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  • Space Quest 6: Roger Wilco in the Spinal Frontier - Unterhausmeister Wilco und die ultimative Science Fiction-Parodie - Leser-Test von Orange

    Space Quest 6: Roger Wilco in the Spinal Frontier - Unterhausmeister Wilco und die ultimative Science Fiction-Parodie - Leser-Test von Orange Das Schöne an richtig guten Adventures ist, dass sie einen sehr hohen Wiederspielbarkeitswert haben. Dazu gehört vor allem der 6. Teil der berühmten SF-Satire aus dem Hause Sierra. Es macht unglaublich Spaß und man kann immer aufs Neue darüber lachen, wenn Roger Wilco sich in haarsträubende und abgedrehte Abenteuer begibt.

    Von der Starcon Federation degradiert, darf der ehemalige Müllfrachter-Captain Roger Wilco auf der Deepship 86 wieder einen Posten als Unterhausmeister antreten. Schon nach kurzer Zeit an Bord bekommt er seinen ersten Landurlaub auf dem Planeten Polysorbat 60, der sich allerdings eher als stressig erweist: In einem Hotel wird Wilco von zwei Ganoven überfallen und entführt - umso erfreulicher ist es für ihn, dass ihm Stellar Santiago, eine alte Freundin, aus der Patsche hilft. Auch als er schließlich auf Burksilon Delta in einen Hinterhalt gelockt wird, ist Stellar sofort zur Stelle, stirbt dabei jedoch tragischerweise an einer Gasvergiftung. Es folgt eine Holodeck-Beerdingung, die schwer an die Verabschiedung der ermordeten Tasha Yar in "Star Trek: Das nächste Jahrhundert" erinnert. Doch ist Santiago wirklich tot oder handelt es sich dabei vielleicht um eine böse Verschwörung? Als Roger plötzlich eine Nachricht seiner angeblich toten Kollegin empfängt, macht er sich auf die Suche - auf eigene Faust. Die Handlung ist wie üblich "nur" eine wilde Zusammenstellung von Ideen aus unterschiedlichen SF-Medien, was ohnehin stets den Geist der Space Quest-Serie ausmachte. So wird der SF-Kenner praktisch am laufenden Band mit lustigen Anekdoten aus dem Genre konfrontiert. Das fängt schon an, als Rogers Unterhose nach seiner Degradierung in die Luft geworfen wird und der Szenenwechsel dafür sorgt, dass sich diese in die Deepship 68 verwandelt. Wer hats erkannt? Richtig, das war eindeutig aus "2001 - Odyssee im Weltraum" geklaut. Natürlich werden auch Star Trek, Star Wars und Alien durch den Kakao gezogen, wie könnte es anders sein? Der letzte Abschnitt des Spiels ist eine Parodie auf "Die Reise ins Ich" oder "Die fantastische Reise". Und wer sich genau umsieht, wird auf Polysorbat das Gebäude der Tyrell Corporation aus "Blade Runner" bemerken. In Space Quest 6 jagt ein Gag den anderen und das sollte der Sinn einer ordentlichen Satire sein.

    Präsentiert wird das Adventure in einer 2D-Comicgrafik, die optisch ein großer Fortschritt gegenüber den vorigen Teilen der Reihe ist. Sie zeigt deutlich den Comicflair von "Space Quest 6" und kommt zudem mit vielen zusätzlichen Animationen sehr lebendig herüber. Während der Filmsequenzen bekommen wir sogar einige SVGA-Animationen zu sehen, so fliegt z.B. die Deepship 86 in 3D über den Bildschirm, wohingegen die Charaktere weiterhin im klassischen Stil dargestellt werden. Die gewagte Mischung ist geglückt, denn die Übergänge zwischen den Grafiktypen wurden sauber eingefädelt. Die Steuerung erfolgt in "Space Quest 6" erneut mit dem gewohnten Sierra-Interface, das sich allerdings technisch von dem der letzten Space Quest-Teile etwas unterscheidet. So sieht man keine Symbole mehr, sondern Buttons mit der Aufschrift "Füße", "Augen", "Hände" "Mund" und "Taschen". Der Klick auf den letztgenannten Button öffnet das Inventar. Man merkt, dass dieses Interface zwar ein neues Design hat, aber insgesamt nur eine leichte Veränderung vom typischen Sierra-GUI ist. Vor allem befindet es sich nun unten am Bildschirm wie bei den Lucas Arts-Spielen, während die früheren Sierra-Adventures das GUI am oberen Ende des Monitors hatten. Die Steuerung bleibt jedenfalls komfortabel und wenn man bedenkt, dass man in SQ 1-3 noch einen Textparser bedienen musste, kann man sich da eigentlich nicht beschweren. Komfort gibt es besonders im spielerischen Sinne weit mehr als in jedem Vorgänger: So kann man zwar nach wie vor sterben, doch dank der "Nochmal probieren"-Option braucht man sich nie zu ärgern, wenn man gerade länger nicht abgespeichert hat. Außerdem enthält das Spiel keine Sackgassen - fatale Fehler, die das Weiterkommen beeinflussen, können nicht begangen werden. Am Rätseldesign gibt es ebenfalls nicht viel auszusetzen, die Rätsel sind eigen, bleiben jedoch logisch und zugleich anspruchsvoll. Etwas nervig ist das Kopierschutz-Rätsel, das mithilfe des Handbuchs gelöst werden muss. Wie so oft in Space Quest-Teilen haben wir auch hier wieder eine Arcarde-Einlage, dieses Mal in Form des "Stooge Fighter"-Automaten, der aber sowieso nur mit Cheats zu bewältigen ist und somit keine Probleme mehr darstellen sollte.

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Space Quest 6: Roger Wilco in the Spinal Frontier
Space Quest 6: Roger Wilco in the Spinal Frontier - Unterhausmeister Wilco und die ultimative Science Fiction-Parodie - Leser-Test von Orange
http://www.gamezone.de/Space-Quest-6-Roger-Wilco-in-the-Spinal-Frontier-Spiel-34100/Lesertests/Space-Quest-6-Roger-Wilco-in-the-Spinal-Frontier-Unterhausmeister-Wilco-und-die-ultimative-Science-Fiction-Parodie-Leser-Test-von-Orange-1005899/
15.04.2007
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