Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Sonic the Hedgehog im Gamezone-Test

    Der schnelle Spielspaß hätte noch etwas Feinschliff vertragen und wirkt technisch leider nicht so ganz ausgereift.

    Er ist klein, er ist blau und er ist verdammt schnell. Bereits seit fünfzehn Jahren flitzt Sonic the Hegdehog durch pfeilschnelle Plattformwelten und lädt Jump and Run Spieler jeden Alters zu halsbrecherischen Überschall-Abenteuern ein. In letzter Zeit wurde es jedoch zunehmend stiller um Segas Maskottchen, denn die beiden Jump n' Runs "Sonic Heroes" und "Shadow the Hedgehog" waren selbst für Sonic-Fans recht enttäuschend. Mit der neuen Hardwaregeneration, die sich nun langsam aber sicher etabliert, möchten die Programmierer des "Sonic Team" den schnellen Igel wieder zu alten Qualitäten zurückführen und präsentiert uns ein völlig neues Abenteuer, welches mit altbekannter Struktur, aber dafür mit kristallklarer HD-Grafik daherkommt. Mit ein wenig mehr Feinarbeit wäre Sonics Comeback sogar gelungen, doch da Sega den Titel wohl unbedingt noch zum Weihnachtsgeschäft veröffentlichen wollte, reicht es leider nicht für einen Hit.

    Sonics Abenteuer ist schneller denn je, aber technisch leider unausgereift. Spaß macht es trotzdem. Sonics Abenteuer ist schneller denn je, aber technisch leider unausgereift. Spaß macht es trotzdem. Die Abenteuer von Sonic the Hedgehog zeichnen sich seit jeher durch ihre unkomplizierte Jump and Run-Action sowie die schwindelerregenden High-Speed Passagen aus, denn der blaue Igel ist seit den guten alten 16-Bit Tagen vor allem für seine außergewöhnlichen Sprintfähigkeiten bekannt. Mit den Jahren hat er im Kampf gegen Dr. Eggman und seine Roboterarmee zwar noch einige andere Fähigkeiten dazugelernt, doch sind spurten und springen noch immer sein Handwerk. Diese einfach Mixtur ging vor allem dann gut auf, wenn man sich als Spieler keine großartigen Gedanken um den Spielablauf machen musste, sondern intuitiv der Levelstruktur folgen konnte, was natürlich in den klassischen, seitwärts scrollenden Hüpfspielen am allerbesten funktionierte. In der dritten Dimension machten hingegen Steuerung und Kamera immer wieder mächtig Probleme, so dass sich Sega gezwungen sah, sich immer weiter vom Original-Spielprinzip zu entfernen, was der Serie jedoch ein wenig den Charme nahm. Glücklicherweise hat Segas Sonic Team diesmal dafür gesorgt, dass sich die Next-Gen Episode des blauen Flitze-Igels wieder ganz auf die alten Tugenden konzentriert.

    Back to the roots

    Dieser riesige Blech-WauWau ist kein besonders schwieriger Obermotz Dieser riesige Blech-WauWau ist kein besonders schwieriger Obermotz In Sonic the Hedgehog auf Xbox 360 begleitet ihr Sonic und seine Freunde erneut durch zehn actionreiche und in sich abgeschlossene Level mit unterschiedlichen Thematiken, die durch kleine Adventure-Passagen miteinander verbunden werden. Insgesamt erinnert der Aufbau somit stark an das mehr als sechs Jahre alte "Sonic Adventure", was Fans der Serie sicherlich entgegen kommt, denn die ersten beiden 3D Auftritte des Igels dürften ohne Frage die besseren gewesen sein. "Back to the roots" dachten sich wohl die Programmierer vom "Sonic Team", und so hätte Sonics neues Abenteuer durchaus das Potential, die Qualität des Vorbilds zu erreichen, wenn sich nicht schon nach kurzem Anspielen einige technische Mängel bemerkbar machen würden, die vor allem Anfängern den Spaß verderben können. Man wird einfach das Gefühl nicht los, dass Sega das Spiel nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft fertigbekommen hat, und daher einige faule Kompromisse eingegangen ist, die deutlich auf Kosten der Spielbarkeit gehen. Völlig misslungen ist das High-Speed Spektakel deswegen aber nicht, aber es wirkt wie in letzter Sekunde mit der heißen Nadel zusammengeflickt.

