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  • Silverfall im Gamezone-Test

    Dieser gelungene Diablo-Klon bietet uns eine atmosphärische Präsentation und viele Freiheiten beim Charaktersystem.

    Den Einfluss mancher Spiele auf den Lauf der Spielegeschichte kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sie definieren ein Genre, sind der Grundstein für das Überleben ganzer Horden an Entwicklern trotz Ideenmangels und die Nennung des Namens reicht völlig aus, damit jeder weiß, was gemeint ist. Diablo von Blizzard aus der grauen Vorzeit, 1996 um genau zu sein, ist einer dieser bedeutenden Meilensteine und die Aussage "Silverfall ist wie Diablo" deckt schon fast den inhaltlichen Teil eines Reviews zum aktuellsten Neuzugang der Welt der Action-Rollis ab. Ein wenig unfair ist wahrscheinlich schon, das Spiel vom Entwickler Monte Christo mit dem Klassiker so über einen Kamm zu scheren, aber letztendlich werdet ihr auch hier wenig mehr machen, als auf zahllose Monster mit der Maus zu zielen und die linke Taste festzuhalten. Und falls das jetzt irgendwie negativ klang, dann lasst mich noch "Besser gut geklaut als schlecht erfunden" hinzufügen, denn Spaß macht Silverfall jede Menge!

    Silverfall Silverfall Bevor es allerdings mit der Story und dem Monsterschnetzeln losgeht, muss die Installation überwunden werden. Dies zu erwähnen ist wichtig, damit euch ein ähnliches Schicksal wie mir erspart bleibt, denn das Geheimnis des Ganzen lautet vorweggenommen, dass es wirklich drei Stunden plus/minus ein wenig dauert. Vorausgesetzt es gibt keinen Blue Screen of Death, der meinen ersten Versuch jäh beendete. Zwischenzeitlich brach ich die Installation ab, da der blaue Balken keinen Millimeter wanderte. Ich führte eine Reihe Tests aus, las in ein paar Foren, und nachdem ich überzeugt war, dass mein Laufwerk wohl in Ordnung sei, startete ich das Install ein weiteres Mal, warf einen Film in den DVD-Player, den ich schon lange sehen wollte und legte die Füße hoch. Nach dieser Zwangspause war dann auch Silverfall fertig...Pfui, Monte Christo, Pfui, Pfui, Pfui!

    Die Welt ist in Gefahr...wieder mal

    Silverfall Silverfall Dann lockt aber endlich die Geschichte um die Fantasywelt Nelwe und des/der Helden/in, der/die auszieht um sie zu retten. Denn es liegt einiges im argen, als wir recht unvermittelt in der Stadt Silverfall abgesetzt werden, während diese von untoten Horden überrannt wird. In einem Tutorial geht es mit dem Erzmagier der Stadt gegen die Horden, während die Bewohner panisch das weite Suchen. Aber auch mit der Macht des alten Mannes und dem Wissen, dass in dem Tutorial erlangt wird, gelingt es nicht das Unheil aufzuhalten. In einem nahen Sumpfcamp sammeln sich die Überlebenden der Katastrophe und es gilt zunächst diesen traurigen Status zu wahren, denn die unheiligen Horden rücken auch hier vor. In den ersten Questen muss der Held Unterstützung für die Reste von Silverfall sammeln und die unmittelbare Bedrohung bannen. Erst dann beginnt sich langsam zu entfalten, dass nicht nur Silverfall sondern die ganze Welt von Nelwe das Ziel ist. In einer Reise um die Welt werden die Pläne des Bösen zum hoffendlichen Happy End durchkreuzt.

