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  • Silent Hill Origins: Der Ursprung des Bösen - Leser-Test von Fabian1992

    Silent Hill Origins: Der Ursprung des Bösen - Leser-Test von Fabian1992 Was ist los in Silent Hill? Diese Frage stellen sich Fans der Serie seit der Veröffentlichung des ersten Teils im Jahre 1999. Die Antwort sollte das Prequel "Silent Hill Origins" für die PSP liefern, dessen Geschichte noch vor allen anderen Teilen angesiedelt ist. Nun kommen auch endlich PS2-Besitzter in den Genuss von "Origins". Welche Version letztlich besser ist und ob Origins tatsächlich alle Geheimnisse lüftet, erfahrt ihr hier.

    Story:
    Travis Grady führt ein einsames Truckerdasein. In seinem Leben gibt es nur seinen Beruf als LKW-Fahrer und sonst nichts.
    In einer regnerischen Nacht, führt ihn seine Lieferung an ein verschlafenes Nest im Osten, nach Silent Hill. Plötzlich sieht er in der Ferne etwas über die Straße huschen...vielleicht ein Mensch. Sofort betätigt er die Bremsen seines schweren Trucks und kommt in letzter Sekunde zum Stillstand. Verwirrt verlässt er seine Fahrerkabine und findet ein kleines Mädchen, das aber sofort wieder in der Dunkelheit der Nacht verschwindet. Besorgt rennt Travis ihr hinterher, bis er ein in Flammen stehendes Haus entdeckt, aus dem er zu allem Überfluss auch noch Schreie vernimmt. Er rennt hinein und findet im Inneren des Hauses das Mädchen, verbrannt am ganzen Körper. Travis rettet sie aus dem Haus, fällt dann jedoch in Ohnmacht. Dann...er wacht auf, mitten im nebligen Silent Hill...und der Albtraum nimmt seinen Lauf.

    Die Ursprünge des Bösen...die Ursprünge von Silent Hill. Genau darum geht es, laut dem Titel "Silent Hill Origins", zu Deutsch "Silent Hill Ursprünge". Aber auch wenn mit dem nun fünften Teil der Serie ein neuer Charakter eingeführt wird, der zudem noch vor allen anderen Helden das gruselige Städtchen irgendwo in Amerika ungewollt besucht haben soll, so wird man die Titel gebenden Ursprünge nur erkennen oder verstehen, wenn man das Original gespielt hat. Das gleich vorweggenommen. Und während man sich im November letzten Jahres noch fragte, ob portabler Horror möglich ist, fragen wir uns nun, ob die PS 2-Portierung gelungen ist oder nicht. Doch genug der einleitenden Worte. Auf nach Silent Hill!

    Ihr übernehmt also, wie bereits erwähnt, die Rolle des einsamen Truckers Travis Grady. Dass dieser mehr Charakter als sein letzter Kollege aus Teil 4, Henry Townshend, hat, fällt bereits am Anfang positiv auf. Er ist einsam, er ist gutmütig, er ist besorgt aber auch schlagfertig und selbstbewusst. Nicht zuletzt wegen seiner bewegten Vergangenheit, die er allerdings am Liebsten einfach vergessen würde. Was er in seiner Kindheit erlebt hat und was ihn in Silent Hill noch alles erwartet, ist für uns als Spieler zu Beginn aber ziemlich unwichtig. Viel wichtiger ist hingegen die Atmosphäre. Warum? Nicht nur, weil diese im Genre Survival-Horror mit das Wichtigste überhaupt ist um Angst zu erzeugen, sondern auch, weil sich für Origins diesmal nicht das japanische Entwicklerteam "Silent", sondern die Kollegen aus England von "Climax" verantwortlich zeigten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein anderes Team es überhaupt schaffen kann, auch nur ansatzweise ein solche bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen, die Silent Hill vor gut neun Jahren so einzigartig bedrohlich machte. Doch aller Empörung und Sorgen zum Trotz; die Climax-Studios haben gezeigt, dass auch sie etwas auf dem Kasten haben. Der Nebel ist dicht und beängstigend wie eh und je, die grausamen Parallelwelten sind der Inbegriff des Grauens und die Geräuschkulisse ist, egal ob es schrecklich still oder unerträglich verstörend wird, ganz große Klasse. Gut, für Letzteres war wieder einmal Akira Yamaoka verantwortlich, der erneut einen bewegenden, beängstigenden und verstörenden Soundtrack, inklusive vier genialer Songs, geschrieben hat, aber dennoch kann man guten Gewissens sagen, dass Silent Hill Origins im Punkto Atmosphäre seinem Titel an allen Ecken gerecht wird. Denn spätestens, wenn ihr zum dritten Male in die blutige Parallelwelt von Silent Hill eingetreten seid, ziehen die Entwickler alle Register und bieten euch einen so entsetzlichen Albtraum, wie man es sich als Fan der Serie nur wünschen kann.
