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  • Sonic the Hedgehog 2 im Gamezone-Test

    Mit dem zweiten Sonic-Klassiker in Xbox Live Arcade sorgt SEGA für günstigen und unbeschwerten Retro- Spaß.

    Meist sind Fortsetzungen schlechter als ihre Vorgänger und...ach was solls, was die Welt nicht braucht ist ein weitere schlechte Einleitung über Fortsetzungen. Bevor ich eure Zeit damit verschwende, lasst mich euch lieber die Geschichte eines blauen Igels erzählen, der auszog, um einem italienischen Klempner mal so richtig zu zeigen, wo der Hammer hängt. Der Igel startete vor langer Zeit mit Full Speed durch und alles sah gut für ihn aus, aber irgendwo kam er vom wahren Weg ab und heute kauft keiner mehr Sonic-Spiele ohne sie sich vorher genau anzuschauen. 1992 war allerdings die Welt für den Igel noch in Ordnung, er war das heißeste unter der Videospielsonne und startete auf Segas Mega Drive fröhlich zum zweiten Abenteuer, welches ihr für gerade mal 400 Punkte auf XBLA erneut erleben dürft.

    Nach dem es ja gerade erst Sonic 1 für ebenfalls 400 Punkte gab, stellt sich schon die Frage, ob sich denn der Kauf des zweiten Teils nach so kurzer Zeit gleich wieder lohnt. Nun, wenn ihr wissen wollt, wie die nervenzerfetzend spannende Handlung um den Igel und den bösen Dr. Robotnik weitergeht, dann auf jeden Fall. Ich will hier ja nicht zu viel verraten, aber: Dr. Robotnik ist zurück! Und er hat natürlich nichts besseres zu tun, als sofort wieder anzufangen, Chaos Diamanten für die Ultimative Death Egg Machine zu sammeln. Sonic kann da nicht untätig bleiben, bricht spontan seinen Urlaub ab und mit seinem alten Freund Miles "Tails" Prower an seiner Seite geht es in die nächste Runde um den aus heutiger Sicht scheinbar ewigen Kampf gegen seinen Erzfeind Robotnik.

    Sonic, nur diesmal schneller

    Sonic the Hedgehog 2 Sonic the Hedgehog 2 Das ist zugegebenermaßen eine der lahmsten Fortsetzungsgeschichten der Spielehistorie, aber schließlich ist Sonic ein Jump'n'Run und da sind ja sowieso andere Werte gefragt. Von denen hat der zweite Sonic jede Menge zu bieten, nicht zuletzt das grundlegende Spielprinzip, an dem Sega ein kleines aber dafür sehr feines Tuning betrieben hat. In Grunde ist das zweite Abenteuer des blauen Igels natürlich immer noch ein absolut klassischer 2D-Jumper auf Speed und es geht nach wie vor darum mit gefühlten 200 Stundenkilometern durch eine Vielzahl von Levels zu heizen. Dabei müssen immer noch zahllose Ringe gesammelt, kleine, süße Knuddelwesen aus ihrer derzeit garstigen Gestalt befreit und alle drei Sub-Stages ein Endgegner besiegt werden. Soweit, so Sonic.

    Sonic the Hedgehog 2 Sonic the Hedgehog 2 Sega wäre aber nicht die Firma, für die wie sie lieben gelernt haben, wenn das für Teil 2 alles gewesen wäre. Offensichtlich hat man sich sehr, sehr viele Gedanken über das Thema Levelaufbau und Hochgeschwindigkeit gemacht, denn im ersten Teil fühlte man sich immer ein wenig durch diverse Hindernisse ausgebremst. Der Igel wurde zwar schnell, dies hieß dann aber auch meist, dass er schnell an einem Dorn, Abgrund oder schlimmeren starb. Sonic 2 bietet da sehr viel mehr für den natürlichen Drang des Igels zu hohen Geschwindigkeiten und es gibt jetzt zahlreiche Passagen, wo er richtig Gas geben kann. Ganz geschenkt sind diese natürlich auch nicht, vor allem in den höheren Levels sollte man schon ziemlich genau wissen, was man da tut. Trotzdem hat man nicht mehr so sehr dass Gefühl, dass man schnell sein könnte, nur es einfach aus überlebenstaktischen Gründen nie ausleben darf.

    Viel zu entdecken in elf Stages

    Sonic the Hedgehog 2 Sonic the Hedgehog 2 Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass das Leveldesign nur noch eine reine Rennbahn ist. Wer so spielt, wird zwar auch das Spiel schaffen, verpasst aber dabei die zahllosen Extra-Ecken, tausende von Ringen und vieles andere, was die Sega-Designer in einem Anflug von Genialität so alles versteckt haben. Sonic 2 ist eins der guten Jump'n'Runs, wo man auch im wiederholten Durchgang noch Sachen entdecken kann, die einem vorher nie auffielen. Der reine Umfang ist dabei allerdings gar nicht mal so gewachsen. Zumindest theoretisch gibt es elf Zonen, da die letzten drei allerdings mehr oder weniger große Endgegnerkämpfe mit Vorlauf sind, bleiben acht übrig, die illustre Namen wie Aquatic Ruin, Metropolis und natürlich Emerald Hill Zone tragen. Alle Stages setzen sich aus zwei bis drei Abschnitten zusammen und wer sich ein wenig sputet, kann Sonic 2 in zwei Stunden durchsprinten. Vor diese Leistung hat Sega natürlich den Schweiß gesetzt und spätesten ab dem sechsten Level zieht der Schwierigkeitsgrad drastisch an. Sonic wird zwar nie wirklich unfair, aber Joypad- Dilletanten werden hier durch das Prinzip der natürlichen Auslese ausgesondert.