    Silverfall Silverfall Bis dahin werden allerdings noch viele Worte gewechselt, denn Monte Christo wollte ein emotional geladenes Dialogsystem entwickeln, dass weit über die Standardtexte hinausgeht. So viel vorweg, dass ist ihnen nicht gelungen. Die Gespräche sind nett aber beim besten Willen nichts Besonderes. Auch die Auswahlmöglichkeiten zeigen jetzt keine emotionale Tiefe. Bei jeder der Nebenquesten kann der Spieler sich zwischen der selbstlos-aufopfernden, der "habgierig, aber für Geld mach ich alles" oder der "Nö, jetzt nicht, später vielleicht" - Variante entscheiden, was aber keine allzu großen Auswirkungen hat. Auch die Texte an sich reißen jetzt nicht von Hocker, sondern sind wenig mehr als das übliche, belanglose Fantasygewäsch. Dies ist aber immer noch besser als die zahllosen unwichtigen NPC's, die in den Städten herumwuseln. Diese sind nämlich gänzlich maulfaul und lediglich ein stereotyper Kommentar erscheint gelegentlich über ihren Köpfen, ob man den nun hören wollte oder nicht. Wäre dies ein echtes Rollenspiel, gäbe es an dieser Stelle Punktabzüge, da es bei einem Action-RPG aber nicht so sehr auf den Tiefgang der Zwischenmenschlichkeiten der Charaktere ankommt, schrammen die Texte gerade noch mal am Unterdurchschnitt vorbei,

    Technokraten und Treehugger

    Silverfall Silverfall Bei den Lokalitäten kann Silverfall dann wieder glänzen, denn es gibt derer nicht nur sehr viele, sie sind auch abwechslungsreich und atmosphärisch gut getroffen. So ziemlich jedes Klischee von der (fast) schwebenden Stadt über das Elfenheim bis zu dunklen Wäldern, dampfenden Sümpfen und trostlosen Wüsten wird bedient. Der Wechsel zwischen naturverbundenen Orten und früher Industrialisierung sorgt für Variation und alle diese Orte sind auch liebevoll gestaltet und mit netten Details versehen. Leider gibt es bei den Städten anzumerken, dass es keine Rolle spielt, was dort im Tagesablauf so genau passiert, denn am Ende gibt es immer nur die zwei Händler, den wichtigsten Auftraggeber und die Leute, die einen mit Nebenquesten versorgen. Der Tag-Nacht-Wechsel ist hier reine Dekoration, einen Einfluss auf das Verhalten der Spielwelt hat er nicht. Alle anderen Personen, Häuser und was es halt noch so gibt, sind reine Zier, was der Illusion der Lebendigkeit einer Spielwelt nicht gerade zu gute kommt.

    Silverfall Silverfall Dieses bis hier nicht gerade vor Innovation sprühende Ausgangslage wird mit einigen kleinen aber feinen Details gewürzt, die den Action-Rolli-erfahrenen Veteranen dann doch hinter dem Ofen hervorlocken. Silverfall versucht sich nämlich an einer Mischung aus High-Fantasy und Low-Technology, einem Mix, der eigentlich immer für ein spannendes Setting gut ist. PC-Spieler werden sich vielleicht an Arcanum erinnern, Konsolenzocker blicken sogar noch weiter zurück, auf Final Fantasy III/VI, wo diese Mischung viel des Reizes der Spiele ausmachte. Silverfall geht einen Schritt weiter, indem der Spieler für seinen Charakter zwischen der Macht der Natur und der Stärke der Technik entscheiden muss. In zahlreichen Questen kann er zwischen zwei Wegen wählen, wie die Welt und vor allem Silverfall zukünftig beschaffen sein soll. Kommt er mit Unruhen bei Gaia ins Reine, werden natürliche Wege zur Ressourcengewinnung und dem Wiederaufbau der Stadt gefunden, mit der Technik lassen sich die Probleme auch lösen, jedoch sieht das Bild der Welt dann anders, nicht aber unbedingt schlechter, aus. Der unmittelbarere Einfluss ist daran zu beobachten, welche speziellen Waffen und Items der Held nutzen kann. Lederfelle und magische Bögen sind etwas für Naturburschen, während Technokraten sich an Flinte und Dampfenergie halten. Je mehr der Spieler zu einer Seite tendiert, desto mächtigere Waffen gibt es für diese Ausrichtung, wer lieber neutral bleibt findet aber immer noch ein stattliches Repertoire an Gegenständen.

  • Silverfall
    Silverfall
    Publisher
    Flashpoint AG (DE)
    Developer
    Monte Cristo (FR)
    Release
    01.10.2008

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Silverfall
Silverfall im Gamezone-Test
Dieser gelungene Diablo-Klon bietet uns eine atmosphärische Präsentation und viele Freiheiten beim Charaktersystem.
http://www.gamezone.de/Silverfall-Spiel-33085/Tests/Silverfall-im-Gamezone-Test-991203/
20.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/03/Silverfall_2007-03-18_15-26-07-26.jpg
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