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  • Ex-Sony Chef Phil Harrison: Modern Warfare 2 als Browser-Game?

    Phil Harrison, ehemaliges Oberhaupt im Hause Sony und zuständig für England bzw. den europäischen Bereich, zwischenzeitlich auch im Führungsstab von Atari (ehedem Infogrames) ansässig, mittlerweile allerdings Mitbegründer- und Inhaber sowie Führer der London Venture Partners, hat auf der italienischen "Videogame Developers Confernce" in Rome, Italien, einen Ausblick auf die Zukunft gewagt. Der Fokus lag dabei nicht nur auf den Bestrebungen des eigenen Unternehmens, sondern Harrison lieferte eine potentiell mögliche Ausrichtung für die gesamte Branche. In seiner Grundsatzrede legte Harrison dar, dass nicht etwa eine Playstation 4 oder ein Xbox 360 Nachfolger erfolgsbestimmend sein werden, sondern schlicht und ergreifend der Browser das Element der Zukunft darstelle.

    Einleitend fragte Harrison die anwesenden Besucher, ob sie sich vorstellen könnten, dass sich ein Titel wie "Modern Warfare 2" in einem Browser spielen lassen könnte. Fiel die Zustimmung eher etwas verhalten im Publikum aus, war Harrisons Antwort auf die Frage recht deutlich - Zitat: Ich denke, die Antwort lautet "ja". Ich denke, dass es in den nächsten ca. fünf bis zehn Jahren ohne weiteres möglich sein wird, Spiele dieser Qualität für einen Internet-Browser, auf einer mobilen Einheit, dem iPad sowie auf jede weitere Möglichkeit, die sich in diesem Segment bietet, bereitzustellen bzw. zu spielen.

    Harrison vergleicht den anstehenden Wandel, den er als den "Browser Krieg des 21. Jahrhunderts" beschreibt, mit dem Buhlen um Kunden der beiden Unternehmen Netscape und Microsoft in den 90er Jahren. Harrison geht davon aus, dass allein die Erfahrungen der Industrie dazu in der Lage sind, reichhaltiges und auch beeindruckendes Gameplay via Browser anzubieten. Wer hier ggf. die Nase vorne haben oder bereits jetzt schon gute Ansätze vorzuweisen hat, 3D-Konsolengrafik, Videos und Sound in einem Browser anzubieten, vermag Harrison nicht einzuschätzen, gleichwohl ist er aber davon überzeugt, dass das Unternehmen gewinnen wird, das es als erstes schafft besagte Kombination anzubieten. Dieser Gewinner wird auch die Plattform von morgen erstellen.

    Zusammengefasst unter der Überschrift "Was kommt als nächstes?", führt Harrison, der bereits seit 1985 in der Games-Branche tätig ist, wie folgt aus:

    Ein Industriezweig, der sich hauptsächlich über Verkaufserlöse definiert, welche derzeit dadurch generiert werden, da ein Produkt auf Discs und in Hüllen in den Laden geliefert und dort von Kunden gekauft werden, verlagert sich mehr und mehr in die Richtung, da Inhalte digitalisiert übers Internet angeboten werden. Kein revolutionärer Schritt, aber die Schnelligkeit, mit der dieser Vorgang vorangetrieben wird, ist sehr interessant.

    Diese Aussage ergänzt Harrison damit, dass in Teilen der Welt, z.B. Korea als auch großen Teilen Asiens Packungen, Hüllen und Disc-Formate schon lange der Vergangenheit angehören und nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Games und ähnliche Inhalte werden fast ausschließlich digital angeboten.

    Harrisons Ansicht nach sollte die Spiele-Industrie vor allem von der Musik-Branche lernen. Diese hat vorgemacht, dass es nicht immer ratsam ist eine "abwartende Position" einzunehmen. Man solle sich das Musik-Business als Warnung vor Augen führen, wie es nicht gehen sollte. Gleichfalls sollte der Musik-Bereich als Beispiel dafür dienen, dass der Schritt in eine "reine Online-Welt" nur eine Frage der Zeit ist - den man eben keinesfalls verpassen darf. Und dabei sei wichtig, so Harrison weiter, dass man fundierte Kenntnisse darüber erlangt, wie man in diesem Bereich bestehen und mit der Konkurrenz mithalten kann.

