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  • Sly Raccoon: Sly Racoon - Ps3-Triology Part I - Leser-Test von the_paddy

    Introduction
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    Da bin ich nun - im Jahre 2011 angekommen, genau 8 Jahre nach dem Release des auf Ps2-begeisternd-eingeschlagenen Reviews.
    Kurz vor Weihnachten stand eine kleine Spende vom eigenen Geldbeutel im MediaMarkt an und ja ... ich hatte seit ein paar Wochen die seit Dezember erhältliche "Sly Triology" im Auge. 3 Spiele - von denen ich wusste, dass sie allesamt Werte im grünsten Bereich absahnten für ca. 40 € ?
    Da reicht einfach kein Gang zur Videothek aus, nicht einmal für einen Teil der Serie, um es mal eben am Wochenende zu genießen und als gute Erinnerung zu behalten.
    Ein bekanntes Videospielmagazin, in dem ich den ersten Auftritt Sly Coopers anno dazumal live in einem Testvideo sah, ließ mich faszinierend nach einer Ps2 - ich hatte damals bedauerlicherweise keine - lechzen.
    Nun hab ich die komplette Sammlung in aufpolierter HD-Grafik (inklusive leicht aufgepeppelter Charaktermodelle) & ein paar Minispiele mit Move-Unterstützung gleich dazu.

    ? ! or "Getting started"
    ___________

    Doch... stiehlt er erfolgreich mein JumpnRun-Herz oder lösen seine Langfinger doch ungeschickterweise Alarm im Spielspaßbereich aus?
    Nun ja... es ist komplizierter, aber widmen wir uns der Reihe nach den einzelnen Spielen.

    Das geschichtliche Drum-herum
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    Sly Cooper - seines Zeichens diebischer Waschbär-Jungspund will in die Fußstapfen seines Meisterdiebes-Stammbaum treten und von den größten Vorbildern das uralte zusammengetragene Vermächtnis - dem Buch der Meisterdiebe - zurückergattern.
    Zurückergattern?
    Jawohl! Bedauerlicherweise haben nämlich 5 verschiedene Feinde des berühmten Cooperclans es entwendet, in 5 Stücke gerissen, jeder hat eins bekommen und sich von dannen gemacht.
    Nachfolgend gilt es mit seinen 2 Mitstreitern Bentley & Murray sich auf die Suche nach ihnen zu machen und alles zurückzustehlen und nebenbei auch noch Clockwork - den Oberbösewicht auszuschalten.
    Sly selbst kennt Bentley, die kleine hochbegabte IT-Schildkröte und Murray, das liebenswert-trottelig-muskulöse Nilpferd bereits aus der Kindheit als er gemeinsam mit ihnen im Waisenhaus aufwuchs.
    Zwar ist keiner der Teamkameraden zu entbehren, doch konzentriert sich der erste Spielableger ausschließlich auf den Waschbären selbst - nur in den nachfolgenden Teilen kommen weitere steuerbare Charaktere hinzu, was als Vorschaukommentar wahrlich abwechslungsreich ist, wobei aber Sly selbst mit seinen Fähigkeiten stets im Fokus bleibt. Immerhin kann man mit ihm am meisten machen.

    Waschbärische Fähigkeiten
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    Zum Beispiel an Wänden entlangschleichen, auf Seilen entlangbalancieren oder -sliden, bei Stillstand unsichtbar werden oder mit seinem Stock an Haken entlangschwingen.
    Letzterer stellt auch die einzige wirkliche Waffe dar, die ihr benutzen könnt - was aber vollkommen ausreicht.
    Freischaltbare Gimmicks wie eine fernzündbare Bombenmütze sind schon allein aufgrund der langatmigen Animation und Spielflussbremse nicht wirklich interessant.
    Jedenfalls werdet ihr sowohl im Hauptstorydurchgang als auch durch Einsammeln von Extras zusätzliche Fähigkeiten freispielen.
    Dazu aber später mehr.

    Design
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    Kommen wir zunächst einmal zum grandiosen Aufbau des Spiels.
    Anders als in den gängigen Stealthagenten Sam Fisher aus Splinter Cell, Garett aus der Thief-Reihe oder wahlweise auch Hitman gestaltet sich die Wahl der Levels non-linear.
    Ihr betretet zunächst die Welt des Endgegners, die - so wie alle anderen In- und Outro-Cutscenes in hübschem Comicstil dargestellt wird (und sich grafisch auch weiter mit dem ingame Cel-Shade-Look ergänzt) - stets ein ansehnliches plakativ-filmisches Überschriftsposter präsentieren.
    Allein wieviel Details darauf zu erkennen sind, zeugt von der Detailverliebtheit der Entwickler. Als kleine Vorschau: der zweite Ableger kommt da wesentlich uninspirierter daher, macht aber die Zwischenszenen hingegen "moderner".
    Subjektiv.