    Um ein intensives Angstgefühl hervorrufen zu können, sind aber nicht nur ein verstörender Soundtrack und eine bedrückende Umgebung nötig. Auch die Angst einflößenden Kreaturen, die sowohl das neblige, als auch das blutige Silent Hill bevölkern, sorgen für Gänsehaut. Auch im Monsterdesign merkt man dem Spiel nicht an, dass ein neues Team dahinter sitzt. Bei den klassischen, Tod bringenden Krankenschwestern angefangen reicht die Platte über verzerrte, scheinbar in Zwangsjacken eingehüllte Monstrositäten und schwere, braune Kolosse, bei denen es kein Vorne und auch kein Hinten gibt. Hier bekommt ihr Gestalten zu sehen, die ihr nur in einem Silent Hill-Teil und sonst nirgends finden werdet. Im Punkto Gameplay hat man sich von den Urspürungen auch nicht weit entfernt. Die Entwickler setzten alles auf die goldene Formel des Survival-Horrors: Erkunden, Rätseln und Metzeln. Letzteres wird euch bekanntlich durch das Kampfsystem ermöglicht. Dieses wiederum wurde etwas aufgefrischt. Travis kann nahezu alles, was er findet, im Kampf gegen die Monster einsetzten. Egal ob Holzstock, Stahlrohr, Schüreisen, Skalpell, Infusionsständer, Toaster, Fernseher, Aktenkoffer oder Medizinflasche. Alles nimmt er auf und alles setzt er ein. Da Travis kein ausgebildeter Kriegsveteran ist, macht es durchaus Sinn, dass er alltägliche Gegenstände zu seiner Verteidigung nutzt. Was aber eher weniger Sinn macht, ist die Tatsache, dass all diese Schlagwaffen kaputt gehen. Gut, wenn ihr mit einem Toaster oder eine Medizinflasche nach den Monstern werft, und diese beim Aufprall kaputt gehen, dann ist das ja noch ganz nachvollziehbar. Das aber stabile Werkzeuge, wie Hammer, Skalpell und Co. nach fünf, sechs Treffen ebenfalls in die Brüche gehen, hat nicht sonderlich viel mit Realismus zu tun. So findet unser Protagonist eine so unglaubliche Vielzahl an Waffen, die aber alle immer und immer wieder kaputt gehen. Auf der anderen Seite verlangt dieses Feature mehr Geschick bei der Anwendung von Waffen ab. Etwas Taktik wird beim Kampfsystem ebenfalls erwartet. Die umstrittene Kampfsteuerung aus Silent Hill 4 wurde in Origins überarbeitet und verbessert. Haltet ihr die X-Taste in Angriffsposition gedrückt, lädt Travis die Energie auf und schlägt mit voller Wucht zu. Mit dem mehrfachen Betätigen der Aktionstaste startet er hingegen einen Komboangriff. Bei Toastern, Fernsehern und Ähnlichem, wirft Travis beim Halten der Aktionstaste die Gegenstände auf die Monster, was diese sofort niederschlägt. Bei normalem Drücken der X-Taste schlägt er mit den Alltagsgeräten auf die Monster ein, was wiederum nicht so wirksam ist. All das gilt für die üblichen Schusswaffen selbstverständlich nicht. Die Pistolen und Gewehre, die Travis ebenfalls auffindet, werden ganz normal verwendet. Doch von welchen Waffen ihr auch immer Gebrauch macht, letztlich liegen die Monster zappelnd vor euch am Boden und können erst durch den letzten Gandenstoß vollkommen ausgeschaltet werden.
