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  • Sonic Riders im Gamezone-Test

    Auch dieses Sonic reiht sich leider nahtlos in die Riege der nicht besonders gelungenen Sonic-Rennspiele ein.

    Ganze fünfzehn Lenze auf dem Buckel, aber kein bisschen langsamer: Sonic the Hedgehog feiert Geburtstag, und das auf fast allen aktuellen Systemen. Die Xbox 360 und die im März erscheinende PS3 bekommen ein spaßiges, wenn auch technisch durchwachsenes Jump and Run Abenteuer spendiert, und auch auf Nintendos Wii darf man demnächst den blauen Igel per Bewegungs-Sensorik durch bunte Plattformwelten fuchteln. Nur auf dem PC fällt die Party vorerst ins Wasser, denn hier dürfen wir uns erstmal mit der Fun-Racer-Krücke "Sonic Riders" begnügen, die schon auf den Current-Gen Konsolen nicht überzeugen konnte.

    Sonic Riders Sonic Riders Vor knapp neun Monaten bescherte uns Sega einen Fun Racer mit recht einfacher Rezeptur, der für Playstation 2, Gamecube und die Xbox der ersten Generation erschien. Man nehme ein bisschen "Wipeout", dazu noch eine Scheibe "Super Mario Kart" und eine Prise "Tony Hawks Pro Skater". Das Gemisch dann hastig mit ein wenig Comic-Atmo verquirlen und mit einem Sonic the Hedgehog Dekor servieren, fertig ist der null-acht-fuffzehn Fun Racer. Das Rezept von Sonic Riders ging schon auf den Konsolen nicht auf, auch wenn die Mischung erstmal interessant klingt. Das lag vor allem an der schrecklich groben und kantigen Steuerung, die sich in der nun erhältlichen PC-Fassung kein Stück verbessert hat.

    Highway to Hell

    Sonic Riders Sonic Riders Der Spielablauf ist schnell erklärt. In Sonic Riders dürft ihr mit einer Auswahl an Protagonisten aus der Sonic Heldenriege auf raketenbetriebenen Hoverboards um die Wette düsen. Auf dreizehn Strecken, die mehr oder weniger an typische Sonic-Umgebungen angelehnt sind, gilt es die anderen sieben Teilnehmer eines Rennens mit Hilfe von geschickten Drifts, gelegentlichen Tricksprüngen und auflesebaren Items abzuhängen. Die Steuerung eures Hoverboard-Piloten gestaltet sich dabei relativ simpel. Mit einem Button springt ihr, mit einem anderen zündet ihr einen begrenzten Turbo und löst Extrawaffen aus, während ihr über die Schulterbuttons des Joypads, über welches ihr hoffentlich auch verfügt, mit Links- oder Rechtsdrall abbremst. Beschleunigen müsst ihr hingegen nicht, da ihr euch automatisch nach vorne bewegt. Allerdings könnt ihr eure Endgeschwindigkeit mit Hilfe von Beschleunigungsstreifen kurzzeitig aufputschen, bzw. den charaktereigenen Boost verwenden, der aber begrenzt ist, und nur durch ein Pack Ringe, das Passieren eines kleinen Tankstellen-Feldes oder besonders gelungene Stunt-Tricks aufgeladen werden kann. Für letztere habt ihr auf den dreizehn Strecken auch ausreichend Möglichkeiten, denn die teilweise recht wendigen Kurse bieten allerhand Rampen und Geländer, die man für größere Sprünge oder Grindeinlagen nutzen kann. Außerdem kann man im Windkanal der vorausfahrenden Gegner fahren und so durch den geringeren Windwiderstand schnell ein paar Positionen gut machen.

    Klingt ja eigentlich gar nicht mal übel, nur lässt sich das Spielgeschehen überhaupt nicht gut steuern. Wie schon in der Konsolen-Vorlage lenken sich Sonic und seine Freunde so steif, als würden sie auf imaginären Schienen entlang schlittern und vermitteln kein bisschen Hoverboard-Feeling. Vor allem bei Bremseinlagen hat man trotz einer Schräglage nicht einmal ansatzweise das Gefühl, wirklich in der Luft zu schweben, und so vermittelt das Gameplay weder Dynamik, noch ein gut auslotbares Fahrverhalten, völlig gleich, welchen der 16 erspielbaren Charaktere und welches Hoverboard ihr wählt.

