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  • Speedball 2: Lahme Socke - Leser-Test von sinfortuna

    Speedball 2: Lahme Socke - Leser-Test von sinfortuna Wer von Euch noch den guten alten Amiga kennt (dürfte hier allerdings eher eine bescheidene Minderheit sein), dem müsste der Name "Speedball" ganz eindeutig etwas sagen. Das sehr actionreiche Sportspiel verlangte seinerzeit blitzschnelle Reflexe und hatte einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor inne, den sich viele von Euch wahrscheinlich angesichts der (für heute) steinzeitlich anmutenden Präsentation überhaupt nicht erklären können. Einige Jahre später gab sich "Speedball 2 - Brutal Deluxe" auf dem Sega Mega Drive die Ehre (darüberhinaus auf dem PC, dem Nintendo Gameboy, dem Sega Master System u.v.m.) und beglückte die Fangemeinde mit einer 16-Bit-Version, von der ich jedenfalls erwartete, dass es mich ähnlich begeistern könne, wie der Amiga-Urahn. Doch leider weit gefehlt, im Vergleich dazu zieht diese MD-Fassung glasklar den Kürzeren, was ich persönlich natürlich äußerst schade fand und mir im Grunde nicht ganz erklären konnte, wenn ich ehrlich sein darf.

    Jedenfalls machen wir bezüglich der Rahmenhandlung einen weiten Sprung in die Zukunft und landen zu Beginn des 22.Jahrhunderts. Nach einer kurzen Zwangspause aufgrund vorgekommener Bestechungsskandale öffnet die Speedball-Liga wieder ihre Pforten, da des Volkes Seele zu sehr kochte bzw. nunmehr wieder außer sich vor Begeisterung ist. Jene Liga besteht aus insgesamt sechzehn Teams und - Ihr dürftet es schon am Titel "Brutal Deluxe" erahnen - definitiv ist diese Ballsportart nichts für Weicheier, zimperlich geht es hier jedenfalls nicht zu. Was das Gameplay betrifft, so könnte man dieses am Ehesten als eine Art Mischung aus Rugby, Handball und Eishockey bezeichnen, demzufolge es knüppelhart und in einem Mordstempo regelmäßig hoch her geht.

    Wie nicht anders zu erwarten existieren zwei Tore, in welches die Teams bestrebt sind, den Spielball zu bugsieren, auf welche Art und Weise auch immer, nahezu alles ist dabei erlaubt, versteht sich. Damit das Ganze aber nicht in ein völlig niveauloses Geknüppel ausartet, existieren kleine aber feine Extras, welche dem Spielverlauf grundsätzlich die nötige Würze verleihen sollten: durch spezielle Schuhe sind die Spieler eines Teams vorübergehend turboschnell unterwegs, Brustpanzer verstärken die Robustheit, Armpanzer die Wurfkraft, ein Schulterschutz untermauert die Offensivqualitäten, durch einen Helm werden die Kollegen intelligenter, Multivitaminsäfte bringen willkommene Energieschübe, der Gegner kann phasenweise gelähmt werden und auch mitunter nette Summen an Kleingeld werden gerne entgegengenommen. In all dem Wirrwarr wird das Ganze (gewolltermaßen) dadurch noch chaotischer, dass Schiedsrichter gänzlich fehlen, so dass das Ganze binnen kürzester Zeit zu einem martialischen Wurf-, Bolz- und in erster Linie gewalttätigen Sportspektakel mutiert.

    Netterweise wurde in dieser Megadrive-Version der Zweispielerspaß nicht außen vor gelassen, wir haben also die Wahl, ob wir gegen ein CPU-Team oder doch lieber gegen einen menschlichen Kontrahenten antreten wollen. Der Ligamodus soll dabei die Langzeitmotivation erheblich fördern und ist in meinen Augen tatsächlich ein positiver Aspekt im Vergleich zu einer bloßen K.O.-Runde, in welcher das Verlierteam vorzeitig aus dem Wettbewerb ausscheiden würde. So lohnt es sich nicht selten, zu Beginn des Spiels einen Kredit aufzunehmen, die erhaltene Summe in eine schlagkräftige Truppe zu investieren und die einzelnen Spielfiguren mit nettem Equipment auszurüsten. Ein Trainingslager ist auch mit von der Partie, was ich grundsätzlich für eine gute Idee halte, da so gezielt die Schwächen einzelner Akteure ausgemerzt werden können und überhaupt die Lernkurve im Hinblick auf das Zweikampfverhalten, die Schnelligkeit und Präzision im Spiel verbessert werden bzw. nach oben steigen kann. Denn wie in den meisten Ballsportarten ist ein kluges und vor allem blitzschnelles Passspiel die halbe Miete auf dem Weg zum Sieg, wer nicht rüde gefoult werden möchte, gibt die Pille möglichst schnell wieder ab, und zwar zu einem Mitspieler, versteht sich. Warp-Tore sorgen des Weiteren dafür, dass sich der Ball auf eine etwas ungewöhnliche Art urplötzlich im anderen Teil des Spielfeldes wiederfindet. Selbst aussichtslos erscheinende Rückstände sind im Übrigen grundsätzlich noch aufholbar, denn es existieren Punkte-Multiplikatoren, aktiviert Ihr ein solches Feld, gibt es für jeden nachfolgenden Treffer ein Vielfaches an Punkten.

  • Speedball 2
    Speedball 2
    Publisher
    Mirrorsoft
    Developer
    Bitmap Brothers (UK)
    Release
    19.06.1992

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Speedball 2
Speedball 2: Lahme Socke - Leser-Test von sinfortuna
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03.10.2005
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