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  • Sonic & SEGA All-Stars Racing: Grand Prix mit alten Freunden - Leser-Test von alpha_omega

    Was Super Mario kann, kann ich schon lange und das auch noch viel besser. So oder so ähnlich dürfte die Philosophie von SEGA's Vorzeigemaskottchen Sonic the Hedgehog speziell zu Beginn der Neunziger Jahre gewesen sein, als die Vorherrschaft im Konsolenkrieg noch mit 16bit Pixel-Schlachten ausgetragen wurde und Sonic's ärgster Feind, Dr. Eggman aka Dr. Robotnik, zumindest in Sachen äußerliches Erscheinungsbild dem dicken Klempner von Nintendo arg ähnelte. Wie dem auch sei, seit einigen Jahren wissen wir ja, dass spätestens nach den zahlreichen Videospielumsetzungen, in denen Sonic und Mario gemeinsam auf einem Cover zu sehen sind, innerpolitischer Frieden herrscht und beide gemeinsam speziell auf Videospielgeräten der Marke Nintendo für ordentliche Verkaufszahlen sorgen. Demzufolge darf man den mehr als dreisten Mario Kart Klon, der im vergangenen Jahr unter dem Namen Sonic & SEGA Allstars Racing als Multiplattformtitel an den den Start ging, auch keinesfalls als Neuauflage einer Fehde zu sehen sein, die zwischen den beiden ehemaligen Konkurrenten aufbrach. Nein, viel mehr lud Sonic all seine Freunde sowie weitere geladene Gäste aus dem Hause SEGA bei sich ein, um gemeinsam ein paar Runden auf dem Go-Kart zu drehen. Ob der Fun-Racer das Zeug zum neuen Champion hat, in folgendem Artikel, der sich mit der PS3-Fassung beschäftigt, erfahrt ihr mehr.

    Wie bereits angedeutet, bietet uns Sonic & SEGA Allstars Racing jede Menge Charaktere, die in der fernen oder nahen Zukunft irgendwo schon einmal in einem Spiel der Marke mit den vier großen Buchstaben aufgetaucht sind. Bis zu acht Spieler (im Onlinemodus) können an einem Rennen gleichzeitig teilnehmen, während im Solopart die Gegner von einer KI gesteuert werden. Selbstverständlich bildet ein Großteil der insgesamt zwanzig Fahrer, Charaktere aus den Sonic-Games, sodass wir neben Sonic, Knuckles und Tales auch auf Dr. Eggman zurückgreifen können. Ebenso mit am Start sind solch Spielfiguren wie Billy Hatcher, die zwei Affen AiAi und Amigo aus den Titeln Super Monkey Ball und Samba de Amigo, B.D. Joe aus Crazy Taxi, die beiden Kämpfer Jacky und Akira aus Virtua Fighter und selbst Sonic's ehemaliger Vorgänger als Maskottchen von SEGA, Alex Kid gibt sich die Ehre und steigt in ein für ihn individuell gefertigtes Gefährt. Falls ihr einen der zahlreichen Charaktere nicht gleich wiedererkennt beziehungsweise von diesem noch nie etwas gehört habt, so lassen sich die Daten zu jedem einzelnen Fahrer, inklusive Lebenslauf in einem Art Sammelmenü abrufen.

    Doch genug den alten Glanz vergangener Tage versprüht, um was geht es bei diesem Rennspiel eigentlich. Sonic & SEGA Allstars Racing bietet uns fast exakt das gleiche Spielerlebnis wie Super Mario Kart. Mit der rechten Schultertaste geben wir ordentlich Gas, während mit der linken gebremst wird. Drückt man beide Tasten gleichzeitig und stellt den Wagen quer, so beginnen wir zu driften, was uns nicht nur bei Kurvenfahrten deutlich Zeit einspart, sondern wir je nach Dauer des Drifts mit einem Turbo-Boost belohnt werden, der aktiviert wird, sobald wir wieder die Taste von der Bremse nehmen. Ebenso ist es möglich bei großen Sprüngen Stunts mit der L2-Taste auszuüben, um nach der Landung erneut den Turbo zu zünden. Die voll auf Arcade ausgelegte Steuerung lässt sich kinderleicht bedienen, ist punktgenau und macht darüber hinaus auch noch richtig Spaß. Doch das wohl typischste Merkmal, welches uns dieser Racer direkt mit der Nase auf Mario Kart blicken lässt, sind die zahlreichen Goodies, die stets gut verteilt auf der Strecke liegen. Mit diesen wertvollen Power up, werfen wir Hindernisse wie Kegel oder Regenbögen aus dem Kofferraum, die den anderen Teilnehmer nicht nur das Leben bunter erblicken lassen, sondern auch kräftig behindern. Ebenso gibt es selbst lenkende Raketen oder Boxhandschuhe, die speziell bei Gegnern die sich vor uns befinden, nicht gern gesehen werden.