    Sonic Riders Sonic Riders Ihr merkt vielleicht schon, dass wir dieses Review ziemlich knapp halten, und das hat auch einen einfachen Grund. Sonic Riders macht leider nur sehr wenig Spaß. Die Hoverboard Rennen sind zwar recht schnell und vermitteln einen angenehmen Geschwindigkeitsrausch, doch habt ihr nie wirklich das Gefühl euer Hoverboard unter Kontrolle zu haben. Nicht nur weil die Lenkung trotz Analogsteuerung unheimlich hackig wirkt, sondern auch weil der Aufbau der Strecken völlig überladen ist und euch kaum Zeit lässt, eventuelle Fahrfehler auszugleichen. Bei Sonic Riders fahrt ihr also entweder verdammt gut, oder ihr fahrt so gut wie gar nicht, und so werdet ihr fast jede der Strecken erst mit bitteren Übungsrunden auswendig lernen müssen, bevor ihr eine Chance gegen die CPU-Piloten habt. Oft muss man quasi schon drei Kurven im voraus die richtige "Spur" einhalten, um wichtige Abkürzungen zu erwischen, ohne die man oft keine Chance auf einen Platz unter den ersten Drei hat. Natürlich ist gegen einen fordernden Schwierigkeitsgrad an sich nichts auszusetzen, doch sollte bei einem Fun-Racer doch eher die Hand-Auge Koordination den Spielspaß garantieren, als ein gutes Gedächtnis. Alleine mit guter Reaktion ist bei Sonic Riders jedoch kein Blumentopf zu gewinnen.

    Schnell, aber nicht schön

    Sonic Riders Sonic Riders Geradezu witzlos sind in diesem Zusammenhang die immer wiederkehrenden Passagen, in denen ihr plötzlich die Steuerung komplett abgebt, und euer Hoverboard Pilot einer vorgegebenen Route folgt, weil er z.B. mit einer Seilbahn fährt oder auf dem Rücken eines riesigen Wurms zum nächsten Streckenabschnitt getragen wird. Diese Passagen kommen ein mal pro Runde vor und werden oft von außergewöhnlichen Kameraschwenks begleitet, die besonders beeindruckend und dynamisch wirken sollen, es aber durch die zu groben Schnitte und Überblendungen überhaupt nicht sind. Alles was ihr derweil machen könnt, ist mit dem Analogstick so schnell es geht immer wieder nach links und rechts zu rütteln, was den Prozess angeblich beschleunigen soll. Was Sega hier geritten hat, wird wohl eines der ungelösten Geheimnisse des Universums bleiben, denn die automatisch ablaufenden Rennabschnitte behalten glatte Null-Komma-Null Spielspaß. Sonic Riders ist weder unspielbar, noch zu schwer, aber einfach lieblos entworfen und umgesetzt worden. Es mangelt an guten Ideen und an einem stimmigen Konzept. Ein paar nette Ansätze, wie das Surfen im Windkanal gibt es ja, doch jedes mal, wenn ihr glaubt, dass die futuristisch angehauchten Rennen doch ein wenig Spaß machen könnten, holt euch die schrecklich kantige Steuerung und das noch schlimmere Streckendesign wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Über die Tastatur spielt sich Sonic Riders übrigens noch schlechter.

