Sonic Forces: Vollkatastrophe oder cooles Comeback? Der neue Igel-Plattformer im Review

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Sonic Forces: Vollkatastrophe oder cooles Comeback? Der neue Igel-Plattformer im Review
Quelle: PC Games

Während Sonic the Hedgehog von 2006 und Sonic Boom mit großen Problemen zu kämpfen hatte, standen für Forces nun alle Zeichen auf Sieg. Doch sind die guten Vorausetzungen für Sonic Forces ein Garant für ein gelungenes Comeback des Sega-Maskottchens? Unser Review beantwortet alle Fragen.

Zu Beginn kann man erstmal festhalten: Sonic Forces (jetzt kaufen / 9,65 € ) ist immerhin keine Vollkatastrophe, was nach Sonic Boom bereits ein Erfolg ist. Es gibt zwar immer noch einige technische Macken, aber es ist wenigstens über weite Strecken sauber spielbar. Allerdings nicht besonders lange. Denn die Spielzeit des Titels ist mit gerade einmal drei Stunden für fast alle Level schon extrem niedrig. Dafür sorgen aber Levels, die wir mit drei unterschiedlichen Charakteren absolvieren für die nötige Abwechslung.

Sonic Forces im Test: Alte Bekannte

Die Story von Forces ist schnell erzählt: Dr. Eggman hat die Weltherrschaft an sich gerissen, indem er eine vollkommen neue Waffe erschaffen hat. Infinite, ein mysteriöses Wesen mit einer schwarzen Seele, soll den blauen Igel mit seinen virtuellen Kräften zerstören. Hinzu gesellen sich weitere Bösewichte der Reihe wie Shadow oder Chaos, die Sonic das Leben schwer machen. Als neuer Rekrut tritt euer eigener Charakter dem Widerstand bei, um Sonic zu retten und Eggman zu besiegen. Und dann taucht noch aus irgendwelchen Gründen der klassische Sonic aus Sonic Generations auf. So gibt es also drei spielbare Charaktere, die alle mit ihren eigenen Gimmicks daherkommen.

Alte Bekannte erwarten Sonic auf seinem Weg. Doch sind es wirklich Chaos, Metal Sonic, Shadow und Zavok, welche sich gegen euch verschworen haben? Quelle: PC Games Alte Bekannte erwarten Sonic auf seinem Weg. Doch sind es wirklich Chaos, Metal Sonic, Shadow und Zavok, welche sich gegen euch verschworen haben? Das Tutorial absolvieren wir mit dem modernen Sonic, der aber auch noch später im Spiel auftaucht. Dieser wetzt in einem Affenzahn durch die Stages und kann mithilfe seiner Homing-Attack und seines Turbos die Gegner aus dem Weg räumen. Dabei wechselt das Geschehen zwischen 2D- und 3D-Passagen. Wird Sonic ohne Ringe von einem Angriff getroffen, so muss er das Level vom letzten Checkpoint neu starten. Bei den 3D-Abschnitten kommt durch die rockige Musik und des hohen Spieltempos so etwas wie Spaß auf, vor allem bei den Doppel-Turbo-Momenten zusammen mit eurem eigenen Charakter. Ärgerlich: Sonics Boost katapultiert ihn viel zu oft unfreiwillig in den Abgrund. Auch die Sprungpassagen spielen sich eher schwammig und man hat nie das Gefühl, die komplette Kontrolle über den blauen Igel zu haben.

Auch Classic Sonic ist wieder mit dabei. Seine Levels sind im klassischen Sonic-2D-Stil aufgebaut. Der stumme Igel nutzt seine Spin-Attacke und rast damit durch die Loopings von bekannten Stages wie der Green Hill Zone oder Chemical Plant Zone. Leider fehlt dabei jegliches Momentum und oft genug fliegt man im Stile einer Flipperkugel unkontrolliert durch die Gegend.

Sonic Forces im Test: Ein tierischer Begleiter

Sonic Forces: Die PC-Version

Die PC-Version von Sonic Forces ist inhaltlich fast deckungsgleich mit den Konsolenfassungen. Der einzige leichte Unterschied: Die Shadow-Zusatzepisode ist in der Steam-Fassung gleich vorinstalliert. Hier schlüpft ihr in die Haut von Sonics Erzrivalen und erlebt die Vorgeschichte von Hauptbösewicht Infinite.