    Auch haben die beliebten Quicktime-Events ihren Weg nach Silent Hill gefunden. So müsst ihr in bestimmten Situationen plötzlich eingeblendete Tasten blitzschnell betätigen oder wiederholt drücken, um euch der Monster erwehren zu können. Sicherlich nicht die beste Umsetzung dieses neuartigen Trends, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Somit wurde das Kampfsystem weitgehend aus den Vorgängern übernommen und im Detail mehr oder weniger erweitert und verbessert.
    In viel interessantere Innovation lässt sich bei den beiden Welten von Silent Hill im Prequel finden. Alle Silent Hill-Fan kennen die andere, Blut getränkte, düstere Dimension von Silent Hill nur zu gut. Doch wurdet ihr in den vorherigen Teilen noch ohne jegliche Vorwarnung in die verschiedenen Welten geworfen, liegt es nun an euch, wann ihr welche Welt betreten wollt. Travis findet auf seinem Horrortrip nämlich immer wieder Spiegel, die ihn in die andere Welt bringen können. Dort sind dann plötzlich Türen offen, die in der anderen Welt noch geschlossen waren und Pfade völlig verwüstet, die in der Nebelwelt noch begehbar waren. Durch diesen interaktiven Weltenwechsel könnt ihr immer wieder geschickte Rätsel lösen und neue Bereich erkunden. Manch einer mag behaupten, dass durch dieses neue Feature das Spiel etwas an Bedrohung verliert, weil ihr nun nicht mehr unwissend darüber seid, wann ihr wieder die blutige Dimension durchstreifen müsst. Ich persönlich empfinde diese Erneuerung jedoch als sehr gut. So wurde der altbekannte Weltenwechsel geschickt aufgefrischt und für das Lösen von Rätseln eingesetzt.
    Ansonsten bekommt man in Origins allerdings nichts zu sehen, was man nicht schon aus den Vorgängern kennt. Ist das schlecht? Ganz und gar nicht. Man denke nur mal an Teil 4 zurück, welcher seiner Zeit harte Kritik wegen diverser Innovationen einstecken musste. In Origins geht man auf Nummer sicher und setzt das bewährte Spielkonzept ein, welches Silent Hill 1999 zu etwas Besonderem machte. Allein schon, wenn man als Kenner der Reihe das Rauschen des berühmten Radios hört, fühlt man sich sofort wohl. Und Neueinsteiger lernen Silent Hill so kennen, wie es 9 Jahre zuvor schon zu beeindrucken wusste. Viel mehr stört da die Kameraführung, die ebenfalls seit Teil 1 immer wieder für Probleme gesorgt hat. Doch während man in den Vorgängern die Kamera mit dem rechten Analog-Stick noch selbstständig drehen und wenden konnte, ist man in Origins auf die L1-Tatse angewiesen. Betätigt ihr diese, so versucht sich die Kamera wieder optimal zu positionieren, was allerdings selten gelingt. Warum so umständlich? Ganz einfach. Da die PSP lediglich einen Analog-Stick und nur zwei Schultertasten besitzt und wir es hier mit einer an Lieblosigkeit grenzenden Portierung zu tun haben, wurde die Tastenbelegung eins zu eins vom PSP-Original übernommen. Anstatt die Tastenbelegungen auf die Möglichkeiten des PS2-Controllers zu optimieren, hat man diesbezüglich leider ein paar Mühen gescheut und macht das Spiel umständlicher, als es sein muss. Dasselbe Problem findet man auch bei den Schatteneffekten auf. Setzten diese auf der PlayStation Portable noch Maßstäbe, wirken sie auf der PlayStation 2 viel zu pixelig. Die Schatten fallen zwar äußerst realistisch und detailliert, doch da man auch diese offensichtlich unverändert von der PSP-Version übernommen hat, sind sie teils nicht schön anzusehen. Doch ihr merkt selbst, dass ich mich an Kleinigkeiten aufhalte. Ansonsten ist die grafische Präsentation nämlich mehr als solide. Der PS2-Version hat man nämlich deutlich bessere Charaktermodelle spendiert, dessen Animationen, Mimiken und Mundbewegungen mehr als ordentlich sind. Schade nur, dass man den ekligen Glanzeffekt, der noch bei der PSP-Version auf den Monstern gelegen hatte, in der Portierung nicht so gut eingesetzt hat. Und natürlich ist Origins auch auf dem großen Bruder der PSP kein Grafiküberflieger, wie Silent Hill 3, welches noch heute seinesgleichen sucht. Trotzdem bekommt ihr in Sachen Grafik und Animationen Überdurchschnittliches geboten.
