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  • Sinking Island: Mord im Paradies im Gamezone-Test

    Das düstere Point and Click entpuppt sich als eines der besten Krimi-Adventures des Jahres.

    Mit Sinking Island schickt Benoît Sokal mit seinem eigenen Label White Birds erneut ein 3D-Adventure ins Rennen. Bei Sinking Island handelt es sich diesmal um ein Krimi-Adventure. Nachdem das Adventure Paradise, das im Sommer 2006 erschienen ist, doch so einige Schwächen hatte, darf man gespannt sein, welchen Eindruck Sinking Island macht.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island kommt in einer DVD-Box mit separater Umverpackung und einer Frontklappe, in dem sich die Figuren des Spiels dem potenziellen Käufer präsentieren. Das Spiel selbst belegt nach der Installation 2,5 GB auf der Festplatte und startet ohne weitere Schwierigkeiten oder Instabilitäten. Eine kurze Einführung in das Spielprinzip vermittelt die ordentliche 24-seitige Anleitung. Leider ist das Spiel mit dem Starforce 5 Kopierschutz versehen, der wie seine Vorgänger sehr kontrovers diskutiert wird, da dieser bei bestimmten Systemen für Probleme und Instabilitäten verantwortlich gemacht wird.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Kaum gestartet kann sich der Spieler ein neues Profil anlegen und zwischen den beiden Spielmodi "Adventure" und "Gegen die Zeit" wählen. Der Modus "Adventure" entspricht dem, was man üblicherweise von einem solchen Spiel gewohnt ist: ohne jeden Zeitdruck kann man die Rätsel lösen und sich in der Spielwelt bewegen. "Gegen die Zeit" ist ein so genannter Echtzeitmodus. Der Spieler muss seine Aufgaben erfüllen und die Ermittlungen zügig vorantreiben, denn wie im echten Leben dreht sich die Welt um einen selbst herum weiter und so kann es passieren, dass der Fall nicht mehr lösbar ist, weil bestimmte Beweise verschwinden oder andere Figuren im Spiel nicht mehr greifbar sind.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Worum geht es aber nun in Sinking Island? Der Spieler übernimmt die Rolle des Inspektors Jack Norm, der eigentlich gerade auf dem Weg in seinen wohlverdienten Urlaub ist, als ein Anruf von seinem Chef Victor Reeves kommt. Dieser teilt ihm mit, dass auf der Insel Sagorah, welche zu den Malediven gehört, der Milliardär Walter Jones ums Leben gekommen ist. Herr Jones errichtete auf der Insel einen großen Turm, der ein Luxusressort für reiche Urlauber werden soll. Pflichtbewusst lässt sich Jack Norm mit einem Hubschrauber auf die Insel fliegen um seine Ermittlungen aufzunehmen. Auf der Insel herrscht wegen eines Unwetters eine sehr düstere Stimmung. Auf Sagorah wird Jack vom Staranwalt und engstem Vertrauten des Verstorbenen, Hubert de Nolent, empfangen. Dieser führt den Ermittler auch gleich umgehend zur Schildkrötenplatform, einer kleinen Klippe am Meer, wo Walter Jones mit seinem Rollstuhl abgestürzt ist.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Zunächst ist die Frage zu klären, ob es sich bei dem Todesfall überhaupt um Mord oder doch nur um einen Unfall handelt. Stück für Stück begegnet Jack den zehn Verdächtigen, die alle ihre Geheimnisse und auch ein Motiv für einen Mord haben. Nicht nur Hubert de Nolent wirkt verdächtig, weil ihm niemand vertraut, auch der Architekt des Turms, Lorenzo Battaglierie ist ein Kandidat. Walter Jones hat ihn dazu gezwungen, den Turm ohne Rücksicht auf geltende Sicherheitsstandards zu vergrößern. Durch das zu hohe Gewicht des Turms versinkt nun aber die Insel, da das Korallenriff, auf dem die Insel steht, dieser Belastung nicht gewachsen ist. Der Eingeborene Kolio Jumhu ist daher ebenso ein Verdächtiger, wie seine Tochter Baina Jumhu, in die Walter Jones verliebt war. Weiterhin gibt es da noch die Enkel von Walter Jones, Sonia Abruzzi-Jones und ihr Gatte Martin Abruzzi, die finanzielle Probleme haben. Enkel Billy Jones erregt mit seiner Spielsucht Aufmerksamkeit. Seine Spielschulden trieben die Firma des Vaters von Clara Jones, der Frau von Billy Jones, in den Ruin. Dennoch glaubt Sie immer noch an das Gute in Ihrem Ehemann. Zu guter letzt gibt es dann noch Marco Jones mit seiner Freundin und Wahlkampfleiterin Christina Bromski. Marco, dessen Erscheinungsbild sehr stark an Arnold Schwarzenegger erinnert, wurde durch Walter Jones mit aller Kraft in seinem Wahlkampf unterstützt. Als Walter Jones jedoch herausfand, dass Christina Bromski, eine Russin, die neue Freundin seines Enkels war, ist Marco bei ihm in Ungnade gefallen.