Ansonsten erwartet euch das, was man von einem Jump 'n Run auf dem PC auch erwarten kann. So solltet ihr lieber auf die Maus-und-Tastatur-Steuerung verzichten, da sie in den 3D-Passagen etwas hakelig ist. Das ausführliche Grafikmenü bietet dagegen einige Möglichkeiten, um das Spiel auf dem PC noch einen Tick besser aussehen zu lassen. Ihr könnt zum Beispiel die Qualität eurer Hardware anpassen oder auch die Framerate selbst festlegen. 

Insgesamt sind die grafischen Unterschiede zu der PS4-Fassung derart klein, dass sie den Spielspaß nicht beeinflussen. So macht es keinen Unterschied, ob ihr euch für die Playstation- oder PC-Version entscheidet.

Die große Neuerung von Forces ist der selbsterstellbare Held, welcher auch eine der drei Hauptrollen in der Story übernimmt. Der Charakter-Editor bietet eine Auswahl von sieben Tieren, die ihr mit verschiedenen Augen, Ohren und anderen Körperteilen ausstatten könnt. Jede Tierart hat dabei ihre ganz eigenen Fähigkeiten: So zieht der Wolf zum Beispiel Gegenstände an, während ein Kaninchen nach einem Gegentreffer länger unverwundbar bleibt. Für das erfolgreiche Absolvieren verschiedener Missionen erhaltet ihr zusätzliche Kleidung und Waffen für eure Figur. Der eigenwillige Stil der Sonic-Reihe lässt die Kreationen zwar meist etwas komisch aussehen, wem dieser Stil aber zusagt, der kann sich hier ordentlich austoben.

Die Waffen sind auch die Besonderheit eurer Spielfigur. Bei den sogenannten Wispos ist von einem Flammenwerfer bis zu einer Elektropeitsche alles dabei. Schade ist nur, dass man oftmals zu wenig Wisps in den Levels findet, um die Power-Leiste der Waffen zu füllen. So bleibt es meistens beim schnöden Durchrennen, wobei euer Charakter keine Boost-Fähigkeit besitzt. Stattdessen rutscht er mithilfe seines Greifhakens durch enge Kurven und schwingt sich damit durch die Welten. Auf geraden Strecken wäre die Beschleunigung unserer Meinung nach trotzdem eine nette Abwechslung gewesen.
Auf der Flucht aus dem Death Egg bleibt Sonic nur der waghalsige Grind über diese Metallschienen, während er von allerlei Flugobjekten attackiert wird. Quelle: PC Games Auf der Flucht aus dem Death Egg bleibt Sonic nur der waghalsige Grind über diese Metallschienen, während er von allerlei Flugobjekten attackiert wird. Die Bosskämpfe sind bei allen drei Charakteren recht gut gelungen, wenn auch alle auf dem gleichen Schema aufbauen.
Nach den 30 Levels der Hauptgeschichte gibt es leider auch nicht mehr zu tun. Ein paar Geheimlevels sorgen für Wispo-Verbesserungen und durch das Sammeln aller roten Münzen schaltet man noch ein paar Extra-Levels freizuschalten. Dann bleibt nur noch die Highscore-Jage und das Freispielen von neuen Kleidungsstücken. Das Problem der geringen Spielzeit bleibt. Alles in allem ist Sonic Forces kein schlechtes Spiel geworden, lässt aber trotz guter Ideen einiges liegen. Der zarte Spaß, der in den mageren drei Stunden Spielzeit aufkommt, ist aber sicher nicht das ganz große Comeback, was sich Serienfans seit dem gelungenen Sonic: Generations erhoffen.

Metacritic bewertet das Spiel mit 56%.

Meinung

Wertung zu Sonic Forces (PS4)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Sonic Forces (PC)

Wertung:

6.0 /10

Wertung zu Sonic Forces (NSW)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Gute MusikDrei spielbare CharaktereEigener Charakter ist eine nette IdeeViele Kostüme zum FreischaltenNette Bosskämpfe
Nur drei Stunden SpielzeitTechnische ProblemeStory mit SchwächenMäßige GrafikSprungpassagen spielen sich schwammigsehr lineare LevelDem Boost und der Spin-Attack fehlen das richtige MomentumGrafik auf der Switch niedriger aufgelöst

Bildergalerie

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