    Der Test dieser Konsolenumsetzung war für uns leider mehr als müßig, wie ihr wahrscheinlich schon gemerkt habt. Wer auf die Bilder schaut, weiß auch, warum uns die Grafik nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt. Die groben und abwechslungsarmen Texturen sowie die Modelle der Kurse sind selbst bei höchster Detailstufe nur auf zweit- bis drittklassigem Playstation 2 Niveau, enttäuschen jedoch zusätzlich durch die gelegentlichen Clipping-Fehler. Nebelbänke an den Ausgängen von Tunnels galten im PC Segment doch auch als ausgestorben, oder? Zwar ist die Sichtweite im Allgemeinen ganz nett, doch wird diese aufgrund der hohen Spielgeschwindigkeit auch bitter benötigt. Besonders viel von der Umgebung bekommt man aber trotzdem nicht mit, weil der verwendete Verwisch-Effekt am Bildschirmrand oft fast das gesamte Blickfeld verzerrt. Sonic Riders war schon auf der PS2 kein grafisches Highlight, aber auf dem PC bekommt das ganze noch eine völlig andere Dimension. Bei Sonic Riders stimmt einfach nichts wirklich, nichtmal der Comic-Stil der Charaktere. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass Sonic Riders selbst bei Vollbild in einem gestreckten Fenster angezeigt wird (zumindest auf ATI Grafikkarten), und sich beim Starten vom Desktop aus immer wieder mal weigert anzulaufen, so dass man das Spiel 3 oder vier mal starten muss, bis es endlich los geht?

    Spielmodi

    Sonic Riders Sonic Riders Der Vollständigkeit halber verraten wir euch natürlich noch, mit welchen Spielmodi dieses digitale Folterwerkzeug aufwartet, dass eigentlich höchstens als Geburtstagsgeschenk für euren Erzfeind taugt. Eine besonders masochistische Ader braucht man schon für den Story Modus, der die Rennen in einen Handlungsrahmen packt. Ohne Übertreibung hat die Story trotz einiger vorgerenderter Szenen etwa den selben Unterhaltungswert wie 3 Stunden Teleshopping auf QVC, und besonders viel mit dem Rennen hat sie auch nicht zu tun. Da man hier jedoch weitere Strecken, und Protagonisten freispielt, sowie Ringe zum Kauf von neuen Boards sammelt, kommt man um diesen Spielmodus nicht herum. Des weiteren buhlen noch ein Teammodus, bei dem sich 4 Spieler eine Energieleiste teilen, eine Survival Modus, bei dem es gilt einen Chaos Emerald durch möglichst viele Checkpoints zu tragen, ohne ihn abgeluchst zu bekommen, sowie Einzelrennen und Time Trial um eure Gunst. Auffällig ist in diesem Zusammenhang nur, dass Sonic Riders in diesen Modi einen Splitscreen für maximal 4 Spieler anbietet, bei dem aber nur zwei menschliche Spieler teilnehmen können. Die anderen beiden Bildausschnitte werden immer von CPU-Fahrern belegt. Nein, wir haben auch nicht verstanden, warum das so ist. Auch sind diese Modi kein Stück spaßiger, als die normalen Rennen, also macht euch erst gar keine Hoffnung auf einen unterhaltsamen Multiplayer Modus.

    Sonic Riders (PC)

    Singleplayer
    4,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    netter Geschwindigkeitsrausch
    Multiplayer Modus über Split Screen (für 2 Spieler)
    niedrige Systemvoraussetzungen (1 Ghz
    DX 8 kompatible Grafikkarte)
    Miese, hakelige Steuerung
    schwer auslotbares Fahrverhalten
    schwache Grafik
    Clipping Fehler
    nervtötendes Techno-Gedudel
    unausgereiftes und zu überladenes Streckendesign
    automatisch ablaufende Streckenpassagen
    wenige gute Ideen
    altbackener Comic Stil
  • Sonic Riders
    Sonic Riders
    Publisher
    Sega
    Developer
    Sega
    Release
    11.12.2006

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991105
Sonic Riders
Sonic Riders im Gamezone-Test
Auch dieses Sonic reiht sich leider nahtlos in die Riege der nicht besonders gelungenen Sonic-Rennspiele ein.
http://www.gamezone.de/Sonic-Riders-Spiel-33841/Tests/Sonic-Riders-im-Gamezone-Test-991105/
18.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/ss_sonicriders_02.jpg
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