    Die Bonusstages haben ein komplettes Facelifting erfahren und nichts mehr mit ihren Gegenstücken aus Teil eins gemein. Statt der drehenden Welt rast Sonic hier durch eine lange 3D-Röhre, in der, wie sollte es anders sein, Ringe gesammelt werden müssen. Schafft man es innerhalb des Zeitlimits genug zu erhaschen, so wartet am Ende einer der Chaos-Diamanten. Sieben von diesen und aus Sonic wird Super Sonic! Das ist ein Ziel, für das es sich zu arbeiten lohnt, schließlich möchte jeder einen Sonic, der golden glänzt, doppelt so schnell und fast unverwundbar ist.

    Spin Attack und zweischwänziger Fuchs

    Sonic the Hedgehog 2 Sonic the Hedgehog 2 Aber auch schon der "normale Sonic" hat um mit den Widrigkeiten, die ihm Dr. Robotnik entgegenstellt, besser klarzukommen, ein paar neue Tricks auf Lager. Die wichtigste Änderung zum ersten Teil ist wohl der berühmte Spin Attack. In Sonic 1 hat jeder Spieler ziemlich schnell den Moment gehabt, wo er den Igel auf Touren bringen musste, dieser aber einfach nicht genug Platz hatte, um Anlauf zu nehmen. Viele Tode starb man so, jetzt aber kann Sonic aus dem Stand in die Gänge kommen. Dazu geht der Igel kurz in die Hocke, beginnt sich wie ein Wirbelwind zu drehen und startet dann vom Fleck aus mit Speed durch. Damit lassen sich nicht nur wunderbar viele Feinde entsorgen, auch Loopings und ähnliche Hindernisse verlieren ihren Schrecken, wenn mal wieder nicht genug Platz zum Anlauf nehmen da ist. Neben diesem Killerfeature, dass sich durch alle weiteren Sonics ziehen sollte, gab es ein wenig Feintuning an der generellen Bewegung des Igels, die jetzt einen feinfühligeren Eindruck macht.

    Sonic the Hedgehog 2 Sonic the Hedgehog 2 Die zweite große Änderung ist der zweischwänzige Fuchs Tails. Er ist keineswegs nur ein müdes Storyelement, sondern ein durchgehender Begleiter des Igels, zugegebenermaßen meist ohne eigene Willen, aber immerhin. Normalerweise folgt er Sonic auf Schritt und Tritt und imitiert alles, was der Igel tut, ohne ihm dabei im Weg zu sein. Man muss auch keine Angst um den pelzigen Begleiter haben, denn wenn Tails mal abhanden kommt oder stirbt, heftet er sich bereits nach kurzer Zeit wieder an seine Fersen. Sind zwei Spieler vor der Konsole, kann einer von beiden Tails übernehmen, wirklich Spaß man das aber angesichts des überlegen Tempos des Igels nicht wirklich. Wer des regulären blauen Blitzes überdrüssig wird, darf das ganze Spiel mit dem Fuchs bestreiten oder in einem Duell die beiden antreten lassen. Vier Renn-Level, die alle wenig Spaß bereiten, stehen bereit, um einem klarzumachen, dass Sonic 2 ein Solospieler-Titel ist.

    Zu der Konvertierung des Spiels auf Live Arcade muss man zum Glück nicht viel sagen. Das Original wird ohne Abstriche emuliert, was bedeutet, dass Sonic 2 wie auch damals ein wenig farbenfroher ist als der erste Teil und mit ein paar mehr Details daherkommt. Für HD-Screens lässt sich ein Grafikfilter dazuschalten, man darf wie gehabt jederzeit speichern und es gibt die üblichen 200 Gamerscore Punkte über Achievements. Eben genau das, was man schon von den anderen Sega-Portierungen kennt und schätzt. Die 200 Gamerscore Punkte sind nicht leicht zu bekommen, aber schließlich ist das dann noch mal eine extra Motivation sich zu Super Sonic vorzuarbeiten. Wer möchte, kann die mäßigen Zwei-Spieler-Anteile auch über Xbox-Live spielen. Abgesehen davon, dass diese nicht unbedingt zu den Höhepunkten von Sonic 2 zählen, gibt es dabei nichts zu beanstanden.

    Sonic the Hedgehog 2 (X360)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Mehr Tempo
    Spin Dash
    Sehr umfangreich
    Spaßige Bonusstages
    Gelungenes Feintuning der Steuerung
    dezent verbesserte Grafik;Zweispieler-Modus über Xbox Live
    Grafikfilter
    Speicherfunktion
    gut verteilte Achievements
    günstiger Preis
    Tails sieht witzig aus
    hat aber wenig spielerischen Wert
    Zweispieler-Modus eher schwach
    Zum Ende teilweise sehr schwer
  • Sonic the Hedgehog 2
    Sonic the Hedgehog 2
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Sega
    Release
    12.09.2007
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991427
Sonic the Hedgehog 2
Sonic the Hedgehog 2 im Gamezone-Test
Mit dem zweiten Sonic-Klassiker in Xbox Live Arcade sorgt SEGA für günstigen und unbeschwerten Retro- Spaß.
http://www.gamezone.de/Sonic-The-Hedgehog-2-Spiel-5151/Tests/Sonic-the-Hedgehog-2-im-Gamezone-Test-991427/
14.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/09/Sonic2XBLA_01.jpg
tests