Sim City für PC: Eine tolle Simulation, beeindruckende Tilt-Shift-Optik aber was soll dieser Online-Zwang? (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Auf vergangenen Terminen haben wir immer nur Präsentationen bekommen, selbst anspielen durften wir Sim City noch nicht. Insofern war es auf der Gamescom eine kleine Premiere: Nach einer kurzen Einführung bekommen wir von Maxis-Mitarbeitern die Maus in die Hand gedrückt und dürfen 20 Minuten lang der Bürgermeister unserer eigenen Stadt sein. Wir starten mit der Sim City World ins Spiel. Das ist ein Feature, das den Online-Fokus von Sim City unterstreicht. Wir finden darin eine Freundesliste, die das Spiel aus EA Origin importiert. Natürlich kann man auch eigene Freunde hinzufügen. Daneben befindet sich ein Newsfeed und Challenges. Im Newsfeed sehen wir aktuelle Aktionen von Freunden, etwa dass Otto eine neue Stadt gegründet hat. Die Herausforderungen sind entweder kooperativ, zum Beispiel ein gemeinsamen Bauprojekt. Oder sie sind kompetitiv, etwa wer zuerst so und so viele Einwohner erreicht. Dazu gibt's noch Leaderboards und einen globalen Markt auf dem sieht man, wie die Verteilung von Kohle, Öl und all den anderen Rohstoffen in der Welt aussieht.
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Warum Rohstoffe und globaler Markt? Na weil wirklich alles simuliert wird. Wenn wir Kohlekraftwerke bauen, brauchen wir dafür Kohle. Die muss irgendwie rangeschafft werden, um Strom zu erzeugen. Entweder, indem man sie selbst abbaut, oder indem man sie von anderen Mitspielern auf dem Markt kauft. Und auch sonst wird jeder Sim und jedes Gebäude simuliert. Ein Gewerbegebiet besteht nun beispielsweise nicht mehr nur aus zufälligen Häusern, sondern aus Banken, Läden, Bürogebäuden und Firmen mit eigenen Namen und Daten. Sie benötigen Strom, Abwasseranschlüsse und eine funktionierende Müllabfuhr, all diese Services werden realistisch simuliert. Die Genauigkeit dabei ist schon ziemlich beeindruckend.
Das Bauen von Gebäuden wurde nur wenig verändert, allerdings kann man nun noch feiner Verstellungen machen. Straßen kann man etwa frei ziehen und, was für ein Wunder, Kurven gibt es nun auch! Die Zeit, in der man nur rechte Winkel setzen konnte, ist endgültig vorbei. Manche Gebäude können mittlerweile übrigens in Modulen erweitert werden. Die Müllabfuhr kommt mit dem vielen Abfall nicht mehr hinterher? Kein Problem, statt eine zweite Müllhalde zu bauen, kann man die bestehende mit einer weiteren Garage ausbauen und so einen zweiten Müllwagen auf der gleichen Halde einsetzen, solang die Kapazitäten noch ausreichen. Gleiches gilt auch bei Kraftwerken: Statt dutzende Kraftwerke zu bauen, kann man bestehende einfach mit weiteren Modulen erweitern.
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Ganz neu ist übrigens ein Auftragssystem. Sims können einem Aufgaben zuteilen. Dann erscheint einfach eine kleine Sprechblase über den Häusern. In solchen Sprechblasen erfährt man auch, wenn die Bürger nicht zufrieden sind. Das ist super praktisch und gibt uns einen sehr guten Überblick über unsere Stadt beziehungsweise ein Stadtviertel. Haben die Bürger Angst vor zu viel Kriminalität? Dann muss man Polizeikräfte aufstellen. Beschweren sich Sims über häufig ausfallende Stromverbindungen? Dann muss man das Netz ausbauen. Detaillierte Statistiken erfährt man aber auch durch das Durchklicken der verschiedenen Ansichtsmodi. Dann werden farbige Netze über die Map gelegt, die alle Infos zu Strom, Wasser, Brandgefahr und Co. zeigen.
Katastrophen wird es natürlich auch geben. Zum Schluss der Demo rieselt ein fieser Meteor auf unsere Stadt hernieder und zerlegt die halbe Map. Weitere Katastrophen wie Vulkanausbrüche wurden bereits bestätigt. Gerade mit der Tilt-Shift-Optik sieht das atemberaubend toll aus. Einziger Negativpunkt, der uns auffiel: Sim City benötigt zu jeder Zeit eine Onlineverbindung. Und durch das Mehrspieler-Feature (Spielfreunde bauen Städte in unserer Umgebung und wir kooperieren/konkurrieren immer gegen sie) gibt es eigentlich gar keinen reinen Singleplayer-Modus. Wenn Nachbarn einem die Stadt durch Kohleabgase vermiesen, kann man eigentlich so gut wie nichts dagegen tun.