    Sonic the Hedgehog Sonic the Hedgehog Das äußert sich leider schon bei der hohlen Zeitreise-Story um die Stadt Soleanna, die nicht nur kitschig, sondern auch ziemlich lückenhaft ist. Die übliche Mär von Dr. Eggman, der mit Hilfe der Chaos Emeralds die Weltherrschaft an sich reißen will, wird euch zwar mit aufwändig vorgerenderten Szenen aufgetischt, doch da ihr spätestens ab der Hälfte des Spiels nicht mehr richtig durchblicken werdet, solltet ihr erst gar nicht anfangen, ihr zu viel Beachtung zu schenken, auch weil nicht einmal die Adventure Passagen des Spiels besonders viel Zusammenhang mit der Story aufweisen können. Aber wen interessiert bei einem Jump n' Run schon die Story? Ehrlich gesagt war die Handlung bei Sonic-Games noch nie besonders spannend oder einfallsreich. Und so werden Fans auch diesmal wohlwollend über die Lücken der Geschichte hinwegsehen, die sowieso recht aufgesetzt wirkt, weil Sonic und seine Freunde in eine mit Menschen bevölkerte Umgebung versetzt wurden, in die sie irgendwie nicht richtig hineinpassen wollen.

    Der Herr der Ringe

    Sonic the Hedgehog Sonic the Hedgehog Vergessen wir also die Story und kommen zum eigentlichen Spiel. Ähnlich wie in Sonic Adventure habt ihr im Spielverlauf die Wahl zwischen mehreren Charakteren aus dem Sonic Universum, die ihren eigenen spielbaren Storystrang besitzen, doch müsst ihr diese erst freispielen, da euch bei Spielbeginn nur Sonic zur Verfügung steht. Ohne große Umschweife werdet ihr in der Stadt Soleanna ausgesetzt, in der ihr euch frei bewegen dürft, um euch mit den Einwohnern zu unterhalten, Ringe gegen Boni einzutauschen oder kleine Sidequests zu lösen. Besonders anspruchsvoll ist die RPG-Welt von Soleanna allerdings nicht, denn ein kleiner Radar in der rechten Bildschirmecke verrät euch anhand verschiedener Farben ganz genau, welche Personen ihr ansprechen müsst, um die Geschichte voranzutreiben. Eure Aufgabe ist dabei immer, den Eingang zur nächsten Actionstufe in Form eines ringförmigen Portals zu finden, was euch aber selten mehr als fünf bis zehn Minuten beschäftigt, da es in der Stadt sehr gemächlich zugeht. Ihr könnt hier weder Leben noch Ringe verlieren, und so dienen diese kurzen Sequenzen immer als willkommene Verschnaufpause zwischen den sehr hektischen und nervenaufreibenden Actionstages, auch wenn man sich hier hin und wieder ein paar anspruchsvollere Aufgaben wünscht.

    In Crisis City fliegen die Fetzen In Crisis City fliegen die Fetzen In den fetzigen Actionpassagen gelten hingegen in etwa die selben einfachen Regeln, wie in allen anderen Sonic-Abenteuern. Ihr müsst im Grunde nur jede der zehn Spielstufen komplett durchstreifen und das Ziel in Form eines großen goldenen Rings erreichen. Trotz Sonics außergewöhnlichen Sprintfähigkeiten und diversen Hilfsmitteln wie Bumpern, Loopings, Beschleunigungsfeldern und verschiedenen Abkürzungen, braucht man dafür allerdings recht lange, denn die relativ linearen, aber ausladend großen Welten bieten nicht nur schöne Levelstrukturen, an denen man sich ergötzen möchte, sondern auch jede menge mechanische Bösewichte, die Sonic bereits bei einem einzelnen unachtsamen Kontakt ein Leben kosten, sofern er nicht mindestens einen goldenen Ring bei sich trägt. Diese kleinen Überlebensgaranten liegen überall in den Spielstufen verstreut und warten nur darauf, von euch eingesammelt zu werden. Werdet ihr allerdings von einem Blechmonster verletzt, so verliert ihr alle Ringe, die ihr eingesammelt habt und seid quasi schutzlos. Doch ist Angriff auch hier die beste Verteidigung, denn Sonic kann mit seinem "Homing Spin" ebenfalls prima austeilen. Drückt ihr im Sprung noch ein weiteres Mal den A Knopf, so sucht sich Sonic automatisch den nächstliegenden Gegner und schickt diesen durch eine harte Attacke ins Pixel-Nirwana. Diese Technik stellt auch die Grundlage einiger komplexer Sprungkombos dar, denn durch jeden erfolgreichen Angriff wird Sonic ein Stück in die Höhe katapultiert und kann somit gleich in einen neuen Sprungangriff starten, ohne den Boden berühren zu müssen.