    Harrison, als Mitbegründer und Partner von London Venture Partners, greift für weiter Ausführungen auf seine eigenen Erfahrungen zurück. Mit seinem Unternehmen sorgt er dafür, dass u.a. Investitionen in Unternehmen fließen, in denen Spiele entwickelt werden. Da Harrison augenscheinlich auch über den Tellerrand blickt gibt er an, dass rund 68% der weltweit dieser Art getätigten Investitionen in Unternehmen fließen, welche Online-Spiele anbieten bzw. diese entwickeln. Durch diese finanziellen Einlagen gestalte sich schon jetzt die Wirtschaft von morgen und die betreffenden Unternehmen werden auch die sein, welche die neuen Technologien nachhaltig entwickeln um so die neuen Geschäftsmodelle (Browser-Spiele in der Qulität von Modern Warefare 2, usw.) von Morgen zu liefern. Harrisons Ansicht nach wird dieser Wandel die nächsten drei bis fünf Jahre vonstatten gehen. Überdies ist der Ex-Sony Boss der Ansicht, dass sich damit großartige Möglichkeiten ergeben, vor allem da sich so ein "offener Bereich" schaffen lassen würde. Auf diese Weise kritisiert er u.a. das iPhone, die Playstation 3, Nintendos Wii oder auch Xbox 360, die mit einem "geschlossenen Bereich" aufwarten und so die Entwickler gezwungen sind sehr komplex vorzugehen und damit sind die Hersteller am Ende eher einschränkt als das man ihnen Optionen zur Verfügung stellen würde. Das sähe anders aus, wenn man "offen vorgehen" würde, da man so auch viele Core- und Casual-Möglichkeiten ganz einfach anbieten könnte und gesamt besehen eine einheitlichere Sturktur nutzen könnte. Anhand der Facebook-Plattform macht Harrison seine Erklärung deutlich und fügt hinzu, dass der Trend eindeutig in die Richtung geht, da Anbieter/Plattformen mit 'offenen Strukturen' ideal und zukunftsträchtig sind um Nutzer/Spieler zu gewinnen und damit auch Umsatz zu machen.

    Offene Plattformen, Browser und das auf jedem möglichen Gerät, das ist die Zukunftsaussicht von Harrison. Seiner Ansicht nach die Gelegenheit für viele Unternehmen Spiele-Unterhaltung anzubieten, die an jedem Ort zu jeder Zeit verfügbar wird. Man müsse nur mutig genug sein, ambitioniert und sich von alten Strukturen verabschieden. Damit könne man auch den "Zug für morgen" erwischen und mitfahren. Seiner Ansicht nach wäre nun die Zeit ideal dafür, Veränderungen dieser Art anzustoßen und wer leidenschaftlich genug dabei ist, schafft sich damit viele gute Möglichkeiten um im Wandel der Zeit auch danach bestehen zu können.

    Quelle: www.develop-online.net

  • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Witchmaster2k
    Vielleicht ist der gute Phil in 5 Jahren dannauch überflüssig und wird durch ein Chatbotersetzt gg
    Von dark123
    Na ich weiss nicht. Wo bleibt da bitte der Spass?? Keine PS3 gegen XBOX gegen Wii Streitereien mehr? Keine Spiele mehr…
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Witchmaster2k Erfahrener Benutzer
        Vielleicht ist der gute Phil in 5 Jahren dann
        auch überflüssig und wird durch ein Chatbot
        ersetzt gg
      • Von dark123
        Na ich weiss nicht. Wo bleibt da bitte der Spass?? Keine PS3 gegen XBOX gegen Wii Streitereien mehr? Keine Spiele mehr im Regal und alle Systeme aller Anbieter unterscheiden sich höchstens im Design? Da geht in Zukunft wirklich viel verloren. Der ganze Downloadmüll is mir jetzt schon viel zu viel.
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