Mit Online-Modus und herunterladbaren Songs geht Singstar auf der Playstation 3 in eine neue Runde!
Nachdem Singstar damals auf der Playstation 2 einschlug wie eine Bombe und aufgrund seines Erfolges jede Menge Addons nach sich zog, geht der Party-Spaß auch auf der Playstation 3 weiter. Im Vorfeld wurde schon viel versprochen. Von kabellosen Mikros, über den Online-Modus mit einer Fülle herunterladbarer Songs (mehrere hundert) und Videos in HD-Qualität, die per Email versendet werden können und und und. Ende 2007 war es nun endlich so weit und das langersehnte Singstar der nächsten Generation stand in den Läden bereit. Wir haben uns näher damit beschäftigt und überprüft ob die Versprechen und großen Ankündigungen auch eingehalten wurden. Ob alles nur Schall und Rauch war oder man tatsächlich Wort gehalten hat, erfahrt ihr hier.
Wie Singstar funktioniert
SingStar
Auch auf der Playstation 3 ist in Sachen Gameplay alles beim Alten geblieben, denn am Grundprinzip von Singstar hat sich seit dem ersten Teil eigentlich nichts Gravierendes geändert: Nachdem die Mikros angeschlossen sind, kann es schon fast losgehen. Jetzt wird noch fix entschieden, ob man alleine oder mit Freunden singen will und schon geht es ab in die Songauswahl. Hat man sich auf eines der 30 Lieder geeinigt, dürfen sogleich die Stimmbänder strapaziert werden. Nach wie vor wird der obere Rand des Bildes dafür verwendet, eure Punkte, die Länge des Songs usw. darzustellen und am unteren Rand seht ihr den jeweiligen Text zum Mitsingen. Ihr singt euch von Zeile zu Zeile, welche immer aus einer gewissen Anzahl an Wörtern bestehen, die auch als Balken dargestellt werden. Am Ende jeder Zeile wird euch ganz kurz in einem Wort gesagt, wie gut ihr im aktuellen Abschnitt gewesen seid (z.B. "grausam" oder "cool"). Um die Geschwindigkeit der aufeinander folgenden Wörter einschätzen zu können, werden diese deutlich farblich markiert. So weiß man immer genau, wo man gerade ist, bzw. sein sollte. Man kennt das ja bereits von den ersten Karaoke-Maschinen in Form eines kleinen Punktes, der immer auf die Wörter hüpft, die gerade gesungen werden müssen. Der Text alleine nützt einem aber gar nichts - wer die Melodie nicht kennt, wird kläglich scheitern. Doch auch dazu hat man sich etwas einfallen lassen: Aufgrund der Lage der farbigen Balken, kann man abschätzen, wie ein Wort gesungen werden muss. Sind diese eher unten angeordnet, dann muss tief gesungen werden, sind sie weiter oben, so solltet ihr höher singen. Je nach Länge des Wortes, sind die Balken mal länger und mal kürzer, was euch signalisieren soll, ob ihr den Ton lange halten oder nur kurz ansingen müsst. Bei besonders schrillen oder tiefen Passagen braucht ihr euch aber nicht die Seele aus dem Leib zu kreischen, denn man muss nicht die exakte Tonhöhe treffen, sondern nur die Melodie nachsingen. Es hat also jeder eine faire Chance.
Neuerungen?
SingStar
Auf der Playstation 3 hat sich sogar etwas getan. Singstar hat einen Online-Modus spendiert bekommen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt. Ansonsten haben sich die Köpfe der Sony-Studios in Sachen Spielmodi leider auch dieses Mal kein bisschen kreativ gezeigt und keine Neurungen eingebaut. Natürlich ist das Spielprinzip auch heute noch absolut klasse und spaßig, aber ein paar lustige Ideen hätten den Spaß am Singen mit Sicherheit noch weiter erhöhen können. So bleibt also alles wie es ist: Da hätten wir wieder den Einspielermodus, welchem abermals kaum Beachtung geschenkt wurde, denn Singstar ist definitiv kein Spiel, das einen alleine besonders lange fesseln kann - nicht umsonst sind von Anfang an gleich zwei Mikros mit dabei. Sollten aber mal keine Freunde in der Nähe sein, so dürfen alle Songs natürlich auch im Alleingang bewältigt werden. Zum Üben ist dies ganz nett und man kann seine Sangeskünste später auch noch mit Hall unterlegen, in eine Kinder- oder Roboterstimme umwandeln - kaum jemand wird sich hier stundenlang aufhalten. Eine andere Spielerei ist der Einsatz der EyeToy-Cam. Wird sie angeschlossen, seht ihr euch selbst auf dem Bildschirm und es erscheinen mitten in den Songs bei besonders schweren Passagen glitzernde Symbole. Hier werden ein paar Sekunden eures Geträllers aufgezeichnet und ihr könnt euch diese kurzen Ausschnitt nach Beendigung des Titels anschauen. Das sorgt für so manche Lacher.
