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  • Silent Hill: Homecoming im Gamezone-Test

    Wer ein düsteres Action-Adventure mit richtig ekeligen Kreaturen sucht, der kann unbesorgt zugreifen.

    Die Silent Hill-Reihe sorgte bereits auf der PlayStation mit seinen bizarren Kreaturen und der neblig schaurigen Stimmung für viele Schockmoment. Dennoch sackte die Serie mit der Zeit qualitativ ab und da stellt sich natürlich die Frage, wie der erste Auftritt von Silent Hill auf der aktuellen Konsolen-Generation ausfallen wird, vor allem weil Konami erneut Outsourcing betrieben hat und Double Helix Games mit der Entwicklung betraute.

    Fehlende Krankenversicherung

    Silent Hill: Homecoming Silent Hill: Homecoming In Silent Hill: Homecoming übernimmt man die Rolle des Soldaten Alex Shepherd, der gleich zu Beginn des Spiels scheinbar verletzt in ein gruseliges Krankenhaus eingeliefert wird. Unfähig sich von einer Trage zu befreien, sehen wir aus der Ego Sicht, wie Patienten gefoltert werden. Schreie ertönen aus jeder Ecke, während Alex lauthals fordert, dass er doch los geschnallt werden möchte. Das eigentliche Spiel findet jedoch aus einer Third Person Perspektive statt. Zunächst nur mit einer Taschenlampe und einem Messer bewaffnet, wird das schaurige Krankenhaus erkundet. Aufgrund der übersichtlichen Karte, die schnell gefunden ist, orientieren wir uns in den dunklen Fluren, die nur von der Taschenlampe und wenigen Lichtquellen atmosphärisch ausgeleuchtet werden. Die typische Silent Hill Atmosphäre kommt auf, vor allem wenn die ersten, bizarren Krankenschwestern auftauchen und Blut an den Wänden und auf Fluren ein schlechtes Vorzeichen darstellt. Gerade der Dimensionswechsel ist für Silent Hill-Fans eine grafische Pracht. Obwohl sich beiden Fassungen, damit ist die Xbox 360 und die PlayStation 3, technisch stark ähneln, muss man vor allem die dynamischen Schatten bemängeln, die sehr pixelig ausgefallen sind. Texturtechnisch ist das Spiel zwar nicht überragend, einige Gebiete wirken zudem recht leer, doch die düstere Stimmung wird gekonnt eingefangen, obwohl einige Ruckler zu verspüren sind.

    Wehrhafter Protagonist

    Silent Hill: Homecoming Silent Hill: Homecoming Das Kampfsystem von Silent Hill: Homecoming erinnert mehr an einen klassischen Hack & Slay-Titel: Mit leichten und schweren Angriffen beharken wir die ekeligen Feinde, während man auf Knopfdruck den Schlägen des widerlichen Gegenübers ausweicht. Leider wirkt die Kampf-Steuerung insgesamt viel zu träge und ungenau. So entpuppt sich das Kampfsystem letztendlich als nichts Halbes und auch nichts Ganzes. Obwohl die einzelnen Opponenten über sehr vorhersehbare Angriffsmuster verfügen, finden wir in den Arealen einige Erste Hilfe Kits, welche die Gesundheit wieder auffrischen. Auch das übersichtliche Waffen- bzw. Inventar-Menü lässt sich schnell aufrufen, wodurch der Wechsel von Nahkampf- zu Fernkampfwaffen ohne zeitlichen Verlust von statten geht. Beim Komfort hat die Serie also eindeutig dazugelernt. Und wenn wir schon beim Inventar sind, kann man ruhig erwähnen, dass man für die immer wieder eingestreuten Rätsel allerlei Gegenstände finden muss. Mal ist dies schnell erledigt, das andere Mal läuft man etwas ziellos durch die teils frei begehbaren Areale. Größere Kopfnüsse gibt es zwar nicht, die Rätseldichte ist allerdings recht angenehm. Dennoch ärgert man sich immer wieder, dass der Gute Alex nicht mal über ein 60cm hohes Hindernis "klettern" kann, weswegen andere Wege gesucht werden müssen. Das hätte man auch intelligenter lösen können. Einen Nachtrag zur Steuerung gibt es allerdings noch: Unverständlicherweise lässt sich die Kamera-Steuerung nicht invertieren. Vergessen oder doch Schikane?

