem umfangreichen Waffenarsenal beseitigen. Mit dem Stahlrohr, der Axt, dem Baseballschläger, einem Golfschläger oder einer Spitzhacke sowie einem Spaten könnt ihr sie im Nahkampf töten. Aber auch mit der Pistole oder dem Revolver könnt ihr sie aus der Ferne umbringen. Vergesst allerdings nicht, nochmal nach zu treten, ansonsten sind sie schnell wieder auf den Beinen. Doch egal, ob ihr nun Geistern oder Monstern gegenübersteht, sie alle lösen durch ihr grausiges Auftreten eine höllische Angst beim Spieler aus. Und das nicht nur durch ihr unansehnliches Aussehen, sondern auch durch ihre fiesen Geräusche.
    Allerdings ist nicht nur die Zahl der Gegner recht groß, sondern auch die der verschiedenen Charaktere. Da wäre zum Beispiel Eileen Galvin, Henrys Nachbarin, die eine zentrale Rolle in "The Room" spielt. Durch ein Loch in euere Wand könnt ihr in ihre Wohnung sehen. Allerdings sollte das Herz aller Spanner nun nicht unbedingt höher schlagen, denn durch das Loch bekommt ihr nie etwas Unanständiges zu sehen. Aber auch durch den Türspion könnt ihr sie hin und wieder auf dem Flur den Besen schwingen sehen. Jedoch erblickt ihr durch den Spion gelegentlich auch andere Charaktere wie zum Beispiel den Hausmeister Frank Sunderland, welcher sich um Henry Sorgen macht. Manchmal unterhalten sich auch ein paar Nachbarn vor Henrys Tür über die seltsame Situation der nicht aufbrechbaren Tür. Aber auch in den zahlreichen Welten lernt ihr so einige Menschen kennen. Da wäre zum Beispiel Cynthia Velasquez, eine Prostituierte, die Henry kurz durch die U-Bahnwelt (so der Name der ersten Welt) begleitet. Später macht ihr dann auch mit Jasper Gein Bekanntschaft, welcher nicht richtig reden kann und anscheinend ein wenig verrückt ist. Ebenso lernt ihr einen kleinen Jungen in der Wald-Welt kennen, der ebenso mysteriös wie die anderen zu sein scheint. Nicht zu vergessen wäre da noch Andrew DeSalvo, welchen ihr im Wassergefängnis trefft. Dann lernt Henry noch Richard Braintree kennen, welcher im selben Wohnblock in South Ashfield Heights lebt, wie er. Das wiederum lässt darauf schließen, dass er nicht der Einzige ist, der in diese Welt gelangt. Zu guter Letzt wäre da noch der seltsame Mann mit Mantel und langem Haar. Welches Geheimnis birgt er wieder?
    Ich wage es zu behaupten, dass "Silent Hill 4 - The Room" die größte Anzahl von Charakteren bietet, wenn man die bisherigen Teile betrachtet. Das werdet ihr wohl auch erkannt haben. Und sie alle haben ihre Geheimnisse, die alle zum großen Geheimnis über die merkwürdigen Ereignisse in Apartment 302 letzt endlich führen. Und dabei wären wir auch gleich beim Thema "Story" angekommen. Wie Kenner der Reihe es bereist erahnen können, ist diese wieder unglaublich interessant, fantasiereich und sehr spannend. Obwohl sie nicht viel Tiefgang bietet, ist sie sehr beeindruckend und faszinierend wie eh und je. Hinzu kommt, dass ihr euch nicht die geringsten Sorgen um das Verstehen der Geschichte zu machen braucht. Kurz vor dem grandiosen Finale werdet ihr über alles bestens aufgeklärt und versteht schnell, wer welche Rolle spielt. Eine gute und verständliche Aufklärung ist etwas, was man bei den meisten Spielen dieses Genres vermisst. "Silent Hill 4" kann damit richtig punkten.
    Und die Geschichte hängt auch mit den zahlreichen Welten, die Henry durchschreitet zusammen. Egal ob es die U-Bahnwelt, die Waldwelt, die Wassergefängniswelt, die Gebäudewelt, die Apartmentwelt oder die Krankenhauswelt ist, sie alle sind nicht etwa willkürlich ausgewählt, sie alle hängen mit der Hintergrundgeschichte des Spiels zusammen, wenn man genauer darüber nachdenkt. Die Szenarie dieser vielen verschiedenen Orten ist außerdem in einer hervorragenden Grafik dargestellt. Schauriger geht's nicht. Die Grafik ist ohnehin in Topform, ebenso wie bereist in Silent Hill 2, oder Silent Hill 3. Wie immer wird das gerade bei den Charakteren äußerst deutlich. All die Mimiken und Bewegungen der agierenden Personen in "Silent Hill 4" wirken sehr realitätsgetreu. Aber wer hätte da schon etwas anderes erwartet.
    Vor allem aber erfreut mich eines. Wie euch sicher schon aufgefallen ist, habe ich bereits so einige Innovationen aufgezählt. Während der dritte Teil nämlich als äußerst innovationsarm galt, haben sich die Macher dieses Horrorspektakels wirklich darum bemüht, das Spielerlebnis zu erneuern. Glücklicherweise ist ihnen das sehr gut gelungen. Eine Innovation habe ich noch nicht erwähnt. Viele Schlagwaffen können nun folgendermaßen eingesetzt werden. Durch einen kleinen Kreis neben dem Energiebalken kann man die Attacke nun Aufladen. Je mehr sich der Kreis aufladen konnte, desto mehr Schaden wird dem Gegner zugefügt. Bei manchen Waffen, die ohnehin stark sind, dauert dies dann länger, bei schwachen Waffen hingegen nicht. Eine gute Idee von den Entwicklern. Es gibt noch viele weitere Erneurungen, aber würde ich diese nun ansprechen, so würde ich euch die Spannung des Spiels verderben.
    Den herrlichen Spaß, den man bei solch einem Spiel hat, oder eher die herrliche Angst, wird auch niemals durch zu schwere Rätsel unterbrochen. Diese sind eher einfach. Aber dennoch kommen Rätsel nicht selten vor und sind äußerst einfallsreich, wie wir es aus Vorgängern bereits kennen. Allerdings fällt eines beim vierten Teil weg. Und zwar die getrennte Einstellung vom Rätselschwierigkeitsgrad und die vom Actionschwierigkeitsgrad. Dies war eine gute Idee gewesen, die aber leider nun wegfällt. Wahrscheinlich hatten die Entwickler so viel an den Innovationen und dem Umfang des Spiels zu tun, dass diese Einstellung nun zu kurz kam. Das kann man allerdings verkraften bei all den guten Aspekten. Mit einer Spieldauer von 10-12 Stunden ist das Abenteuer eine durchschnittlich langes Horrorerlebnis und die Langzeitmotivation ist durch die vier verschiedenen Enden ebenfalls erhalten geblieben. Auch ein paar freispielbare Extras, wie neue Kleidung oder Extrawaffen sind auch in diesem Spiel erhalten. Somit lässt es keine Klischees aus und scheint ein ordentlicher Survivalhorror geworden zu sein.

  • Silent Hill 4: The Room
    Silent Hill 4: The Room
    Developer
    Konami
    Release
    22.09.2004
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Silent Hill 4: The Room
Silent Hill 4: The Room - Apartment 302 wartet! - Leser-Test von Fabian1992
http://www.gamezone.de/Silent-Hill-4-The-Room-Spiel-33024/Lesertests/Silent-Hill-4-The-Room-Apartment-302-wartet-Leser-Test-von-Fabian1992-1006115/
26.06.2007
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