    Auch inszenatorisch betrachtet, kann dieses Prequel mit seinen Kollegen mithalten. Die Zwischensequenzen sind hervorragend inszeniert und bekommen durch ihre gut eingesetzte Musik und ihre professionellen Synchronsprecher einen ganz besonderen Charme. Spätestens, wenn die perfekten Rendervideos über den Bildschirm flimmern, in dessen Genuss man gerade gegen Ende des Öfteren kommt, kann man von den Zwischenfilmen nur beeindruckt sein. Am Schönsten ist es jedoch, altbekannte Charaktere wieder zu treffen. Alle Fans dürfen sich auf Charaktere wie Lisa Garland, Dahlia Gillespie oder Michael Kaufmann freuen. An dieser Stelle möchte ich jedoch nicht zu viel verraten, denn auch was den Plot betrifft, bekommt ihr mehr, als nur Durchschnitt geboten. Gut, die Story kann selbstverständlich nicht an die Komplexität und Faszination von Silent Hill 2 anknüpfen, dennoch wird die ein oder andere Frage zum Original beantwortet. Erweitert wurde die Geschichte des ersten Teils allerdings kaum. Viel interessanter ist hingegen Travis eigene Vergangenheit. Stück für Stück erfahrt ihr mittels Rückblenden, verstörender Sprachaufnahmen und Notizen, was Travis in seiner Kindheit wiederfahren ist. Wie man eine Geschichte gut und mitreißend erzählt, weiß das neue Team mindestens genauso gut, wie das alte.
    Gleiches gilt für die Rätsel. Diese sind weitgehend nachvollziehbar in den Spielverlauf integriert und verlangen einen gesunden Menschenverstand. Wer Silent Hill kennt, wird nicht überfordert, alle Anderen dürften ebenso keine allzu großen Schwierigkeiten mit den Knobeleien bekommen. So auch nicht mit dem Schwierigkeitsgrad, der ein angenehmes Mittelmaß zwischen Schwer und Leicht bietet. Auf der einen Seite stellen die Monster, bis auf wenige Ausnahmen, keine große Bürde dar. Auf der anderen Seite sind Heilmittel und Munition recht knapp bemessen. So ist das Spiel weder zu leicht, noch zu schwer. Das es allerdings nur einen Schwierigkeitsgrad gibt, ist schon fast etwas peinlich. Dagegen kann sich die immense Zahl an Extras durchaus sehen lassen. Egal, ob von den sämtliche Auszeichnungen, den zahllose Kostümen, den diversen Spezialwaffen oder den alternativen Endsequenzen die Rede ist. Silent Hill Origins dürfte euch einige Wochen beschäftigen, denn hier gibt es unglaublich viel frei zu spielen. Auch die Spieldauer von 8-10 Stunden ist zwar nicht überragend, braucht sich aber im Vergleich zu den Vorgängern, nicht zu verstecken. Viele behaupten zwar, das Spiel sei schon beim ersten Durchgang unter 6 Stunden zu bestehen. Das trifft dann aber auch nur auf jene Spieler zu, die durch jedes Szenario durchrennen, so schnell wie möglich alles erledigen und sich nicht im Geringsten auf das Spiel einlassen. Wer aber gemütlich spielt und alle Furcht erregenden Areale genau erforscht, wird mit Sicherheit länger als 6 Stunden brauchen.

  • Silent Hill Origins
    Silent Hill Origins
    Developer
    Konami
    Release
    08.05.2008

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Silent Hill Origins
Silent Hill Origins: Der Ursprung des Bösen - Leser-Test von Fabian1992
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25.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/02/SHO_PS2_hospital6.jpg
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