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  • Singularity: Das Spiel mit der Zeit - Leser-Test von GameFreakSeba

    Jeder von uns wünschte sich sicherlich schon einmal, dass er in der Zeit herum reisen könnte. Sei es mit einer speziellen Zeitmaschine oder anderweitig. Nicht zuletzt Filme wie Zurück in die Zukunft oder Timemachine, weckten das Interesse in uns allen, gerne einmal zu wissen, wie die Vergangenheit wirklich aussah. Ob sie besser war, so wie es unsere Eltern und Großeltern es immer gerne zu sagen pflegen. Wie viele Entscheidungen, die sich hinterher als Fehler herausstellten, würden wir anders treffen. Egal welchen Zweck wir mit einer Zeitreise auch erfüllen würden, es würde immer die große Frage bleiben, Was wäre wenn?! Doch vielleicht könnte man auch die Frage: "Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?" beantworten. Nun ja, vielleicht ist es irgendwann ja möglich, doch heute bleibt es einfach nur ein Traum beziehungsweise ein unerfüllbarer Wunsch in uns. Sicherlich wären unsere Absichten mehr oder weniger sinnvoll, doch träumen kann man schließlich. Ihr werdet euch sicherlich fragen, was dies alles mit einem Videospiel zu tun hat. Ich werde es euch natürlich verraten.

    Die Entwickler aus dem Hause Raven Software kreierten in den letzten Jahren ein Spiel mit dem Titel Singularity für die Xbox 360 und Sony's Playstation 3. Bei diesem Ego-Shooter handelt es sich um ein actionreiches Gebräu aus Gegenwart und Vergangenheit, welches uns erlaubt, alte Ruinen wieder aufleben zu lassen und mit Menschen zu füllen. Nun lasst uns einmal schauen, was dieser Shooter dem Spieler zu bieten hat.

    Zu Beginn des Spiels Singularity lernen wir Nathaniel Renko kennen, der Anfangs noch nichts von seinem weiteren Lebensabschnitt erahnt. Renko ist der Captain einer besonderen Eliteeinheit und somit wird er natürlich auch mit Aufträgen versorgt. Schließlich erhält Captain Renko den Auftrag, eine Insel namens Katorga 12 zu finden und diese zu erkunden. Aber nicht zu früh freuen, denn wir sind hier nicht im Paradies gelandet. Auf der Insel sollen sich merkwürdige, mysteriöse physikalische Phänomene breit machen, die dringend aufgeklärt werden müssen. Nun kommt ihr ins Spiel. Die Ursache der Phänomene ist ein besonderes Element, mit der Bezeichnung 99. Nach Ankunft auf der russischen Insel dauert es schließlich nicht lange, bis Captain Renko merkt, dass hier etwas mehr nicht stimmt, als nur die physikalischen Gesetzte. Denn kaum ist er auf der Insel angelangt, wird er auch schon in einen Zeitstrudel eingezogen, der ihn ungewollt ins Jahr 1950 zurück reisen lässt. Genau in diesem Moment misslingt ein wichtiges Experiment und alles geht in die Luft. Wir versuchen uns in Sicherheit zu bringen und machen Bekanntschaft mit Dr. Nikolai Demichev. Natürlich helfen wir diesem armen Kerl und retten ihm das Leben, ohne zu wissen, was wir damit anrichten. Schnell findet sich Renko in der Gegenwart wieder, wo er kurz darauf feststellen muss, welch einen Fehler er begangen hat. Dr. Demichev, den wir gerettet haben, ist nun ein mächtiger Tyrann geworden, der mit allen Mitteln versucht die Weltherrschaft zu übernehmen. Die Bevölkerung unter ihm lebt in unmenschlichen Zuständen. Die russische Diktatur hat zugeschlagen. Captain Renko sieht seinen begangenen Fehler ein und sieht nur eine Chance die Welt zu retten. Er muss wieder zurück in das Jahr 1950 und Dr. Demichev töten, damit die Weltordnung und die bekannte Zukunft wieder hergestellt werden kann. Ganz nebenbei kann er auch noch die Insel von den Handlangern des russischen Diktators säubern und sich um eigenartige Mutanten kümmern, die vermutlich aus einem misslungenen Experiment stammen.