    Und wieder der Nebel

    Silent Hill: Homecoming Silent Hill: Homecoming Ja, erneut bewegt man sich durch die trübe und beängstigende Suppe namens Nebel, die das kleine Örtchen Silent Hill komplett einhüllt. In Homecoming begrenzt sich die Handlung jedoch nicht nur auf Silent Hill, auch in Shepherd's Glen verschwinden Leute spurlos, während die üblichen Kreaturen die Stadt unsicher machen. Dabei ahnt der gute Alex nichts davon, als er in der Stadt ankommt und herausfindet, dass sein kleiner Bruder Joshua ebenfalls unauffindbar ist. Man muss es eindeutig sagen, der neueste Teil der Serie kommt keinesfalls an den genial zweiten Ableger heran, und auch ein Teil 3 ist qualitativ etwas weiter entfernt. Das liegt vor allem an den vorhersehbaren Schockeffekten, die einfach kaum noch überzeugen können. Da war selbst ein Dead Space weitaus beängstigender, wobei Alex ähnlich wenige Emotionen zeigt wie der Held aus dem Weltraum-Epos. Silent Hill: Homecoming versprüht einfach viel weniger Schrecken. Wow, plötzlich baumelt eine Leiche von der Decke, ein Kleinkind wird vielleicht zusammenzucken, aber kein gestandener Gamer.

    Zurück zu den Wurzeln?

    Silent Hill: Homecoming Silent Hill: Homecoming Ohnehin hinterlässt Silent Hill: Homecoming zunächst einen extrem zwiegespaltenen Eindruck. In den ersten Stunden wird nur sporadisch gekämpft. Zur richtigen Zeit taucht immer mal wieder ein Gegner auf, während Alex hauptsächlich durch die verlassene Stadt streift und nach Antworten sucht. Da wird das Elternhaus untersucht und in der eigenen Vergangenheit geforscht, man fühlt sich direkt in die Kindheit des Protagonisten hineingesogen, ein düsteres Hotel besucht und durch einen Friedhof gewandert, während man in Hintergrund unaufhörlich unheimliche Geräusche hört, doch in den seltensten Fällen passiert dann tatsächlich etwas. So baut man gekonnt Stimmung auf. Dafür sorgt ohnehin die nahezu perfekte Soundkulisse. Man kann zwar behaupten, dass das Spiel dadurch zu langsam in Fahrt kommt, doch in der Ära der Shooter stellt Silent Hill: Homecoming zunächst ein gelungene Ausnahme dar. Gleichzeitig kann man auch die englische Sprachausgabe mit den deutschen Untertiteln loben, welche den Sound gelungen abrundet.

    Silent Hill: Homecoming Silent Hill: Homecoming Man mag also zu Beginn durchaus angetan von Silent Hill: Homecoming sein, doch mit der immer länger werdenden Spielzeit, kippt die Stimmung drastisch. Die Story stellt sich als wenig tiefgründig dar, die Charaktere sind ziemlich flach und durchschaubar, trotz der Multiple-Choice-Dialoge, während der Streifzug durch den Nebel immer mehr zu einem simplen Actionspiel verkommt. Erhält man nämlich die ersten Schusswaffen in Form einer Pistole und einem Schrottgewehr, werden auch die Gegner zahlreicher. So nimmt man es mit 3-4 Feinden gleichzeitig auf, der Body-Count steigt. Von der subtilen Angst und den unwohlen Vorahnungen ist nicht mehr viel übrig, allein weil man vergleichsweise genügend Munition zur Verfügung hat. Natürlich ändert sich das auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, doch das Gefühl hoffnungslos unterlegen zu sein, will sich kaum noch einstellen. Ist man mit einem Schießeisen unterwegs, wechselt die Perspektive in eine schulternahe Ansicht, die man in ähnlicher Form aus Resident Evil 4 kennen dürfte. Ebenfalls an Resident Evil 4 & 5 erinnert die Tatsache, dass man ab und zu sogar mit einem KI-Partner unterwegs ist, der dem guten Alex gegen die hirnlose Meute aushilft.

  • Silent Hill: Homecoming
    Silent Hill: Homecoming
    Developer
    Double Helix Games
    Release
    20.03.2009

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Silent Hill: Homecoming
Silent Hill: Homecoming im Gamezone-Test
Wer ein düsteres Action-Adventure mit richtig ekeligen Kreaturen sucht, der kann unbesorgt zugreifen.
http://www.gamezone.de/Silent-Hill-Homecoming-Spiel-33027/Tests/Silent-Hill-Homecoming-im-Gamezone-Test-992123/
05.03.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/03/adasd_120531153324.jpg
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