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  • Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific im Gamezone-Test

    Auch der vierte Teil der U-Boot Simulation kann Fans des Genres wieder einmal begeistern.

    Die Zahl an Unterseeboot-Simulationen ist so gering, dass man sie locker an einer Hand abzählen kann. Neben Silent Hunter gibt es eigentlich nur den Oldie "Silent Service" (C 64), die etwas breiter aufgestellten Seegefechtssimulationen "Enigma: Rising Tide" oder "Dangerous Waters" und das noch verhältnismäßig neue, im Ersten-Weltkriegs-Szenario angesiedelte U-Boot-Abenteuer "1914 - Shells of fury", in Deutschland besser bekannt als "Die Schalen des Zorns". Ältere Titel wie "Schleichfahrt" spielen zwar irgendwie auch unter Wasser, sind aber im eigentlichen Sinne keine richtigen Simulationen. Unter Freunden der Nautik gilt Silent Hunter allgemein als Favorit. Insgesamt drei Teile machten bislang die Meere unsicher, zudem erschienen zum letzten SH zwei inoffizielle Addons. Die Spiele waren mal erfolgreich, mal weniger erfolgreich. Erfolglos war keines. Ziemlich genau zwei Jahre nach Erstveröffentlichung von Silent Hunter 3 läuft mit "Wolves of the Pacific" nunmehr das vierte Silent Hunter vom Stapel.

    Haie und kleine Fische

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Anders als in den vorangegangenen Teilen, in denen der Spieler das Kommando über ein deutsches Unterseeboot erhielt, geht es jetzt an Bord eines US-amerikanischen U-Bootes. Wirkungsbereich ist der Pazifische Ozean während des Zweiten Weltkrieges im Zeitraum zwischen 1941 bis 1945. Unsere Gegner sind die Japaner. Erfreulicherweise liegt der aktuellen Verkaufsversion von Silent Hunter 4 wieder eine Seekarte bei, die alle spielrelevanten Gewässer und Inseln umfasst, welche diesmal zwischen der Bering Sea im Norden und New Zealand im Süden liegen. "Wolves of the Pacific" bemüht sich um Authentizität, und so rücken wichtige Kriegsschauplätze wie die Philippinen, die Midway-Inseln oder der Flottenstützpunkt Pearl Harbor immer wieder ins Zentrum der Kampfhandlungen. Auch haben die Entwickler Schiffsmodelle und Einheitentypen im neuen Silent Hunter besonders detailliert in Szene gesetzt. Schlachtschiffe wie die Yamato, Fuso und Kongo gehören ebenso dazu wie die Flugzeugträger Taiho oder Shokaku. Tatsächlich sehen fast alle Einheiten so aus, wie man sie von Orginalfotos und Dokumentarfilmen her kennt. Wie in den Vorgängern gibt es im vierten Teil der Reihe wieder kleinere, mittelgroße und große Schiffstypen auf verbündeter (Amerika) und gegnerischer (Japan) Seite, also neben Trägern und Kreuzern beispielsweise auch Korvetten, Zerstörer, Begleitschiffe, Versorgungsschiffe und nicht zuletzt natürlich U-Boote.

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Der Schwerpunkt des Spiels liegt auf der dynamischen Kampagne ("Karriere-Modus") im Singleplayer. Hierbei bauen die einzelnen Misionen meist unmittelbar aufeinander auf und der Spieler bzw. dessen Mannschaft gewinnen mit zunehmendem Fortschritt Erfahrungspunkte und erhalten als Anerkennung ihrer Leistungen Orden, Beförderungen und später neue (= bessere) U-Boote. Außerhalb dieses Feldzuges treten noch fünfzehn weitere Einzelspielermissionen hinzu, die sich auf die Modi "Schnelle Missionen" und den an Spielzeit etwas umfangreicheren "Einzelfeindfahrten" verteilen. Im Multiplayer können bis zu acht Spieler gleichzeitig wahlweise im Versus- oder Koop-Modus gegeneinander auf See stechen. Für welchen dieser Spielmodi man sich entscheidet, hängt in erster Linie vom angepeilten Zeithorizont ab. Denn die Einsätze selber unterscheiden sich nicht wesentlich. Gemäß dem Motto "Haie und kleine Fische" geht es stets um das Verhältnis zwischen Jäger und Gejagtem, wobei die Rollenverteilung dabei weitgehend offen ist. So werden situationsbedingt aus "Haien" (Jägern) auch schnell schon mal "Fische" (Gejagte) - und umgekehrt. Schnellspeichern kann man in jedem (Singleplayer-) Modus.