    Willkommen in der Vergangenheit. Zu Beginn des Spiels Singularity ist der Spielverlauf noch ein wenig zäh und langwierig - Vor allem die erste Stunde. Hier werden wir genauer gesagt in das Spiel eingeführt und vor uns liegt ein Tutorial. So erfahren wir, wie unser Protagonist springt, sich duckt und vieles mehr. Nach und nach lernen wir die Steuerung kennen und finden schließlich unsere erste Waffe, mit der wir uns gleich etwas sicherer fühlen. Auch wenn sich erfahrene Spieler durch die erste Spielstunde durch beißen müssen, ist hier für Anfänger wirklich alles perfekt und ermöglicht ihnen einen gelungenen Einstieg, so dass jeder die gleichen Chancen hat und nicht gleich abgeschreckt wird.

    Auf unseren ersten Wegen finden wir Notizen, Filmprojektoren und Tonbänder, die uns Hintergrundwissen zur Insel Katorga 12 abliefern und die uns ein wenig nachvollziehen lassen, was hier wirklich passiert ist. Doch das mit den Tonbändern kennen wir doch irgendwoher oder - Bioshock.

    Sobald wir zu Beginn des Spiels schließlich im Labor ankommen, wird Singularity erstmals interessant, denn nun findet der Spieler das Zeitmanipulationsgerät, kurz ZMG und auch der Spielverlauf nimmt etwas mehr an Fahrt auf. Das ZMG ist wirklich ein einfallsreiche Idee, die sehr vielfältig einsetzbar ist und viele Spieler wahrscheinlich ab und an zum Schmunzeln bringen wird. So besteht beispielsweise die Möglichkeit den ein oder anderen Gegner vor euren Augen altern zu lassen, sodass ihr ihn nur noch mit einem Schuss aus eurer Waffe umlegen könnt. Doch übertreibt es an dieser Stelle nicht, denn jeder Einsatz des Zeitmanipulationsgerätes kostet jede Menge wertvolle E99-Energie. Diese füllt sich nämlich nur recht langsam wieder auf, sodass man wirklich darauf achten sollte, wann man das ZMG einsetzt. Wollt ihr jedoch die Umgebung um euch herum wieder ein wenig in Ordnung bringen, ist die E99-Energie nicht notwendig. So könnt ihr beispielsweise zerstörte Treppen wieder in Stand setzten oder aber zertrümmerte Kisten wieder in ihren ursprünglichen Zustand verwandeln. Aber als wäre das noch nicht genug und vor allem mal ein sehr interessantes Spielelement, warten in Singularity auch wieder ein paar Rätsel auf euch.

    Ich müsst zum Beispiel ein alte verrostete, zerdrückte Kiste unter ein defektes Rolltor schieben. Anschließend lasst ihr die Kiste wieder in alten Glanz erstrahlen, wobei sie auch ihre ursprüngliche Form annimmt und anschließend das Rolltor nach oben drückt, so dass euer Weg frei ist. Leider haben die Entwickler eine klare Linie vorgegeben, welche Gegenstände ihr verjüngen könnt und welche eben nicht, sodass ihr eben nicht wahllos alles wieder in Stand setzen könnt. So hätte man hier sicherlich etwas offener sein können und mehr Möglichkeiten integrieren können. So könnt ihr einen bestimmten Gegenstand in seine Ausgangsform verwandeln, aber beispielsweise ein Müllcontainer der direkt daneben steht, bleibt alt und verbraucht. Im Laufe des Spiels werden die unterschiedlichen Rätsel jedoch immer kniffliger, sodass man wirklich ab und an sein Gehirn benutzen muss. Neben dieser Zeitfunktion kann das ZMG auch als Gravity Gun verwendet werden, mit der ihr anschließend verschiedene Objekte bewegen könnt. Ein E99-Ball, denn ihr auch mit dem ZMG abschießen könnt, ermöglicht es euch, die Zeit in eurer Umgebung für einen kurzen Moment anzuhalten.