    Stichprobe: Level
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    Also: Welt wird betreten. Einführungslevel wird gespielt, in der man sich der Basis des Endgegners nähert - und dann switcht das Spiel in eine Mini-offene Welt, die mehrere Sublevel hat und es in jedem gilt den Schlüssel zu erstehen, der wiederrum - falls alle vorhanden sind - den Endgegnerlevel freischalten.
    Ergo: ihr könnt frei wählen welchen Level ihr als nächstes angeht bis ihr weitere Bereiche mit mehr Sublevels öffnet.
    Alle Schlüssel werden jedoch benötigt - also darf nichts ausgelassen werden, nur Level darf man so aussuchen, ob man nun Lust auf ein Minispiel oder einen weiteren Abschnitt hat, der ein wenig Story bietet (Sly wird von seiner Lieblingspolizistin Carmelita Foxx gejagt) und Extras bietet.
    Da sind wir wieder - die Extras.
    In Form von zerstörbaren Flaschenpost-Flaschen klimpern sie an mehr oder minder schwer erreichbare Orte und lassen bei voller Anzahl einen versteckten Safe öffnen.
    Diese Flaschen befinden sich aber NUR in Geisterbahn-Schienenlevels, in denen es hübsch von A nach B geht und man viel optische Abwechslung hat und immer das Gefühl bekommt "nach vorne" zu kommen.
    Dazu aber später auch noch mehr.

    Sammelbares & Trophäen
    ______________________________________

    In den Safes befinden sich übrigens mehr oder minder brauchbare neue Moves oder Erleichterungen (beispielsweise in Wasser oder Abgründe fallen ohne Schaden zu nehmen oder einen Bodenstampfer oder Zeitlupe, wobei sich bei Letzterem ALLES in Zeitlupe bewegt und somit komplett unbrauchbar ist).
    Alle zu sammeln ist aber bestimmt für Trophy-Hunter interessant - da setzt die Sly-Triology übrigens ganz weit unten an: ALLE Trophäen sind übrigens mit einem Durchspielrutsch ohne größere Probleme zu ergattern. Man muss nur gründlich sein.
    Dass ich da zum Beispiel nach den ersten 30 Hinweisflaschen (es gibt ca. 1000 insgesamt) schon eine Goldtrophäe bekomme und sie als "Sammle alle Hinweisflaschen" markiert ist, ließ mich schon die Stirn runzeln und anschließend im Gesicht schmunzeln. Verdammt - die habens echt verkackt das ordentlich zu programmieren..

    Straight & difficult..
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    Jedenfalls gibt es 2 Arten von Levels: Minispiel oder linearer Schlauchlevel. Ich bin übrigens ein Fan dieser straighten Schule und bin außer in Ausnahmen wie Red Dead Redemption schnell ermüdet von der redundanten Art vom Sandbox-Spiel.
    Offene riesige Welt ohne viel zu tun?
    Blöd.
    Vor allen Dingen, wenn man immer und immer wieder dieselben Orte entlanggehen muss - das mach ich nur, um einen Time-Highscore hinzulegen - übrigens auch für jeden Level später machbar, aber bringt keine Trophäe oder erkennbaren Gewinn. Die Zeit ist übrigens sauknapp bemessen und da das absolut sekundär ist, ließ ichs aus.
    "Sauknapp" ist übrigens ein weiteres Stichwort: Sly Racoon ist teilweise schweißtreibend schwer. Niemals unschaffbar, aber man muss sich daran gewöhnen seinem Ableben öfters beizuwohnen.
    Einen Hoppser ins Tiefe oder ein Schlag ins Gesicht und das wars - glücklicherweise gilt das aber auch für die Gegner.
    Als Bonus kann man einen Treffer / Sturz abfangen indem man Hufeisen sammelt. Eins ergibt Silber, 2 ergeben Gold - die Farbe signalisiert nur wieviel man ab kann, insgesamt kann man somit 2 mal angegriffen werden ehe man den Löffel abgibt und 1 Leben verliert.
    Achja, da war ja was...

