Gamezone - Die Community von Spielern für Spieler!

Silent Hill: Book of Memories (PSV)

Release:
01.11.2012
Genre:
Action
Publisher:
Konami
Übersicht News(1) Tests(1) Tipps Specials Bilder Videos Downloads

Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test: Ein Spin-Off im Hack-and-Slay-Genre

14.11.2012 10:00 Uhr
|
Neu
|
Über mangelnden Nachschub können sich Fans der Survival Horror-Reihe Silent Hill in diesem Jahr wohl kaum beklagen. Schließlich erschien nicht nur der neuste Ableger Silent Hill: Downpour für die Xbox 360 und PlayStation 3, sondern auch eine HD Collection, welche die Teile 2 und 3 für die beiden genannten Systeme beinhaltete. Aber auch PS Vita-Besitzer haben jetzt Grund zur Freude, denn mit Silent Hill: Book of Memories kam nun ein exklusives Spin-Off der Reihe für den Handheld auf den Markt, das uns einen Ausflug in das Hack and Slash Genre beschert und zudem als erster Teil der Reihe einen Mehrspielermodus beinhaltet. Durchaus ungewöhnliche Kost also, was ja aber gerade bei einem Spin-Off nicht zwangsläufig schlecht sein muss.

Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (2) Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Erst einmal den Charakter erstellen

Bevor es im Spiel zur Sache geht, müssen wir zuvor noch unseren Helden erstellen, wie man es von manchen Rollenspielen dieser Art auch her kennt. Die Möglichkeiten dazu sind zwar nicht sonderlich zahlreich, erfüllen am Ende aber ihren Zweck und aufgrund der Perspektive, wären mehr Optionen beim Spielen womöglich gar nicht aufgefallen. So dürfen wir also Name, Geschlecht und Aussehen wählen, die Farben der Kleidung festlegen und uns auch für die Charakterklasse, wie beispielsweise Streber oder Rocker, entscheiden.

Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (6) Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (6) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Nach der Erstellung des eigenen Charakters, erwartet uns auch gleich ein Intro, das uns die Story des Titels näher bringt und zudem das namensgebende Buch vorstellt. Dieses wird uns in einem unerwarteten Paket von einem Postmann geliefert, den wir anschließend immer wieder im Spiel treffen werden. In diesem Buch sind alle wichtigen Ereignisse des Lebens unseres Heldens niedergeschrieben, darunter auch die Lieferung im Paket selbst. Als unser Protagonist schlafen geht, wird er von nun an von Alpträumen heimgesucht, in denen er die Geschichte seines Lebens umschreiben kann und hierfür müssen wir nun die Level bei Silent Hill: Book of Memories erfolgreich absolvieren. Die Geschichte selbst mag in der Theorie durchaus interessant klingen, in der Praxis ist diese aber arg unspektakulär und wird zunehmend zur Nebensache. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Level selbst (in diesem Spiel übrigens Zonen genannt) eher zusammenhanglos und schlicht nummeriert aneinandergereiht zu bewundern sind. Sequenzen gibt es da eher selten zu bestaunen.

So starten wir dann nach dem Intro gleich in der ersten Zone und dürfen uns Dank des zu Beginn niedrigen Schwierigkeitsgrades und vieler hilfreicher Einblendungen in aller Ruhe mit dem Spiel vertraut machen. Wirklich komplex ist der Titel aber kaum und für ein Hack & Slay-Spiel ist das Gameplay letztlich auch etwas arg simpel ausgefallen. Schade, denn gerade für Genrefans ist dies ein Kritikpunkt.

Wir steuern unseren Helden mit dem linken Stick durch die Umgebungen und verfolgen das Geschehen aus einer isometrischen Draufsicht, die auch ohne Zweifel übersichtlich ist. Diese Übersicht führt allerdings auch dazu, dass wir Gegner zumeist sehr früh erkennen können und Überraschungsmomente eine Seltenheit sind. Eine zusätzliche Übersicht im Level bietet auch die hilfreiche Karte auf dem Bildschirm, die uns bereits erkundende Gänge, Räume und weitere Informationen, wie zum Beispiel Speicherräume, aufzeigt. So findet man sich auch in den zunehmend komplexeren Zonen einfach und schnell zurecht.

00:46
Silent Hill: Book of Memories - Launch-Trailer
Für die Verwendung in unseren Foren:


Die Puzzleteile

Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (7) Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (7) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Um eine Zone zu beenden, müssen wir die im Level verteilten Puzzleteile einsammeln. Hierzu müssen wir die schwebenden blauen Kugeln zerstören und die anschließende Aufgabe erfolgreich bewältigen. Mal sollen wir dazu einfach alle auftauchenden Feinde besiegen oder dies in einer bestimmten Zeit schaffen. Aber keine Sorge, auch wenn wir die Aufgabe nicht schaffen, erscheint die blaue Kugel erneut und wir können es nochmals versuchen.

