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  • Soul Calibur 2 im Gamezone-Test

    Es ist Zeit die Dreamcast in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken, denn "Soul Calibur 2" ist da!

    "The Legend will never die"

    Für viele der Grund sich eine Dreamcast anzuschaffen und sie bis heute nicht mehr abzuschalten, hat "Soul Calibur" in der Zockergemeinde schon einen Kultstatus erreicht wie nur wenige Videospiele überhaupt. Obwohl nur exklusiv für SEGA's Dreamcast vertrieben, gibt es wohl keinen Spieler der noch nichts von dem Vorzeigefighter Namco's gehört hat. Mit dem Release von "Soul Calibur 2" für alle drei Next-Gen Konsolen nun kann man endlich die Dreamcast in Rente schicken und sich zukünftig auf der Konsole seiner Wahl mit all den bekannten und neu hinzugekommenen Charakteren in gepflegten Matches die Eisen um die Ohren hauen.

    Wie man dem Titel schon entnehmen kann ist "Soul Calibur 2" der direkte Nachfolger des Kultfighters mit all seinen bekannten Kämpferinnen und Kämpfern, den bekannten Schlagkombinationen und natürlich des einmaligen Story-Modes, sowie vielen Neuerungen im Gameplay, einer noch schöneren Grafik und je nach Konsole einen exklusiven Charakter. Auf der Xbox ist dies Todd McFarlane's Spawn, auf der PS2 ist es Heihachi aus Tekken und dem Gamecube hat man Link aus Zelda spendiert. Falls man also vor der Qual der Wahl steht, welche der Versionen man sich zulegen soll, entscheidet man am Besten anhand des exklusiven Charakters und des bevorzugten Controllers. Denn Grafisch hebt sich natürlich die Xbox-Version etwas von den anderen Beiden ab und erwartungsgemäß kann die PS2 nicht mit der Hardware eines Gamecube oder gar einer Xbox mithalten, allerdings sind die Unterschiede eher gering. Denn wer ein HDTV-Gerät sein Eigen nennt, kann diese Technik auf allen Konsolen genießen, wobei die Xbox eine höhere Auflösung bietet als der GC oder die PS2.
    Die Steuerung wurde auf den Gamecube-Controller gezwungenermassen etwas verdreht, woran man sich aber schnell gewöhnt hat. Einzig das gleichzeitige Drücken von X und Y ist etwas problematisch. Die bekannten Charaktere besitzen zudem alle noch ihre bekannten Schlagkombinationen, haben aber ebenfalls alle neue hinzugelernt. Die neuen Charaktere wie Charade oder Necrid orientieren sich ebenfalls an bereits vorhandenen Kämpfern, also so wie man es schon aus "Soul Calibur" her kennt. Das bekannt gute Kampfsystem wurde also beibehalten und sogar noch ein wenig verbessert, durch das hinzufügen neuer Moves sowie der Möglichkeit neuerdings auch aus der Deckung heraus zuschlagen zu können.