    Die Ermittlungen sind nicht nur wegen der immerhin zehn Verdächtigen nicht ganz einfach, insbesondere im "Gegen die Zeit"-Modus hat Jack Norm ein weiteres Problem: Für die gesamten Malediven sind für die nächsten Tage schwere Unwetter angesagt, die zur Zerstörung des sowieso zu schweren Gebäudes auf der Insel führen können. Die Ermittlungen müssen daher innerhalb von drei Tagen abgeschlossen sein, damit überhaupt noch eine Evakuierung von der Insel möglich ist.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island ist ein klassisches Point-&-Click Adventure. Man steuert Jack mit Hilfe der Maus über die Insel und besondere Gegenstände bzw. Bereiche werden mit einer Änderung des Mauscursors gekennzeichnet. Um das Setting als Krimi Adventure zu unterstreichen, muss der Spieler nicht nur, wie gewohnt, Gegenstände einsammeln und miteinander benutzen, er muss auch Beweismaterial für seine Ermittlungen sammeln. Dies können Zeugenaussagen sein, aber auch Beweisstücke, Analysen und Fotos. Damit man sich das alles nicht selbst merken muss, hat man den so genannten "PPA - Personal Police Assistant" mit dabei. Dabei handelt es sich um einen Laptop, in dem alle Indizien, Beweise und sonstige Materialien gespeichert werden. Das Spiel ist in 13 Abschnitte unterteilt. In jedem Abschnitt muss der Spieler genügend Material sammeln, um damit das aktuelle Rätsel lösen zu können. Anfangs geht es dabei um die recht einfache Frage, ob es sich überhaupt um Mord handelt, später werden die Rätselfragen aber schwieriger, wie z.B. "Was war die Tatwaffe?" oder "Wer war vor dem Mord als letzter in der Bibliothek?". Nicht nur der PPA ist eine innovative Abwechslung zum klassischen Point-&-Click Adventure, auch die Tatsache, dass einige Gegenstände eine mehrfache Funktion haben, lässt das Detektivherz höher schlagen. Beispielsweise kann ein Gegenstand nicht nur selbst benutzt werden, sondern liefert auch wertvolle Hinweise zum Lösen eines Rätsels.

    Die Geschichte selbst ist nicht linear, da sich die zehn Figuren auf der Insel bewegen. Dazu kommt noch, dass Jack von Zeit zu Zeit Essen muss oder einen Telefonanruf durchführen muss. Hierzu teleportiert das Spiel die Figur z.B. in das Restaurant oder auf das Zimmer. War man gerade auf einem langen Fußmarsch zu einem der Verdächtigen um ein Interview durchzuführen, kann dies manchmal schon gehörig nerven.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Jack selbst bewegt sich durch eine sehr liebevoll und realistisch anmutende Landschaft. Der Hotelturm ist eine optische Augenweide. Der Prunk eines Luxushotels mit seinen Marmorböden und Säulen, den teuren Leuchtern, Edelstahl- und Chromelementen wurde so detailreich umgesetzt, dass man insbesondere beim erstmaligen Besuch jedes Screens aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Die Szenerie ist durch zahlreiche Animationen belebt worden. Im Freien wogen sich die Palmen im Sturm und der Regen peitscht gerade so herunter. Da die Tageszeiten ebenfalls umgesetzt wurden, kann man staunend bewundern, wie die auf- und untergehende Sonne tolle Licht- und Schatteneffekte insbesondere am Hotel erzeugt. Leider hat man in einem Punkt nicht dieselbe Liebe zum Detail gezeigt, wie bei der Landschaft: Die zehn Verdächtigen und Jack sind bei Nahaufnahmen fürchterlich schlecht animiert. Die Gestik und Mimik der Personen wirkt abgehackt und hölzern. Die minimal sichtbare Mimik und insbesondere die kaum vorhandenen eckigen Lippenbewegungen passen meist gar nicht zum gesprochenen Wort und trüben den sonst hervorragenden Eindruck leider sehr. Dieser Patzer ist auch deshalb schade, da die Dialoge interessant geschrieben sind und die deutsche Synchronisation gut gemacht wurde.

    Sinking Island: Mord im Paradies Sinking Island: Mord im Paradies Die Grafik lässt sich für 16:9 und 16:10 Widescreen-Monitore anpassen und dank des bis zu vierfachen Antialiasing fügen sich die Spielfiguren nahtlos in die Landschaften ein. Die Filmsequenzen, wie beispielsweise das Intro, sehen hervorragend aus. Viele Zwischensequenzen sind in der Spielgrafik animiert, was auch noch ausreichend gut aussieht. Die Grafikeffekte wie Rauch, Schatten, das Wetter sind ebenfalls mit viel Liebe zum Detail animiert. Auf Wunsch lassen sich Untertitel zuschalten, so dass man die Dialoge mitlesen kann, was das Spiel auch für Hörgeschädigte spielbar macht.

    Sinking Island: Mord im Paradies (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schöne Grafik
    Einfache Steuerung
    innovatives Konzept zur Rätsellösung
    nichtlinearer Verlauf
    Sehr viel Lauferei notwendig
    die nicht abgekürzt werden kann
    Mimik und Gestik der Charaktere sehr schlecht
    Starforce Kopierschutz
  • Sinking Island: Mord im Paradies
    Sinking Island: Mord im Paradies
    Publisher
    bhv Software GmbH & Co. KG (DE)
    Developer
    Daedalic Entertainment
    Release
    16.10.2007

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991548
Sinking Island: Mord im Paradies
Sinking Island: Mord im Paradies im Gamezone-Test
Das düstere Point and Click entpuppt sich als eines der besten Krimi-Adventures des Jahres.
http://www.gamezone.de/Sinking-Island-Mord-im-Paradies-Spiel-33277/Tests/Sinking-Island-Mord-im-Paradies-im-Gamezone-Test-991548/
21.11.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/11/003_6_.jpg
tests