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Ein Tutorial darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Bei Silent Hunter 4 heißt das "U-Boot-Schule". Dort werden wir mit den Mindestgrundlagen in Sachen Navigation, Waffen-, bzw. Geschütz- und Torpedohandhabung, Radarerfassung und taktischen Herangehensweisen vertraut gemacht. Aber eben nur mit den Mindestgrundlagen. Denn die dort per Textfenster vermittelten Kenntnisse reichen leider nicht aus, um ein U-Boot sicher führen zu können. Allein schon deshalb sollte man gelegentlich einen Blick ins 60 Seiten starke Begleithandbuch werfen. Anfänger, die sich erstmals mit Silent Hunter befassen, sowieso. Aber auch Kenner der vorangegangenen Teile werden rein bedientechnisch in "Wolves of the Pacific" Neues entdecken, obwohl die Veränderungen meist positiv zu verstehen sind, weil der Bedienkomfort eher zu- als abgenommen hat und alle wichtigen Funktionen jetzt über eine Bedienleiste erreichbar sind, wogegen man im Vorgänger mit dem Mauszeiger noch von Bildschirmrand zu Bildschirmrand eilen musste. Für SH-Veteranen bedeutet dies anfangs natürlich eine gewisse Umstellung, die aber relativ mühelos gelingt, zumal sich auch das neue Silent Hunter recht intuitiv steuert.

    Feindfahrt

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Die vielleicht gravierendste Schwäche der Vorgänger-Teile lag in dem vergleichsweise monotonen Missionsdesign. Dies wurde oft kritisiert. Man durchkreuzte als U-Boot-Kommandant die Gewässer, versenkte bruttoregistertonnenweise feindliche Pötte und das war's dann eben. "Wolves of the Pacific" bietet mehr Abwechselung. Zwar ist die Vernichtung von Schiffen nach wie vor das primäre Ziel, doch wurden die Einsatzziele diesmal interessanter verpackt. Mal fischen wir einen abgeschossenen Piloten aus dem Wasser, mal schmuggeln wir mit Hilfe unseres Unterseebootes einen wichtigen Agenten per Schleichfahrt durch feindliche Linien hindurch und setzen ihn in der Nähe eines Hafen ab. Oder wir führen reine Aufklärungsaufträge durch, wobei es dann einzig um Informationsgewinnung geht, also beispielsweise darum, Film- und Fotomaterialien von gegnerischen Flottenverbänden anzufertigen. Unauffälligkeit ist hierbei oberstes Gebot. Als hilfreich erweist sich die Tatsache, dass unser U-Boot von Anfang an mit Radarerfassung ausgestattet ist; Schiffsverkehr und Feindbewegungen lassen sich dadurch selbst auf weitere Strecken hinweg orten. Man läuft damit - eine entsprechende Vorsicht vorausgesetzt - nicht so leicht Gefahr, von feindlichen Zerstörern oder Torpedo-Bombern entdeckt zu werden. Geschieht dies aber einmal, kriegen wir ein Problem. Denn die Gegner-KI agiert insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgraden ziemlich clever und fordert für gewöhnlich umgehend Verstärkung an. Es ist daher meist nur eine Frage der Zeit, bis wir die halbe Feind-Flotte am Hals haben. Wenn unser Boot dann nur noch sechs Torpedos an Bord hat, gleichzeitig aber ein knappes Dutzend Zerstörer mit insgesamt über 150 Wasserbomben zur Jagd auf uns ansetzt, sind die Überlebenschancen eines virtuellen U-Boot-Kommandanten gering. Zumindest aber sollte man schon mal die Schwimmweste anlegen.

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Ähnlich wie beim Vorgänger müssen jedoch selbst Anfänger bei Silent Hunter 4 nicht verzweifeln. Der Schwierigkeitsgrad ist bis ins letzte Detail konfigurierbar. Der Spieler kann im Optionsmenü Dinge wie Nachladezeiten, manuelle Zielerfassung, Geräuschmessung, Reparaturzeiten, Sauerstoffvorrat, Energiereserven, Treibstoffbedarf usw. nach Belieben einstellen, wobei natürlich zu bedenken ist, dass eine Deaktivierung all dieser Funktionen zwangsläufig zu Lasten des Realismus geht. Ein echter Simulations-Freak, der gefordert werden will, wird darüber nur müde lächeln und sich für einen der höheren Schwierigkeitsgrade entscheiden. Dann spielt sich das Ganze nämlich anspruchsvoller und es kommt mehr auf Feinheiten wie Kartenanalyse, Trefferberechnung etc. an, auf Dinge also, die der Anfänger erfahrungsgemäß lieber der Computerautomatik überlässt.