    Zusätzlich sorgte SEGA dafür, dass jeder einzelne Charakter zudem mit einem individuellen Upgrade, dem Allstar belohnt werden kann, wenn er denn Glück hat. Und so feuert Eggman gnadenlos seine Raketen aus, während Billy Hatcher sein Automobil wie in einem Transformers-Film kurzzeitig in ein Ei umrüstet und somit alles platt rollt, was ihm in den Weg kommt. Leider braucht man wie gesagt sehr viel Glück, um an den gewissen Allstar zu kommen, der zudem meist nur verteilt wird, wenn man weit abgeschlagen vom Hauptfeld liegt. Wie bereits erwähnt besitzt jeder einzelne Rennfahrer, einen für ihn speziell konzipierten Wagen, der sich nicht nur durch unterschiedliche Merkmale wie Turbo oder Höchstgeschwindigkeit von allen anderen unterscheidet, nein auch das Fahrverhalten ist bei jedem Vehikel komplett anders, was ein Ausprobieren und Tüfteln, welches Auto und somit auch Charakter am besten zu einem passt, möglich macht. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Rennstrecken, bei deren Gestaltung sich die Macher besonders viel Mühe gaben und sie mit den einzelnen Themen aus den verschiedensten SEGA-Titeln ausschmückten. Und so düsen wir vorbei an grünen Hügeln oder durch mehrere Casino-Levels, die man in leicht abgeänderter Form natürlich auch schon bei Sonic the Hedgehog kannte. Ebenso bekommen wir unter anderen Strecken in Crinson Mansion, der Großstadt Tokio oder auch in Billy Hatchers Eiszapfental spendiert. Die einzelnen Pisten überzeugen dabei nicht nur durch eine optische Vielfalt, nein auch das Design von Kurven und langen Geraden der vielen unterschiedlichen Strecken fällt sehr reichhaltig aus.

    Dies kann man nicht unbedingt vom Solopart sagen, der uns zwar eine Menge an speziellen Modi bietet, ein klassischer Karrieremodus allerdings komplett ignoriert wurde. Und so können wir lediglich zwischen Einzelrennen, Zeitrennen sowie einem Wettbewerbsmodus wählen, in dem wir insgesamt sieben verschiedene Pokale in je drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden holen können. Als kleines Trostpflaster bekommt man dafür insgesamt 64 Missionen geboten, in denen es neben den üblichen Einzelfahrten und Wettbewerben auch andere Challenges wie einem Survival-Modus, in dem eine Uhr alle paar Sekunden herunter zählt und der aktuell letzte Fahrer ausscheidet oder auch die üblichen Rennspiel-Herausforderungen, wie durch Zeittore fahren oder Driften bis der Notarzt kommt. Des Weiteren gibt es aber auch einige witzige Aufgaben. Und so sammelt man mit Sonic Ringe, oder versucht mit dem Boxhandschuh einen KI-Gegner KO zu schlagen, während dieser vor uns flüchtet und mit Gegenständen nach uns wirft, oder gilt es mit den beiden Virtua Fightern ein gigantisches Monster zu verprügeln, welches in einer runden Arena sich als Unterstützung eine Arme von Zombies mitgebracht hat. Nach jeder Mission wird man mit einem Rating von E bis Triple A bewertet, wobei man stets mindestens ein einfaches A erlangen muss, will man eine weitere Aufgabe frei schalten. Insgesamt sind die Missionen recht einfach und somit auch relativ schnell abgearbeitet, doch bieten sie dennoch eine willkommene Abwechslung und verlängern ein wenig die Zeit, die man sich im Solopart mit dem Spiel beschäftigt.

