Sim City in der Vorschau: Wir erklären wie sich Städte einer Region ergänzen (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
In London haben wir einen Blick auf neue Features von Sim City werfen können – selbst anspielen durften wir es auf dem Event aber nicht. Die Begründung: In wenigen Minuten Spielzeit lässt sich die Tiefe des Strategiespiels gar nicht zeigen. Stattdessen wird uns Electronic Arts im Laufe der nächsten Wochen mit einem Beta-Key versorgen – schon bald werdet ihr also auch echte Hands-On-Geschichten bei uns lesen können.
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Bis es aber soweit ist, müsst ihr euch mit einigen Infos zu neuen Features gedulden. So hat uns Jason Haber von Maxis Games, der Producer von Sim City, erstmals die Gebietsübersicht Region View vorgeführt. In dieser stark herausgezoomten Perspektive sieht man die gesamte Region, in der man bauen kann. Darin können verschiedene Städte gebaut werden – entweder vom selben Spieler oder aber von Freunden und Fremden im Internet. In unserem Fall gehören alle Cities einem Single-Spieler. Verbunden sind die unterschiedlichen Orte einer Region durch Straßen, Gleise und Airports – innerstädtisch kann man ein Nahverkehrsnetz mit Bussen und Trambahnen aufbauen.
Damit unsere Stadtbewohner aber überhaupt reisen wollen, muss ihnen erst etwas geboten werden. Jason zeigt uns deshalb, wie unterschiedlich man Städte spezialisieren kann. Im Herzen seiner Region hat er Monte Vegas gebaut, ein Glücksspielparadies. Ein Casino ist hier an das nächste gebaut, die Stadt ist per Dekret der Verwaltung (lässt sich einstellen) zur Zockerhölle ernannt worden. Einen richtigen "Strip" hat Jason sich da aufgebaut, wie im echten Las Vegas. An der Hauptstraße steht ein Wolkenkratzer neben dem anderen und überall finden wir, wenn wir weiter rein zoomen, leuchtende Schriftzüge und Reklamen. Dann ploppt ein Warnhinweis auf: Weil die Touri-Hölle Taschendiebe anzieht, wächst die Kriminalität ins Unermessliche. Wie gut, dass eine der Nachbarstädte als Security-Standort ausgebaut wurde.
Jason hüpft also zurück in die Gebietsübersicht (kurzer Ladebalken) und wählt Cop Town aus. Dort steht ein riesiges Polizeipräsidium, in dem auch Spezialeinheiten untergebracht sind. Der Komplex ist riesig und beherbergt entsprechend so viele Polizisten, dass die ganze Region davon profitiert. In den Einstellungen des Hauses wählen wir aus, dass Polizisten auch in die deutlich größere Nachbarstadt entsandt werden – und schon ist das Problem gelöst. Selbiges machen wir zur Sicherheit auch mit der Feuerwehr, denn wenn eines der Hochhäuser mal zu brennen anfängt, würde das Feuer sicher schnell um sich schlagen. Der Clou: Solche Dienstleistungen können auch Partnerstädte aus der Region wahrnehmen, die man online kennenlernt. Auch Strom oder Industriegüter lassen sich so importieren, der Markt hierfür wird nur durch Angebot und Nachfrage gesteuert.
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Aber Vorsicht: Wer sich auf Strom und Sicherheit aus der Nachbarstadt verlässt, kann auch böse hintergangen werden. Denn Strom kann man abstellen und Lieferungen blockieren. Dann steht man doof da. Damit eben das nicht passiert, ist es nicht zwingend erforderlich dass man online spielt. Jason Haber: "Als wir angekündigt haben, dass Sim City online stattfindet, haben wir das vielleicht etwas willkürlich kommuniziert. Natürlich kann man auch offline spielen und die gesamte Region alleine steuern. Und wer sich entschließt, online zu spielen, hat die Wahl nur befreundete Spieler zuzulassen oder wirklich alle Welt. Alles andere liegt aber in der Hand der Spieler. Angebot und Nachfragen dominieren die Stadtplanung und wenn ein anderer Spieler in der Region plötzlich anfängt, dieselbe Stadtspezialisierung aufzubauen, muss man das eigene Angebot vielleicht etwas anpassen."
Ein Augenschmaus
Besonders stolz sind die Macher von Sim City schon seit der ersten Präsentation auf kurvige Straßen. Es ist das erste Mal, dass Straßen nicht rechtwinklig und gerade gebaut werden müssen. Und einfacher war die Stadtplanung auch noch nie. Man fährt mit der Maus eine Strecke ab und schon steht die Betonbahn bereit. Mit einigen weiteren Mausklicks kann man noch Wohn, Arbeits- und Industriezonen auswählen. Sie legen fest, was wo gebaut werden kann. Wenn der Verkehr aber doch mal zum Erliegen kommt, kann man Straßen on the fly ausbauen – einfach ein paar Spuren anhängen und der Stau löst sich auf.
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Gerade an den Hauptstraßen, die durch den ganzen Ort führen, reicht das aber nicht immer aus. Deshalb bauen wir Umgehungsstraßen und Brückenkonstruktionen, die wie riesige Autobahnkreuze aussehen. So lässt sich der Verkehr schneller um die Stadt herumführen und es sieht auch noch fantastisch aus. An einer Stelle führen wir mehrere Autobahnspuren auf Brückenpfeilern über einer bereits vollgestopften Stadtautobahn hinweg. Sie schlängelt sich, wie auf Stelzen stehend, über die gesamte Stadt hinweg. Das sieht grandios aus! Dank Tilt-Shift-Optik kann man sich nach getaner Arbeit zurücklehnen und zuschauen, wie der Verkehr sich langsam beruhigt. Besonders toll sieht das aus, wenn Brücken (Straßen und Züge) ausgebaut werden. So hat man die Wahl zwischen tollen Hängebrücken oder Pfeilern und kann diese noch mit Bögen und allerlei Krimskrams verzieren.
Hinter der wunderschönen Wuselfassade steckt aber eine Menge Infos: Sim City verbirgt alle für die Simulation erforderlichen Informationen in mehreren Statistik-Ebenen. Die Straßen fungieren dabei als "Lebensadern". Per Farbkodierung wird angezeigt, wie gut Strom, Wasser, Müllentsorgung, Sicherheitsgefühl und Co. entlang einer Straße funktionieren. Wo es orange oder gar rot wird, muss man nachhelfen. Das ist soweit schon bekannt. Aber dahinter lassen sich noch viel mehr Statistiken anzeigen. Balken- und Kreisdiagramme tauchen auf und zeigen uns die Zufriedenheit von einzelnen Stadtbewohnern oder ganzer Stadtteile. Und wenn es mal zu perfekt läuft und nichts mehr zu tun ist, kann man die Statistiken ja zurücksetzen – mit Katastrophen: ein Meteoriteneinschlag, UFO-Invasoren, Vulkane, Erdbeben oder Tornados machen Stadtteile oder ganze Städte platt. Dann kann man von vorn anfangen und wieder die perfekte Stadt aufbauen.