    Torpedos, Wasserbomben und Granaten

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Kriegsschiffe sind für unser U-Boot keine allzu große Gefahr. Jedenfalls nicht, solange es unter der Wasserlinie operiert und somit für Feinde schlecht auszumachen ist. Aufgrund ihrer Schwerfälligkeit geben die Pötte dagegen eine prima Zielscheibe ab. Allerdings ist der Aufwand beträchtlich. Um ein schweres Schlacht- bzw. Transportschiff oder gar einen kompletten Flugzeugträger auf den Meeresboden zu befördern, bedarf es schon drei bis vier gezielter Torpedotreffer. Und selbst dann kann eine halbe Ewigkeit vergehen, bis so ein Teil sinkt. Aber glücklicherweise existiert auch diesmal wieder ein Zeitraffer, der das Geschehen bei Bedarf beschleunigt und immer dann unterbricht, wenn der Tatbestand unmittelbarer Feindberührung gegeben ist, wir also neue Entscheidungen zu treffen haben. Mit etwas Glück erwischt man ja vielleicht die Munitionskammer, dann gibt es einen riesigen Knall und der ganze Brocken bricht mittig physikalisch korrekt auseinander. Silent Hunter 4 nimmt auf solche Besonderheiten Rücksicht, stärker sogar noch als bei den Vorgängern. So sind Tanker jetzt wesentlich leichter in Brand zu schießen als Begleitschiffe mit weniger explosiver Fracht. Wird der Maschinenraum eines Schiffes getroffen, setzt der Antrieb aus, der Kahn lahmt schließlich und ist dann manövrierunfähig. Gegebenenfalls können wir später auftauchen und ihm mit dem großkalibrigen Bordgeschütz unseres Vorderdecks den Rest geben. Unterseeboote müssen ab und zu auftauchen, um Sauerstoff zu tanken. In Gegenden mit hoher Feinddichte erscheint dies natürlich wenig ratsam. Deshalb verbringt man auch in Silent Hunter 4 die meiste Zeit unter Wasser. Denn oberhalb der Wasseroberfläche lauert der Tod. Es macht einfach keinen Sinn, sich auf Artillerieduelle mit Zerstörern oder gar Schlachtschiffen einzulassen. Außerdem wimmelt es am Himmel über feinddominierten Gebieten von Aufklärungsflugzeugen, die unsere Position schnell an gegnerische Seestreitkräfte weitergeben, oder Sturzkampfbombern, die sich mittels stationärer Bord-MG's zwar bekämpfen lassen, aber aufgrund ihrer Wendigkeit schwer zu bezwingen sind.

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet bei Silent Hunter 4 vor allem taktisches Gespür und ein Riecher für Situationen und Gelegenheiten. Geschickte Tauch- und Wendemanöver spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Wechsel zwischen defensiven (abwartenden) und offensiven (zuschlagenden) Vorgehensweisen. Dabei ist es relativ unerheblich, ob wir ein bestimmtes Zielobjekt (z.B. Flugzeugträger), einen Geleitzug auf offener See oder gar einen kompletten Verband inmitten eines Hafenstützpunktes attackieren, eigene Konvois eskortieren oder einen Rettungseinsatz ausführen. Auf feindliche Zerstörer trifft man früher oder später unausweichlich. Sie sind die wahre Plage eines jeden U-Boot-Fahrers und auch die größte Gefahr. Wenn das unheilvoll klingende Solar-"Ping" immer lauter, unser Boot unter der donnernden Wucht der abgeworfenen Wasserbomben richtig durchgeschüttelt und es im Inneren des Bootes nach mehrmaligem Aufleuchten der Notbeleuchtung fast stockdunkel wird, erhält der Spieler eine ungefähre Vorstellung von der klaustrophobischen Atmosphäre, die in solchen Augenblicken während eines U-Boot-Krieges vorherrschen muss.

    Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific Die hier behandelte ursprüngliche Verkaufsversion von Silent Hunter 4 enthält - für ein Neutitel nicht ungewöhnlich - einige kleinere Bugs und Logikfehler, die den positiven Gesamteindruck sicher ein wenig trüben, aber den Spielverlauf wiederum auch nicht so nennenswert beeinträchtigen, dass man darunter leiden müsste. Einzig der Torpedo-Nachlade-Bug sorgt für gelegentliche Frust-Momente. Dann verweigert unsere Mannschaft schon einmal das Nachmunitionieren der Torpedo-Kammern, obwohl unsere Instrumente den Ladevorgang eindeutig anzeigen. Dem Spieler bleibt in solchen Momenten nichts anderes übrig, als von Automatik- auf Handbetrieb zu schalten und sich selbst darum zu kümmern, will er nicht mitten im Gefecht plötzlich ohne Torpedos dastehen, was schlecht wäre.

  • Aktuelle Simulation-Spiele Releases

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Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific
Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific im Gamezone-Test
Auch der vierte Teil der U-Boot Simulation kann Fans des Genres wieder einmal begeistern.
http://www.gamezone.de/Silent-Hunter-4-Wolves-of-the-Pacific-Spiel-33036/Tests/Silent-Hunter-4-Wolves-of-the-Pacific-im-Gamezone-Test-991227/
04.04.2007
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