Haben wir alle erforderlichen Puzzleteile eingesammelt, können wir uns zum Ausgang der Zone begeben und den Level mit dem abschließenden Zonenpuzzle abschließen. In den Zonen können wir zuvor auch einen versteckten Hinweis finden, der uns bei der Lösung des Rätsels helfen wird. Ab und an erwartet uns am Ende einer Zone aber noch ein Endgegner, der uns zum Abschluss noch ein wenig fordert.

Nahkampf oder doch lieber Schusswaffen?

Neben den Endbossen bekommen wir es in den Zonen regelmäßig mit den verschiedenen Gegnern zu tun, bei denen es sich teilweise um durchaus bekannte Feinde aus der Silent Hill-Reihe handelt. Um uns durch die Level zu kämpfen, können wir dabei auf eine durchaus umfangreiche Auswahl an Waffen zurückgreifen, die uns nicht nur Schuss- sondern auch Nahkampfwaffen bietet. Zum Angreifen stehen uns zwei Angriffstasten zur Verfügung, auf die wir entsprechend zwei kleine oder eine große Waffen verteilen und so gut gerüstet in den Kampf gehen können. Jedoch können wir die Waffen nicht unbegrenzt einsetzen, denn während wir für Schusswaffen Munition benötigen, nutzen sich die Nahkampfwaffen im Gefecht ab und sind irgendwann nicht mehr verwendbar. Allerdings können wir, sofern Reparaturkits vorhanden sind, die Waffen auch jederzeit wieder reparieren und die Schäden beheben. Eine gewisse Taktik bringt dies aber natürlich schon ins Spiel.

Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (11) Silent Hill: Book of Memories für PS Vita im Test (11) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Zudem besitzt jede Waffe im Spiel auch einen Level, den wir durch regelmäßigen Einsatz der jeweiligen Waffe erhöhen und diese so verbessern können. Nicht unpraktisch also und für Rollenspiel-Fans sicherlich motivierend. Allgemein bekommen wir, wie so oft bei Hack & Slay-Titeln, einige Rollenspiel-Elemente präsentiert, die uns zum Beispiel auch Attribute und natürlich den Level unseres Protagonisten bescheren. Gerade im späteren Verlauf des Spiels, wenn die Gegner etwas stärker sind, ist es schon hilfreich, wenn man bereits erledigte Zonen nochmals spielt und so mit Hilfe der ergatterten Erfahrungspunkte den Level und so auch die Statuswerte erhöht. Wer gerne seinen Charakter aufleveln und jede Waffe auf die höchsten Stufe bringen möchte, der wird sicherlich auf seine Kosten kommen und viele Stunden beschäftigt sein.

Aber so gut das auch klingen mag, am Ende ist dann mitunter doch relativ schnell die Luft raus. Natürlich macht der Titel anfangs richtig Spaß und das Beenden der Zonen und die vorhandenen Rollenspiel-Elemente können zweifelsohne an den Handheld fesseln. Nach einigen Stunden lässt der Spielspaß dann aber deutlich nach und es fehlt die Motivation zum Weiterspielen. Da nützt auch der Mehrspielermodus kaum etwas, mit dem man mit bis zu drei weiteren Spielern über das Internet gemeinsam die Zonen absolvieren kann.

   
Patrick Büssecker
Letztlich netter, aber nicht gelungener Ausflug ins Hack-and-Slay-Genre
So bleibt Silent Hill: Book of Memories am Ende ein durchaus noch nettes Spin-Off für die Vita, das einen interessanten, aber zugleich nur bedingt gelungenen Wechsel in das Hack & Slay-Genre bietet. Letztlich ist das Gameplay für einen solchen Titel einfach nicht komplex, die Geschichte nicht spannend und der Gruselfaktor nicht hoch genug, um wirklich langfristig an den Handheld zu fesseln. Schade, denn der Titel zeigt, dass sich das Genre durchaus für ein Spin-Off dieser Art eignet und gerade für unterwegs sehr praktisch ist. Silent Hill-Fans und alle, die neugierig auf dieses Spin-Off sind, dürfen aber gerne ein Probespiel wagen und für PlayStation Plus-Mitglieder steht eine kostenfreie Demo zum Download im Store bereit.
   
Silent Hill: Book of Memories (PSV)
Singleplayer-Wertung

6,3 /10
Leserwertung
(0 Votes):
-
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
6/10
6/10
7/10
7/10
7/10
Ordentlicher Umfang
Schwache Geschichte
Gute Rollenspiel-Elemente
Sehr simples Gameplay
Bekannte Gegner
Kaum Gruselmomente
Moderator
Moderation
14.11.2012 10:00 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 0
14.11.2012 18:55 Uhr
Was ist nur aus meinem Silent hill geworden...