    Bevor wir uns aber der Technik zuwenden, erst noch einige Worte zu den Kämpfern, die zwar, wie bereits erwähnt, komplett aus der Dreamcast Version übernommen wurden, aber doch einige kleine Änderungen erfahren haben. Siegfried z.B. ist nicht mehr als einzelner Charakter anwählbar, sondern er versteckt sich nun hinter Nightmare (der ja aus Siegfried hervorging) als drittes Kostüm. Auch Sophitia findet man nicht auf Anhieb, stattdessen kann man mit ihrer jüngeren Schwester Cassandra in den Kampf ziehen, die ihr gleicht wie ein Ei dem Anderen. Später jedoch wird auch Sophitia freigeschalten und es kommt im Storymode sogar zu einem richtigen Schwesternkampf. Die in der japanischen Version nur als Gegner auftretenden Kämpfer Lizardman, Assasin und Inferno können in der deutschen PAL-Version ebenfalls freigeschaltet und gespielt werden. Sie sind aber - um die Information zu vervollständigen - auch in der amerikanischen NTSC-Fassung enthalten. Daneben gibt es eine ganze Reihe neuer Kämpfer und Kämpferinnen. Da wäre zum Beispiel die gerade mal 15 Jahre junge Talim, welche die fehlende Kraft recht gut durch ihre Geschwindigkeit ausgleichen kann und damit sogar Sophitia ins Schwitzen bringt, oder Necrid mit seiner magischen Kugel die sich in jede beliebige Waffe verwandeln lässt. Aber auch Raphael hat es in sich, der in bester Musketier Manier auf die Gegner einstochert und dabei eine Haltung an den Tag legt die einfach gesund sein muss, denn gerader kann man nicht mehr stehen. Der ausgefallenste Charakter aber dürfte Charade sein, ein großes blutiges Auge mit wurzelartigen Armen und Beinen.
    Ebenfalls neu ist die Möglichkeit jedem Kämpfer bis zu zwölf Waffen zu kaufen, die allesamt etwas verschiedene Eigenschaften im Kampf besitzen. Besonders wenn man sich für Ragnarok entschieden hat und ihn mit diesem überdimensionalen Hammer ausstattet, gibt es ein einmalig dumpfes Geräusch beim Treffer auf den Gegnerschädel, welches man unbedingt gehört haben muss.

    Vom Gameplay her bietet uns "Soul Calibur 2" genau das was man erwarten darf: Zu 80% erhält man ein astreines "Soul Calibur" mit den bekannten Kämpfern und der einmalig gelungenen Schlagmechanik, und die restlichen 20% sind ausnahmslos gelungene Erweiterungen oder neue Features die das Gameplay mehr als positiv beeinflussen. Der Storymode zum Beispiel ist nun klarer gestaltet und in Kapitel eingeteilt worden, was vom Spielablauf her mehr Sinn macht als das relativ freie Abarbeiten der Storymissionen im ersten Teil. So erlebt man nun eine fortlaufende Geschichte, die nicht linear gehalten wurde, denn es gibt innerhalb der Kapitel diverse Abzweigungen und abseits dieser sogenannte Sub-Chapters, in die man beliebig abzweigen kann. Der Storymode hindert einem zudem nicht daran jederzeit den gewählten Charakter zu wechseln, was für manche Mission sogar sehr zu empfehlen ist. Im Gegensatz zum Vorgänger schaltet man in "Soul Calibur 2" im Arcade-Modus keine Kämpfer mehr frei, dies geschieht nun ausschließlich im Storymode. Die optional erhältlichen Waffen und manch besonderes Goodie müssen zudem mit Gold bezahlt werden, welches man als Belohnung in den einzelnen Missionen erhält. Dabei kann jeder Spieler jede Waffe kaufen, aber nur die zu ihm passende auch benutzen. Neue Kampfarenen oder Spielmodi hingegen werden klassisch freigeschaltet beim Bestehen der entsprechenden Mission. Besonders gefallen haben uns im Storymode die neu hinzugekommenen Katakomben, durch die man sich Raum für Raum kämpfen muss bis man den Ausgang gefunden hat. Als Belohnung winkt meist ein LevelUp oder eine neue Kampfarena.
    Absolut neu in "Soul Calibur 2" sind Kampfarenen mit Wänden, die man aktiv in den Kampf mit einbeziehen kann. Wie aus Dead or Alive bekannt ist es nun möglich den Gegner gegen die Wand zu schmeißen und ihm so besonders hohen Schaden zuzufügen. Mehrere Plattformen auf denen gekämpft werden kann gibt es aber nach wie vor nicht, was sicher Absicht war, da das Herunterstoßen des Feindes ein fester Bestandteil der zugrundeliegenden Spielmechanik ist. Dafür gibt es in den Arenen neue Features wie einen glühenden Lavaring, in den man den Gegner stoßen kann, oder elektrisch geladene Gitter die ebenfalls alles andere als angenehm sind. Selbstverständlich gibt es ebenfalls noch das LiveUp sowie die Vergiftung, welche nun aber nicht mehr anhand grün oder rot leuchtender Charaktere symbolisiert wird, sondern durch aufsteigende Blasen ersetzt wurden, was irgendwie so aussieht als würden den Charakteren die Vögel um den Kopf kreisen oder als ob sie besoffen wären.
    Sehr vorbildlich ausgefallen ist die deutsche Übersetzung wirklich aller Texte im Spiel. Selbst die ausführlichen Charakterbeschreibungen und die Geschichten der einzelnen Kämpfer wurden komplett übersetzt. Im Kampf selbst kann man sich zusätzlich deutsche Untertitel zu den Gesprächen einblenden lassen. Diese wiederum sind im japanischen Original sowie in der englischen Übersetzung vorhanden. Wenn Nightmare mitten im Kampf ein "Ich bin dein Vater, Luke" von sich gibt, habt ihr übrigens einen offensichtlichen Scherz des Übersetzers gefunden.