    Ebenso könnten die vielen freischaltbaren Dinge, wie neue Strecken, Charaktere sowie weitere Musiktitel dazu beitragen, dass man sich doch mehr als fünf Stunden mit dem Spiel beschäftigt. Denn für jedes absolvierte Rennen, egal ob im Singlepart oder im Mehrspieler, zu dem ich gleich noch im Detail kommen werde, erhalten wir sogenannte SEGA-Meilen, die wir dann in einem Store eintauschen können. Hat man aber auch hier alles abgegrast und die höchste Lizenz erreicht, ist zumindest im Einzelspielermodus die Luft komplett raus. Abhilfe gegen aufkommende lange Weile verschafft hingegen der Mehrspielermodus, welcher lokal an einer Konsole mit bis zu vier Spielern und online mit bis zu acht Kontrahenten absolviert werden kann. Leider herrscht in den jeweiligen Lobbies zumeist gähnende Leere, der eigentlich sehr gute Onlinepart wird bei Weitem nicht so häufig besucht, wie der eines Mario Karts, was wohl auch daran liegen könnte, dass Sonic & SEGA Allstars einen nicht ganz so reißenden Absatz für sich verbuchen konnte.

    Rein technisch gesehen, ist dieses allerdings nicht ganz nachvollziehbar, denn bietet uns der SEGA-Racer eine weitaus bessere und auch erfrischendere Optik als der Konkurrenztitel von Nintendo. Die Grafik besticht vor allem durch knallig bunte Farben sowie sehr hübsch gestalteten Fahrzeug- und Charaktermodelle. Zudem läuft die Grafik sowohl offline als auch online stets flüssig und das obwohl es auch der Piste stets rasant zu geht. Lediglich die Menüführung wirkt ein wenig altbacken und durch die kühlen Farbtöne auch nicht besonders einladend. Der Sound hingegen spendiert uns eine ganze Reihe an unterschiedlichen Songs, die der jeweiligen Themenwelt entsprechen. Und so rasen wir zum Beispiel mit "Samba de Janerio" durch Karnevalsstraßen, oder bekommen in Crimson Mansion gruselige Töne über die Autoboxen zu hören. Die einzelnen Lieder treffen dabei nicht immer jedermann Geschmack, zur jeweiligen Strecke und Stimmung, passen sie hingegen zumeist. Was dagegen überhaupt nicht zündet, sind die ständigen verbalen Einwürfe eines Streckenkommentators, der wirklich zu jeder kleinen Neuigkeit, die auf der Strecke passiert, einen Spruch loslassen muss. Und wenn sich mal gar nichts tut, so wird selbst dies mit dem Kommentar in Richtung "gar nichts los hier" begleitet.

    Fazit. Alles in allem handelt es sich bei Sonic & SEGA Allstars Racing um einen spaßigen und würdevollen Mario-Klon, dem es allerdings speziell im Onlinepart am wichtigsten Ding mangelt. Nämlich potenziellen Spielern auf der ganzen Welt, die sich mit einem messen wollen. Zwar bietet auch der lokale Mehrspielerpart genügend Argumente, dass man drei Freunde zu sich einlädt und sich gegenseitig im Rennsport duelliert, angefangen von der reichhaltigen Anzahl an unterschiedlichen Strecken, den zahlreichen altbekannten SEGA-Stars, sowie zum Teil abgefahrene Vehikel, die mit unterschiedlichen Attributen und Fahreigenschaften ein stets neues Fahrgefühl vermitteln. Der Solopart fällt hingegen ein wenig enttäuschend aus, zu wenig Wettbewerbe sowie ein fehlender Karrieremodus schrecken reine Puristen eher ab, daran können auch die 64 Missionen die zum Teil sehr motivieren und kreativ ausfallen, nichts grundlegendes dran ändern. Somit könnte man diesen Fun-Racer ebenso als klassisches Partyspiel einstufen, welches auf einer Fete eine gelungene Alternative darstellen könnte.

    Negative Aspekte:
    Kein Karrieremodus, zumeist gähnende Leere auf den Online-Servern, nerviger Kommentator, ernüchternde Menügestaltung, kaum Langzeitmotivation im Solopart

    Positive Aspekte:
    Viele alte bekannte SEGA-Charaktere, individuelle Vehikel mit speziellen Fahreigenschaften, quietschbunte Optik, spaßige Missionen, simple und punktgenaue Bedienung

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Sonic & SEGA All-Stars Racing

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Sonic & SEGA All-Stars Racing
    Sonic & SEGA All-Stars Racing
    Developer
    Sega
    Release
    26.02.2010
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Sonic & SEGA All-Stars Racing
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17.12.2011
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