Quelle: Sony
SingStar
Wenn Freunde zu Gast sind, wird's noch wilder. Das eigentliche Herzstück ist logischerweise der Mehrspielermodus. Dort stehen euch wieder einmal die Optionen "Duett", "Duell" oder "Gib das Mikro weiter" zur Verfügung. Wie der Name schon sagt, wird beim Duett miteinander gesungen. Eure Leistungen werden in einen Topf geworfen und ihr bekommt eine gemeinsame Endabrechnung. Es gibt spezielle Duett-Songs, bei denen jeder in die Rolle eines Künstlers schlüpft und darauf achten muss, wann dieser singt. An der entsprechenden Farbe seht ihr immer wer gerade dran ist. Im Duell wiederum steht ihr gegeneinander auf der virtuellen Singstar-Bühne und bekommt dementsprechend auch zwei getrennte Bewertungen. Doch auch mit mehr als zwei Spielern kann man seinen Spaß haben: Im "Gib-das-Mikro-weiter-Modus" ist nämlich Platz für bis zu acht Spieler. Hier geht richtig die Party ab, denn ihr tretet in zwei Teams gegeneinander an. So singt beispielsweise ein Spieler aus Team A gegen einen aus Team B, jemand singt solo und ein Konkurrent muss seinen Punktestand überbieten oder die beiden Teams singen gleichzeitig und jeder übernimmt nur einen kurzen Part, bevor er das Mikro an seinen Teamkollegen weitergeben muss. Die verschiedenen Varianten sind also sehr vielfältig. Damit es auch immer fair bleibt und man sich nicht nur die Songs aussucht, die man auch kann, wird das Aussuchen der Lieder vom Spiel übernommen. Sollte einem der zufällig gewählte Titel so ganz und gar nicht zusagen, dann kann man einen Joker nutzen und neu wählen lassen. Doch Vorsicht: Die Anzahl der Joker ist begrenzt!
Youtube auf der PS3 - Der Online-Modus
Insgesamt hat man sich mit den Neuerungen leider sehr zurückgehalten. Doch eines ist wirklich gelungen: Der Online-Modus! Wie es Sony versprochen hat, können im Singstore neue Lieder erworben werden. Das funktioniert äußerst unkompliziert. Man wählt einen Titel aus, hört ihn sich kurz in der Vorschau an, sieht einen Ausschnitt aus dem Video und kann ihn dann gleich kaufen. Mit 1,49€ pro Song ist der Spaß allerdings nicht gerade billig. Jetzt muss er nur noch heruntergeladen werden und schon ist er in der Songauswahl vorhanden und kann fortan nach Lust und Laune gespielt werden. Das Video gibt's natürlich auch mit dazu. Bislang ist das Angebot noch nicht sehr umfangreich. Man sprach von mehreren hundert Titeln, aber bisher beläuft sich die Songauswahl auf nur 66 Songs. Natürlich ist das ein Anfang, aber es ist deutlich weniger als Sony einst versprochen hat.
Neben akustischen Genüssen kann man seinem Auge auch etwas Gutes tun. Es werden nämlich auch neue Hintergrundmotive angeboten, mit denen das Interface des Spiels aufgepeppt werden kann. Doch auch diese kosten wiederum 1,49€. Abseits des Singstores darf man sich sein ganz individuelles Online-Profil anlegen. Wenn man möchte kann man hier ein wenig von sich preisgeben und anderen einen Einblick in seine Privatsphäre geben. Was könnte wohl persönlicher sein, als ein selbstgesungenes Ständchen? Schließt die EyeToy-Cam an und filmt euch beim Singen. Speichert das Video und stellt es online, sodass jeder Singstar-Spieler es anschauen und bewerten kann. Auf diese Weise entsteht eine Plattform, die stark an "Youtube" erinnert, sich allerdings nur mit Singen beschäftigt und nur Singstar-Besitzern zugänglich ist. Kreative Köpfe legen eine besonders ausgefallene oder lustige Performance hin, an der sich die ganze Welt erfreuen darf. Egal ob schräge Outfits oder schiefe Töne, merkwürdige Moves oder wunderschöner Gesang - man findet zu allem irgendwo ein Video. Allein die Suche nach Skurrilem kann einen ziemlich lange bei Laune halten und amüsieren. Zudem kommen jeden Tag neue Videos hinzu und es lohnt sich immer wieder einen Blick ins virtuelle Singstar-Universum zu werfen. Wer nicht ganz so mutig ist, der kann auch nur seine Audiomitschnitte oder aber ein paar Fotos, die während der Gesangseinlage geschossen wurden, online stellen.
Die Menüführung und die unkomplizierte Handhabung des Online-Modus sind ein ganz dickes Plus. Er ist eine echte Bereicherung für Singstar, doch man hätte auch noch mehr daraus machen können. So ist es beispielsweise nicht möglich, mit anderen Singwütigen übers Netz zu trällern. Das geht nur alleine oder mit Freunden in den heimischen vier Wänden. Sehr schade, denn das wäre mit Sicherheit ein unheimlich tolles Feature gewesen.