    Leben.
    Unsinnigkeit in ganz großem Stil.
    Wie in den guten alten Zeiten gibt es sie und nach dem Tod fängt man den Level von vorne an (behält aber alle eingesammelten Flaschen) und gibt ein Life vom Konto ab.
    Nur dumm, dass man 1. in der ersten Welt immer wieder 2 Leben sich bis ins Unendliche abholen kann und 2. auch in die erste Welt jederzeit zurückkehren kann. Also alles nur eine Frage der Ausdauer und Zeit bis man gemütlich weiterspielen kann.
    Jedoch schön, dass es die Option gibt - es gibt also Hoffnung.
    Nur wenn dann ein Endgegner herantanzt, drohen sich die Geister von den Nerven zu scheiden - insbesondere der aus 3 Phasen bestehende Endgegner braucht viel Durchhaltevermögen, Glück & TrialnError.
    Und um noch einmal auf die Spielewelt zurückzukommen: SuckerPunch (Entwickler des populären inFamous) ist es dort noch nicht anzusehen, dass sie ein OpenWorldkonzept scheinbar schmackhaft finden - aber deutlich wird es im zweiten und dritten Teil. Und dann kam ja auch inFamous schon.
    Aus meiner Sicht auch kein toller Schritt - denn das erste Sly Racoon ist und bleibt das allerbeste.
    Außerdem sei zu erwähnen, dass die Minispiele mit am schwersten sind, meist auf Zeit und dann auch gleichzeitig noch das Leben gefährden.
    Hühnerkloppen beispielsweise erfordert 50 Hühner in zweieinhalb Minuten zu zerfetzen. Die aber rennen fleißig weg, sind nicht alle sofort killbar und dazu erscheinen in Abständen immer mal Bombenhühner, die man zueinander führen muss, damit man sie los wird. Ein Riiiiiiiiiiiiiiesenspaß. Vertraut mir da einfach...

    Der zusammengefasste Rest
    __________________________________

    Die Geschichte ist gewöhnlich, die deutschen Sprecher auch - hingegen fetzt aber der Humor und die Wirkung wie bei einem Cartoon der guten alten Schule. Alte Schule ist hier übrigens gut: denn nie wird irgendein Element übertrieben und Münzen ergeben ab 100 Stück ein Hufeisen (oder wenn ein Goldenes bereits vorhanden) ein Leben.
    Anders im zweiten Teil, wo das motivierende Flaschensammeln (Belohnung ist interessant & vllt nützlich) fast komplett wegfällt und einem Shop weicht, der immer mehr Geld für Gadgets verlangt und man irgendwann mehrere 1000 Münzen haben muss um etwas zu erstehen.
    Soundtechnisch gibt es auch nichts zu bemängeln, es ist ein reines Singleplayer-Game und gerade weil es so toll ist, vermisst man evtl den lokalen Coop-Modus. Gerätselt wird nicht und somit ist auch ein fließend reiner Durchgang möglich - die Steuerung begünstigt auch durch seine perfekt genaue Umsetzung die Motivation in den 5 sehr abwechslungsreich-gestalteten Welten (Sumpf, Großstadt, Schneegebirge usw.).

    Fazit (no standalone)
    ___________________

    Alles in allem sollte größter Genuss und viel Zeit für eben diesen investiert werden, wenn man einmal anfängt chronologisch die Triology durchzuspielen.
    Das ist der beste Teil in oldschoolig abwechslungsreicher Manier.
    Die nächsten Teile sind Experimente bzw. Herauskristallisierungen der Entwickler in welche Richtung sie mal gehen werden - OpenWorld für JumpnRuns?
    Bitte nicht... das trampelt soviel der Liebe kaputt und hat es auch schon bei Oddworld: Strangers Wrath" meiner Meinung nach.

    Sly Cooper rockt - und lässt die paar kleine Macken locker verschmerzen.

    Negative Aspekte:
    Schwierigkeitsgrad (teilweise), sinnloses Life-System, zu kurz (gute Spiele sind selbst bei 20h Spielzeit noch zu kurz)

    Positive Aspekte:
    Grafik, Charme der Hauptfiguren, Abwechslung, Schwierigkeitsgrad (herausfordernd), Freischaltbares, Suchtfaktor, Präsentation, Story, Linearität

    Infos zur Spielzeit:
    the_paddy hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Sly Raccoon

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: the_paddy
    9.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Sly Raccoon
    Sly Raccoon
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Sucker Punch Productions
    Release
    21.01.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Sly Raccoon
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14.01.2011
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