    Grafisch hat sich natürlich ebenfalls einiges im Vergleich mit der Dreamcast Version getan. Die Kampfarenen sind noch detaillierter und vor allem noch einen Tick bunter gestaltet worden und die Kostüme der Kämpfer sehen noch lebensechter und schmucker aus. Generell auch kann man sagen, dass besonders die weiblichen Charaktere etwas erwachsener geworden sind, allen voran Ivy der man ihre belesene Vergangenheit erst jetzt abnehmen kann, sah sie vorher doch etwas zu jung im Gesicht aus. Aber auch die restlichen Charaktere besitzen nun mehr persönlichen Charakter. Wenn man ganz kritisch ist muss man allerdings bemerken, dass die Kämpfer zwar durch die Bank hervorragend animiert wurden und sehr schöne Models besitzen, sie aber doch nicht ganz den Zenit des technisch Möglichen erreichen. Denn wer schon Mal DOA Xtreme Beachvolleyball gesehen hat, der weiß eben das man die Haare noch etwas natürlicher gestalten kann und sich auch die Kleidung etwas natürlicher am Körper bewegen könnte. Dies ist aber schon nahe an der Haarspalterei und sollte keinesfalls zu negativ gesehen werden. Dafür trumpfen die Arenen umso mehr auf und zeigen wie ein Fighter heutzutage auszusehen hat. Egal ob es sich um freischwebende Plattformen, teilweise verbauten Gebäuden oder dem inneren einer Katakombe handelt, immer wird das Auge mit schmucken Texturen und vielen Details und bewegter Umwelt belohnt.
    Die Xbox und GC-Version gefallen zudem wegen der praktisch nicht vorhandenen Ladezeiten, lediglich auf der PS2 muss man sich drei bis vier Sekunden gedulden bevor der nächste Kampf beginnen kann.

    Der Multiplayer-Mode kann genauso begeistern wie das Singleplayer-Spiel. Neben den vielen bekannten Modi für zwei Spieler, vom einfachen Versus-Play bis hin zum Team-Game, bietet uns "Soul Calibur 2" die bekannten Modi zusätzlich noch in neuen Variationen an. So existiert zum Beispiel nicht nur ein Versus-Mode, sondern zusätzlich noch ein Extra Versus-Mode sowie ein Alternativer Versus-Mode. Gleiches trifft auf die weiteren Spielarten zu, die man sich aber erst im Storymode erarbeiten muss, was ja einer der vielen Gründe sein dürfte warum "Soul Calibur 2" den Spieler genauso lange vor den Schirm wird fesseln können wie schon der legendäre Vorgänger.

    Soul Calibur 2 (GC)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Extreme Langzeitmotivation
    sehr viele verschiedene Spielmodi für einen oder zwei Spieler
    sehr gelungene Grafik
    Progressiv Scan Support
    viele kleine Verbesserungen im Detail
    Im 50 Herz Mode ruckelt das Intro-Video
  • Soul Calibur 2
    Soul Calibur 2
    Publisher
    Nintendo
    Release
    26.09.2003
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Soul Calibur 2
Soul Calibur 2 im Gamezone-Test
Es ist Zeit die Dreamcast in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken, denn "Soul Calibur 2" ist da!
http://www.gamezone.de/Soul-Calibur-2-Classic-33947/Tests/Soul-Calibur-2-im-Gamezone-Test-989472/
26.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/link13.jpg
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