    Fast schon zu schnell

    Die Macht ist mit ihm: Silver ist ein Meister der Telekinese, aber zu Fuß nicht gerade schnell Die Macht ist mit ihm: Silver ist ein Meister der Telekinese, aber zu Fuß nicht gerade schnell Die allgemeine Steuerung dürfte Kennern somit längst bekannt sein, ebenso wie Sonics Leidenschaft an schmalen Rampen entlang zu schlittern, die er sich wohl bei Tony Hawk abgeschaut hat. Trotz einiger Zusatzfähigkeiten, die im Laufe des Spiels erworben werden können, braucht man eigentlich auch nicht mehr über die Steuerung zu wissen, und so wäre der Einstieg ins Spiel auch relativ leicht, wenn da nicht die etwas eigenwillige und grobe Kollisionsabfrage wäre, die Anfänger oft unberechtigter Weise an ihren Fähigkeiten zweifeln lässt und auch Profis im Laufe des Spiels das ein oder andere Leben kosten wird. Mal tritt Sonic zu schnell über eine Kante und stürzt in den Tod, ein anderes Mal erwischt man einfach einen Beschleuniger nicht richtig und wird in den nächsten Abgrund katapultiert und wieder ein anderes mal fliegt man trotz selbstsuchender "Homing Attacke" am Gegner vorbei. Die gesamte Spielmechanik wirkt leider etwas grob und schreit geradezu nach Feinschliff, doch wenn man möglichst präzise arbeitet und die etwas schwereren Spielszenen geduldig angeht, kommt man auch nach einiger Zeit durch. Besonders an eine Regel sollte man sich immer halten: Sobald Sonic von einem Bumper oder einem anderen Beschleuniger in die Luft katapultiert wird, sollte man in jedem Fall die Finger vom Analogstick lassen, um die vorbestimmte Flugbahn nicht zu verfälschen, sonst landet man schnell im nächsten Abgrund. Bei solchen Passagen hätte Sega gut daran getan, die Steuerung temporär zu deaktivieren, so dass der Spieler nichts falsch machen kann.

    Sonic the Hedgehog Sonic the Hedgehog Leider kommt ihr über kurz oder lang aber nicht drum herum, bestimmte Levelabschnitte auswendig zu lernen. Vor allem die reinen Sprint-Abschnitte sind hin und wieder einfach zu schnell und so hat man manchmal gar nicht genug Zeit, sich ad-hoc auf den Levelaufbau einzustellen und schnell genug zu reagieren. Doch sind es gerade diese aberwitzigen, ultraschnellen Passagen, die besonders viel Spaß machen, denn der von Sonic Fans heiß geliebte Geschwindigkeitsrausch wird in der Next-Gen Episode besser vermittelt denn je. Hat man nämlich erstmal den Levelaufbau intus und kann intuitiv spielen, hat man dank des ausgetüftelten Leveldesigns fast schon den Eindruck, durch die Umgebung zu fliegen. Schwindelerregende Loopings, gewaltige Sprünge, kleine Snowboard-Einlagen und diverse Schlitter-Passagen halten euch jedenfalls ständig auf Trapp und bieten durch den optischen wie spielerischen Genuss jede Menge Replay Wert. Gerade die "Crisis City" Stage, in der ihr eine apokalyptische Zukunftsversion der Stadt Soleanna besucht, ist im Grunde ein großer ablaufbarer Spielplatz, der dank vieler Effekte optisch so lecker ist, dass man ihn immer wieder besuchen möchte. Aber auch Spielstufen wie die idyllische Strandstage oder das Urwaldlevel wollen allein des Spaßes wegen immer wieder gespielt werden, obwohl der Spielablauf selbst ziemlich linear daherkommt. Denn auch wenn es immer mehrere Wege gibt, um das Levelende zu erreichen, ist die Laufrichtung doch ziemlich klar vorgeschrieben. Einzig die auffindbaren Silbermünzen, die man zur Komplettierung des Spiels suchen kann, dürften neugierige Forschernaturen dazu bringen, jeden Stein umzudrehen.

  • Sonic the Hedgehog
    Sonic the Hedgehog
    Developer
    Sega
    Release
    21.11.2006
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991071
Sonic the Hedgehog
Sonic the Hedgehog im Gamezone-Test
Der schnelle Spielspaß hätte noch etwas Feinschliff vertragen und wirkt technisch leider nicht so ganz ausgereift.
http://www.gamezone.de/Sonic-the-Hedgehog-Spiel-33855/Tests/Sonic-the-Hedgehog-im-Gamezone-Test-991071/
04.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/sonic360-01.jpg
tests