    Neben dem ZMG erwartet euch die normale Ego-Shooter-Kost an Waffen. So haben wir Pistolen, Schrotflinten und diverse Maschinengewehre im Sortiment - aber auch etwas Neues. So können wir auf einen Seeker zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um ein Scharfschützengewehr, welches mit E99-Patronen gefüllt ist. So verlangsamt sich nach Abschuss dieser Kugel automatisch die Zeit und ihr habt anschließend die Möglichkeit die Kugel mit dem rechten Analogstick selbst ins Ziel zu befördern. Im gesamten Spiel werdet ihr immer wieder Upgrade-Kits finden, die ihr anschließend an eure Waffen montieren könnt. Somit habt ihr die Chance den Schaden, die Präzision und die Magazinmenge zu vergrößern. Captain Renko sammelt auch immer fleißig E99-Kapseln ein. Nach diesen Dingern solltet ihr immer die Augen offen halten, denn diese könnt ihr gegen diverse Verbesserungen eintauschen. So erlangt ihr mehr Lebensenergie oder aber ihr könnt mehr E99-Energie mit euch herum schleppen. Die unterschiedlichen Upgrades machen sich im späteren Spielverlauf deutlich bemerkbar. Dies motiviert den Spieler die Sammlerstücke wirklich zu suchen, denn diese sind meist sehr gut versteckt.

    Hin und wieder macht ihr Bekanntschaft mit diversen Zeitrissen, die ihr mit Hilfe des ZMG aktivieren könnt. So habt ihr die Möglichkeit zwischen den Jahren 2010 und 1950 hin und her zu reisen. So kann es schon einmal vorkommen, dass ihr in der Gegenwart eine alte Ruine betretet. Wechselt ihr dann ins Jahr 1950, kann es sein dass ihr in einem ordentlichen Prachtsaal steht. Doch nicht nur die Umgebung ändert sich.Die Gegner gehen schließlich auch mit der Zeit. So warten in der Vergangenheit noch russische Soldaten und harmlose Mutanten auf euch und im Jahre 2010 sind es hingegen Speznaz-Kämpfer und etwas andere, aber dennoch aggressivere Monster auf euch.

    Aus technischer Sicht kann man bei kurzen Blick auf den Bildschirm schnell davon ausgehen, dass es sich hier um Bioshock 2 handelt, doch dass ist nicht nur. Die Spiele haben lediglich eine gemeinsame Unreal Engine, wodurch Singularity auch eine bedrückende Atmosphäre zu bieten hat. So hat man genauso wie in Bioshock 2, auch hier rostige Texturen, viele Wassereffekte und zudem auch kleinere Lichtquellen. Neben- und Verwischeffekte lassen die Zeitreisen ein wenig mehr durchdringen und rundet die gesamte Optik ab, sodass sie wirklich gelungen ist. Wir in Deutschland können uns freuen, denn Singularity kommt extra mit deutscher Sprachausgabe auf den Mark und kann sich auch wirklich hören lassen, denn einen Untertitel gibt es hier nicht. Dies kann leider ab und an in lauten Situationen dazu führen, dass Dialoge und andere Audioaufnahmen ein wenig unter gehen.

    Fazit

    Singularity ist ein guter Shooter - nicht mehr und auch nicht weniger. Viele Ideen, die sich vielleicht von der Masse hervorheben würden, wurden nicht genutzt. Wäre dies der Fall gewesen, so wäre ein noch höhere Wertung möglich gewesen, so bleibt es nur dieser. Käufer sollten auch jedenfalls zur der EU-Version des Spiels greifen, denn bei der deutschen Verkaufsversion sind wieder einmal etliche Schnitte vorgenommen worden, welche das Gameplay zwar nicht wirklich beeinflussen, dennoch nicht zu knapp ausgefallen sind. Außerdem ist die englische Sprachausgabe auf dieser nicht vorhanden.

    Negative Aspekte:
    Manche Texturen recht schwach, viele Rätsel äußerst nervig, teilweise sehr eintönig, Manipulations-Feature nicht ausgereift, deutsche Version geschnitten

    Positive Aspekte:
    Hübsche Optik, stimmige Atmosphäre, passender Soundtrack, gute Story, ordentlicher Umfang

    Infos zur Spielzeit:
    GameFreakSeba hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Singularity

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GameFreakSeba
    7.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Singularity
    Singularity
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Raven Software
    Release
    24.06.2010
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Singularity
Singularity: Das Spiel mit der Zeit - Leser-Test von GameFreakSeba
http://www.gamezone.de/Singularity-Spiel-33270/Lesertests/Singularity-Das-Spiel-mit-der-Zeit-Leser-Test-von-GameFreakSeba-1010655/
12.03.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/06/SingPC_18.JPG
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